Dienstag, 31. März 2015: Der Tag bei n-tv

Von Roland Peters und Volker Petersen

22:53 Uhr
(Foto: dpa)

Das war Dienstag, der 31. März 2015

Das war "Der Tag" für heute. Es war sehr stürmisch, "Niklas" hat uns alle im Griff gehabt. Und ich muss jetzt noch dadurch nach Hause radeln. Falls alles gut geht, schaue ich morgen wieder hier vorbei und löse Roland Peters ab. Schönen Abend noch und gute Nacht!

Und allen, die auf irgendwelchen Bahnhöfen festsitzen, drücke ich die Daumen, dass es bald mit der Weiterfahrt klappt!

22:31 Uhr
"Ich fürchte, wir verbringen die Nacht damit", sagt der franzöische Außenminister Fabius (Mitte).
"Ich fürchte, wir verbringen die Nacht damit", sagt der franzöische Außenminister Fabius (Mitte).(Foto: REUTERS)

Iran-Atom-Verhandlungen gehen in die Nacht

Die Atom-Verhandlungen mit dem Iran gehen vermutlich heute Nacht weiter. Eigentlich läuft um Mitternacht eine Frist aus. Doch...

  • ... laut den USA wurden "genug Fortschritte erzielt, dei eine Fortsetzung der Gespräche rechtfertigen", sagte eine Außenamtssprecherin. "Ich fürchte, wir verbringen die Nacht damit", sagte der französische Außenminister Fabius.
22:06 Uhr

Haus-Grundriss sieht aus wie Penis

1958 designte der Architekt Stan Symonds in einem Nachbarort von Sydney ein Haus, das voll im Trend lag. Kreisrunde Räume, viel Glas und ... sagte ich es bereits? Runde Räume. Der Grundriss sieht allerdings dadurch etwas speziell aus. Er ähnelt einem Penis. Ob das Absicht war?

  • Ein Makler sagte dem australischen "Daily Telegraph", die ersten Besitzer hätten das Haus toll gefunden und hätten Witze über den phallischen Grundriss gemacht. Den finden Sie auf der Website der Zeitung.
  • Heutige Käufer seien dagegen im ersten Moment etwas verstört. Bei den Männern fiele zuerst der Groschen.
  • Das Haus steht zum Verkauf - es gebe bereits Interessenten. Vielleicht werde es aber auch versteigert. Der Makler rechnet mit 700.000 Euro.
21:37 Uhr

Griechenland will Anschluss an russisches Gas

(Foto: REUTERS)

Der griechische Energieminister Lafanzanis war zu Besuch in Moskau. Es wurden Wünsche geäußert und Pläne geschmiedet.

  • Er lud russische Unternehmen ein, sich an der Suche nach Öl und Gas in der Ionischen See  und auf Kreta zu beteiligen.
  • Er hofft zudem, dass die geplante Turkish-Stream-Pipeline bis Griechenland ausgebaut wird. Damit könnte Russland dann Gas direkt an die Griechen liefern.
  • Am 8. April will Ministerpräsident Tsipras nach Moskau reisen.
20:59 Uhr

Offenbar Video aus Germanwings-Flug aufgetaucht

Bei den Bergungsarbeiten in den südfranzösischen Alpen soll ein Video gesichert worden sein, das in der abstürzenden Germanwings-Maschine aufgenommen worden sein soll. Das berichten die "Bild"-Zeitung und "Paris Match".

  • Das Video belege, dass die Passagiere gewusst hätten, dass das Flugzeug abstürzte.
  • Die Bilder seien chaotisch und völlig verwackelt, einzelne Personen nicht zu erkennen.
  • Staatsanwalt Brice Robin bestätigte die Existenz des Videos nicht.
20:47 Uhr

Bahn: Hotelzüge in Hannover und Bremen

Heute ist so ein Abend, an dem einige Bahnreisende auf Bahnhöfen stranden und nicht weiterkommen. In Hannover und Bremen naht Rettung.

  • Dort hält die Bahn Hotelzüge bereit, in denen sich die Reisenden aufhalten können. Sie können dort auch übernachten.
  • Angestellte der Bahn betreuen sie dort.
  • Wann die Züge in Niedersachsen wieder fahren, weiß die Bahn auch noch nicht.
20:25 Uhr
Video

Bahn: Manche müssen auf Bahnhof bleiben

Orkan "Niklas" entwickelt sich zu einem der stärksten Stürme der vergangenen Jahre Besonders betroffen sind Nordrhein-Westfalen, Bayern und Niedersachsen. Hier muss die Deutsche Bahn den Nah- und teils auch den Fernverkehr stoppen. Insgesamt sind Zehntausende Reisende und Pendler betroffen. Wie es weitergeht, erklärt Deutsche-Bahn-Sprecher Achim Stauß gegenüber n-tv.

