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Der Tag: Bad Aibling: Schreie verfolgen Helfer noch lange

In Bad Aibling laufen mit Sonnenaufgang die in der Nacht unterbrochenen Aufräumarbeiten nach dem schweren Zugunglück wieder an. Es dürfte noch ein bisschen dauern, bis der Zugverkehr hier wieder läuft. Für Notfallseelsorger ist das Unglück eine Aufgabe, die noch viel länger zu bewältigen ist. Einer von ihnen, Horst Henke, Einsatzleiter des Kriseninterventionsteams (KIT) Rosenheim, berichtet, was die Helfer und Angehörigen zu verarbeiten haben:

  • "Klar bei Verstand ist da im Prinzip niemand", sagt er mit Blick auf die Situation am Unglücksort.
  • "Die Verletzten haben natürlich Bilder, Geräusche, Gerüche, Gefühle erlebt, die sie eine Zeit lang verfolgen", berichtet er.
  • Vor allem die verzweifelten Schreie der Angehörigen seien für die Helfer eine extreme Belastung. Für Emotionen sei im Einsatz aber kein Platz. Wichtiger sei es, die Betroffenen zu versorgen, betonte Henke. "Danach müssen Familie und Freunde die Person auffangen."

Quelle: n-tv.de