Freitag, 12. Februar 2016: Der Tag bei n-tv

Mit Roland Peters und Kira Pieper

22:30 Uhr

Das war Freitag, der 12. Februar

Für einen Freitag eigentlich ungewöhnlich, aber heute gab es etliche News: Syriens Präsident Assad hat angekündigt, Syrien komplett zurückerobern zu wollen. Mit einem Teil des Landes wolle er sich nicht zufrieden geben, sagte er sinngemäß. In Deutschland ist die SPD-Spitze mit ihrem Versuch gescheitert, Sebastian Edathy nach der Kinderporno-Affäre aus der Partei zu katapultieren. Nach einem monatelangen Verfahren einigte man sich jetzt vor der Bundesschiedskommission, dem obersten Parteigericht, auf einen Vergleich. Und die Deutsche Bank kauft in großem Stil eigene Anleihen zurück. Damit möchte sie den Kurs seiner Aktie stützen.

Das fanden Sie heute auch noch wichtig:

Bleibt mir noch, Ihnen ein schönes Wochenende zu wünschen. Schauen Sie doch am Montag mal wieder rein bei "Der Tag". Und am Wochenende versorgen wir natürlich wie immer auf n-tv.de mit den wichtigsten News. Beste Grüße, Kira Pieper.

22:21 Uhr

Erste Frauenmoschee eröffnet

In Kopenhagen ist am Freitag die erste Frauenmoschee Skandinaviens eröffnet worden. In der Mariam-Moschee sind alle Imame weiblich, wie die Initiatorin Sherin Khankan sagte. Auch zum Freitagsgebet dürfen nur Frauen kommen. Zu allen anderen Aktivitäten seien aber auch Männer willkommen. Das Ziel sei, die "patriarchalischen Strukturen" zu überwinden, die es nicht nur im Islam, sondern auch im Christentum und im Judentum gebe, sagte Khankan.

22:07 Uhr

Klinik kämpft mit Virus der anderen Art

Wegen einer Virus-Attacke – allerdings auf das Computersystem – arbeiten die Mitarbeiter eines Krankenhauses in Neuss derzeit wie vor 15 Jahren. Vor zwei Tagen sei festgestellt worden, dass sich eine Schadsoftware im Informationssystem ausbreite, sagte Ulla Dahmen, die Sprecherin des Krankenhauses. Alle IT-Systeme wurden heruntergefahren. Nun wird gedruckt und gefaxt, Befunde werden mit Boten übermittelt. "Etwa 15 Prozent der Operationen haben nicht stattgefunden", sagte die Sprecherin. Die Versorgung der Patienten sei aber nie gefährdet gewesen.

21:46 Uhr
21:41 Uhr

Merkel soll frauenfeindliche Flüchtlinge bekehren

Kanzleramtsminister Peter Altmaier will frauenfeindliche Flüchtlinge mit dem Hinweis auf seine eigene Chefin Angela Merkel zur Räson bringen. Der CDU-Politiker sagte: Ein Kommunalpolitiker habe ihm von Flüchtlingen berichtet, die von Frauen keine Anweisungen und nicht einmal Geld akzeptierten, weil das "unter ihrer Ehre" sei. Die Lösung sei ganz einfach, erklärte Altmaier: Wenn der Flüchtling kein Geld von einer Frau akzeptiere, sei die Stadtkasse in drei Monaten entlastet. Und wenn er sich von einer Frau grundsätzlich nichts sagen lasse, solle man den Mann fragen, ob die Bundeskanzlerin seiner Meinung nach etwas zu sagen habe. "Und dann muss man ihm erklären, dass es in Deutschland hunderttausende Angela Merkels gibt, die etwas zu sagen haben."

21:32 Uhr

Die Gelsenkirchener sind am romantischsten

Gelsenkirchener sind besonders romantisch. Zumindest bei der Auswahl ihrer Literatur. Nach Angaben des Online-Händlers Amazon werden nirgendwo in Deutschland - gemessen an der Einwohnerzahl - so viele romantische Bücher bestellt wie "auf Schalke". Auch in anderen Städten des Ruhrgebietes stehen Liebesromane und Gedichte hoch im Kurs: Auf den Plätzen vier und fünf landen Duisburg und Oberhausen - hinter dem thüringischen Erfurt und Chemnitz in Sachsen. Weit abgeschlagen finden sich Deutschlands größte Städte Berlin (Rang 39), Hamburg (48) und München (49). Auf dem letzten Platz landet Frankfurt am Main.

21:16 Uhr

Luftverschmutzung tötet jährlich 5,5 Millionen Menschen

Smog in Peking.
Smog in Peking.(Foto: picture alliance / dpa)

Mehr als 5,5 Millionen Menschen sterben weltweit jedes Jahr an den Folgen von Luftverschmutzung. Mehr als die Hälfte der Todesfälle ereignen sich in Indien und China, wie Forscher bei einer Wissenschaftskonferenz in Washington mitteilten. Ohne strengere Umweltregeln werde die Zahl der Toten durch Schadstoffe in der Luft in den kommenden Jahren weiter ansteigen. "Luftverschmutzung ist der viertgrößte Risikofaktor für einen frühen Tod", sagte Professor Michael Brauer von der University of British Columbia. Nur hoher Blutdruck, schlechte Ernährung und Rauchen gelten als gefährlicher. Alleine in China starben  im Jahr 2013 rund 1,6 Millionen Menschen durch Luftverschmutzung. In Indien seien in dem Jahr 1,4 Millionen Todesfälle verzeichnet worden.

