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Bilderserie: TV-Kult: "Silas", "Patrik Pacard", "Anna" und Co.

 
Früher war Weihnachten irgendwie schöner.

Früher war Weihnachten irgendwie schöner.

Nicht weil früher generell alles besser war, ...

... sondern weil früher um Weihnachten herum immer die grandiosen Weihnachtsserien im ZDF liefen.

Zeitgenossen wie Thomas Ohrner (Foto), Patrick Bach, Hendrik Martz, Katja Studt und Silvia Seidel feierten mit den Weihnachtsmehrteilern ihre ersten Erfolge.

"Im Serien-Einerlei des Alltags sollte der Weihnachtsmehrteiler Highlight sein und die ganze Familie gleichermaßen vor den Bildschirm locken", schreibt das ZDF über seine erfolgreiche Sendereihe.

Großartige Autoren wie James Krüss (Foto), Justus Pfaue, Willi Fährmann und Felix Huby lieferten die Vorlagen für die TV-Mehrteiler.

"Timm Thaler", nach einem Roman von James Krüss, mit Thomas Ohrner in der Hauptrolle war 1979 der Auftakt der ZDF-Weihnachtserien.

Der 13-jährige Timm Thaler verkauft in dem Sechsteiler sein Lachen an den geheimnisvolle Baron de Lefuet (Horst Frank).

In der Rolle der Schwester Agatha glänzte Bruni Löbel.

Später spielte Thomas Ohrner in der Kinderserie "Merlin" und "Manni, der Libero" die erste Geige. Mittlerweile moderiert er die Sendung "Fröhlicher Alltag" im Südwest Fernsehen.

Ein Jahr später zeigte das ZDF zwischen Weihnachten und Neujahr "Madita".

Madita heißt eigentlich Margarete und ist manchmal etwas verdreht. Die Vorlage für "Madita" stammt von Astrid Lindgren.

1981 wurde der damals 13-jährige Patrick Bach durch die Weihnachtsserie "Silas" über Nacht zum Star.

In weiteren Rollen bei "Silas" mit dabei: Ingeborg Lapsien als "Die Pferdekrähe", Michael Habeck als "Der Müller" und Diether Krebs als "Philipp".

"Silas" spielt irgendwann zu irgendeiner Zeit in irgendeinem Land. Der kleine Silas wurde an einen Wanderzirkus verkauft und soll das Säbelschlucken lernen.

Der Ausdruck "Grünspan und Entendreck", den Silas gerne benutzt, ist noch heute ab und an zu hören.

Für seine schauspielerischen Künste in "Silas" bekam Bach sogar einen Bambi.

In der Weihnachtsserie "Jack Holborn" stand Patrick Bach 1982 erneut vor der Kamera. Auf dem Bild posiert er 2004 für die 53. Karl-May-Festspiele im Freilichttheater am Kalkberg.

"Jack Holborn" erzählt die Geschichte eines Jungen auf der Suche nach seiner Vergangenheit. Zwischen Piraten, Sklavenhändlern und Seefahrern durchlebt Jack Holborn die gefährlichsten Reisen und die größten Abenteuer, ob an Land oder zur See - immer auf der Fährte seiner verloren geglaubten Mutter.

1983 erfreute "Nesthäkchen" die Fernsehnation. Für Jungdarstellerin Kathrin Toboll blieb "Nesthäkchen" ihre einzige Rolle, sie arbeitet heute hinter der Kamera.

In den weiteren Hauptrollen glänzten Anja Bayer, Susanne Uhlen (Foto), Christian Wolff und Doris Kunstmann.

Die Serie entstand nach dem Roman von Else Ury. Nesthäkchen Annemarie Braun wächst gemeinsam mit ihren Brüdern Hans und Klaus in Berlin kurz vor dem Ersten Weltkrieg auf.

1984 wurde Hendrik Martz durch "Patrik Pacard" zum Mädchenschwarm.

