Donnerstag, 11. Februar 2016: Der Tag bei n-tv

Mit Roland Peters und Kira Pieper

22:36 Uhr

Das war Donnerstag, der 11. Februar

(Foto: imago/Westend61)

So, Feierabend. Die Nacht kommt, Kira Pieper geht. Was war heute wichtig? Obwohl der Einsatz politisch und humanitär umstritten ist, hat die Nato beschlossen, sich im Kampf gegen Schleuserbanden in der Ägäis zu beteiligen. Union und SPD haben ihren Streit über den Familiennachzug von minderjährigen Flüchtlingen beigelegt. Die traurigste Nachricht kam wieder aus Bad Aibling: Nach dem Zugunglück gab es dort ein elftes Todesopfer. Der 47-Jährige erlag im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Und die Sensationsmeldung des Tages war: Ein internationales Forscherteam hat die von Albert Einstein vorhergesagten Gravitationswellen erstmals direkt nachgewiesen. Wenn das mal nicht einen Nobelpreis gibt. Ich surfe jetzt auf eben jenen Wellen heimwärts, gute Nacht!

22:16 Uhr

Notrufnummer 112 gibt es bald als App

Die europäische Notrufnummer 112 soll digital werden und bald auch als App funktionieren. Dafür ist eine entsprechende Arbeitsgruppe "Zukunft des Notrufs" mit Beteiligung der Bundesländer und der betroffenen Bundesressorts eingerichtet worden.

  • Neben der Digitalisierung kümmert sich die Gruppe auch um den verbesserten Zugang zur 112-Nummer für Menschen mit Behinderungen.
  • Auch die Bekanntheit der Nummer bleibt zu verbessern. Laut EU-Kommission benutzen zwar 63 Prozent der Europäer die 112 in ihren Heimatländern, aber nur 48 Prozent wissen, dass die Nummer auch in anderen EU-Ländern genauso funktioniert.
  • Die 112 wurde 1991 als europäische Notrufnummer eingeführt. Sie funktioniert überall in der EU ohne Vorwahl, ist kostenfrei und wird mit Vorrang behandelt.
  • Mobilfunknutzer können die Nummer auch dann anrufen, wenn das eigene Netz nicht verfügbar ist.
21:59 Uhr

Beschäftigungsrate in Europa ist so hoch wie 2008

In Spanien müssen immer weniger Leute zum Arbeitsamt gehen.
In Spanien müssen immer weniger Leute zum Arbeitsamt gehen.(Foto: picture alliance / dpa)

Die Beschäftigungsrate in der EU hat erstmals wieder den Stand von 2008 erreicht, dem Jahr des Ausbruchs der Finanz- und Wirtschaftskrise. 70,6 Prozent der zwischen 20 und 64-jährigen Menschen hätten Ende September 2015 eine Arbeit gehabt, erklärte die EU-Kommission. Das sei ein Anstieg von 0,9 Prozentpunkten in den neun Monaten seit Beginn des Jahres 2015. Der Beschäftigungsaufschwung sei in fast allen Branchen zu spüren gewesen, besonders im Dienstleistungssektor. Lediglich beim Bau und in der Landwirtschaft gab es keine Zuwächse. Am stärksten war der positive Trend auf den Arbeitsmärkten in Estland, Lettland, Ungarn und Spanien zu spüren.

21:46 Uhr

Minister: Opec bereit zu Förderkürzungen

Der niedrige Ölpreis macht alle Staaten, die vom Export des "schwarzen Goldes" leben, das Leben schwer. Kürzt die Opec nun die Fördermenge? Laut "Wall Street Journal" könnte das der Fall sein. Die Zeitung zitiert den Ölminister der Vereinigten Arabischen Emirate mit einer entsprechenden Äußerung. Die gegenwärtig niedrigen Preise zwängen bereits die Produzenten außerhalb der Organisation, ihr Förderung zu deckeln, sagte er. Noch kurz zuvor war der Preis für US-Öl auf ein Zwölf-Jahres-Tief gefallen.

Mehr zum Ölpreis und den Märkten lesen Sie hier.

21:32 Uhr

Berlinale ist eröffnet - Clooney auf rotem Teppich

Die Berlinale ist eröffnet! Das wichtigste deutsche Filmfestival findet bereits zum 66. Mal statt - diesmal ist George Clooney zu Gast, der seine Fans ganz verrückt machte. Alle wollen ein Selfie mit ihm. Hier mehr dazu.

21:12 Uhr

Zwölf Kinder sterben nach Fledermaus-Bissen

In Peru sind mindestens zwölf Kinder nach Bissen von Fledermäusen an Tollwut gestorben. Sie waren zuvor von Fledermäusen gebissen worden.

  • Die Opfer im Alter von acht bis 15 Jahren starben im Zeitraum von September bis Februar in der abgelegenen Amazonas-Region Loreto.
  • In ihrem Stamm wurden die Todesfälle zunächst auf Hexerei zurückgeführt, deswegen holten die Ureinwohner nicht rechtzeitig Hilfe.
  • "Anhand der Symptome und medizinischen Berichte wurde festgestellt, dass die zwölf Kinder vom Volksstamm der Achuar an einem Tollwut-Ausbruch gestorben sind", sagte der Gesundheitsbeamte Hermann Silva. "Die Opfer wurden im Dschungel von blutsaugenden Fledermäusen gebissen."
  • Die Region liegt 1100 Kilometer von der Hauptstadt Lima entfernt und grenzt an Ecuador.
20:58 Uhr

Deutsche Post will noch mehr Reisen anbieten

Zu jedem Postbusziel soll es künftig auch ein Hotelangebot geben.
Zu jedem Postbusziel soll es künftig auch ein Hotelangebot geben.(Foto: imago/Horst Galuschka)