21:02 Uhr

Indonesien verbietet Emojis für Homosexuelle

Die indonesische Regierung hat Emojis verboten, die gleichgeschlechtliche Paare zeigen. Derartige Symbole dürfen künftig nicht mehr in Messaging-Diensten wie WhatsApp oder Line sowie in den Netzwerken Facebook und Twitter angeboten werden, sagte ein Sprecher des Informations- und Kommunikationsministeriums in Jakarta. Die Maßnahme richtet sich gegen Symbole, die etwa zwei Männer oder zwei Frauen händchenhaltend zeigen, sowie gegen die Regenbogenflagge, das Symbol der Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LGBT). Die Regierung forderte die Firmen - darunter Twitter und Facebook - auf, die "kulturellen Gesetze und die religiösen Normen" Indonesiens zu respektieren und diese Symbole zu entfernen, wie Ministeriumssprecher Ismail Cawidu sagte. Sollte dies nicht geschehen, drohe den Diensten die Sperre.

20:43 Uhr

Goa will Pfau zum Schädling erklären

Bald Goas neuer Schädling? - Der Pfau.
Bald Goas neuer Schädling? - Der Pfau.(Foto: dpa)

Der Pfau - immerhin Indiens Nationalvogel - könnte im westindischen Goa bald zum Schädling erklärt und zum Abschuss freigegeben werden. Der bunte Vogel sei ein Ärgernis für die Bauern, weil er Feldfrüchte zerstöre, sagte ein Referent von Goas Landwirtschaftsminister Ramesh Tawadkar. Pfauen, Wildschweine und Affen könnten bald regelmäßig dezimiert werden. Die Entscheidung obliege aber dem Forstministerium.

20:18 Uhr

Formel soll bei der Suche von MH370 helfen

Video

Das Bayes'sche Theorem ist 250 Jahre alt. Aber mit ihm soll man die Stecknadel im Heuhaufen finden können - oder vermisste Flugzeuge. Bei der Suche nach dem Air France Flug AF447, der 2009 abstürzte, führte die Formel zum Erfolg. Zwei Jahre nach dem Absturz konnte die Black Box aufgespürt werden. Und nun soll die Formel auch bei der Suche von MH370 helfen. Das schreibt "aero Telegraph". Die Methode zwingt die Wissenschaftler, alle verfügbaren Informationen in Betracht zu ziehen und ihnen einen Wahrscheinlichkeitsfaktor zuzuordnen. Die Formel sieht übrigens so aus: PrE(H) = Pr(H)PrH(E)/[Pr(H)PrH(E) + Pr(−H)Pr−H(E)]. Die Boeing 777 von Malaysia Airlines war im März 2014 mit 239 Menschen an Bord verschwunden.

19:45 Uhr

50 Skifahrer sitzen in Sessellift fest

Als ein Sessellift in Österreich ausfällt, müssen rund 50 Menschen in eisiger Kälte ausharren –  Bis drei Hubschrauber die Männer, Frauen und Kinder retten. Der Vorfall ereignete sich in etwa tausend Meter Höhe in Mitterbach am Erlaufsee in den Alpen. Die Luftretter kamen den Nutzern des Vierer-Sessellifts schließlich zur Hilfe. Nach Angaben des Liftbetreibers wurde niemand verletzt.

19:23 Uhr

Zwei Jugendliche bei Schießerei in USA getötet

In den USA sind zwei 15-jährige Mädchen bei einer Schießerei getötet worden. Das bestätigte die Polizei. Der Schusswechsel ereignete sich um 8 Uhr morgens (Ortszeit) an einer Highschool in Glendale (Arizona), das berichtet CNN.

Mehr dazu lesen Sie hier.

18:47 Uhr

Mann erinnert sich nach 30 Jahren Amnesie wieder

Edgar Latulip.
Edgar Latulip.(Foto: Twitter)

Es ist das Jahr 1986. Der Kanadier Edgar Latulip ist 21 Jahre alt als er spurlos aus seinem Heimatort Kitchener im Bundesstaat Ontario verschwindet. Der geistig Behinderte, dessen mentales Alter auf zwölf geschätzt wird, ist zu dieser Zeit wegen Selbstmordgedanken in Behandlung. Seine Eltern glauben deshalb, dass er tot ist. Doch der Mann lebt. Im vergangenen Monat nun füllte ein geistig behinderter Mann mit anderem Namen rund 130 Kilometer von Kitchener entfernt mit Hilfe einer Sozialarbeiterin einen Antrag auf Amtsdokumente aus - und erinnerte sich auf einmal, dass sein wahrer Name Latulip sein könnte. Es wurden sofort DNA-Tests vorgenommen. Dabei stellte sich zweifelsfrei heraus, dass er Edgar Latulip ist. Ermittlungen der Polizei ergaben mittlerweile, dass Latulip vor 30 Jahren stürzte und sich dabei schwer am Kopf verletzte. Dadurch erlitt er eine Amnesie.

18:20 Uhr

Kirche begleicht 5000 Euro Schulden mit einem Gebet

So sieht es mitunter in einer russisch-orthodoxen Kirche aus.
So sieht es mitunter in einer russisch-orthodoxen Kirche aus.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Wie kann die Kirche Schulden begleichen? –Ganz einfach! Mit einem wohlwollenden Gebet. Das hat nun ein Schiedsgericht entschieden. Die Diözese Nischni Nowgorod nördlich von Moskau hatte im Sommer 2015 einen neuen Heizkessel einbauen lassen. Aber die Firma, die den Kessel installierte, bekam von der Diözese nicht das Geld, das ihr zustand. Also verklagte der örtliche Dienstleister die Kirchenverwaltung, damit er die rund 5000 Euro (etwa 460.000 Rubel) bekommt. Die russisch-orthodoxe Kirche darf seine Schulden nun in Form von einem Gebet begleichen. Denn ein Gebet soll laut Kirche knapp 3000 Euro wert sein. Nun bestätigte das Schiedsgericht: Die Kirche müsse bei Gott um Gesundheit für die zwei Firmen-Inhaber sowie deren Familien bitten – und damit seien die Schulden dann beglichen. Dass die Gotteshäuser in der Regel in Gold und Pomp erstrahlen, sei hier mal nur am Rande erwähnt.