20:10 Uhr

Katar zwingt Gastarbeiter zum Marathon-Rekord

Der kleine, aber reiche Ölstaat Katar ist im Rekordfieber. Den größten Marathon der Welt wollte man veranstalten. Doch dazu bedienten sich die Organisatoren offenbar zweifelhafter Methoden, wie die "FAZ" online berichtet.

  • Dafür brauchte man 50.000 Teilnehmer, doch die kamen nicht zusammen. Nach offiziellen Angaben waren es nur 33.000, möglicherweise auch noch weniger.
  • Viele davon sollen Gastarbeiter gewesen sein, die teilweise in Sandalen oder Sicherheitsschuhen angetreten seien - und das nicht freiwillig.
  • "Human Rights Watch" fordert Katar nun auf, eine Untersuchung einzuleiten.
19:26 Uhr

Ukraine bekommt neue Milliardenhilfe von EU

Die Ukraine bekommt noch einmal Hilfskredite von der EU.

  • Die EU-Staaten stimmten am Nachmittag zu, dem Land 1,8 Milliarden Euro zu überweisen - dafür muss es aber Reformen anpacken.
  • Das Darlehen soll aus dem Gemeinschaftshaushalt der EU kommen und eine Laufzeit von 15 Jahren haben.
  • Zwischen 2010 und 2014 bekam die Ukraine schon EU-Kredite über 1,6 Milliarden Euro, der IWF zahlt über mehrere Jahre 16,3 Milliarden Euro.
19:01 Uhr

Erdöl in Hessen gefunden

Erdölbohrung in Crumstadt (Hessen).
Erdölbohrung in Crumstadt (Hessen).(Foto: dpa)

Erdöl gibt es im arabischen Raum, in Venezuela und in ... Hessen!

  • In Riedstadt-Goddelau bei Darmstadt hat eine Firma bei einer Probebohrung mehrere Kubikmeter Erdöl gefunden. Das berichtet die "Frankfurter Rundschau".
  • Ab Sommer wird nun überprüft, wieviel Öl sich im Boden befindet und ob sich eine Förderung lohnt.
  • Laut der Zeitung war dort zwischen 1952 und 1994 schon Öl gefördert worden, allerdings nur geringe Mengen.
18:40 Uhr
18:30 Uhr

Bahn-Nahverkehr in NRW läuft am Abend wieder an

Die Bahn will heute Abend wieder erste Regionalzüge durch NRW rollen lassen.

  • Regionalzüge und S-Bahn sollen nach und nach wieder fahren.
  • Mit Verspätungen und Zugausfällen sei heute aber noch zu rechnen.
  • Morgen hofft die Bahn, wieder nach Plan fahren zu können.
18:02 Uhr
(Foto: dpa)

Russland: Fünf Anklagen wegen Nemzow-Mord

Der Mord an Kreml-Kritiker Boris Nemzow hat Ende Februar Schlagzeilen gemacht. Nun soll es fünf Anklagen geben.

  • Fünf Männer sitzen in Untersuchungshaft, eine russische Nachrichtenagentur meldet, die Ermittlungen seien abgeschlossen.
  • Sie stammen aus Tschetschenien und Inguschetien und waren eine Woche nach der Tat festgenommen worden. Ihnen werden religiöse Motive vorgeworfen. Es handelt sich bei ihnen um Muslime.
  • Laut der Tageszeitung "Kommersant" soll das Honorar für den Auftragsmord rund 80.000 Euro betragen haben.
17:38 Uhr

Kuranyi fühlt sich auch als Weltmeister

Kuranyi machte 52 Länderspiele für Deutschland.
Kuranyi machte 52 Länderspiele für Deutschland.

Seit sieben Jahren ist Kevin Kuranyi kein Fußball-Nationalspieler mehr - doch trotzdem fühlt er sich ein bisschen als Weltmeister.

  • Er habe einen Brief vom DFB bekommen. "Darin hat man sich bedankt, dass ich zur Entwicklung des Teams beigetragen habe und auch einen Stern verdient hätte. Das fand ich eine tolle Geste. Also bin ich ja auch irgendwie Weltmeister", sagte er der "Sport Bild".
  • Bundestrainer Löw hatte ihn 2008 aussortiert, weil er in der Halbzeitpause eines Qualifikationsspiels gegen Russland das Stadion verlassen hatte.
17:18 Uhr

IS ermordet 37 Zivilisten in Syrien

Sie haben es wieder getan. Die IS-Dschihadisten in Syrien haben erneut ein Massaker an Zivilisten verübt.

