Rot ?Bild 1 von 71 ? gegen Gelb.Bild 2 von 71 Seit fast drei Jahren ist Thailand Schauplatz eines erbitterten Machtkampfs zwischen zwei politischen Gruppierungen.Bild 3 von 71 Mit dem erzwungenen Abbruch des Gipfels der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN im thailändischen Badeort Pattaya ...Bild 4 von 71 ... und den gewalttätigen Protesten in Bangkok erreichen die Auseinandersetzungen einen neuen Höhepunkt.Bild 5 von 71 "Rote" Demonstranten, die die Absetzung des seit Dezember amtierenden Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva von der Demokratischen Partei fordern, ?Bild 6 von 71 ? stürmen trotz starker Sicherheitsvorkehrungen ...Bild 7 von 71 ... das Tagungsgelände und beenden damit den Gipfel - die Staats- und Regierungschefs müssen teilweise überhastet ausgeflogen werden.Bild 8 von 71 Angeblich soll die Polizei mit den Demonstranten sympathisieren und die Proteste zugelassen haben.Bild 9 von 71 Dabei war der Gipfel Ende 2008 bereits einmal verschoben worden - weil "gelbe" Demonstranten die Absetzung von Abhisits Vorgänger Somchai Wongsawat, der von den "Roten" unterstützt wird, forderten.Bild 10 von 71 Sie besetzten das Regierungsviertel und den internationalen Flughafen von Bangkok ...Bild 11 von 71 ? und sorgten dafür, dass bis zu 300.000 Touristen nicht abreisen konnten.Bild 12 von 71 Die Proteste hatten Erfolg: Die regierende Partei PPP des ehemaligen Premiers Thaksin Shinawatra wurde wegen Wahlbetrugs vom Verfassungsgericht verboten, ...Bild 13 von 71 ... Somchai musste als Ministerpräsident zurücktreten, ...Bild 14 von 71 ? und der Oppositionelle Abhisits (m.) kam kurz darauf ins Amt.Bild 15 von 71 Die Armee, die nicht gegen die Proteste vorgegangen war, soll den neuen Regierungschef unterstützt haben.Bild 16 von 71 Gegen die neue Regierung und für Thaksin gehen nun die "Rothemden" auf die Straße - und sie beschränken sich nicht auf den ASEAN-Gipfel.Bild 17 von 71 In der Hauptstadt Bangkok bringen sie den Verkehr zum Erliegen.Bild 18 von 71 Das Innenministerium wird besetzt.Bild 19 von 71 Ein Auto, in dem Abhisit vermutet wird, greifen die Demonstranten an.Bild 20 von 71 Sie hätten "nicht verfassungskonforme Taten" begangen, sagt der Regierungschef in einer Fernsehansprache ...Bild 21 von 71 ? und ruft den Notstand in Bangkok aus.Bild 22 von 71 Die Armee marschiert mit tausenden Soldaten und Panzern auf, verhaftet Anführer der Proteste, ?Bild 23 von 71 ? besetzt wichtige Straßen und Plätze und versucht, die Regierungsgegner aus dem Regierungsviertel zu vertreiben, ...Bild 24 von 71 ... mit Tränengas ...Bild 25 von 71 ... und Wasserwerfern.Bild 26 von 71 Doch die Demonstranten bleiben und errichten Straßenblockaden.Bild 27 von 71 Die Auseinandersetzungen eskalieren.Bild 28 von 71 Bei den schweren Zusammenstößen sterben mehrere Menschen, mehr als 100 werden verletzt.Bild 29 von 71 Ein gepanzertes Fahrzeug wird von den Demonstranten gestürmt.Bild 30 von 71 Sie schleudern Molotow-Cocktails ...Bild 31 von 71 ... gegen die Armee ...Bild 32 von 71 ... und versuchen, einen brennenden Bus in die Soldaten zu steuern.Bild 33 von 71 Die Armee feuert daraufhin Warnschüsse ab und wird wiederum von Demonstranten beschossen.Bild 34 von 71 Alle Verhandlungen scheitern - die Demonstranten propagieren einen Volksaufstand gegen die nach ihrer Ansicht "brutale Regierung".Bild 35 von 71 Dann jedoch rücken gepanzerte Fahrzeuge auf den Regierungssitz vor.Bild 36 von 71 Die Protestanführer beraten sich und entscheiden, die Demonstrationen gegen Abhisist "eine Zeit lang" aufzulösen, so Protestanführerin Prateep Ungsongtham Hata.Bild 37 von 71 Damit wollten sie "eine Katastrophe verhindern", bei der weitere Menschen ums Leben kämen.Bild 38 von 71 Dies bedeute aber nicht, dass sie sich geschlagen gäben.Bild 39 von 71 Nach und nach ziehen die Demonstranten ab.Bild 40 von 71 Die Behörden stellen 60 Busse zur Verfügung, um tausende Menschen zu den Busbahnhöfen zu fahren.Bild 41 von 71 Zu den Protesten angestachelt werden die Roten immer wieder von regelmäßigen Videobotschaften des ehemaligen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra, der