17:53 Uhr

Neandertaler-Gene machen anfällig für Depressionen

Der Neandertaler hatte auch schon Probleme.
Der Neandertaler hatte auch schon Probleme.(Foto: picture alliance / dpa)

Die Gene des Neandertalers können einer Studie zufolge Menschen auch heute noch für Krankheiten anfällig machen. "Die DNA des Neandertalers beeinflusst die klinischen Merkmale der heutigen Menschen", erklärte Forschungsleiter John Capra zu der im Wissenschaftsmagazin "Science" veröffentlichten Untersuchung. Zusammenhänge könne es beispielsweise bei psychiatrischen und neurologischen und dermatologischen Krankheiten geben. Dank des Neandertalers besteht ein erhöhtes Risiko für Krankheiten wie Depression, Herzinfarkt und Allergien.

Mehr dazu lesen Sie hier.

17:32 Uhr

Bericht: Schäuble fordert eine Fernbus-Maut

Schäuble hält das Geld beisammen.
Schäuble hält das Geld beisammen.(Foto: dpa)

Im Zuge der geplanten Ausweitung der Lkw-Maut fordert Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble einem Bericht zufolge, dass auch Fernbusse und kleinere Lkw zahlen sollen. Es sei "auch eine Ausweitung der Maut auf kleinere Lkw und Fernbusse zu prüfen", zitierte der "Spiegel" aus einer Stellungnahme des Bundesfinanzministeriums zu einem Gesetzentwurf des Bundesverkehrsministeriums. "Angesichts des hohen Investitionsbedarfs der Straßeninfrastruktur müssen wir ein gemeinsames Interesse daran haben, bestehende Ausnahmen bei der Nutzerfinanzierung im Bereich der Bundesfernstraßen abzuschaffen", heißt es laut dem Vorab-Bericht des "Spiegel" in der Stellungnahme.

17:08 Uhr

Sarrazin veröffentlicht Buch zum "Scheitern der Politik"

Thilo Sarrazin.
Thilo Sarrazin.(Foto: dpa)

Der umstrittene Bestsellerautor Thilo Sarrazin hat mal wieder ein Buch geschrieben. In "Wunschdenken. Europa, Währung, Bildung, Einwanderung - warum Politik so häufig scheitert" will der frühere Berliner Finanzsenator über die Mechanismen von Politik und die Gründe für den Erfolg oder Misserfolg von Gesellschaften aufklären. Das Buch erscheint am 25. April. Darin erklärt Sarrazin die "gravierenden Fehler" in der aktuellen deutschen Politik - von der Einwanderung bis zur Energiewende. Auf 576 Seiten will er seine Antworten "auf die großen Fragen zur Zukunft Deutschlands" geben. Mit "Deutschland schafft sich ab" hatte der 71-Jährige 2010 einen Millionenbestseller geschrieben.

17:00 Uhr
16:46 Uhr

Bundeswehr soll syrische Flüchtlinge ausbilden

Die Bundeswehr soll syrische Flüchtlinge für den Wiederaufbau ihres Landes nach einem Ende des Bürgerkriegs ausbilden.

  • Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen kündigte zum Auftakt der Münchner Sicherheitskonferenz ein Programm zur Schulung von Handwerkern, Technikern oder auch Logistikern an.
  • Bei einem Erfolg des Friedensprozesses und der Bildung einer neuen Regierung in Damaskus sei sie in Kooperation mit Frankreich auch zur Ausbildungshilfe für die syrischen Streitkräfte bereit.
  • "Das liegt noch in der Ferne", schränkte die CDU-Politikerin aber ein. Die erste Stufe kann dagegen jetzt schon beginnen. Von der Leyen verwies darauf, dass die Bundeswehr 100 Berufe ausbildet - vom Elektriker bis zum Feuerwehrmann und vom Maurer bis zum Wassertechniker.
  • "Wenn wir die unfassbare Zerstörung von Aleppo sehen, wissen wir alle: Es wird für den Wiederaufbau nicht nur neue Steine brauchen", sagte die Ministerin. Vor allem brauche man Menschen mit Zuversicht, und vielfältigen Fähigkeiten, sagte sie.
16:18 Uhr

Beamter fehlt sechs Jahre – und keiner merkt's

Ein Beamter in Südspanien ist mehr als sechs Jahre lang nicht zur Arbeit erschienen, ohne dass es seiner Behörde aufgefallen ist. Während dieser Zeit bezog er jeden Monat sein Gehalt. Seine Abwesenheit fiel nach Medienberichten erst auf, als die Stadtverwaltung von Cádiz ihm für seine 20 Dienstjahre eine Plakette überreichen wollte. Die Stadt leitete ein Verfahren ein und verlangte von dem heute 69-Jährigen, der inzwischen pensoniert ist, die Rückzahlung des Nettogehalts eines Jahres in Höhe von 29.900 Euro.

Mehr dazu lesen Sie hier.