  • Kämpfer überfielen ein Dorf, in dem Alawiten, Schiiten und Sunniten leben.
  • Dort erschossen, verbrannten und enthaupteten sie 37 Menschen. Das berichtet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Laut syrischem Staatsfernsehen gab es sogar 44 Tote und 21 Verletzte.
  • Auch Frauen und Kinder sollen unter den Opfern sein.

Das heimgesuchte Dorf liegt an einer wichtigen Straße in der Provinz Homs.

17:03 Uhr

Bericht: Auf Costa Concordia waren Mafia-Drogen

An Bord des havarierten Kreuzfahrtschiffs Costa Concordia befand sich eine Kokain-Lieferung der italienischen Mafia - das berichtet die britische Zeitung "Independent".

  • Die Zeitung beruft sich auf italienische Drogenfahnder, die Gespräche eines 'Ndrangheta-Bosses abgehört haben. Die hohen Offiziere und Kapitän hätten davon nichts gewusst, irgendein niedrigeres Crewmitglied aber sicher schon.
  • Auch auf andere Kreuzfahrtschiffe hätten die Mafiosi Drogen deponiert. Diese seien zwischen Nordamerika, Europa und der Karibik unterwegs gewesen.
Bilderserie
17:00 Uhr
16:50 Uhr

Orkanschäden: Münchener Hauptbahnhof geräumt

Der Sturm hält das ganze Land in Atem. Im Westen stehen die Züge still, Osten und Norden harren der Dinge, die nun auch im Süden Tatsachen schaffen.

  • Die Haupthalle des Münchener Hauptbahnhofs ist geräumt worden.
  • Dachfenster hatten sich durch den Sturm verschoben und drohten, herabzustürzen.
  • Zugverkehr findet nicht mehr statt.
16:34 Uhr

Merkel: Deutschland bereit für waffenfähige Drohnen

Umfrage
Umfrage: Soll die Bundeswehr waffenfähige Drohnen bekommen?

Soll die Bundeswehr waffenfähige Drohnen bekommen?

Sind Sie dafür, dass Deutschland waffenfähige Drohnen besitzt? Stimmen Sie ab! Die Kanzlerin glaubt, dass die meisten Deutschen dies wollen.

  • Es gebe "eine Akzeptanz dafür, dass wir solche Beobachtungsdrohnen entwickeln, die dann gegebenenfalls nach parlamentarischen Beschluss auch mit Bewaffnung ausgestattet werden können", sagte Merkel.
  • Die Bundesrepublik will mit Frankreich und Italien eine Drohne (Typ "Male") entwickeln, die bis zu 24 Stunden lang in 3000 Metern Höhe fliegen kann. 2025 soll die Drohne fertig sein.
  • Die SPD ist dafür, Grüne und Linke dagegen.
16:12 Uhr

So viel kostet Russland die Krim-Annexion

Putin sonnt sich in der umfassenden Zustimmung seiner Landsleute zu seiner Politik. Vor allem auch die Annexion der Krim gefiel vielen Russen. Doch die kommt dem Land teuer zu stehen.

  • Die Krim zu finanzieren, koste jährlich zwischen 5,5 und 6,5 Milliarden Euro, sagte der angesehene Ex-Finanzminister Alexej Kudrin heute in Moskau vor Journalisten.
  • Rechne man indirekte Kosten wie Kapitalflucht und den Vertrauensverlust der Investoren hinzu, könne sich der Verlust in drei bis vier Jahren auf 140 bis 185 Milliarden Euro summieren, sagte er.
  • Wegen des gegenseitigen Sanktionswettlaufs steckt Russland in einer Wirtschaftskrise. "Wir sind fast dem Untergang geweiht", sagt Kudrin dazu. Angeblich hört auch Putin selbst noch immer auf seinen Rat.
15:53 Uhr

Gorbatschow soll Ukraine Frieden bringen

Gern gesehener Gast in Deutschland: Michail Gorbatschow.
Gern gesehener Gast in Deutschland: Michail Gorbatschow.(Foto: picture alliance / dpa)

Es war Michail Gorbatschow, der eine entscheidende Rolle bei der Beendigung des Kalten Krieges spielte. Nun gibt es eine neue Ost-West-Konfrontation. Da könnte Gorbatschow doch wieder...