Die Deutsche Post steigt stärker in das Urlaubsgeschäft ein. Ein Jahr nach dem Auftakt für Post-Reisen "vergrößern wir unser Angebot von 300 auf 30.000 Reisen", sagte Joachim Wessels, Geschäftsführer für Postbus und Post-Reisen, der "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

  • Im ersten Jahr lag der Schwerpunkt auf Kurzreisen innerhalb Deutschlands. Nun soll eine fünfstellige Zahl an mit Flugreisen zu erreichenden Hotelangeboten hinzukommen.
  • Dafür kooperiert die Post mit dem österreichischen Unternehmen Eurotours.
  • Von der Erweiterung von Post-Reisen soll auch der Postbus profitieren. Seit drei Jahren schickt der Konzern seine gelben Busse auf Fernfahrten.
  • Nun sollen die Busse stärker für Urlaubsreisen angepriesen werden. "Zu jeden Postbusziel soll es auch ein Hotelangebot geben", sagte Wessels.
20:34 Uhr

"Spatzi" Lugner möchte gerne 12.000 Euro verdienen

Go for President!
Go for President!(Foto: imago/Viennareport)

Wir kennen Sie ja eher plantschend in der Badewanne oder von irgendwelchen anderen peinlichen Auftritten, wo man vor Fremdscham im Boden versinken möchte. Aber nun versuchen sie es besonders seriös: Richard "Mörtel" Lugner möchte gerne Bundespräsident von Österreich  werden und sein "Spatzi" First Lady. Und in dieser Position soll Cathy Lugner natürlich auch Geld verdienen. "Du sollst, wenn du was tust, auch dafür Geld kriegen", sagte der 83-jährige Lugner nun in der Präsentation seines Wahlkampfes. Und zwar die Hälfte der Bezüge. Da Lugner auf eigenen Wunsch ohnehin nur die Hälfte des Präsidenten-Gehalts beziehen würde, wären das immer noch 12.000 Euro im Monat. Sie wolle das Geld aber spenden, sagte die 26-Jährige.  

20:03 Uhr

Familie lässt Unkrautzupfen und landet vor Gericht

Na, Treppenhaus putzen vergessen? Seien Sie bloß vorsichtig! Eine Familie aus Potsdam  ist wegen nachlässigen Unkrautzupfens vor Gericht gelandet. Letzten Endes kamen sie dann aber doch ohne Strafe davon. Und die Geschichte kam so: Die Verwaltung hatte einer 49-Jährigen und ihren Eltern ursprünglich ein Bußgeld in Höhe von rund 160 Euro aufgebrummt, weil sie das Unkraut auf dem Bürgersteig nicht ausreichend beseitigt hatte. Weil die Familie die Summe nicht bezahlen wollten, war es dann zum Ordnungswidrigkeitsverfahren gekommen. Die Richterin sagte zwar, dass die Familie sich in der Tat zu wenig um den Gehweg vor dem Grundstück gekümmert habe und das Pflaster so Schaden nehmen könne. Aber weil der 76-jährige Hausbesitzer und seine Tochter bisher nicht mit Gesetzesverstößen aufgefallen seien, stellte sie das Verfahren ein.

19:28 Uhr

Frau auf Waldweg getötet - Verdächtiger gefasst

Video

Dieser Mord war schnell gelöst: Nur wenige Stunden nach dem Fund einer Frauenleiche in einem Wald unweit der Grenzstadt Kehl hat die Polizei einen Verdächtigen gefasst. Der junge Mann, ein Bekannter des Opfers, habe die Tat gestanden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die 20-Jährige sei bereits am Dienstag während eines Streits mit mehreren Messerstichen getötet worden. Ihre Leiche wurde aber erst am Mittwochmorgen von einem Passanten auf einem Waldweg in der Nähe von Willstätt entdeckt. Bei den Ermittlungen stießen die Polizisten den Angaben nach rasch auf den Bekannten der Frau. Nach Durchsuchung und Vernehmungen habe sich der Verdacht gegen den jungen Mann erhärtet. Er sitze nun wegen Totschlags in Untersuchungshaft.

19:04 Uhr

Känguru hüpft durch's Sauerland

Ein Känguru im Sauerland? – Ja, sie haben richtig gelesen. Im Sauerland ist mal wieder ein hüpfendes Beuteltier unterwegs. Die Herkunft des Tiers ist unklar. Bereits im vergangenen Sommer hatte ein umherlaufendes Känguru im Sauerland für Schlagzeilen gesorgt. Es war aber eingefangen worden und ist noch in der Obhut eines Züchters.

18:40 Uhr

100 Polizisten suchen Drogen in Asylbewerberheimen

Bei zwei Razzien in Flüchtlingsunterkünften in Konstanz ist die Polizei mit 100 Beamten gegen mutmaßliche Drogendealer vorgegangen. Die Polizisten hätten die Zimmer von 13 Verdächtigen durchsucht, teilten die Behörden mit. Zwei weitere Verdächtige seien nicht angetroffen worden. Bereits seit Anfang 2015 liefen Ermittlungsverfahren gegen Bewohner der beiden Unterkünfte wegen Drogenhandels und der Abgabe von Betäubungsmitteln auch an Minderjährige. Nun hätten sich erneut Hinweise verdichtet, dass aus den Heimen heraus Rauschgift verkauft werde, so die Polizei.

18:30 Uhr
18:19 Uhr

Lagarde ist einzige Kandidatin für IWF-Spitze

Für eine weitere Amtszeit bereit: IWF-Chefin Christine Lagarde.
Für eine weitere Amtszeit bereit: IWF-Chefin Christine Lagarde.(Foto: imago/Xinhua)

Beim Internationalen Währungsfonds (IWF) steht einer zweiten Amtszeit von Chefin Christine Lagarde praktisch nichts im Wege. Die internationale Finanzinstitution teilte mit, dass Lagarde die einzige Kandidatin für den ab Ende Juli neu zu besetzenden Spitzenposten sei. Der IWF-Verwaltungsrat werde nun "so schnell wie möglich" entscheiden. Als Stichtag dafür hatte der Währungsfonds zuvor den 3. März genannt. Lagarde steht seit 2011 an der Spitze des IWF. Im Januar hatte sie ihre Bereitschaft für eine zweite Amtszeit erklärt.