16:04 Uhr

Niedersachse kann den besten Hirsch mimen

Deutscher Meister im Hirschrufen? – Wer braucht denn sowas? Das kann ich Ihnen auch nicht beantworten. Jedenfalls ist Hans-Günter Schärf aus Niedersachsen neuer Deutscher Meister im Hirschrufen. Der 55-Jährige aus St. Andreasberg im Harz röhrte am Freitag bei der Meisterschaft in den Dortmunder Westfalenhallen besser als die Konkurrenz. Tasso Wolzenburg aus Bad Laasphe in Nordrhein-Westfalen wurde Zweiter, Titelverteidiger Andreas Töpfer aus Niedersachsen Dritter. Insgesamt 18 Teilnehmer mussten zum Beispiel die "Stimme des Platzhirsches beim Kahlwildrudel" nachahmen. Um die Töne zu erzeugen, verwenden die Hirschrufer Instrumente wie Häuser von Meeresschnecken, bearbeitete Rinderhörner oder Röhren aus Holz.

16:01 Uhr

Assad will ganz Syrien zurückerobern

Der syrische Präsident Baschar al-Assad ist nach eigenen Worten zur Rückeroberung ganz Syriens entschlossen. Die Kämpfe gegen die Rebellen könnten jedoch "lange" dauern, sagte Assad in einem Interview. "Es ist nicht logisch zu sagen, dass es einen Teil unseres Landes gibt, auf den wir verzichten", sagte Assad in dem Gespräch.

Mehr dazu lesen Sie hier.

15:19 Uhr

Böhmermann und Fettes Brot machen Musik mit Schrott

Was machen Sie so mit alten Druckern, Scannern und Laufwerken? – Bestenfalls vermutlich dem Elektroschrott zuführen. Jan Böhmermann hatte noch eine andere Idee: Er hat die Band "Geekchester" gegründet und nutzt die alten Geräte als Musikinstrumente. Premiere feierte das Ensemble dann in der Sendung "Neo Magazin Royal". Gemeinsam gab "Geekchester" mit der Band Fettes Brot deren 20 Jahre alten Hit "Jein" zum Besten. Inklusive Modem-Solo.

15:01 Uhr

Sauerland-Känguru entwischt der Polizei

Das ist nicht das aktuell frei herumhüpfende Känguru. Von ihm gibt es kein Foto. Das hier ist Skippy. Skippy hielt im Sommer 2015 die Polizei auf Trapp.
Das ist nicht das aktuell frei herumhüpfende Känguru. Von ihm gibt es kein Foto. Das hier ist Skippy. Skippy hielt im Sommer 2015 die Polizei auf Trapp.(Foto: dpa)

Die Polizei hält im Sauerland nach einem Känguru Ausschau - allerdings war das wild umherhüpfende Beuteltier beim Eintreffen eines Streifenwagen schon über alle Berge. Das Känguru war am Donnerstag schon zum dritten Mal in der Nähe der nordrhein-westfälischen Stadt Olsberg gesichtet worden. "Wir behandeln das analog zu Reh und Wildschwein", schilderte ein Polizei-Sprecher. Wenn sich jemand melde, würde eine Streife rausfahren, um zu verhindern, dass das Beuteltier auf die Straße hüpft.

14:50 Uhr

SPD-Spitze einigt sich mit Edathy auf Vergleich

Die SPD-Spitze hat sich im Parteiausschlussverfahren gegen den Ex-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy nach der Kinderpornografie-Affäre auf einen Vergleich geeinigt. Wie die SPD mitteilte, erhebt der Parteivorstand gegen Edathy "keinen strafrechtlichen Unrechts- oder Schuldvorwurf" - im Gegenzug lässt Edathy seine Rechte als SPD-Mitglied für fünf Jahre statt bisher vorgesehen drei Jahre ruhen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

14:45 Uhr

Deutsche Bank kauft in großem Stil Anleihen zurück

Die Deutsche Bank kauft in großem Stil eigene Anleihen zurück, um den Kurs ihrer Aktie zu stützen. Das Angebot zum Rückkauf gelte für bestimmte, auf Euro und Dollar lautende Schuldpapiere, erklärte das Geldinstitut. Die Bank stellt dafür insgesamt 4,76 Milliarden Euro zur Verfügung.

Mehr dazu lesen Sie hier.

14:41 Uhr

Frankreich will Flüchtlingslager teilweise räumen lassen

Das Flüchtlingslager in Calais.
Das Flüchtlingslager in Calais.(Foto: imago/Belga)

Frankreich will einen Teil des Flüchtlingslagers in Calais räumen lassen. Betroffen seien etwa 800 bis 1000 Menschen, sagte die Präfektin der nordfranzösischen Region Pas-de-Calais, Fabienne Buccio. Sie will nach eigener Einschätzung etwa die Hälfte des Lagers räumen. Die Flüchtlinge sollen nach Berichten französischer Medien von Montag an eine Woche Zeit bekommen, um den Bereich zu verlassen. Den Migranten soll eine Unterkunft in einem provisorischen Containerlager ebenfalls bei Calais angeboten werden. In der nordfranzösischen Hafenstadt wird die Zahl der Flüchtlinge auf bis zu 4500 geschätzt.

14:35 Uhr

Schichtwechsel

Auf dem Weg hierher begegnet mir öfter ein Mann mit einer - ich glaube - Bulldogge. Das Tier ist total verrückt nach einem Skateboard, das sein Besitzer immer bei sich trägt. Der Hund kann es kaum erwarten, bis sein Herrchen das Gefährt auf den Boden stellt und er fahren kann. Tatsächlich, mit seinen Beinchen holt das Tier Schwung und fährt so auf dem Board, während sein Herrchen nebenher rennt. Und was machen Sie so gerne in Ihrer Freizeit? - Na, hoffentlich den "Tag" lesen! Ich begleite Sie nun durch die zweite Tageshälfte. Mein Name ist Kira Pieper, ich grüße Sie!

13:58 Uhr

Fünfstöckiges Haus in Istanbul stürzt ein

Im Zentrum der türkischen Millionenmetropole Istanbul ist ein fünfstöckiges Gebäude eingestürzt. Einige Personen könnten sich unter den Trümmern befinden, meldet die türkische Nachrichtenagentur Dogan.