  • Diesen Vorschlag macht die Linke. Der einstige sowjetische Staatschef soll eine "Weltfriedenskonferenz" für die Ukraine einberufen. Das schlagen Politiker um Sarah Wagenknecht in einem offenen Brief vor.
  • Es müsse Schluss gemacht werden "mit der Praxis der USA und der Nato, überall in der Welt, wo es das Kräfteverhältnis zulässt und es ihren imperialen Interessen entspricht, zu bomben, mittels Drohnen zu morden und Soldaten zu schicken", heißt es in dem Entwurf.

Im Westen würde man wahrscheinlich entgegnen, dass es aufhören muss, dass Halbinseln annektiert werden und Separatisten unterstützt werden. Ob Gorbatschow überhaupt Lust auf so eine Vermittlerrolle hätte, ist unbekannt.

15:35 Uhr

Saudis kämpfen mit Huthis an der Grenze

Die Intervention der Saudis im Jemen verschärft sich.

  • Saudiarabische Soldaten kämpfen an der Grenze direkt mit Huthi-Rebellen. Von heftigen Gefechten ist die Rede.
  • Anwohner sprechen von den schwersten Kämpfen seit Beginn der saudischen Offensive vor sechs Tagen. Auch Hubschrauber greifen in die Kämpfe ein, Explosionen und schweres Gewehrfeuer sei zu hören. 
15:26 Uhr

Middelhoff stellt Insolvenz-Antrag

Middelhoff.
Middelhoff.(Foto: picture alliance / dpa)

Lang sind sie her, die Helikopterflüge, die Fahrten im Dienstwagen, die Vorstandssitzungen. Das Leben auf großem Fuß ist für Thomas Middelhoff Vergangenheit.

  • Jetzt erklärt er sich für zahlungsunfähig. Er stellt er einen Insolvenzantrag über sein Vermögen.
  • Ein Bielfelder Anwalt soll Insolvenzverwalter werden.
  • Middelhoff war im November wegen Untreue und Steuerhinterziehung zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft.
15:09 Uhr

Bäume stürzen auf IC bei Osnabrück

350 Passagiere saßen im IC, der auf dem Weg von Köln nach Bremen war.

  • Die Fahrt fand bei Osnabrück ein vorläufiges Ende, als drei Bäume auf den letzten Waggon des Zuges stürzten
  • Verletzte gab es keine.
  • Der Zug entgleiste nicht.

Heute Nachmittag soll der Zug dann nach Osnabrück geschleppt werden. Dass der Unfall dort passierte, ist kaum überraschend. Der Sturm wütete zunächst vor allem im Westen.

14:41 Uhr

Angreifer nehmen Istanbuler Staatsanwalt als Geisel

Die Entführer haben dieses Bild verbreitet, wir haben den Staatsanwalt unkenntlich gemacht.
Die Entführer haben dieses Bild verbreitet, wir haben den Staatsanwalt unkenntlich gemacht.(Foto: dpa)

Während Istanbul weiter ohne Strom auskommen muss, dringen bewaffnete Angreifer in den Justizpalast Caglayan der türkischen Metropole ein und nehmen einen Staatsanwalt als Geisel, melden türkische Medien.

  • Bei der Geiselnahme sollen Schüsse zu hören gewesen sein.
  • Der Staatsanwalt ermittelte demnach zum Tod eines Demonstranten, der seinen durch Polizisten zugefügten Verletzungen bei den regierungskritischen Protesten im Jahr 2013 erlegen war.
  • Auf einem Foto ist zu sehen, wie ein Entführer dem Juristen eine Pistole an den Kopf hält. Im Hintergrund hängen kommunistische Fahnen.

Update: Mittlerweile ist die Geiselnahme beendet.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Guten Tag! Ich bin Volker Petersen und übernehme jetzt hier. Uns steht hier in Berlin ja noch einiges bevor. Ich sage nur: Sturm. Bin mal gespannt, was wir hier abbekommen. Wie dem auch sei, Roland Peters sendet Grüße und rollt nun vermutlich nur mit Rückenwind, ohne Pedale zu treten, nach Hause.

14:16 Uhr

Bundeswehr setzt ersten A400M ein

(Foto: dpa)

Das neue Bundeswehr-Transportflugzeug A400M ist zu seinem ersten Einsatz aufgebrochen. Die mit jahrelanger Verzögerung ausgelieferte Maschine startete vom niedersächsischen Fliegerhorst Wunstorf.