17:46 Uhr

Betrunkener schläft neben der Autobahn ein

Da hätte sich ein betrunkener Mann wirklich einen besseren Ort aussuchen können, um seinen Rausch auszuschlafen: Stattdessen legte sich der 54-jährige Berliner auf einem Grünstreifen der Autobahn 2 bei Helmstedt hin – Nachdem Polizeibeamte seine Schlangenlinienfahrt beendet hatten. Der Mann habe sich beim Aussteigen nicht mehr auf den Beinen halten können, teilte die Polizei mit. Auf dem Gras dämmerte er dann weg. Zuvor war der Mann gegen die Leitplanke geprallt, sodass andere Autofahrer die Polizei riefen. Die Beamten beobachteten, wie der Fahrer immer wieder zu einem Getränk griff – später fanden sie im Auto Wodka-Lemon. Der Mann hatte 2,3 Promille Alkohol im Blut, er kam in eine Klinik und anschließend in die Psychiatrie.

17:18 Uhr

Elftes Todesopfer nach Zugunglück von Bad Aibling

Das schwere Zugunglück im bayrischen Bad Aibling hat ein elftes Todesopfer gefordert: Ein 47-jähriger Mann aus dem Landkreis München starb in der Klinik an seinen schweren Verletzungen. Das teilte die Polizei nun mit.

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17:14 Uhr

Liebeslied für Döner landet Youtube-Hit

Dass es so gut läuft, hätte Rapper Drob Dynamic wohl nicht gedacht, als er seine Ode an den Döner schrieb. Aber so ist nun: das Video zu seinem Song "Alles komplett" hat bei Youtube schon über eine halbe Million Klicks und 77.000 Likes. Der Döner-Fan aus Berlin-Kreuzberg beschreibt darin seine Liebe zu seinem Lieblingsgericht. Das Video entstand übrigens, laut "Tagesspiegel", in einem – wie sollte es auch anders sein – Dönerladen am Kottbusser Tor.

17:00 Uhr
16:45 Uhr

Forscher weisen Einsteins Gravitationswellen nach

Weltraumforscher haben die von Albert Einstein vor 100 Jahren vorhergesagten Gravitationswellen erstmals direkt nachgewiesen. Die Astrophysiker vom Ligo-Observatorium in den USA präsentierten ihre nobelpreisverdächtige Entdeckung am Donnerstag in Washington. Gravitationswellen entstehen insbesondere, wenn große Objekte wie Sterne beschleunigt werden, und stauchen und strecken den Raum.

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16:36 Uhr

Forscher entdecken ältesten Friedhof Deutschlands

Dieser Mensch hat in der Mittelsteinzeit gelebt.
Dieser Mensch hat in der Mittelsteinzeit gelebt.(Foto: dpa)

In Brandenburg ist möglicherweise Deutschlands ältestes Gräberfeld entdeckt worden. Der Fund ist das überraschende Ergebnis neuer Grabungen bei Groß Fredenwalde in der Uckermark, wie das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und das Archäologische Landesmuseum mitteilten. Schon 1962 waren dort auf einem Berg Überreste einer ungewöhnlichen, etwa 8000 Jahre alten Bestattung entdeckt worden. Bei einer Nachgrabung konnten nun überraschend weitere Gräber im Umfeld freigelegt werden.

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16:17 Uhr

Aylan-Prozess in der Türkei beginnt

Der sinnlose Tod Aylans wurde zum Symbol einer fragwürdigen Flüchtlingspolitik.
Der sinnlose Tod Aylans wurde zum Symbol einer fragwürdigen Flüchtlingspolitik.(Foto: picture alliance / dpa)

Das Foto von dem kleinen Flüchtlingsjungen Aylan, der tot an den Strand der türkischen Halbinsel Bodrum angespült wurde, ging um die Welt. Fünf Monate nach seinem Tod beginnt nun der Prozess gegen die Verantwortlichen. Wie die türkische Nachrichtenagentur DHA meldete, verlangt die Staatsanwaltschaft je 35 Jahre Haft für zwei mutmaßliche syrische Menschenschmuggler. Außerdem soll die Anklagebehörde noch nach vier türkischen und zwei syrischen Verdächtigen fahnden.

15:50 Uhr

Erstes Serienflugzeug von Otto Lilienthal wird nachgebaut

Flugzeugpionier Otto Lilienthal bei einem seiner Gleitversuche.
Flugzeugpionier Otto Lilienthal bei einem seiner Gleitversuche.(Foto: picture-alliance / dpa)

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) will das Flugzeug von Luftfahrtpionier Otto Lilienthal (1848-1896) erstmals originalgetreu nachbauen. Die Forscher erhofften sich davon Erkenntnisse über die Ursache seines tödlichen Absturzes, teilte das DLR mit. Lilienthal war am 9. August 1896 bei Stölln am Gollenberg abgestürzt und einen Tag später in Berlin seinen Verletzungen erlegen. Sein Gleiter könne als erstes Serienflugzeug der Geschichte betrachtet werden, da er mindestens neun Exemplare davon hergestellt habe, sagte DLR-Sprecher Jens Wucherpfennig. Vier davon sind noch erhalten. Mit den historischen Fliegern kann man natürlich nicht experimentieren.

15:24 Uhr

Lehrer schießt in Saudi-Arabien um sich

Ein Lehrer hat in Saudi-Arabien nach Angaben des staatlichen Fernsehen sechs Mitarbeiter einer Bildungseinrichtung erschossen. Er hatte mit einer Maschinenpistole in der südlichen Provinz Jizan um sich geschossen. Dabei verletzte er auch weitere Menschen. Anschließend wurde er dem Medienbericht zufolge festgenommen.