einen "Kampf bis zum Ende" fordert.Bild 42 von 71 Er ist auch Ursprung der jüngsten Auseinandersetzungen und der tiefen Spaltung in dem Land, das seit 1932 insgesamt 18 Staatsstreiche erlebt hat.Bild 43 von 71 Auf der einen Seite stehen die "roten" Anhänger des Multimillionärs Thaksin, die seine populistische Politik mit Krankenversorgung und Mikrokrediten für Arme unterstützen.Bild 44 von 71 Ihnen stehen die "Gelben" (es ist die Farbe des Königs) gegenüber, hinter denen mehrere einflussreiche Bangkoker Familien stehen, die ihre angestammte Machtposition in Gefahr sehen.Bild 45 von 71 Beiden Seiten gemein ist: Sie fordern demokratische Verhältnisse, die sie nur mit der eigenen Gruppierung gewährleistet sehen.Bild 46 von 71 Über allen steht König Bhumibol Adulyadej, der in Thailand sehr verehrt wird, sich aber kaum in die Politik einmischt.Bild 47 von 71 Im September 2006 wird der gewählte Premier Thaksin durch einen Militärputsch (unterstützt von der Volksallianz für die Demokratie (PAD)) gestürzt. Kabinett und Senat werden aufgelöst.Bild 48 von 71 Die Verfassung wird außer Kraft gesetzt und eine Übergangsregierung aus Offizieren gebildet. (Links im Bild der König, der die Regierung empfängt.)Bild 49 von 71 Thaksins Führungsstil war von der Opposition als zunehmend autokratisch und antidemokratisch kritisiert worden.Bild 50 von 71 Zudem steht er unter Korruptionsverdacht. Er wird 2008 wegen Amtsmissbrauchs zu zwei Jahren Haft verurteilt - und geht ins Ausland (hier in London), um einer Verhaftung zu entgehen.Bild 51 von 71 Thaksins Anhänger gründen eine neue Partei - die PPP -, gewinnen im Dezember 2007 die Parlamentswahlen und übernehmen wieder die Macht.Bild 52 von 71 Die "Gelben" sehen in der neuen Regierung nur eine Marionette Thaksins - die PAD ruft im August 2008 zu Massenprotesten auf. Nach Straßenschlachten wird in Bangkok der Ausnahmezustand verhängt.Bild 53 von 71 Anlass ist eine geplante Verfassungsänderung - die Opposition befürchtet, dass Thaksin damit um eine Verurteilung herumkommen könnte.Bild 54 von 71 Mitten in dieser Krise muss Samak Sundaravej von der PPP wegen einer Korruptionsaffäre als Ministerpräsident zurücktreten - er hatte seinen Nebenjob als Fernsehkoch verschwiegen.Bild 55 von 71 Nachfolger wird Somchai - ein Schwager Thaksins. Die Opposition wirft ihm vor, nur dessen Marionette zu sein.Bild 56 von 71 Am 7. Oktober kommt es in Bangkok zu schweren Zusammenstößen ...Bild 57 von 71 ... zwischen Polizei und "gelben" Demonstranten.Bild 58 von 71 Es sind die schwersten Auseinandersetzungen seit Jahren.Bild 59 von 71 Zwei Menschen sterben, ...Bild 60 von 71 ... 500 werden verletzt.Bild 61 von 71 Die "Gelben" gehen dabei auch brutal gegen vermeintliche Thaksin-Anhänger vor.Bild 62 von 71 Tausende Demonstranten besetzen im November das Regierungsviertel und den Bangkoker Flughafen. Bei mehreren Bombenanschlägen auf Demonstranten sterben zwei Menschen, Dutzende werden verletzt.Bild 63 von 71 Eine weitere Eskalation folgt im Dezember: Das Verfassungsgericht des Landes (Gebäude im Hintergrund) verbietet die PPP wegen Wahlbetrugs, und Somchai muss zurücktreten.Bild 64 von 71 Das Urteil führt zu scharfen Protesten der "roten" Regierungsanhänger.Bild 65 von 71 Somchais Nachfolger Abhisit von der bisherigen Opposition kommt ins Amt - nicht durch Neuwahlen, sondern weil mehrere kleine Parteien das Lager wechseln.Bild 66 von 71 Nach den "Gelben" formieren sich nun die "Roten" und protestieren gegen die neue Regierung - sie fordern demokratische Neuwahlen.Bild 67 von 71 Die Proteste spitzen sich zu. Mit der Stürmung des Gipfels haben die "Rothemden" ein international beachtetes Zeichen gesetzt.Bild 68 von 71 So dürften die zunehmend gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen "Rot" und "Gelb" weitergehen, ...Bild 69 von 71 ... eine Lösung des Machtkampfs ist zumindest vorerst in weite Ferne gerückt.Bild 70 von 71 Inzwischen hat sich sogar eine dritte Farbe dazugesellt: Blauhemden. Sie sind Regierungsanhänger, die den ASEAN-Gipfel retten wollten. (Text: Markus Lippold mit dpa und AFP, Bilder: dpa, Reuters)Bild 71 von 71