  • Das Flugzeug bringt eine Wasseraufbereitungsanlage in den westafrikanischen Senegal.
  • Die Bundeswehr hatte die erste A400M im Dezember vom Hersteller Airbus erhalten. Insgesamt hat Deutschland 53 Maschinen bestellt. Die neuen Turboprop-Maschinen sollen die bis zu 46 Jahre alten "Transall"-Transporter (C-160) ablösen. 
  • Die A400M zählt zu den prominentesten Pannenprojekten der Bundeswehr. Angaben des Verteidigungsministeriums zufolge hat sich die Entwicklung acht Jahre und elf Monate hingezogen. Der Flieger ist 1,4 Milliarden Euro teurer geworden als geplant.
Bilderserie

13:48 Uhr

Irakische Armee meldet Eroberung von Tikrit

Die Offensive der irakischen Armee und schiitischer Milizen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kommt voran.

  • Rund vier Wochen nach Beginn der Operation mit 30.000 Mann haben irakische Streitkräfte nach eigenen Angaben große Teile der Stadt Tikrit eingenommen. Armee und Freiwillige hätten im Zentrum Tikrits mehrere Regierungsgebäude und die Präsidentenpaläste erobert.
  • Der Kampf um die strategisch wichtige Stadt steht demnach kurz vor der Entscheidung. Heftige Kämpfe der irakischen Sicherheitskräfte mit den sunnitischen Extremisten gibt es weiterhin.
  • Die USA und ihre Verbündeten unterstützen den Kampf mit Luftangriffen.

Die Schlacht um Tikrit gilt auch als Test für einen geplanten Angriff auf die Großstadt Mossul.

13:22 Uhr

"Homosexuelle gehören nicht zu unserer Zielgruppe"

Geld ist Geld - dieser Satz gilt nicht bei einem Stuttgarter Getränkehersteller, wie eine Schwulenkneipe erfahren musste.

  • Die "Boots Westernbar" bekam das Angebot, eine Waldmeisterlimonade auszuprobieren. Als die Kneipe die Offerte annehmen wollte, zog der Hersteller zurück, berichtet der regionale Radiosender "Antenne 1".
  • "Homosexuelle gehören nicht zu unserer Zielgruppe", lautete die diskriminierende Begründung.
  • Nach einem Sturm der Entrüstung ging die Website des Getränkeherstellers kurzzeitig vom Netz und das Unternehmen veröffentlichte eine Entschuldigung auf Facebook. Der Hersteller bot der "Boots Westernbar" zudem an, die Getränke kostenlos zu beziehen. Das lehnten die Kneipenbetreiber ab.
12:33 Uhr

Beckham zeigt Unterhose mit Partner

David Beckham und der britische Komiker James Corden sind ein ungleiches Paar. Die beiden - der Schöne und der Schwabbelige - posieren in einem kurzen Schwarzweiß-Film in Unterhosen vor der Kamera.

  • Corden, der so gar nicht dem klassischen Bild des Unterwäsche-Models entspricht, zeigt sogar einige Ballettübungen.
  • Beckham, der für sein gutes Aussehen bekannte Ex-Fußballer, hat schon öfter "echte" Modeljobs angenommen - so posierte er ebenfalls in Unterhose für eine Modekette.

Auf Facebook klickten 52.000 Fans von David Beckham innerhalb von 24 Stunden "Gefällt mir". Cordens Arbeitgeber, die Sendung "The Late Late Show", verbreitete das Video bei Youtube - dort wurde es innerhalb eines Tages mehr als 1,3 Millionen Mal angeschaut.

12:26 Uhr

Stromausfall legt große Teile der Türkei lahm

In den größten Städten der Türkei und zahlreichen Provinzen gibt es derzeit keinen Strom.

  • Nach Angaben des Nachrichtensenders CNN Türk sind 30 der 81 Provinzen des Landes betroffen.
  • In der Wirtschaftsmetropole Istanbul, der Hauptstadt Ankara und der Küstenmetropole Izmir gingen die Lichter aus. In Istanbul und Ankara stoppten die U-Bahnen.
  • Die Türkei hat ein Krisenzentrum eingerichtet. Die Regierung schloss einen Cyber-Angriff ebenso wenig aus wie einen Terroranschlag. Alle Möglichkeiten würden untersucht, sagte Außenminister Ahmet Davutoglu.

Mehr Details dazu gleich hier auf n-tv.de.

12:01 Uhr
11:39 Uhr

Deutsche halten Work-Life-Balance famos

Im Vergleich zu anderen europäischen Bürgern haben deutsche Arbeitnehmer mehr Geld und zugleich mehr Zeit, es auszugeben.

  • Deutschland ist europäischer Spitzenreiter bei der Work-Life-Balance, wie aus einer Studie der Unternehmensberatung Towers Watson hervorgeht. Zwar gibt es demnach einige Länder in Europa, in denen Arbeitnehmer mehr verdienen, doch meist haben diese dann weniger freie Tage im Jahr als die Deutschen.
  • Facharbeiter verdienten demnach in der Bundesrepublik 2014 im Schnitt fast 52.000 Euro im Jahr; im mittleren Management gab es ein Grundgehalt von knapp 97.000 Euro jährlich. Dies war vergangenes Jahr Platz drei in Europa, hinter der Schweiz und Luxemburg.