15:10 Uhr
14:59 Uhr

Mehrere Menschen sterben bei Meuterei im Gefängnis

Vor dem Gefängnis Topo Chico.
Vor dem Gefängnis Topo Chico.(Foto: REUTERS)

Bei einer Meuterei und einem Fluchtversuch in einem Gefängnis in Mexiko soll es mehrere Tote gegeben haben. Wie der Sender Milenio TV berichtete, könnte es bei dem Zwischenfall in der Stadt Monterrey am Morgen bis zu 50 Tote und 70 Verletzte gegeben haben. Andere Quellen sprachen von bis zu 40 Toten, zahlreiche Schüsse seien zu hören gewesen. Zunächst gab es keine offizielle Bestätigung. Der Vorfall ereignete sich den Berichten zufolge im Gefängnis Topo Chico der Stadt im Nordosten des Landes.

14:33 Uhr

Unbekannter verteilt Umschläge mit Geldscheinen

Wer ist der Absender des Gratisgeldes?
Wer ist der Absender des Gratisgeldes?(Foto: dpa)

Eine unbekannte Person hat im ostwestfälischen Bünde viele Umschläge mit 50-Euro-Scheinen verteilt. Ein Gastronom, dem vor Kurzem die Scheibe eingeschlagen worden war, fand gleich vier Umschläge mit jeweils 50 Euro und einer persönlichen Botschaft.

  • In einem Supermarkt fanden Kunden und Angestellte Ende vergangener Woche Umschläge, die eine Grußkarte mit einem Bibelvers aus dem Alten Testament und einen 50-Euro-Schein enthielten, wie die Polizei mitteilte. Sie bestätigte damit einen Bericht des "Westfalen-Blattes".
  • Wer die Umschläge in Einkaufswagen und Regale gelegt hat, war unklar. Am Donnerstagmittag waren der Polizei 21 Fälle bekannt.
  • Die Scheine sind nach Polizeiangaben echt. "Wir gehen davon aus, dass die Scheine mehr oder weniger gezielt verschenkt wurden. Abgeben braucht sie deshalb niemand."

"Jeden Tag eine gute Tat" wird sich vielleicht der Unbekannte gedacht haben, der die Umschläge mit den Scheinen verteilt hat. Geld habe ich leider nicht zu verschenken. Aber immerhin versorge ich Sie bis in den Abend hinein an dieser Stelle mit den wichtigsten und kuriosesten Nachrichten. Mein Name ist Kira Pieper, hallo!

14:04 Uhr

Ischinger: Zurückdrängung des IS zu wenig

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Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, befürwortet zur Befriedung Syriens einen multinationalen Militäreinsatz.

  • "Möglicherweise braucht man für eine dauerhafte Stabilisierung Friedenstruppen", sagte Ischinger faz.net. Nötig seien Rückversicherungen für die beteiligten Staaten und eine regionale Sicherheitsarchitektur nach dem Vorbild der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).
  • Die Zurückdrängung der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) greife "strategisch zu kurz", sagte Ischinger mit Blick auf die Luftangriffe der US-geführten Koalition. Zur Beendigung des syrischen Bürgerkriegs müsse eine Lage herbeigeführt werden, in der alle Konfliktparteien zu der Überzeugung kämen, "dass politische und militärische Ziele auf dem Schlachtfeld nicht mehr verwirklicht werden können".
  • Die Beteiligung der deutschen Luftwaffe an den Einsätzen gegen IS-Kämpfer begrüßte Ischinger als Schritt "in die richtige Richtung". Allerdings wünsche er sich manchmal "etwas mehr Mut", fügte der ehemalige deutsche Spitzendiplomat hinzu.

Die deutsche Luftwaffe beteiligt sich mit Tank- und Aufklärungsflügen an den Angriffen auf mutmaßliche Stellungen der Dschihadisten. Heute Abend berät die Syrien-Kontaktgruppe in München.

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13:47 Uhr

Bundesregierung hilft Irak bei Wiederaufbau

Iraks Ministerpräsident Haidar al-Abadi traf Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin.
Iraks Ministerpräsident Haidar al-Abadi traf Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin.(Foto: REUTERS)
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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem Irak weitere deutsche Unterstützung beim Wiederaufbau des Landes zugesagt.

  • Bei einem Treffen mit dem irakischen Ministerpräsidenten Haider al-Abadi in Berlin kündigte Merkel an, dass Deutschland einen ungebundenen 500-Millionen-Euro-Kredit zur Verfügung stellen wird.
  • Das Geld soll vor allem in Infrastruktur-Projekte fließen. Ziel sei, den Menschen im Irak Hoffnung zu geben, "damit sie ihr Land nicht verlassen müssen".
  • Im Irak hat die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) große Teile des Landes unter ihrer Kontrolle, darunter auch die zweitgrößte Stadt Mossul. Die Zentralregierung hat dort kaum noch Einfluss.

Deutschland beliefert die Kurden im Norden des Landes mit Waffen und bildet über die Bundeswehr auch Kämpfer aus. Al-Abadi hofft auf deutsche Ausbildungshilfe auch für die irakische Armee.

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13:22 Uhr

Deutschland gegen Anti-IS-Einsatz der Nato

Ein Awac-Aufklärungsflugzeug startet in Leipzig.
Ein Awac-Aufklärungsflugzeug startet in Leipzig.

Die Nato wird vorerst nicht direkt am Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beteiligt.

