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Heftige Unwetter in Nordrhein-Westfalen ...
... und Hochwasser am Rhein.
Im Süden Deutschland kam es in den vergangenen Tagen zu extremen Niederschlägen.
Rettungskräfte mussten hunderte Male ausrücken.
Besonders betroffen war Arnsberg im Sauerland.
Hier ertrank ein 61-Jähriger in seinem Keller, als er nach dem Rechten sehen wollte.
Vermutlich bekam er wegen des Wasserdrucks die Tür nicht mehr auf.
Eine Entspannung gab es indes in der Schweiz:
In Basel und im Aargau sanken die Pegel der Flüsse. In der Stadt Bern fiel die Wassermenge des Flusses Aare unter die kritische Marke.
Im Kanton Jura hatte das Hochwasser noch am Donnerstagabend für chaotische Zustände gesorgt.
Dort wurden zahlreiche Dörfer überschwemmt und Verkehrsverbindungen unterbrochen.
Hunderte Bewohner benötigten die Hilfe der Feuerwehr.
Die Hochwasserlage am Rhein in Deutschland entspannt sich nach Angaben der rheinland-pfälzischen Behörden ebenfalls weiter.
"Kritische Wasserstände werden nicht erwartet", teilte das Hochwassermeldezentrum Rhein in Mainz mit.
Das gelte für den Mittel- wie für den Niederrhein.
Camper an den Rheinufern müssten aber mit kurzzeitigen Überflutungen rechnen.
Das Bundesumweltministerium rechnet unterdessen mit einer massiven Zunahme der Hochwasser-Gefahr.
Das Hochwasser-Risiko in Deutschland werde sich in absehbarer Zukunft drastisch erhöhen, sagte der Parlamentarische Staatssekretär Michael Müller bei n-tv.
Zwar könne nicht jedes Hochwasser auf den Klimawandel zurückgeführt werden, ...
... wir müssten aber, zusätzlich zu den traditionellen Hochwassern, mit immer mehr neuartigen Fluten rechnen, die durch Starkniederschläge und veränderte Bodenqualitätenverursacht werden.
Laut Bundesumweltministerium werde es wohl schon in wenigen Jahrzehnten im Winter etwa 40 Prozent mehr Regen, aber immer weniger Schnee- und Eisspeicherung geben.
All dies würde durch menschliche Einflüsse, wie zum Beispiel Flussbegradigungen und Ausbaggerungen, noch zusätzlich verstärkt, so Müller.
Der SPD-Politiker kritisierte, seit der Jahrhundertflut an der Elbe vor fünf Jahren hätten die Länder viel zu wenig für den Hochwasserschutz getan:
"Wir haben ein Grundproblem, dass wir in der Regel immer erst reagieren, wenn Katastrophen eingetreten sind."
"Der Klimawandel ist aber ein Problem, das in einer gewissen Weise die Zukunft programmiert. Wir müssen eigentlich vorsorgend handeln. Denn wenn er eintritt, kann man über Jahrzehnte nichts mehr ändern."
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