  • Im Erdgeschoss des Hauses habe sich ein Café befunden, berichtete der Sender CNN Türk.
  • Das Gebäude in einer Seitenstraße der Einkaufsmeile Istiklal Caddesi in der Nähe des Taksim-Platzes sei aus ungeklärten Gründen kollabiert.
  • Auf Fernsehbildern ist zu sehen, dass von dem Haus nur noch ein Trümmerhaufen übrig blieb.

Update von 17:35 Uhr: Bei dem Unglück ist offenbar weder jemand getötet noch verletzt worden. Augenzeugen sagten, dass der Zusammensturz des Gebäudes absehbar gewesen wäre, da morgens bereits schon derartige Geräusche im Mauerwerk zu hören gewesen wären. Deswegen hätten sich alle rechtzeitig ins Sicherheit gebracht und "drauf gewartet, bis das Gebäude einstürzt".

13:32 Uhr

EU verhängt Strafzölle gegen China und Russland

Die deutschen Stahlwerke, hier in Hamburg, leiden unter den Dumpingpreisen aus dem Osten.
Die deutschen Stahlwerke, hier in Hamburg, leiden unter den Dumpingpreisen aus dem Osten.(Foto: dpa)

Vor dem Hintergrund massiver Probleme der europäischen Stahlindustrie hat die EU weitere Anti-Dumping-Untersuchungen gegen Unternehmen aus China eingeleitet.

  • Es gehe um drei Stahlprodukte, bei denen Preise unter Herstellungskosten verlangt worden sein könnten, teilte die EU-Kommission mit. In einem schon laufenden Fall zu kaltgewalzten Flachstahlerzeugnissen aus China und Russland verhängte sie vorläufige Strafzölle.
  • Die Aufschläge für chinesische Hersteller liegen laut Kommission bei zwischen 13,8 und 16 Prozent; bei den russischen Produkten sind es 19,8 bis 26,2 Prozent. Von den neuen Untersuchungen gegen chinesische Erzeugnisse sind Brüssel zufolge nahtlose Rohre, schwere Bleche und warmgewalzter Flachstahl betroffen.
  • Der EU-Kommission zufolge hat Europa inzwischen bereits bei 37 verschiedenen Stahlarten "Verteidigungsmaßnahmen" ergriffen. Neun Untersuchungen laufen demnach noch.

Wegen des Verfalls der Stahlpreise ist auch der deutsche Konzern Thyssenkrupp ins Minus gerutscht.

13:30 Uhr
13:05 Uhr

USA setzen gegen IS auf Saudis

Saudische Truppen sollen sich dem IS entgegenstellen.
Saudische Truppen sollen sich dem IS entgegenstellen.(Foto: dpa)

Die USA erwarten nach den Worten von Verteidigungsminister Ash Carter, dass Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) die syrische Opposition mit Spezialeinheiten gegen die Islamisten-Miliz IS unterstützen. Dazu gehörten auch die Anstrengungen zur Rückeroberung der Stadt Rakka, sagte Carter. Insbesondere sunnitische Araber in Syrien sollten die Möglichkeiten erhalten, ihre Gebiete von der ebenfalls sunnitischen IS-Miliz zurückzuerobern.

Vertreter der VAE hätten ihm zudem versichert, sich wieder an den US-Luftangriffen gegen den IS zu beteiligen, sagte Carter. Eine ähnliche Zusage hatte er am Vortag von Saudi-Arabien erhalten.

12:39 Uhr

Dijsselbloem: Bargeld ermöglicht Terrorfinanzierung

Die Bundesregierung könnte sich ein Limit von 5000 Euro vorstellen.
Die Bundesregierung könnte sich ein Limit von 5000 Euro vorstellen.(Foto: dpa)

Einige EU-Finanzminister haben die Idee der Bundesregierung für eine Obergrenze für Bargeldzahlungen in Europa offen aufgenommen. Heute beraten sie in Brüssel.

  • "Große Bargeldsummen können leicht zur Terrorfinanzierung genutzt werden, da besteht ein Risiko", sagte der niederländische Finanzminister und Chef der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem.
  • Bargeld als solches dürfe nicht in Frage gestellt werden, sagte der österreichische Finanzminister Hans Jörg Schelling: "Ich bin einhundertprozentig für die Erhaltung des Bargelds."

Deutschland und Frankreich hatten eine europaweite Begrenzung von Barzahlungen ins Gespräch gebracht.

Hier lesen Sie mehr zum Thema: "Justizminister will das Bargeld retten"

12:03 Uhr

Bericht warnt vor ausufernden Staatsschulden

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble muss sich Gedanken machen - Stillstand führt offenbar zu mehr Schulden.
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble muss sich Gedanken machen - Stillstand führt offenbar zu mehr Schulden.(Foto: imago/Christian Thiel)

Die deutschen Staatsfinanzen drohen trotz aktueller Milliarden-Überschüsse langfristig aus dem Ruder zu laufen.

  • Ohne rasches Gegensteuern wachse die Gefahr, dass die Alterung der Gesellschaft zu einer nicht mehr tragfähigen Schuldenlast führe und den Handlungsspielraum des Staates einschränke - das geht Medienberichten zufolge aus dem neuen "Tragfähigkeitsbericht" von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hervor.
  • Die für das Jahr 2060 ermittelte "Tragfähigkeitslücke" der Staatskassen und der gesetzlichen Sozialsysteme beträgt demnach gegenwärtig 1,2 Prozent der Wirtschaftsleistung.
  • Bei einem pessimistischen Szenario wären es 3,8 Prozent. Gemessen am aktuellen Bruttoinlandsprodukt sind dies zwischen 36,3 Milliarden und etwa 115 Milliarden Euro.