  • Die Verteidigungsminister der Bündnisstaaten beschlossen, mit einem Kompromiss auf eine entsprechende Unterstützungsanfrage der USA zu reagieren.
  • Die Vereinigten Staaten sollen demnach Nato-Flugzeuge vom Typ Awacs für Einsätze außerhalb des Anti-IS-Kampfes nutzen können. Die mit moderner Radar- und Kommunikationstechnik ausgestatteten Spezialmaschinen können zur Luftraumüberwachung und als fliegende Kommandozentrale eingesetzt werden.
  • Vor allem Deutschland hatte sich gegen eine direkte Nato-Beteiligung am Kampf gegen den IS ausgesprochen. Als Grund wurde genannt, dass ein Bündnisengagement die Friedensbemühungen im Syrien-Konflikt erschweren könnte.
12:53 Uhr

Valentinstag - Werbeaktion oder Zeit der Liebe?

Am Samstag scheiden sich wieder die Geister.
Am Samstag scheiden sich wieder die Geister.(Foto: dpa)

Keine Blumen, keine Geschenke, kein Extra-Kuss: In Deutschland ignoriert fast jeder Zweite den Valentinstag. Das ergab eine Umfrage der GfK Marktforschung im Auftrag der "Apotheken Umschau".

  • Rund 47 Prozent halten den 14. Februar demnach lediglich für eine Verkaufsaktion der Blumenhändler.
  • Ebenso viele Befragte sind dem "Tag der Liebenden" gegenüber jedoch romantischer eingestellt: Sie überraschen ihre Partner zum Valentinstag am 14. Februar mit einer kleinen Aufmerksamkeit.

Befragt wurden 1940 Menschen über 14 Jahren.

12:27 Uhr

Richterbund: Seehofers Äußerungen sind "fatal"

Horst Seehofer bekommt mächtig Gegenwind.
Horst Seehofer bekommt mächtig Gegenwind.(Foto: REUTERS)

Der Deutsche Richterbund hat die Äußerungen von CSU-Chef Horst Seehofer zur "Herrschaft des Unrechts" scharf kritisiert.

  • Es sei "fatal", wenn Seehofer "den falschen Eindruck erweckt, dass die Grundprinzipien unseres Rechtsstaats deshalb nicht aufrecht erhalten werden könnten, weil wir ein Flüchtlingsproblem haben", sagte der Richterbund-Vorsitzende Christoph Frank dem "Handelsblatt". "Der Rechtsstaat funktioniert."

Der bayerische Ministerpräsident hatte mit seiner Aussage, wegen der Flüchtlingskrise gebe es eine "Herrschaft des Unrechts", Entrüstung quer durch die Parteien ausgelöst. Seehofer selbst wies die Kritik als "konstruiert" zurück.

Hier lesen Sie mehr zum Thema: "Wie lange erträgt die CSU Seehofer noch?"

12:02 Uhr

Ifo-Institut: Weltwirtschaft im Stimmungstief

Der Präsident des Ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn
Der Präsident des Ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn(Foto: dpa)

Die globale Konjunktur hat sich einer Ifo-Studie zufolge so stark abgekühlt wie seit Ende 2012 nicht mehr.

  • Das vom Ifo-Institut berechnete Barometer für das Weltwirtschaftsklima sank Anfang 2016 um 1,8 auf 87,8 Punkte, wie die Münchner Forscher mitteilten. Dies liegt damit deutlich unter dem langjährigen Mittel von gut 96 Zählern.
  • "Der starke Rückgang der Ölpreise scheint im Durchschnitt keinen positiven konjunkturellen Effekt zu haben", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. "Das Wachstum der Weltwirtschaft lässt weiterhin an Dynamik vermissen."
  • Die knapp 1100 vom Ifo befragten Experten aus 120 Ländern beurteilten die Lage zwar etwas besser als zuletzt. "Die Erwartungen sind hingegen weniger positiv als im Vorquartal."

Das Wirtschaftsklima verschlechterte sich laut Ifo in allen Weltregionen, außer in Asien, Ozeanien und Lateinamerika.

12:00 Uhr
11:41 Uhr

Viktor Orban wettert über Merkel-"Geheimpakt"

Hat eine ganz eigene Deutung von "freiwillig": Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban.
Hat eine ganz eigene Deutung von "freiwillig": Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban.(Foto: REUTERS)

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat einen angeblichen "deutsch-türkischen Geheimpakt" im Umgang mit den Kriegsflüchtlingen aus Syrien angeprangert.

  • Bis zu einer halben Millionen Flüchtlinge würden aus der Türkei geholt und "zwangsweise über die EU-Mitgliedsstaaten verteilt", sagte Orban nach Angaben der regierungsnahen Zeitung "Magyar Idök".
  • "Eine der wichtigsten Aufgaben der kommenden Zeit ist es, den deutsch-türkischen Pakt abzuwenden", erklärte Orban. Die "geheime Abmachung" werde den "beispiellosen Migrantenstrom" ohnehin nicht aufhalten, weshalb "die ganze Belagerung" durch die Flüchtlinge "Europa noch jahrelang belasten" werde.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte bei einem Besuch in Ankara mit ihren türkischen Partnern über eine legale und kontrollierte Aufnahme von Flüchtlingen direkt aus der Türkei gesprochen. Eine Gruppe von Ländern in der EU wolle sich daran auf freiwilliger Basis beteiligen, hatte Merkel erklärt. Von einer verpflichtenden Verteilung der Flüchtlinge über alle EU-Staaten war nicht die Rede gewesen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

11:21 Uhr

Griechenland: 75.000 Flüchtlinge seit Jahresbeginn

Video

Der Flüchtlingszustrom aus der Türkei nach Griechenland dauert unvermindert an.

  • Seit Wochenbeginn haben Boote der griechischen Küstenwache und der europäischen Grenzschutzagentur Frontex im Mittelmeer bereits mehr als 1300 Flüchtlinge gerettet. Auch Schleuser wurden erneut festgenommen, darunter Minderjährige. Das teilte die griechische Küstenwache mit.
  • Die Rettungsaktionen zogen sich von der nördlich gelegenen Insel Lesbos bis zur Insel Kos im Süden. Die meisten Flüchtlinge wurden zwischen Lesbos und der nur wenige Kilometer entfernten türkischen Küste aufgegriffen.
  • Laut Informationen des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) kamen seit Jahresbeginn 74.725 Menschen über das Meer nach Griechenland. Mehr als 90 Prozent der Menschen, die bisher die gefährliche Überfahrt angetreten haben, stammen nach Angaben des UNHCR aus den Krisengebieten Syrien (55 Prozent), Afghanistan und dem Irak.