Eigentlich wollte Patrik mit seinen Eltern Urlaub in Norwegen machen. Doch dann stürzt sich der Teenager in das Abenteuer seines Lebens. Mehrere Geheimdienste kämpfen um eine Formel, mit der es möglich ist, Weizen in der Wüste und Tomaten im ewigen Eis anzubauen. Mittendrin: Patrik.

Die Geheimagenten-Geschichte, die ein wenig an James Bond erinnert, kam beim Publikum riesig an. Hauptdarsteller Martz stand zeitweise sogar unter Polizeischutz.

Später spielte Martz in den TV-Serien "Die Wicherts von nebenan", "SK Babies", "Der Landarzt" (Foto) und "Verbotene Liebe" mit.

Nach dem Spionagethriller "Patrick Pacard" tischte das ZDF 1985 "Oliver Maass" (Joseph Gröbmayer) auf.

Oliver bekommt in der Serie vom geheimnisvollen Grafen Esteban (Hans Clarin) eine Geige geschenkt, die angeblich Paganini gehörte. Mit der Geige kann Oliver in die Zukunft sehen.

1987 löste Silvia Seidel als "Anna" einen Ballett-Boom aus.

An ihrer Seite glänzte erneut Patrick Bach - diesmal als Rainer Hellwig, der seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt. Annas Vater spielte Tatort-Kommisar Eberhard Feik (Mitte).

1988 schaffte Seidel mit "Anna Der Film" sogar den Sprung auf die Leinwand. Die Buchvorlagen zu Serie und Film stammten wie auch "Patrick Pacard" und "Oliver Maas" von Justus Pfaue.

Seit "Anna" genießt Ballett in Deutschland einen höheren Stellenwert. Hauptdarstellerin Seidel schauspielert immer noch, aber meist an Theatern.

Nach "Anna" buhlte das ZDF 1988 mit der Verfilmung des Buches "Nonni und Manni" an Weihnachten um die Gunst der Zuschauer.

Der Sechsteiler spielt in Island im Jahre 1869. Im Hafen geht ein Fremder an Land. Nonni und Manni hoffen, dass es ihr Vater ist, der wieder heimkehrt. Er ist es aber nicht. Der Mann überbringt die Nachricht, dass ihr Vater tot ist. Es folgt ein dramatisches Intrigenspiel.

1989 flimmert "Laura und Luis" über den Bildschirm. Wieder dabei: Patrick Bach. Er spielt einen jungen Theologen, der in Mailand ausgeraubt wird.

Die Hauptfiguren Laura (Coco Winkelmann) und ihr Bruder Luis (Jan Andres) gehören zu einer Kinderbande, die für den Ganoven Cuozzo (Claude-Oliver Rudolph) auf Diebestour geht.

Ein Jahr später heißt die Weihnachtsserie "Ron und Tanja".

Im Einheitswirrwarr in Berlin verliebt sich der Farbige Ron Gallaghan (Leandro Blanco), in Tanja Schilling (Alexandra Henkel). Tanjas Vater versucht jedoch die beiden auseinanderzubringen.

1991 läuft zur Weihnachtszeit "Marco". Marco Vigano (Umberto Caglini) sucht in dem Sechsteiler in Argentinien seine verschwundene Mutter.

Noch bis 1995 setzte der Mainzer Sender seine Weihnachtsreihe fort. Dabei hatte die Serie ihren Zenit längst überschritten.

Auch die Literaturverfilmung "Der lange Weg des Lukas B." vom Willi Fährmann (Foto) im Jahre 1992 konnte den Niedergang nicht stoppen.

Danach folgten noch Clara (Hauptrolle: Katja Studt) und "Stella Stellaris" (Hauptrolle: Sissi Perlinger). Bevor die Weihnachtsserien mit "Frankie" (Hauptrolle: Norman Nitzel) im Jahre 1995 ihren Abschluss fanden.

Die Höhepunkte der Sendereihe (unter anderem "Silas", "Patrik Pacard" und "Anna") genießen unter TV-Nostalgikern Kult-Status. Leider flimmern die Serien viel zu selten über den Bildschirm.

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