Der Bericht gilt als ein Frühwarnsystem für die Staatsfinanzen. Die Ergebnisse der Modellrechnungen sind keine Prognosen. Sie veranschaulichen eine Entwicklung der Staatskassen unter der Annahme, dass die bisherige Politik nicht verändert wird.

12:01 Uhr
11:34 Uhr

Youtuber Julien wegen Volksverhetzung verurteilt

Nach Ansicht des Gerichts weit über sein Ziel hinausgeschossen: Youtuber Julien.
Nach Ansicht des Gerichts weit über sein Ziel hinausgeschossen: Youtuber Julien.(Foto: youtube.com/user/JuliensBlog / Screenshot n-tv.de)

Weil der bekannte Youtuber Julien in einem Video über den Bahnstreik der GDL volksverhetzende Inhalte verbreitete, hat das Gericht in Tecklenburg den 27-Jährigen zu einer Bewährungsstrafe von drei Jahren verurteilt. Sollte Julien gegen die Auflagen verstoßen, muss er acht Monate in Haft. Eine Geldstrafe von 15.000 Euro muss er in jedem Fall zahlen. Dies berichtet die "Westfälische Nachrichten".

Julien hatte in dem Video über die Streikenden Sätze wie "Vergasen sollte man die Mistviecher" gesagt, oder auch: "Wisst ihr noch, wie die Juden mit Zügen nach Auschwitz transportiert wurden? Man sollte die Zugführer hinbringen." Der Youtuber sagte dazu vor Gericht: "Es war witzig gemeint."

11:05 Uhr

Merkel trinkt mit Clooney Kaffee im Kanzleramt

Angela Merkel (l.) trifft gut gekleideten Schauspieler (r.) samt Ehefrau.
Angela Merkel (l.) trifft gut gekleideten Schauspieler (r.) samt Ehefrau.(Foto: dpa)

Schauspieler George Clooney hat sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel getroffen. Zu dem etwa einstündigen Treffen im Kanzleramt brachte Clooney seine Frau Amal mit. Und worum ging's? Eigentlich egal, schon das Foto allein wirkt irgendwie komisch - Politik und Hollywood so nah beieinander.

Clooney hatte zuvor gesagt, er wolle mit Merkel über Flüchtlinge sprechen. Die USA müssten sich mehr engagieren, forderte er. Der Hollywoodstar hatte Merkels Flüchtlingspolitik gelobt.

10:36 Uhr

"Wie Falafel": Würden Sie Insektenburger essen?

Mjamm!
Mjamm!(Foto: dpa)

Ein junges Start-up aus Osnabrück will unter anderem Käferlarven im Brötchen verkaufen. Nein, das ist kein Scherz. Ein Burger aus gemahlenem Buffalowurm etwa, der Larve des Getreideschimmelkäfers, "schmeckt wie Falafel", sagt Jungunternehmer Max Krämer.

Der 30-Jährige und sein 28 Jahre alter Kollege Baris Özel wollen mit ihrer Firma "Bugfoundation" in den kommenden Jahren Burger auf Insektenbasis europaweit etablieren - die "Bux Burger". Was halten Sie davon?

Umfrage
Startup mit krabbeligen Plänen: Was denken Sie über Insektenburger?

Was denken Sie über Insektenburger?

 

10:18 Uhr

Griechische Bauern wüten vor Ministerium in Athen

Stöcke, Tränengas, Schilde - in Athen bricht sich die Wut der Bauern Bahn.
Stöcke, Tränengas, Schilde - in Athen bricht sich die Wut der Bauern Bahn.(Foto: REUTERS)

Griechische Bauern aus der Region Kreta protestieren gegen die geplanten Rentenreform der Regierung in Athen - und liefern sich Auseinandersetzungen mit der Polizei vor dem Landwirtschaftsministerium. Bereits seit mehr als drei Wochen blockieren die Bauern landesweit Straßen, Grenzübergänge und Bahnschienen.

10:01 Uhr

Bundesliga erwägt Umverteilung von TV-Geldern

Wer bekommt in Zukunft wie viel von den Fernseheinnahmen?
Wer bekommt in Zukunft wie viel von den Fernseheinnahmen?(Foto: dpa)

Die Deutsche Fußball Liga plant tiefgreifende Reformen vor allem beim DFB-Pokal, der Verteilung der Fernsehgelder und der Neuorganisation des Deutschen Fußball-Bundes. Dies meldet die "Bild"-Zeitung.

  • Allen Profivereinen soll demnach ein 16-seitiges Papier mit dem Titel "Zukünftige strategische Ausrichtung der Bundesliga" vorliegen. Darin wird mit Blick auf einen neuen TV-Vertrag unter anderem eine Neuverteilung der Fernsehgelder diskutiert.
  • In den Plänen wird skizziert, dass die 2. Liga in Zukunft weniger partizipieren könnte als bisher. Für den nationalen Pokal werden Szenarien mit einem späteren Einstieg der Erstligisten und Europapokal-Teilnehmer angeregt.
  • "Dieses Papier ist lediglich Ergebnis eines Meinungsaustausches von 16 Bundesligisten", wird Peter Peters, Vorstandsmitglied beim FC Schalke 04 und Vize-Präsident des Ligaverbandes, von der "Bild"-Zeitung zitiert.
09:33 Uhr

Bundesbank: Lage anders als vor Lehman-Krise

Chart

Die Deutsche Bundesbank sieht trotz der jüngsten Marktturbulenzen offenbar keinen Anlass zur Sorge um die Stabilität der deutschen Geldhäuser. Trotz "Panikstimmung" an den Weltbörsen.