Die Nato beschloss heute den Einsatz gegen Schleuser in der Ägäis. Und die Bundesregierung hat sich über den Familiennachzug für minderjährige Flüchtlinge geeinigt.

10:58 Uhr

Opel bringt vollelektrisches Auto

Opels Ampera-e
Opels Ampera-e(Foto: obs)

Der Autohersteller Opel bringt im kommenden Jahr ein neues Elektroauto auf den europäischen Markt.

  • Der "Ampera-e" ist ein vollelektrischer Kompaktwagen, der für den US-Markt bereits als Chevrolet Bolt ebenfalls für 2017 angekündigt ist.
  • Dort wurde eine Reichweite von rund 200 Meilen (320 Kilometer) und ein Preis um die 30.000 Dollar in Aussicht gestellt.
  • Wo der neue Ampera-e gebaut werden soll, teilte Opel nicht mit.

Opel hatte sich 2011 mit dem ersten Ampera als einer der ersten Hersteller getraut, ein Elektro-Auto auf Europas Straßen zu stellen. In Europa konnte Opel nur an die 10.000 Stück absetzen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

10:37 Uhr

Einsteins Gravitationswellen entdeckt?

Welche Neuigkeiten berichten die Forscher aus dem "Laser-Interferometer-Gravitationswellen-Observatorium" in den USA?
Welche Neuigkeiten berichten die Forscher aus dem "Laser-Interferometer-Gravitationswellen-Observatorium" in den USA?(Foto: dpa)

US-Forscher könnten die vor 100 Jahren von Albert Einstein vorhergesagten Gravitationswellen direkt nachgewiesen haben. Die Entdeckung wäre mit großer Sicherheit einen Nobelpreis wert: Denn sie würde nicht nur Einsteins Vorhersage bestätigen, sondern auch ein neues Beobachtungsfenster ins Universum öffnen.

  • Gravitationswellen entstehen, wenn Massen beschleunigt werden - zum Beispiel bei der Explosion von Sternen am Ende ihrer Lebenszeit. Die Gravitationswellen stauchen und strecken den Raum, ähnlich wie die Wellen eines ins Wasser geworfenen Steins eine Seeoberfläche kräuseln.
  • Für heute um 16.30 Uhr kündigten Astrophysiker in den USA eine Pressekonferenz an – und auch viele Forscher in anderen Städten, darunter Hannover.
  • Einen Livestream finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=zyo4DFr4D4I

Hier werden Gravitationswellen in einem Comic erklärt.

10:13 Uhr

Savimbis Kinder verklagen "Call of Duty"-Macher

Jonas Savimbi begegnet dem Spieler in "Call of Dury: Black Ops 2" zu Beginn der Kampagne.
Jonas Savimbi begegnet dem Spieler in "Call of Dury: Black Ops 2" zu Beginn der Kampagne.(Foto: Screenshot n-tv.de)

Jonas Savimbi war in Angola der Anführer der Unita-Rebellen, die 27 Jahre gegen die Regierung kämpften. Es gibt unterschiedliche Berichte über Grausamkeiten, die Savimbi zu Lebzeiten begangen haben soll. Er wurde 2002 getötet.

Virtuell tauchte er zehn Jahre später im Videospiel-Blockbuster "Call of Duty: Black Ops 2" wieder auf - nun haben seine drei Kinder den Publisher Activision Blizzard in Frankreich auf 1 Million Euro verklagt. Dies berichtet die BBC. Der Vorwurf: Savimbi werde als "Barbar" dargestellt.

  • Es werde etwa gezeigt, wie Savimbi jemandem den Arm abtrennt: "Das ist nicht Vater", wird Cheya Savimbi zitiert.
  • Der Anwalt von Activision Blizzard sagte demnach, der Rebellenführer werde "eher vorteilhaft" dargestellt. Außerdem helfe er dem Spieler in der Handlung.

Im Kalten Krieg wurde Savimbi von den USA unterstützt, der angolanische Staat auf der Gegenseite von Russland.

Bilderserie

09:52 Uhr

"L'Equipe": Olympique Marseille steht zum Verkauf

Remy Cabella von Olympique Marseille - nach einem Tor gegen den Konkurrenten Paris St. Germain.
Remy Cabella von Olympique Marseille - nach einem Tor gegen den Konkurrenten Paris St. Germain.(Foto: REUTERS)

Laut Informationen der französischen Sport-Tageszeitung "L'Equipe" ist die Eigentümerin von Olympique Marseille, Margarita Louis-Dreyfus, bereit, den Verein für 200 Millionen Euro zu verkaufen.

  • Die Witwe des 2009 verstorbenen Robert Louis-Dreyfus, der mit im Zentrum der DFB-Affäre um die WM-Vergabe 2006 steht, soll es leid sein, für die jährlichen Millionen-Defizite des Klubs aufzukommen.
  • "L'Equipe" zufolge will Dreyfus 100 Millionen Euro für sich sowie die Zusage, dass der neue Eigentümer 100 Millionen in die Verstärkung der Mannschaft pumpt, um auf Dauer mit dem in katarischem Besitz befindlichen Hauptstadtklub und Meister Paris St. Germain konkurrieren zu können.
09:26 Uhr

Jeder Zweite leistet ständig Überstunden

Über die Hälfte der Arbeitnehmer in Deutschland arbeiten nach einer Studie länger als vereinbart.