Werden die gesetzlichen Feiertage mitberücksichtigt, haben deutsche Arbeitnehmer im Schnitt demnach 39 arbeitsfreie Tage pro Jahr. Damit teilt sich Deutschland zusammen mit Schweden den fünften Platz. Mehr arbeitsfreie Tage gibt es in Russland, Finnland, Frankreich und Spanien.

11:27 Uhr

Tesla-Gründer twittert Aktienkurs nach oben

Der Gründer des US-Elektroautoherstellers Tesla hat mit einer wolkigen Ankündigung den Aktienkurs seiner Firma in die Höhe getrieben.

  • "Eine große neue Tesla-Produktlinie - kein Auto" werde am 30. April um 20 Uhr präsentiert, schrieb Elon Musk bei Twitter.
  • Die Aktie des Unternehmens legte daraufhin um drei Prozent auf knapp 191 Dollar zu.
  • In Medienberichten wird spekuliert, die Ankündigung könnte sich auf eine Batterie für den Privatgebrauch beziehen. Über ein solches Produkt hatte Musk bereits gesprochen.

Lesen Sie mehr dazu hier: "Tesla-Chef twittert geheimnisvoll von Neuheit"

11:21 Uhr

Deutsche Europacup-Teilnehmer kassieren kräftig

Champions League und Europa League werden für die Fußballklubs finanziell noch attraktiver.

  • Der europäische Fußballverband Uefa schüttet für die Europacupstarter von der kommenden Saison an bis 2018 je 1,638 Milliarden Euro aus.
  • 1,257 Milliarden Euro gehen an die Teams in der Königsklasse - eine Steigerung um gut 25 Prozent. Der Champions-League-Sieger 2016 erhält allein für den Finalsieg 15 statt bisher 10,5 Millionen Euro.
  • Fast 64 Prozent höhere Start- und Siegprämien können die Vereine in der Europa League verbuchen: 381 Millionen statt bislang 232,5 Millionen Euro.
10:55 Uhr

Bertelsmann steigert Umsatz auf Sieben-Jahres-Hoch

(Foto: dpa)

Bertelsmann hat seinen Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 3,1 Prozent gesteigert. Dies teilt der Konzern auf seiner Bilanzpressekonferenz mit.

  • Der Umsatz lag bei 16,7 Milliarden Euro, der höchste seit dem Jahr 2007.
  • Im vergangenen Geschäftsjahr erwarb Bertelsmann das Musikrechteunternehmen BMG komplett, baute den Finanz- und E-Commerce-Dienstleiser Arvato aus und legte die Verlage Penguin und Random House zusammen.

Bertelsmanns Hauptgeschäftsfelder sind Bildung, Medien und Dienstleistungen. Auch die RTL Gruppe und n-tv gehören zum Konzern.

10:38 Uhr

Leiche von Cuxhavens Ex-Bürgermeister gefunden

Im niedersächsischen Ovelgönne wird der ehemalige Cuxhavener Bürgermeister tot aufgefunden - auf mysteriöse Weise.

  • Mehr als zwei Jahre lang lag Klaus-Dieter Fossgreen tot in seiner Wohnung, zugedeckt mit luftdichten Müllsäcken, berichtet die "Bild"-Zeitung. Ein Tötungsdelikt soll ersten Ermittlungen zufolge nicht vorliegen.
  • Seine Kinder hatten eine Vermisstenanzeige erstattet, woraufhin Polizisten seine Wohnung öffneten.
  • Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Betruges. Die Ehefrau soll die Briefe der Kinder abgefangen haben. Auch die Pensionszahlungen flossen weiter.
09:54 Uhr

Nordkorea droht UN mit "gnadenloser Bestrafung"

Die Vereinten Nationen planen noch in der ersten Jahreshälfte die Eröffnung einer neuen Vertretung in Südkorea. Sie soll die Menschenrechtslage im kommunistischen Norden beobachten. Das Regime in Pjöngjang reagiert mit Säbelrasseln.

  • Die nordkoreanische Regierung droht Südkorea für den Fall der Eröffnung des Büros in Seoul mit "gnadenloser Bestrafung".
  • Das staatliche nordkoreanische Komitee für die friedliche Wiedervereinigung Koreas nannte die Einrichtung eine "unverzeihliche Provokation" und bezeichnete sie als mögliches Angriffsziel.