  • Das für die Bankenaufsicht zuständige Vorstandsmitglied Andreas Dombret sagte der "Bild"-Zeitung, die Kapitalsituation der deutschen Banken "hat sich in den vergangenen Jahren stark verbessert".
  • Die aktuelle Lage sei "nicht im Geringsten mit der Lehman-Krise 2008 vergleichbar". Deshalb sei er heute deutlich entspannter.

Die Aktien der Deutschen Bank und anderer Institute standen in den letzten Tagen im Zentrum heftiger Kursschwankungen an den Börsen. Besonders eklatant fiel das beim deutschen Marktführer aus. Das Institut hat binnen drei Wochen rund 30 Prozent seines Börsenwertes verloren.

09:04 Uhr

Valls: Sieg gegen IS nur mit Bodenoffensive

Manuel Valls sieht Bodentruppen als Notwendigkeit.
Manuel Valls sieht Bodentruppen als Notwendigkeit.(Foto: imago/Xinhua)

Frankreichs Premierminister Manuel Valls hält einen Sieg gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) nur mit dem Einsatz örtlicher Bodentruppen für möglich.

  • "Die Bodenoffensive dieser lokalen Truppen - und auch gewisser arabischer Länder, sofern sie sich dazu entschließen - ist entscheidend, und sei es nur, um die zurückeroberten Stellungen zu halten", sagte Valls den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
  • Frankreich beabsichtige jedoch nicht, Bodentruppen in den Kampf gegen den IS zu entsenden, sagte Valls.
  • Unter anderem Saudi-Arabien hatte zuletzt angeboten, im Rahmen der US-geführten Koalition Bodentruppen nach Syrien zu entsenden.

Derzeit fliegt eine internationale Militärkoalition unter Führung der USA Luftangriffe auf Stellungen des IS in Syrien. Einige dieser Länder bilden einheimische Truppen aus, die gegen die Dschihadistenmiliz kämpfen. Deutschland bildet kurdische Peschmerga aus.

09:03 Uhr
08:37 Uhr

Zwei Menschen sterben bei Wohnhausbrand

(Foto: dpa)

Bei einem Wohnhausbrand in Mannheim sind zwei Menschen ums Leben gekommen.

  • Die Frau und der Mann konnten nur noch tot aus dem Haus geborgen werden.
  • Ein weiterer Mann wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht, nachdem er aus dem zweiten Stock des Gebäudes gesprungen war.
  • Im Carport des Hauses war aus bislang unbekannter Ursache gegen 4 Uhr am Freitagmorgen ein Auto in Brand geraten. Die Flammen griffen dann auf das angrenzende Haus über.
08:19 Uhr

Weitere Kritik an Bargeldobergrenze

Manche meinen, 500-Euro-Scheine sollten abgeschafft werden.
Manche meinen, 500-Euro-Scheine sollten abgeschafft werden.(Foto: dpa)

In Sachen Bargeldobergrenze kommen kritische, aber inhaltlich leicht überraschende Töne von der Spitze der FDP. Damit springt sie Justizminister Heiko Maas (SPD) zur Seite, der den Beginn der "totalen Überwachung" wittert.

  • "Dieses Mal werden wir nicht abgehört, dieses Mal geht es darum, wie wir mit unserem Geld umgehen", sagte FDP-Parteichef Christian Lindner. Bei der Begrenzung von Bargeldzahlungen gehe es nicht um Terrorismusbekämpfung, sondern um Überwachung und Kontrolle, sagte Lindner.
  • Vorratsdatenspeicherung und auch Bargeldgrenzen seien "weder wirklich geeignet noch angemessen, um für mehr Sicherheit zu sorgen". Terroristen hätten längst kein Problem mehr, die herkömmlichen Wege der Geldwäsche zu umgehen.
  • Für Lindner ist die Grenze eine Vorstufe zur Umverteilung: "Wenn wir alle gezwungen werden, unser Geld nur auf dem Konto zu haben, kann sich niemand mehr Negativ-Zinsen oder sonstigen Zwangsmaßnahmen zu entziehen. Dann ist es ein Leichtes, einfach mal so von allen Girokonten 0,01 Prozent im Jahr, im Monat, in der Woche einzuziehen - als Sonderabgabe für einen angeblich wichtigen Zweck."

Die EU-Finanzminister beraten heute in Brüssel über mögliche Bargeldobergrenzen bei Zahlungen.

08:02 Uhr

Polizist erschießt Kind, Eltern bekommen Rechnung

Tamir Rice wurde biem Spielen erschossen.
Tamir Rice wurde biem Spielen erschossen.(Foto: AP)

Der Bürgermeister von Cleveland hat sich bei den Eltern des von einem US-Polizisten erschossenen Jungen Tamir Rice entschuldigt, weil die Stadt ihnen die Entsendung eines Krankenwagen in Rechnung gestellt hatte.

  • Das Versenden der Rechnung über 500 Dollar sei ein Routinevorgang gewesen, sagte Jackson. Sie sei nicht für die Eltern bestimmt gewesen, sondern für die Versicherung des Jungen.
  • Laut örtlichen Medien bezeichnete die Familie Rice die Rechnung als "Beleidigung, die noch zu Mord hinzukommt".

Der weiße Polizist, der den schwarzen Zwölfjährigen Ende November 2014 beim Hantieren mit einer Spielzeugpistole in einem Park erschossen hatte, muss sich nicht vor Gericht verantworten. Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigten, dass die Polizisten unmittelbar nach ihrem Eintreffen das Feuer eröffneten.

07:46 Uhr

Commerzbank gibt Gewinn an Aktionäre weiter

(Foto: dpa)

Angetrieben von einem kräftigen Wachstum im Privatkundengeschäft hat die Commerzbank erstmals seit fünf Jahren wieder einen Milliardengewinn erzielt.

