Sie nannten ihn "Superman der Politik".Bild 1 von 63 "The Sun", eine der einflussreichsten Tageszeitungen Großbritanniens, unterstützte ihn.Bild 2 von 63 Alles an Tony Blair strahlte Siegesgewissheit aus.Bild 3 von 63 Er setzte die Runderneuerung seiner in langen Jahren der Opposition verkarsteten Linkspartei durch.Bild 4 von 63 Als "New Labour" führte er sie in die Mitte ...Bild 5 von 63 ... und am 1. Mai 1997 mit einem triumphalen Wahlsieg zurück an die Macht.Bild 6 von 63 Tony Blair beendete die 18-jährige Regierungszeit der Konservativen Partei und löste John Major in seiner Funktion als Premier ab.Bild 7 von 63 Mit 43 Jahren wurde Blair jüngster britischer Premierminister seit 1812.Bild 8 von 63 "Tony könnte trockenen Fußes über die Themse schreiten", sagten Bewunderer.Bild 9 von 63 Ein Jahrzehnt und zwei weitere Wahlsiege später (2001 ...Bild 10 von 63 ... und 2005), ...Bild 11 von 63 ... kann Großbritannien kaum den Tag erwarten, an dem der einst so ...Bild 12 von 63 ... erfolgreiche Premier ...Bild 13 von 63 ... die politische Bühne verlässt.Bild 14 von 63 Begonnen hat das Finale der Ära Blair im März 2003 mit der Invasion im Irak.Bild 15 von 63 "Die Bindung an Amerika ...Bild 16 von 63 ... in Sachen Irak ...Bild 17 von 63 ... hat das Prestige Großbritanniens ...Bild 18 von 63 ... und das Ansehen der Blair-Regierung ...Bild 19 von 63 ... sehr schwer angeschlagen", urteilte der konservative "Daily Telegraph" in seltener Übereinstimmung mit dem linksliberalen "Guardian".Bild 20 von 63 Nie ist Blair den Ruf losgeworden, ein "Schoßhund von Bush" zu sein.Bild 21 von 63 Tausende Soldaten in den Irak zu schicken, ...Bild 22 von 63 ... von denen bislang mehr als 140 in Särgen nach Hause kamen, ...Bild 23 von 63 ... sei "ein schrecklicher Fehler" gewesen, ...Bild 24 von 63 ... der für Labour noch Jahre nachwirken werde, hieß es einer Bilanz der Londoner "Denkfabrik" Chatham House zur Außenpolitik Blairs.Bild 25 von 63 Ungeachtet aller militärischen, politischen und finanziellen Opfer Großbritanniens habe der Premier sich als "unfähig erwiesen, ...Bild 26 von 63 ... die Bush-Regierung in irgendeiner nennenswerten Art zu beeinflussen".Bild 27 von 63 Mit 53 Jahren wirke Blair heute "stärker verschlissen als alle anderen westlichen Premiers, ...Bild 28 von 63 ... mit Ausnahme von George W. Bush", fand das US-Magazin "Newsweek".Bild 29 von 63 Das blutige Chaos im Irak und fast nichts anderes sei es, woran sich künftige Generationen im Rückblick auf Blairs Regierungszeit ebenso wie auf jene von Bush erinnern würden.Bild 30 von 63 Daran konnten auch die PR-Experten, die so genannten "Spin Doctors", nichts ändern, die zu einem Markenzeichen der Blair-Ära wurden.Bild 31 von 63 Mit Gespür für die Stimmung der Massen ...Bild 32 von 63 ... und populären Formulierungsideen - wie die "der Prinzessin des Volkes" ...Bild 33 von 63 ... in Blairs Rede kurz nach dem Unfalltod von Prinzessin Diana im Sommer 1997 - ...Bild 34 von 63 ... halfen sie, die Begeisterung für den ...Bild 35 von 63 ... "politischen Wunderknaben" ...Bild 36 von 63 ... zu mehren.Bild 37 von 63 Das