Mittwoch, 09. Dezember 2015: Der Tag bei n-tv

Heute mit Kai Stoppel und Nora Schareika

22:47 Uhr

Das war Mittwoch, der 9. Dezember 2015

Liebe Leser, zum Ende des Tages habe ich gute Nachrichten für Sie: Die Wochenmitte wurde überschritten. War gar nicht so schwierig. In der Nachrichtenredaktion hatten wir es mit einer bunten Mischung zu tun. Schauen wir noch einmal, was heute besonders wichtig, interessant und unterhaltsam war:

Das Rätsel um die Flecken auf dem Zwergplaneten Ceres ist gelöst - das hat mit Abstand die meisten von Ihnen interessiert. Auch die Neuigkeiten zum Apple-Betriebssystem iOS 9.2 waren wichtig für viele iPhone- und iPad-Nutzer. In der Politik bestimmte die Kür von Angela Merkel zur "Person Of The Year" die Nachrichten. Und einer hat darüber besonders gelästert: Donald Trump, über den wiederum gerade die halbe Welt lästert. Am späten Abend trat dann noch der Chef des Berliner Lageso zurück. Wie die Aussage von Beate Zschäpe im NSU-Prozess von der Presse bewertet wurde, lesen Sie hier.

Haben Sie noch einen schönen Abend und eine gute Nacht! Es verabschiedet sich Nora Schareika.

Falls Sie sich über das Schnee-Idyll wundern: Dieses Bild entstand im japanischen Hokkaido.
Falls Sie sich über das Schnee-Idyll wundern: Dieses Bild entstand im japanischen Hokkaido.(Foto: dpa)

 

22:30 Uhr

CDU-Politiker fordern politikfreien Sonntag

Initiatorin ist die frühere Bundesfamilienministerin Kristina Schröder.
Initiatorin ist die frühere Bundesfamilienministerin Kristina Schröder.(Foto: picture alliance / dpa)

Die frühere Bundesfamilienministerin Kristina Schröder kümmert sich zur Zeit hauptsächlich um ihre beiden kleinen Kinder. Doch offenbar denkt sie schon an die Zeit, wenn sie wieder aktiver in der Politik mitmischen will. Für den CDU-Parteitag kommende Woche hat sie um Unterstützer für einen Initiativantrag geworben. Es geht um den politikfreien Sonntag. Schröder will erreichen, dass die CDU "grundsätzlich keine Sitzungen auf den Sonntag" legt. Am Wochenende solle nur zu Veranstaltungen eingeladen werden, "bei denen die ganze Familie willkommen ist". Inzwischen hat Schröder genug Unterstützer gefunden, damit der Antrag beim Parteitag diskutiert werden kann.

22:12 Uhr

Frankreichs Polizei macht fette Beute

(Foto: REUTERS)

Frankreich befindet sich seit 26 Tagen im Ausnahmezustand. Das erlaubt der Polizei Durchsuchungen ohne richterlichen Beschluss. Davon hat sie einem Bericht der Agentur AFP zufolge auch reichlich Gebrauch gemacht. Die Angaben stützen sich auf Informationen des Innenministeriums.

  • Rund 2500 Wohnungen seien seit den Terroranschlägen vom 13. November durchsucht worden.
  • Zudem gab es 305 Festnahmen, davon wurden 267 Verdächtige in Gewahrsam genommen.
  • 354 weitere Verdächtige wurden den Angaben zufolge unter Hausarrest gestellt.
  • Außerdem seien bei den landesweiten Razzien 398 Waffen beschlagnahmt worden, darunter 39 Kriegswaffen.
21:50 Uhr

NRW entlässt Hunderte Häftlinge

Weihnachtszeit ist Plätzchenzeit, Besinnlichkeitszeit, Shoppingzeit... und auch Amnestiezeit. Nordrhein-Westfalens Gefängnisse gehen mit dem Brauch voran und entlassen in diesem Jahr 657 Häftlinge vorzeitig aus der Haft.

Natürlich gibt es Bedingungen:

  • In den Genuss der Amnestie kommen nur Häftlinge, die ohnehin zwischen dem 6. November und dem 6. Januar entlassen worden wären.
  • Sie müssen seit mindestens 13 Monaten im Gefängnis gesessen haben.
  • Gute Führung wird vorausgesetzt, auch müssen Unterhalt und Unterkunft nach der Entlassung gesichert sein.
  • Bestimmte Verbrechen, vor allem Sexualdelikte, schließen eine vorzeitige Entlassung aus.
21:45 Uhr
21:29 Uhr

Berliner Lageso-Chef tritt zurück

Franz Allert
Franz Allert(Foto: imago/Thomas Lebie)

Es hat sich in den vergangenen Stunden schon abgezeichnet. Nun ist es amtlich: Der Chef des Berliner Landesamtes für Gesundheit und Soziales, Franz Allert, ist seinen Posten los. Das melden unter anderem die "Berliner Zeitung", der "Tagesspiegel" und der RBB. Das Lageso hat es zu zweifelhafter Berühmtheit gebracht, weil dort ein beispielloser Verwaltungsstau entstanden ist. Leiden müssen darunter tausende Asylbewerber, die sich durch ein undurchsichtiges System kämpfen und tagelang anstehen müssen, um Anträge zu stellen.