  • Jeder dritte Vollzeitbeschäftigte (33 Prozent) verbringe mehr als 45 Stunden pro Woche am Arbeitsplatz, jeder sechste (17 Prozent) mehr als 48 Stunden pro Woche. Das geht laut "Bild"-Zeitung aus einer Auswertung des Deutschen Gewerkschaftbundes (DGB) hervor.
  • Frauen leisten der Studie zufolge seltener Überstunden, weil sie häufig in Teilzeit arbeiteten. Jede zweite Frau (48 Prozent), aber nur jeder zwölfte Mann (8 Prozent) sei mit eingeschränkter Wochenarbeitszeit beschäftigt.
  • "Viele Beschäftigte tun das nicht freiwillig", zitiert die "Bild"-Zeitung die DGB-Chefin.

Lesen Sie auch etwas über flexible Arbeitszeiten, über Nachtarbeit und hier über Arbeitssucht.

09:11 Uhr

Polizei führt Razzia gegen Rechtsextreme durch

Bei Ermittlungen gegen mutmaßliche Rechtsextremisten hat die Polizei am Donnerstagmorgen fünf Wohnungen in Dortmund und zwei in Niedersachsen durchsucht.

  • Der Einsatz fand aufgrund eines Durchsuchungsbeschlusses der Staatsanwaltschaft statt.
  • Auslöser der Fahndung waren Angriffe auf Dortmunder Polizisten in der Silvesternacht: 25 Personen hatten damals laut Polizei die zu einem Einsatz gegen randalierende Rechtsextremisten angerückten Beamten mit Böllern und Flaschen beworfen und mit Raketen beschossen. Die Polizei nahm damals 18 Verdächtige vorübergehend in Gewahrsam.
  • Dortmund gilt als eine Hochburg von Rechtsextremisten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs.

Die Zahl der rechtsextremen Straftaten ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Von Januar bis Dezember registrierte die Polizei nach vorläufigen Erkenntnissen insgesamt 13.846 rechts motivierte Delikte.

09:01 Uhr
08:46 Uhr

Unbekannte greifen Zeitungsbüros in Istanbul an

In der türkischen Metropole Istanbul sind die Büros zweier regierungsnaher Zeitungen angegriffen worden.

  • Wie die Nachrichtenagentur Anadolu meldete, warfen Vermummte in der Nacht Molotowcocktails auf die Redaktionen der "Yeni Safak" und der "Yeni Akit". Demnach eröffneten sie auch das Feuer auf die Gebäude und flohen anschließend. Die Angriffe fanden gleichzeitig statt.
  • Anadolu zufolge machte die Polizei militante Kurden für die Attacken verantwortlich. Die beiden Zeitungen hatten in der Vergangenheit die Militäroffensive der islamisch-konservativen Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan gegen die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Südosten des Landes offen unterstützt.
08:22 Uhr

Frau schießt wegen Frisur auf Friseur

Der Friseur verstand nach Ansicht der Frau nicht sein Handwerk.
Der Friseur verstand nach Ansicht der Frau nicht sein Handwerk.(Foto: picture alliance / dpa)

Weil sie mit ihrer neuen Frisur mehr als unzufrieden war, hat eine US-Bürgerin versucht, ihren Friseur zu erschießen.

  • Die 29-jährige Kundin habe nach dem Haarschnitt empört den Salon im kalifornischen San Diego verlassen und sei mit einer Waffe wieder zurückgekehrt, teilte die Polizei mit.
  • Drei Mal habe sie mit der geladenen Pistole auf den Friseur gezielt und abgedrückt, die Waffe habe aber jedes Mal blockiert.
  • Der Friseur und ein anderer Anwesender im Salon hätten die Frau schließlich überwältigt und festgehalten, bis die Polizei eingetroffen sei. Ihr droht nun ein Verfahren wegen versuchten Mordes.

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08:02 Uhr

Bad Aibling: Schreie verfolgen Helfer noch lange

In Bad Aibling laufen mit Sonnenaufgang die in der Nacht unterbrochenen Aufräumarbeiten nach dem schweren Zugunglück wieder an. Es dürfte noch ein bisschen dauern, bis der Zugverkehr hier wieder läuft. Für Notfallseelsorger ist das Unglück eine Aufgabe, die noch viel länger zu bewältigen ist. Einer von ihnen, Horst Henke, Einsatzleiter des Kriseninterventionsteams (KIT) Rosenheim, berichtet, was die Helfer und Angehörigen zu verarbeiten haben:

  • "Klar bei Verstand ist da im Prinzip niemand", sagt er mit Blick auf die Situation am Unglücksort.
  • "Die Verletzten haben natürlich Bilder, Geräusche, Gerüche, Gefühle erlebt, die sie eine Zeit lang verfolgen", berichtet er.
  • Vor allem die verzweifelten Schreie der Angehörigen seien für die Helfer eine extreme Belastung. Für Emotionen sei im Einsatz aber kein Platz. Wichtiger sei es, die Betroffenen zu versorgen, betonte Henke. "Danach müssen Familie und Freunde die Person auffangen."
07:44 Uhr

Tesla-Chef: Werden 2016 Gewinn machen

X ist das Luxusmodell von Tesla, es fährt vollelektrisch.
X ist das Luxusmodell von Tesla, es fährt vollelektrisch.(Foto: picture alliance / dpa)

Der US-Elektroautopionier Tesla will in diesem Jahr aus den roten Zahlen herauskommen. Auf bereinigter Basis werde Tesla 2016 Gewinn machen, versprach Konzernchef Elon Musk.

