Bilderserie: Wenn die Polizei beim Postmann klingelt
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Das Bild trügt, denn über der Post hat sich der Himmel verdunkelt.Bild 1 von 38 Klaus Zumwinkel, der als Postchef nach außen hin stets bescheiden auftrat, ist nun verantwortlich für "einen erheblichen moralischen Schaden" (Bundesfinanzminister Peer Steinbrück)Bild 2 von 38 und hat die Bundeskanzlerin Angela Merkel schwer enttäuscht.Bild 3 von 38 "Ich glaube, es geht mir wie vielen Menschen in Deutschland: Das habe ich mir nicht vorstellen können", sagte Merkel über den Postchef.Bild 4 von 38 Doch was ist geschehen? Der einst hochgeschätzte "erste Postbote" des Landes soll mit Geldanlagen in liechtensteinischen Stiftungen...Bild 5 von 38 Gelder in einer Höhe von rund einer Million Euro hinterzogen haben. Aber der Reihe nach.Bild 6 von 38 Am Donnerstagmorgen bezieht um 05.00 Uhr ein Kamerateam des ZDF Stellung vor dem Anwesen Zumwinkels im Kölner Stadtteil Marienburg.Bild 7 von 38 Der Sender hat von der bevorstehenden Razzia vorab erfahren.Bild 8 von 38 Um ca. 07.00 Uhr klingeln Vertreter von der Steuerfahndung und der Staatsanwaltschaft an der Tür Zumwinkels.Bild 9 von 38 Parallel dazu startet eine Durchsuchung der Büroräume in der Bonner Konzernzentrale.Bild 10 von 38 Um 09.35 Uhr bestätigt die Post ein Ermittlungsverfahren gegen den Postchef.Bild 11 von 38 Die Staatsanwaltschaft Bochum räumt Durchsuchungen in Bonn und Köln "wegen eines Steuerstrafverfahrens" ein, nennt aber zunächst keinen Namen.Bild 12 von 38 Gut fünf Stunden nach Beginn der Durchsuchung seiner Privatvilla ...Bild 13 von 38 ... wird Zumwinkel von der Polizei zu Hause abgeholt,Bild 14 von 38 eskortiert von der Staatsanwältin Margrit Lichtinghagen, die seit zehn Jahren deutschen Steuersündern auf der Spur ist.Bild 15 von 38 Die 53-Jährige und ihr Team gelten als "scharfe Hunde vom Revier" ("Die Zeit"), einen Promibonus haben Steuersünder bei ihr nicht zu erwarten.Bild 16 von 38 Um 12.15 Uhr besteigt Zumwinkel ein Polizeiauto, das dann eskortiert von einem Polizeimotorrad davonfährt.Bild 17 von 38 Ziel der Reise ist die Staatsanwaltschaft Bochum.Bild 18 von 38 Weder die Steuerfahnder, noch Zumwinkels Anwalt oder die Polizei wollen kommentieren, ob es sich dabei um eine vorläufige Festnahme handelt oder ?Bild 19 von 38 ? ob Zumwinkel möglicherweise zu einer Vernehmung gebracht wird.Bild 20 von 38 Der Polizeiwagen war zuvor rückwärts auf die Einfahrt des Anwesens gefahren und hatte dann direkt vor der Haustür geparkt.Bild 21 von 38 Somit muss Zumwinkel nur wenige Treppenstufen hinabsteigen, bevor er in das Fahrzeug steigt. Kurz nach Zumwinkel verlässt auch dessen Anwalt das Haus.Bild 22 von 38 Wenige Minuten später tragen Ermittler Kisten mit sichergestellten Unterlagen aus der Villa,Bild 23 von 38 die sie anschließend in die Kofferräume ihrer Autos verstauen.Bild 24 von 38 Am Nachmittag teilt die Staatsanwaltschaft mit, dass sie gegen Zumwinkel und mehrere Verdächtige wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit Geldanlagen in Liechtenstein ermittelt.Bild 25 von 38 Nachdem er der Staatsanwaltschaft eine "Sicherheitsleistung" in beträchtlicher Höhe angeboten hat, darf Zumwinkel,Bild 26 von 38 der sich selbst als "redlichen Kaufmann" sieht, wieder nach Hause.Bild 27 von 38 Bei der Post versucht man derweil die Wogen zu glätten: Um 16:25 Uhr werden Berichte über einen Rücktritt Zumwinkels dementiert,Bild 28 von 38 eine Stunde später betont man, dass Zumwinkel ungeachtet der Vorwürfe sein Amt ausübe und "voll handlungsfähig" sei.Bild 29 von 38 Das sehen nicht alle so: Am Freitagmorgen fordert der SPD-Vorsitzende Kurt Beck Zumwinkel zum Rücktritt auf.Bild 30 von 38 Nur eine halbe Stunde später bietet Klaus Zumwinkel dem Bundesfinanzministerium seinen Rücktritt an. Die Bundesregierung nimmt den Rücktritt an.Bild 31 von 38 Und nun? In den nächsten Tagen wird Zumwinkel laut der Post noch im Amt bleiben, denn noch muss der Aufsichtsrat über das Rücktrittsangebot befinden.Bild 32 von 38 Als Zumwinkels Nachfolger wird der 46-jährige Logistikvorstand Frank Appel gehandelt.Bild 33 von 38 Appel gehört seit einigen Jahren dem Post-Vorstand an und galt bereits als potenzieller Nachfolger von Zumwinkel.Bild 34 von 38 Mit dem Fall Klaus Zumwinkel ist die Arbeit der Steuerfahnder jedoch noch nicht getan.Bild 35 von 38 Nach Informationen der Bundesregierung sollen "tausende Verdächtige" in Steueraffären verwickelt sein.Bild 36 von 38 Die Rede ist von bis zu vier Milliarden Euro, die an dem Fiskus vorbeigeschleust wurden.Bild 37 von 38 Wer unrechtgemäß bei den Liechtensteiner Banken geklingelt hat, dem rät das Finanzministerium zur Selbstanzeige. Das sei die Voraussetzung für Straffreiheit.Bild 38 von 38
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