Proteste und Feilschen: Weltfinanzgipfel in London
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Der Erfolgsdruck ist enorm - und ein Scheitern wollen die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Wirtschaftsnationen auf alle Fälle vermeiden.Bild 1 von 43 Auf dem Weltfinanzgipfel in London planen die G20 einen weiteren großen Schritt für die Reform der globalen Finanzarchitektur.Bild 2 von 43 Eine solche Krise des globalen Finanzgebäudes darf sich nicht wiederholen, lautet das Ziel, dem sich auch der neue US-Präsident Barack Obama auf seiner ersten Europa-Reise verschrieben hat.Bild 3 von 43 Die Teilnehmer wissen: Ein Erfolg ist der Gipfel erst dann, wenn sich in Zukunft alle an die neuen Regeln wirklich halten.Bild 4 von 43 Alle Finanzmärkte, Finanzprodukte und Marktteilnehmer sollen künftig kontrolliert werden, darunter auch die Rating-Agenturen, die die Gefahren von Finanzprodukten eigentlich beurteilen sollen.Bild 5 von 43 Auch soll ein härterer Kurs gegenüber Hedge-Fonds und Steueroasen eingeschlagen werden.Bild 6 von 43 Die Unterhändler streiten noch auf dem Gipfel darüber, ob künftig schwarze Listen von Ländern veröffentlicht werden sollen, die im Kampf gegen Steuerhinterziehung nicht mitziehen.Bild 7 von 43 London wird - das machen die Teilnehmer schon im Vorfeld deutlich - also nur ein Zwischenschritt, nicht der Endpunkt der schönen neuen Finanzwelt sein.Bild 8 von 43 "Wir sprechen über eine neue globale Architektur der Finanzmärkte, und wir werden nicht in der Lage sein, dies in London zu beenden", so Bundeskanzlerin Angela Merkel.Bild 9 von 43 Neue Konjunkturprogramme, die der britische Premierminister und Gastgeber Gordon Brown vor Augen gehabt haben mag und wie sie die Japaner insbesondere von Deutschland fordern, werden jedenfalls vom Gipfel nicht verlangt werden.Bild 10 von 43 Manche Länder wie Italien wären dazu wegen ihrer Staatsverschuldung auch gar nicht mehr in der Lage.Bild 11 von 43 Zudem ist den Kontinental-Europäern eine Politik suspekt, die den künftigen Generationen unübersehbare Schuldenberge überlässt und die zudem den Keim künftiger Krisen in sich tragen könnte.Bild 12 von 43 Auch Obama ließ angesichts dieser Widerstände signalisieren, dass er keine solchen Forderungen erheben werde.Bild 13 von 43 Dennoch werden Deutschland und die anderen großen Industrienationen nach London noch einmal in die Tasche greifen.Bild 14 von 43 Die Mittel für den Internationalen Währungsfonds, die Weltbank und Entwicklungsbanken dürften kräftig aufgestockt werden.Bild 15 von 43 Das ist dann doch eine Reverenz an die Briten.Bild 16 von 43 Allein die Erhöhung der Gelder für den IWF könnte Deutschland rund 20 Milliarden Euro kosten.Bild 17 von 43 Über die konkreten Beiträge wird noch gefeilscht.Bild 18 von 43 Der Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, rief die Teilnehmer des Weltfinanzgipfels dazu auf, die Finanzmärkte von der Last der faulen Kredite zu befreien.Bild 19 von 43 Die USA stellten Konjunkturhilfen in den Mittelpunkt und die Europäer beharrten auf einer Neuregulierung der Märkte, sagte Strauss-Kahn der "Financial Times".Bild 20 von 43 "Sie machen sich noch nicht schnell genug daran, das Finanzsystem aufzuräumen", so der IWF-Chef.Bild 21 von 43 Auch Entwicklungshilfeorganisationen fordern eine strenge Regulierung der Weltmärkte.Bild 22 von 43 Das, was im Vorfeld angekündigt worden sei, müsse nun tatsächlich beschlossen werden, sagt Kurt Bangert, Armutsexperte der Kinderhilfsorganisation World Vision, gegenüber n-tv.de.Bild 23 von 43 Er wünsche sich, dass endlich eine Diskussion über eine Welteinheitswährung in Gang komme, ebenso wie über eine Weltzentralbank.Bild 24 von 43 "Es sollte hier keine Tabus mehr geben", so Bangert.Bild 25 von 43 Das Welternährungsprogramm WFP bedauert, dass in London die Ärmsten der Armen nicht berücksichtigt werden.Bild 26 von 43 "Die Finanzkrise könnte die nächste Welternährungskrise auslösen, doch die weltweit Hungernden stehen nicht mal auf der Agenda in London", kritisierte der Leiter des Berliner WFP-Büros, Ralf Südhoff, gegenüber n-tv.de.Bild 27 von 43 Die britische Entwicklungshilfeorganisation Oxfam warnt ebenfalls davor, die Entwicklungsländer zu vergessen.Bild 28 von 43 "Wenigstens ein Teil der enormen Gelder für die unterschiedlichen Konjunkturprogramme sollte ihnen zugute kommen."Bild 29 von 43 "Wenn man sieht, wie viel Geld für Banken gefunden wurde, so erscheint es unbegreiflich, wenn die G-20-Chefs erlauben, dass die Wirtschaftskrise das Leben der Armen zerstört."Bild 30 von 43 Heftige Kritik an der Politik der G20 äußert sich auch auf den Straßen Londons.Bild 31 von 43 Vor dem Gipfel rüstete sich die britische Hauptstadt für eine der größten Sicherheitsoperationen überhaupt.Bild 32 von 43 Geschäfte im Bankenviertel und symbolträchtige Orte wurden aus Angst vor Unruhen verbarrikadiert.Bild 33 von 43 Umgerechnet rund 7,8 Millionen Euro kostet der Einsatz der 5000 Sicherheitskräfte.Bild 34 von 43 Doch auch massive Polizeipräsenz kann Ausschreitungen gewalttätiger Demonstranten nicht verhindern.Bild 35 von 43 Mit lauten Sprechchören wie "Stürmt die Bank!" oder "Schande über Euch" ziehen tausende Demonstranten durch das Londoner Bankenviertel.Bild 36 von 43 Mit Gewalt versuchen einige, die Bank of England zu stürmen.Bild 37 von 43 Später attackieren zum Teil vermummte Protestierende die Polizei mit Stangen.Bild 38 von 43 Dutzende Demonstranten werden festgenommen, mehrere Menschen verletzt.Bild 39 von 43 Ein Demonstrant stirbt am Mittwoch aus noch ungeklärter Ursache.Bild 40 von 43 Immerhin ein konkretes Ergebnis hat der Gipfel schon am ersten Tag.Bild 41 von 43 So schafft US-Präsident Obama einen Neuanfang der amerikanisch-russischen Beziehungen.Bild 42 von 43 Mit seinem russischen Kollegen Dmitri Medwedew vereinbart er, die atomare Abrüstung wiederzubeleben. (Alle Fotos: dpa, AP)Bild 43 von 43