  • Das Institut vervierfachte seinen Überschuss 2015 fast auf 1,06 Milliarden Euro, wie es in Frankfurt mitteilte.
  • Davon sollen auch die Aktionäre profitieren. Erstmals seit der Finanzkrise will das Geldhaus ihnen eine Dividende zahlen - der Vorstand stellt 20 Cent pro Anteilsschein in Aussicht.
07:25 Uhr

USA: Rekordzahl an Waffen auf Flughäfen entdeckt

US-Sicherheitsbehörden haben im vergangenen Jahr eine Rekordzahl an Waffen auf den Flughäfen des Landes beschlagnahmt.

  • Wie US-Heimatschutzminister Jeh Johnson mitteilte, wurden 2015 bei der Durchsuchung von 695 Millionen Passagieren insgesamt 2500 Waffen beschlagnahmt. 84 Prozent von ihnen seien geladen gewesen. 2014 waren 300 Waffen weniger beschlagnahmt worden.
  • Für die Kontrollen an US-Flughäfen ist die Verkehrssicherheitsbehörde TSA verantwortlich. Im vergangenen Jahr war bekannt geworden, dass mindestens 73 Menschen mit Verbindungen zu Extremistengruppen an den Flughäfen beschäftigt waren, was von der US-Behörde unbemerkt blieb.
  • Zuvor hatte eine Untersuchung des Heimatschutzministeriums auf zahlreichen Flughäfen bereits beunruhigende Sicherheitsmängel festgestellt: Waffen oder Bombenattrappen, die bei verdeckten Tests durch die Kontrollen geschmuggelt wurden, blieben in fast allen Fällen unentdeckt.
06:53 Uhr

Irak: Werden IS ein Ende setzen

Haidar al-Abadi will die Kontrolle über das irakische Staatsgebiet zurück.
Haidar al-Abadi will die Kontrolle über das irakische Staatsgebiet zurück.(Foto: dpa)

Die Offensive auf die IS-Hochburg Mossul soll nach Angaben des irakischen Regierungschefs Haidar al-Abadi sehr bald beginnen.

  • "Wir planen, wahrscheinlich im nächsten Monat, eine volle militärische Operation zu starten, um die Stadt wiedereinzunehmen", sagte Al-Abadi. "In diesem Jahr ist die Zeit gekommen, in der wir Daesh im Irak militärisch ein Ende setzen." Daesh ist die arabische Abkürzung für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).
  • Die Extremisten hatten die nordirakische Millionenmetropole Mossul im Sommer 2014 überrannt. Die IS-Hochburg gilt als Schlüssel, um die Dschihadisten im Irak und auch in Syrien besiegen zu können.
06:32 Uhr

Das wird heute wichtig

Video

Guten Morgen. Aufwachen! Ja, Sie sollten die Augen schon aufmachen, um n-tv.de Nachrichten zu lesen.

Fertig? Gut!

Denn das wird heute wichtig:

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt heute die polnische Regierungschefin Szydlo. Die Beziehungen zwischen Berlin und Warschau sind derzeit nicht die besten. Szydlo gehört der nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS), die wegen eines restriktiven neuen Mediengesetzes und einer Beschneidung der Macht des Verfassungsgerichts im Ausland harsch kritisiert wurde.

  • Mit einem Treffen in Kubas Hauptstadt Havanna wollen Papst Franziskus und der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. das Ende der jahrhundertelangen Eiszeit zwischen ihren Kirchen einleiten. Es ist die erste Begegnung zwischen Oberhäuptern der beiden größten christlichen Glaubensgemeinschaften seit der Spaltung vor fast Tausend Jahren.

  • Nach den neuen internationalen Verhandlungen zum Syrien-Konflikt in der bayerischen Landeshauptstadt beginnt heute die dreitägige Münchner Sicherheitskonferenz. Dominierendes Thema der Konferenz ist der Bürgerkrieg in Syrien. Unter anderen sind US-Außenminister Kerry und sein russischer Kollege Lawrow in München. Auch die Flüchtlingskrise wird Thema sein.

  • Die EU-Finanzminister treffen sich. Dabei wird die Bundesregierung wohl auch für den in Deutschland umstrittenen Vorschlag einer Bargeldgrenze auf europäischer Ebene werben.

  • Am Abend beginnt der 21. Spieltag in der Fußball-Bundesliga. Mainz empfängt Schalke (ab 20.30 Uhr im n-tv.de Liveticker). In der Zweiten Liga könnte es beim Spiel St. Pauli gegen RB Leipzig (ab 18 Uhr, ebenfalls im n-tv.de Liveticker) nicht nur auf dem Rasen zu heiklen Situationen kommen.

06:17 Uhr

Das Wetter mit Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander
n-tv Meteorologe Björn Alexander

Heute geht es häufiger mal mit leichtem Frost oder Bodenfrost los. Vor allem in der Mitte und im Süden ist es in der Früh streckenweise glatt - zumal dort auch noch weitere Schneeschauer unterwegs sind. Tagsüber ziehen diese ostwärts weiter und dahinter wird es vielerorts freundlich. Wechselhafter bleibt es hingegen im Norden. Und auch im Südwesten verdichten sich später die Wolken.

Die Temperaturen ändern sich im Vergleich zu gestern kaum bei 2 bis 8 Grad. Das Wochenende startet im Norden und der Osthälfte mit Sonne, während es im Südwesten und Westen wolkiger, nasser und windiger wird. Sonntag dann allgemein unbeständig. Dazu gibt’s 3 bis 10 Grad bevor es in der nächsten Woche kälter wird.

06:00 Uhr