Am 1. April tritt die Gesundheitsreform in Kraft. Hier erfahren Sie, was sich damit konkret für die Versicherten ändern wird.Bild 1 von 29 Zuerst: Was tut sich bei den gesetzlich Versicherten?Bild 2 von 29 Die gesetzlichen Kassen weiten ihre Leistungen in einigen Bereichen aus. So zum Beispiel bei Impfungen, Eltern-Kind-Kuren, Reha-Behandlungen älterer Menschen und der Betreuung Schwerstkranker oder Sterbender in den eigenen vier Wänden.Bild 3 von 29 Wer Vorsorgeuntersuchungen versäumt und später schwer krank wird, muss mehr zuzahlen.Bild 4 von 29 Die Behandlung von Komplikationen nach Piercings oder Tatoos wird nicht mehr bezahlt.Bild 5 von 29 Kliniken werden für ambulante Behandlungen geöffnet.Bild 6 von 29 Gesetzliche Kassen können neue Wahltarife anbieten - etwa Tarife mit Selbstbehalt, Rückerstattung oder solche, in deren Rahmen auch homöopathische Arzneimittel bezahlt werden.Bild 7 von 29 Die Beitragssätze werden zu Jahresbeginn im Schnitt um etwa 0,6 Punkte ansteigen. Die Kassen begründen dies auch mit der Reform - was das Gesundheitsministerium zurückweist.Bild 8 von 29 Wenn 2009 der Gesundheitsfonds startet, gilt bundesweit ein einheitlicher Beitragssatz, den der Bund festlegt.Bild 9 von 29 Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen in den Gesundheitsfonds ein. Daraus erhalten die Kassen für jeden Versicherten einen einheitlichen Betrag.Bild 10 von 29 Kassen mit vielen Kranken bekommen zudem Geld von anderen Kassen.Bild 11 von 29 Reicht einer Kasse das Geld nicht, kann sie einen begrenzten Zusatzbeitrag von ihren Versicherten fordern. Wenn eine Kasse Zusatzbeiträge erhebt, ist ein Kassenwechsel erlaubt.Bild 12 von 29 Wirtschaftet eine Kasse hingegen gut mit dem Geld aus dem Gesundheitsfonds, kann sie die Versicherungsbeiträge senken.Bild 13 von 29 Was ändert sich für Privatversicherte?Bild 14 von 29 Zunächst nichts. Vom 1. Januar 2009 an müssen die Privatkassen jedoch einen Basistarif anbieten, der im Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung entspricht. Wer arm ist, muss weniger zahlen.Bild 15 von 29 Bestandskunden können 2009 nur innerhalb von sechs Monaten in den Basistarif auch anderer Privatkassen wechseln und ihre Altersrückstellungen mitnehmen. Ausnahmen gibt es für über 55-Jährige und Bedürftige.Bild 16 von 29 Weil der Basistarif nach Ansicht der Privatkassen nicht kostendeckend ist, warnen diese vor Beitragserhöhungen für Bestandskunden.Bild 17 von 29 Für Gutverdiener wird ein Wechsel aus der gesetzlichen Krankenversicherung in die private Krankenversicherung erschwert: Das Einkommen muss dafür künftig drei Jahre lang über der Pflichtversicherungsgrenze (derzeit 3.975 Euro pro Monat) liegen.Bild 18 von 29 Was ändert sich für Nichtversicherte?Bild 19 von 29 Künftig gilt eine Pflicht zur Versicherung: Die rund 200.000 bis 300.000 Nichtversicherten müssen also Mitglied einer gesetzlichen oder privaten Krankenkasse werden - und müssen von diesen auch aufgenommen werden.Bild 20 von 29 Ehemals gesetzlich Versicherte müssen von den Kassen bereits vom 1. April an wieder aufgenommen werden.Bild 21 von 29 Ehemals Privatversicherte ohne Schutz müssen vom 1. Juli an im Basistarif aufgenommen werden - ohne Gesundheitsprüfung und Risikozuschläge.Bild 22 von 29 Eine bestehende Versicherung kann man nur noch dann kündigen, wenn man eine neue Versicherungs-Police vorzeigen kann.Bild 23 von 29 Wer die Versicherungspflicht ignoriert oder fällige Beiträge nicht bezahlt, wird zu ähnlichen Bedingungen medizinisch behandelt wie Asylbewerber.Bild 24 von 29 Was ändert sich noch?Bild 25 von 29 Statt sieben soll es nur noch einen Dachverband für die gesetzlichen Kassen geben. Kassenfusionen werden erleichtert. Dadurch sollen Verwaltungskosten eingespart werden.Bild 26 von 29 Der Rabatt, den Apotheker den Kassen pro Medikament gewähren müssen, steigt von 2,00 auf 2,30 Euro. Vor der Verordnung teurer Medikamente muss ein zweiter Arzt befragt werden. Der Zugang zu innovativen, sehr teuren Arzneimitteln soll aber gesichert bleiben.Bild 27 von 29 Im Jahr 2011 bekommen Ärzte eine neue Vergütung mit festen Euro-Preisen. Ärzte in "unterversorgten" Gebieten bekommen schon vorher Zuschläge.Bild 28 von 29 Durch die Gesundheitsreform werden im Jahr 2007 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro eingespart. Der Bundeszuschuss für die gesetzlichen Kassen steigt in den kommenden Jahren schrittweise auf 14 Milliarden Euro. (Alle Bilder: dpa)Bild 29 von 29