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Der Tag: Klöckner: Herkunft der Täter von Köln muss genannt werden

Klöckner.
Klöckner.(Foto: imago/Metodi Popow)

Die Übergriffe in der Silvesternacht von Köln beschäftigen die Republik, weil sie weit über die Taten selbst hinausgehen. Viele Medien nennen die Herkunft der Täter oft nicht, weil sie keinen Zusammenhang zwischen Herkunft und Tat sehen. Die CDU-Vizevorsitzende Julia Klöckner widerspricht nun dieser Auffassung:

  • Wenn es "tendenziell auffällig" sei, dass Frauen von manchen Männern, die mit einem anderen Geschlechterbild aufgewachsen seien, als "Freiwild" gesehen würden, müsse dies im Interesse der Integration klar benannt werden, sagte sie im ZDF.

  • Das habe nichts mit Pauschalisierung zu tun, findet die rheinland-pfälzische CDU-Vorsitzende. "Wenn man sich nicht korrekt verhält, dann muss das benannt werden", sagte sie. "Und dabei ist es eigentlich egal, wo jemand herkommt. Opfer sind Opfer, Täter sind Täter und jeder ist vor dem Recht gleich."

  • Die Probleme müssten im Sinne eines gelingenden Zusammenlebens zwischen Einheimischen und Migranten angesprochen werden. "Deshalb ist es wichtig bei der Integration auch auf so etwas Wert zu legen von Anfang an", sagte Klöckner. Alle lernten gerade dazu.

  • Sie warnt aber auch vor eine Überreaktion: "Wir sollten jetzt nicht in Panik verfallen." Es sei nicht so, dass "auf allen Straßen Deutschlands von der Eifel bis nach München das Chaos ausgebrochen" sei. Zugleich müssten "problematische Zustände" bei der Ausstattung der Polizei gesehen werden.

Mehr zu ihren Vorstellungen hat die CDU  "Mainzer Erklärung" ausgeführt.

Quelle: n-tv.de