Im Dezember empfahl die UN-Vollversammlung, Pjöngjang wegen systematischer Menschenrechtsverletzungen vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zu bringen. Nordkorea bestreitet die Vorwürfe.

Bilderserie

09:32 Uhr

Microsoft macht neuen Browser Spartan verfügbar

Spartan: mit dem Stift markieren und verschicken.
Spartan: mit dem Stift markieren und verschicken.(Foto: Microsoft)

Der Internet Explorer ist ein Schwergewicht unter den Browsern - nicht nur, was die Marktanteile angeht. Deshalb entschlackt Microsoft seine Standardsoftware fürs Web und hat sie passenderweise "Spartan" genannt.

  • Microsoft bastelt derzeit an Windows 10 und stellt Testern nun erstmals eine Version des Betriebssystems inklusive Spartan zu Verfügung.
  • Der in den Browser integrierte Cortana-Assistent ist nur in der englischen Ausführung vorhanden. Cortana ist wie ein zusätzliches Informationssystem: Markiert der Nutzer etwa ein Wort, kann er sich Kontextinformationen dazu anzeigen lassen, ohne dass er die Webseite verlassen muss. Auch das Wetter oder Börsenkurse sucht Cortana halbautomatisch.
  • Spartan enthält auch eine Notizfunktion: Nutzer versehen eine Webseite mit Textkommentaren und Markierungen und können diese mit anderen teilen.
09:01 Uhr
08:42 Uhr

Japan verlängert Sanktionen gegen Nordkorea

Diktator Kim Jong Un, mit Gefolge
Diktator Kim Jong Un, mit Gefolge(Foto: dpa)

Japan will seinen Druck auf das kommunistische Nordkorea aufrechterhalten, damit Pjöngjang einen überfälligen Untersuchungsbericht über entführte Japaner durch nordkoreanische Agenten vorlegt.

  • Die am 13. April auslaufenden Strafmaßnahmen würden zwei Jahre fortgesetzt, gibt die Regierung in Tokio an. Zu den Strafmaßnahmen gehört ein umfassendes Handelsverbot.
  • Die von nordkoreanischen Agenten in den 70er- und 80er-Jahren verschleppten Japaner sollten Spionen beibringen, Japanisch zu sprechen und ihnen zeigen, wie man sich unauffällig in Japan bewegt.

Das Regime in Pjöngjang sagte vergangenes Jahr zu, die Fälle neu aufzurollen.

08:26 Uhr

Ermittler untersuchen tote NSU-Zeugin auf Gift

Eine Zeugin im NSU-Prozess fühlte sich bedroht, deshalb wurde sie vom Untersuchungsausschuss in nicht-öffentlicher Sitzung vernommen. Nun ist die junge Frau tot. Warum, wollen die Ermittler "ganz genau wissen", wie Staatsanwalt Tobias Wagner sagt.

  • Die vorläufige Obduktion ergab: Tod durch eine Lungenembolie, kein Fremdverschulden.
  • Zusätzlich hat die Staatsanwaltschaft Karlsruhe weitere Analysen angeordnet. Es wird untersucht, ob die 20-Jährige womöglich vergiftet wurde.
  • "Wir sind uns der Brisanz des Falles bewusst", sagte Staatsanwalt Wagner.
08:00 Uhr

Argentinien beschwert sich wegen Falklandinseln bei UN

Argentinien kritisiert die geplante Ausweitung der britischen Militärpräsenz auf den Falklandinseln. Großbritanniens Verteidigungsminister Michael Fallon begründet dies mit einer Bedrohung durch das südamerikanische Land.

  • In einem Schreiben an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bezeichnet Argentiniens Außenminister Héctor Timerman die "britische Militarisierung des Südatlantiks" als Ursache "unnötiger Spannung". Die von Fallon erwähnte Gefahr sei nicht glaubhaft, sondern ein Versuch der Rechtfertigung der Militärpräsenz einer Kolonialmacht.
  • Argentinien habe seit Wiederherstellung der Demokratie eine Politik des Dialogs und friedlicher Verhandlungen verfolgt, um die Kontroverse über den Status der Inseln zu lösen. Der Außenminister bittet Ban, London zu Verhandlungen aufzufordern.

Die Falklandinseln liegen rund 400 Kilometer vor Argentinien. Sie waren 1833 nach längerem Streit britisch geworden. Im Jahr 2013 hatten sich die Bewohner für den Verbleib bei Großbritannien ausgesprochen.

07:35 Uhr

Heckler & Koch wehrt sich gegen Kritik an G36

Angaben des Verteidigungsministeriums zufolge hat die Standardwaffe der Bundeswehr Präzisionsprobleme. Doch der Hersteller Heckler & Koch sieht das anders.