ständige Polieren am Image trug seiner Regierung jedoch auch den Ruf ein, mehr Fassade als Substanz zu bieten.Bild 38 von 63 Ganz gerecht ist das nicht. Blairs Amtszeit ist die längste aller regierenden Premierminister der Labour-Partei.Bild 39 von 63 Er führte seine Partei als einziger zum Sieg in drei aufeinanderfolgenden Wahlen.Bild 40 von 63 Im Laufe der Jahre wandelte sich Blair von einem Opportunisten, der seine Politik Stimmungen anpasste, ...Bild 41 von 63 ... zu einem "Überzeugungstäter".Bild 42 von 63 Immer stärker werde er "von dem Wunsch getrieben, das moralisch Richtige zu tun", sagte der Autor Philip Stephens, der 2004 eine Blair-Biografie schrieb.Bild 43 von 63 "Richtig" war für Blair der Militäreinsatz gegen das Blutvergießen in Sierra Leone ...Bild 44 von 63 ... und gegen die Verbrechen des Milosevic-Regimes im Kosovo. Blair forderte ein klares Handeln der Nato. Er überzeugte US-Präsident Clinton davon, notfalls auch Bodentruppen im Kosovo einzusetzen.Bild 45 von 63 Von Beginn an unterstützte Blair die Pläne von US-Präsident Bush zu einem Angriff auf den Irak unter Diktator Saddam Hussein.Bild 46 von 63 Sowohl international als auch in seinem eigenen Land hagelte es Proteste.Bild 47 von 63 Blair rechtfertigte den Irak-Krieg mit der Behauptung, Irak besitze Massenvernichtungswaffen.Bild 48 von 63 Als sich deren Existenz nicht bestätigte, geriet er innenpolitisch unter Druck.Bild 49 von 63 Blair wird vorgeworfen, die vorliegenden Indizien einer irakischen Bedrohung massiv übertrieben zu haben.Bild 50 von 63 Nach dem Tod des Waffenexperten und Regierungsberaters David Kelly am 17. Juli 2003 wurden die Rücktrittsforderungen aus den eigenen Reihen und von der Opposition immer lauter.Bild 51 von 63 Zu Blairs Bilanz gehört aber auch eine blühende Wirtschaft.Bild 52 von 63 Das Gesundheitswesen steht ordentlicher da als einst.Bild 53 von 63 Milliarden flossen für bessere Schulen und die Bekämpfung der Kriminalität.Bild 54 von 63 Sein größter Verdienst ist wohl, dass mit dem so genannten Karfreitagabkommen der Bürgerkrieg in Nordirland überwunden wurde.Bild 55 von 63 Blair war der erste britische Premierminister überhaupt, der vor dem irischen Parlament eine Rede hielt.Bild 56 von 63 Dennoch überwiegt am Ende der Blair-Dekade der Überdruss.Bild 57 von 63 Er sei heute so unpopulär wie die "Eiserne Lady" Margaret Thatcher in den letzten Wochen ihrer Amtszeit, meinen seine Kritiker.Bild 58 von 63 Unter der Androhung einer Palastrevolte, die Blairs Konkurrent, Schatzkanzler Gordon Brown, in Szene setzte, ...Bild 59 von 63 ... hatte der "Mann mit dem Bambi-Blick" (wie ihn der "Independent" einmal nannte) ...Bild 60 von 63 ... am 7. September 2006 angekündigt, seine Ämter innerhalb von zwölf Monaten niederzulegen.Bild 61 von 63 "Wenn ich gehe", sagte er Journalisten, "dann werden auch die atmosphärischen Störungen und die Unbeliebtheit verschwinden, die einem Premierminister nach zehn Jahren nun einmal anhaften." Das ist das traurige Finale einer Ära.Bild 62 von 63 Am 27. Juni tritt Tony Blair nun von seinem Amt als Premierminister zurück.Bild 63 von 63