  • Im Gesamtjahr sollen 80.000 bis 90.000 Wagen der Oberklassenlimousine Model S oder des Luxusmodell Model X SUV ausgeliefert werden. Bereits im ersten Quartal soll der Absatz um 60 Prozent auf etwa 16.000 Fahrzeuge anziehen.
  • Bei Anlegern kam dies gut an. Im nachbörslichen Handel legte die Aktie des Unternehmens, das auch Batteriespeicher herstellt, mehr als zehn Prozent zu. Dass sich der Verlust zum Jahresschluss 2015 nahezu verdreifachte, geriet dabei in den Hintergrund.
  • In den letzten drei Monaten des Jahres verkaufte der Autobauer 17.478 Fahrzeuge, was den Umsatz auf 1,2 Milliarden Dollar hochschnellen ließ. Wegen höherer Investitionen fiel jedoch ein Fehlbetrag von 320,4 Millionen Dollar an. Im Vorjahreszeitraum lag das Minus lediglich bei 107,6 Millionen Dollar.

Hier lesen Sie mehr zum Thema: "Tesla begeistert trotz Verlusten"

Bilderserie

07:23 Uhr

Polizei trägt Mann mit Döner aus Bus

Die Berliner Polizei hat einen Mann gewaltsam aus einem Bus getragen, weil dieser sich nicht von seinem Abendessen trennen wollte.

  • Der 57-Jährige stieg mit einem Döner ein, obwohl ihm der Busfahrer dies verboten hatte. An der nächsten Haltestelle forderte der Busfahrer den Mann dann zum Aussteigen auf.
  • Der Mann weigerte sich und versuchte daraufhin, den Busfahrer zu schlagen. Dieser rief die Polizei.
  • Auch die Beamten konnten den Fahrgast nicht zum Verlassen des Busses bewegen - und trugen ihn auf die Straße.
07:02 Uhr
06:49 Uhr

Malu Dreyer muss um Macht bangen

Neue infratest-Umfrage aus Rheinland-Pfalz: Es sieht schlecht aus für Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Und die AfD setzt ihren Höhenflug fort:

  • Die Partei von Frauke Petry kommt auf 9 Prozent und wäre - Stand: jetzt - drittstärkste Kraft im Land.
  • Die übrigen Werte: Grüne 8, FDP 6, CDU 37 und SPD 31 Prozent.
  • Bedeutet: Eine Regierung könnte nur eine Große Koalition unter Führung der CDU bilden. Oder ein Jamaika-Bündnis aus CDU, Grünen und FDP. In beiden Fälle wäre Dreyer raus.
06:41 Uhr

An Berlin scheiden sich die Geister

Blick auf den Fernsehturm, eines der Wahrzeichen Berlins. Wer will hier schon wohnen?
Blick auf den Fernsehturm, eines der Wahrzeichen Berlins. Wer will hier schon wohnen?(Foto: imago/Jochen Tack)

Das ach so angesagte Berlin ist nicht jedermanns Sache. Das ergab eine Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov:

  • Im Ranking der Städte, in denen die Befragten gerne wohnen würden, landet die Hauptstadt hinter Hamburg und München nur auf Platz drei.
  • 11 Prozent sagen, Berlin ist ein attraktiver Wohnort.
  • Aber: 14 Prozent sagen, sie würden am wenigsten gern in Berlin leben.

Abgefragt wurden 14 deutsche Städte mit über einer halben Million Einwohner. Mehr als jeder Vierte sagte aber, er möchte lieber auf dem Land leben.

06:28 Uhr

Das wird heute wichtig

Haben Sie das gestern gesehen? Da hätten die kleinen Bochumer beinahe den großen FC Bayern im DFB-Pokal niedergerungen. Vestenbergsgreuth, ick hör dir trapsen. War aber ja dann doch keine Blamage. Der Spielbericht des Kollegen Tobias Nordmann, der in diesem Fall seine landsmannschaftliche Parteilichkeit herunterschlucken musste, sei Ihnen wärmstens ans Herz gelegt. Der ebenfalls regional vorbelastete Stefan Giannakoulis liefert im Laufe des Morgens noch etwas nach, freuen Sie sich drauf! Sonst gibt es heute Folgendes zu beachten:

  • Am Abend tagt die Syrien-Unterstützergruppe in München. Hier sollen die Anfang Februar unterbrochenen Friedensgespräche wieder auf Kurs gebracht werden - schwieriges Unterfangen.
  • In Brüssel kommen noch einmal die Nato-Verteidigungsminister zusammen. Es geht um einen Einsatz in der Ägäis und eine Beteiligung an der Anti-IS-Koalition. Letztere trifft sich am Nachmittag ebenfalls in Brüssel.
  • Sicher oder nicht? Irak ist eines der Länder, aus denen viele Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Heute ist Ministerpräsident Haider al-Abadi in Berlin.
  • In Detmold gibt es einen neuen Prozess gegen einen ehemaligen Wachmann des KZs Auschwitz. Der Mann ist 94 Jahre alt, er soll bei mindestens 170.000 Morden Beihilfe geleistet haben.
  • Kulturfreaks aufgepasst: Heute startet die 66. Berlinale.

So, jetzt aber eine Handvoll Wasser ins Gesicht, Zähnchen geputzt und ab in den Tag! Los, los!

06:16 Uhr

Das Wetter mit Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander
n-tv Meteorologe Björn Alexander

Heute setzt sich die Sonne insgesamt wieder ein bisschen häufiger durch, vor allem in Norden Nordrhein-Westfalen, im Süden Niedersachsens und Sachsen-Anhalts sowie im Süden von Baden-Württmberg und Bayern. Ansonsten ziehen dichte Wolkenfelder über das Land, die Sonne macht sich rar und es kann weiterhin einzelne Schauer geben, ab 300 m fällt Schnee. Die Höchsttemperaturen liegen im nasskalten Bereich zwischen 1 und 8 Grad, oberhalb von 800 bis 900 m herrscht leichter Dauerfrost. Der Wind weht in der Südwesthälfte schwach aus Südwest, in der Nordosthälfte mäßig aus West. Auch danach bleibt es zunächst einmal bei ähnlichen Temperaturen: Morgen bei 1 bis 8, am Wochenende bei meistens 2 bis knapp 10 Grad.

06:05 Uhr