  • Eigene Prüfungen hätten "bei sachgerechtem Gebrauch keine maßgeblichen Einschränkungen der Einsatztauglichkeit, insbesondere auch im Vergleich zu anderen Sturmgewehren, ergeben", teilte das Unternehmen mit. Man erkenne die "Negativergebnisse" der Bundeswehr nicht an.
  • Für Heckler & Koch ist die Kritik vor allem ein Imageproblem. Denn der Rüstungsexperte der Linken, Jan van Aken, wies in der "Leipziger Volkszeitung" darauf hin, "dass die Hitzebeständigkeit aus den Anforderungen für das G36 herausgestrichen wurde". Heckler & Koch sei damit aus der Haftung entlassen worden.
07:19 Uhr

Fed-Vize fordert Stresstests für Schattenbanken

Zur Regulierung von Schattenbanken könnten nach Ansicht des stellvertretenden Chefs der US-Notenbank Fed, Stanley Fischer, Kapitalregeln eingeführt werden. Auch Stresstests könnten ein Instrument sein, sagte Fischer.

  • Als Vorbild für die Regeln nannte der Fed-Vize die britische Notenbank und ihr Komitee zur Finanzstabilität. "Die Bank of England macht das sehr gut. Die Fed könnte in diese Richtung tendieren."
  • Zu den Schattenbanken zählen Hedge- und Geldmarktfonds, spezielle Börsenhändler und andere Investment-Vehikel wie etwa Stiftungen. Sie gelten als riskant für das finanzielle Gleichgewicht weltweit, wenn sie wie klassische Banken Geld einsammeln und Kredite vergeben. Sie sind anders als Kreditinstitute allerdings nicht reguliert.
  • Die internationalen Finanzaufseher hatten im vergangenen Jahr von Großbanken dickere Kapitalpuffer gefordert.
07:10 Uhr

Firmenchef Neger findet Logo nicht rassistisch

(Foto: dpa)

Der Enkel der Mainzer Fastnachtsikone Ernst Neger ("Heile heile Gänsje"), Thomas Neger, ist mit seinem Firmenlogo Gegenstand einer Rassismus-Debatte. Die "Thomas Neger Metallsystem und -bedachungen GmbH" hat als Erkennungsmerkmal ein gezeichnetes dunkles Männchen mit dicken Lippen und großen Ringen in den Ohren.

  • Die Initiatoren der Aktion "Das Logo muss weg" fordern, es zu verändern und werben in den sozialen Netzwerken um Unterstützung. Heute Abend wollen sie auf dem Mainzer Rathausplatz auftreten.
  • "Das Logo gibt es seit Jahrzehnten. Unserer Auffassung nach ist es nicht rassistisch", sagte Neger, der auch selbst als Fastnachtssänger aktiv ist ("Im Schatten des Doms"). Er wünsche sich mehr Sachlichkeit in der Diskussion.

Hier finden Sie einen ausführlichen Bericht zum Thema: "Firma Neger verteidigt ihr Logo"

06:49 Uhr

Das wird heute wichtig

Wegen seiner Aktivität gilt für den chilenischen Vulkan Villarica die zweithöchste Alarmstufe - 750 Kilometer südlich von Santiago.
Wegen seiner Aktivität gilt für den chilenischen Vulkan Villarica die zweithöchste Alarmstufe - 750 Kilometer südlich von Santiago.(Foto: dpa)

Guten Morgen an diesem Dienstag! Der 31. März markiert nicht nur das Ende des Wintersemesters, sondern könnte auch ein historischer politischer Tag werden, sollte sich der Westen nach zwölf Jahren Atomstreit mit dem Iran einigen können.

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft heute den französischen Präsidenten Francois Hollande - dabei geht es um die Lage in der Ukraine, die Griechenland-Krise und ...
  • ... die Atomverhandlungen mit dem Iran. Die müssen heute zumindest mit einer grundsätzlichen Einigung abgeschlossen werden, ansonsten läuft die selbst gesetzte Frist des Westens ab. Politikredakteur Christoph Herwartz hat die derzeitigen Interessen zusammengefasst.
  • Die Europäische Bankenaufsicht, verantwortlich für die Prüfung der wichtigsten 120 Banken der Eurozone, präsentiert heute ihren Jahresbericht. Dabei könnte es auch Neuigkeiten über die Lage der angeschlagenen griechischen Banken geben.
  • Das Sturmtief "Niklas" zieht über Deutschland. Überall gibt es schwere Sturmböen, vereinzelt auch Orkanböen.
06:18 Uhr