Hier lesen Sie mehr dazu auf n-tv.de

21:19 Uhr

Griechen bringen Flüchtlinge nach Athen zurück

Griechische Sondereinsatzkräfte haben die Grenze geräumt.
Griechische Sondereinsatzkräfte haben die Grenze geräumt.(Foto: AP)

Bereits vergangene Woche fiel die Entscheidung. Jetzt haben die griechischen Behörden damit begonnen, die gestrandeten Flüchtlinge von der mazedonischen Grenze nach Athen zurückzufahren. Sie haben keine Chance auf Ein- und Weiterreise nach Mazedonien und nach Mitteleuropa. Sie kommen aus Pakistan, Marokko, Algerien und Somalia. Die Migranten sollen zunächst in einem Sportstadion unterkommen und haben 30 Tage Zeit, um in ihre Heimat zurückzukehren.

Hier lesen Sie mehr dazu.

21:07 Uhr

Der letzte Trump für heute, versprochen

"Ich bin das Schlimmste, was dem IS je passieren konnte", ist Donald Trump von sich überzeugt. Eine Steilvorlage. Den Rest können Sie sich denken.

Hier noch einmal alles zu Donald Trumps jüngsten Äußerungen und den Reaktionen darauf.

20:56 Uhr

Wu-Tang Clan versteigert Platte an Martin Shkreli

Wu-Tang Clan... Klingelt bei Ihnen etwas? Dann sind Sie vermutlich älter als 30 Jahre und in den 1990er Jahren Kind oder Jugendlicher gewesen. Das war die Zeit der amerikanischen Hip-Hop-Gruppe aus New York. Es gibt sie immer noch und nun haben sie ein neues Album. Und zwar wirklich nur eins - es wurde genau ein einziges Mal produziert. Wu-Tang Clan hatte schon vergangenes Jahr angekündigt, dass das eine Exemplar an den Meistbietenden verkauft werden solle. Jetzt wird bekannt: Dieser Meistbietende ist im November ausgerechnet der umstrittene Pharmamanager Martin Shkreli gewesen. Er hat 1,8 Millionen Dollar für das Einzelalbum mit 31 Songs bezahlt.

Hier lesen Sie mehr dazu.

20:30 Uhr

Irakische Milizen drohen der Türkei

Im Irak kämpfen mehrere schiitische Milizen an der Seite der offiziellen Armee.
Im Irak kämpfen mehrere schiitische Milizen an der Seite der offiziellen Armee.(Foto: dpa)

Seit Tagen geht das schon so, jetzt haben erneut schiitische Milizen im Irak Drohungen an die Türkei ausgesandt. Es geht um türkische Truppen auf irakischem Territorium, die sich dort seit einer Woche aufhalten. Die irakischen Paramilitärs wollen sie mit Gewalt zurückdrängen, wenn sie nicht gehen. Das türkische Außenministerium erklärte, die Entsendung von Soldaten in den Nordirak sei gestoppt worden. Die Truppen, die sich dort bereits aufhielten, würden jedoch bleiben.

20:13 Uhr

Ribéry spielt nach 273 Tagen erstmals von Beginn

Nach monatelangen Verletzungen und Krankheiten - zuletzt eine Knochenhautentzündung - ist Franck Ribéry zurück. Heute Abend steht er zum ersten Mal nach - der Kollege wies mich auf die Wichtigkeit solcher Statistikwerte hin - 273 Tagen in der Startelf der Bayern. Einen ersten Kurzeinsatz hatte er bereits am vergangenen Samstag. Los geht es um 20.45 Uhr.

Hier lesen Sie einen Vorbericht zum letzten Gruppenspiel der Champions League der Bayern bei Dinamo Zagreb.

(Foto: REUTERS)

 

19:51 Uhr

Tutanchamun kehrt nach Bartbruch zurück

Ich kann es mir lebhaft vorstellen: Museumsangestellte in Kairo putzen an der goldenen Totenmaske von König Tutanchamun herum, der Bart bricht ab und in Panik kleben sie das Teil mit Haushaltskleber wieder an.

Das war im vergangenen Januar. Nun ist das berühmte Ausstellungsstück laut ägyptischen Medienberichten wieder restauriert - nächste Woche geht es zurück ins Museum.

 

19:38 Uhr
19:18 Uhr

Berliner Lageso macht Weihnachtsferien

Und wenn die Schlange der Asylbewerber noch so lang ist: An Weihnachten sollen am Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales die Tätigkeiten ruhen. "Eine Registrierung wird an den Feiertagen nicht stattfinden. Die Mitarbeiter haben sich freie Feiertage verdient", sagte Lageso-Präsident Franz Allert im RBB.

Der Behördenchef räumte aber ein, dass sich die heftig kritisierten Zustände am Lageso noch nicht grundlegend gebessert hätten. Vorhin veröffentlichte der RBB ein Zitat des Regierenden Bürgermeisters Müller, das ein bisschen so klingt, als könnte Allert gleich in den Weihnachtsferien bleiben...

 

18:47 Uhr

Gericht lässt Familien abschieben - nach 17 Jahren

Zwei Familien aus dem Kosovo sollen in ihre Heimat abgeschoben werden. Das hat ein Gericht in Göttingen entschieden. Das Urteil fiel nicht leicht, weil die Einwanderer bereits seit 17 Jahren in Deutschland gelebt haben. Begründet wird das Urteil so:

  • Die Familien seien nicht integriert und auch nicht integrationsbereit.
  • Die insgesamt 13 Kinder seien nur unregelmäßig zur Schule gegangen. Die Eltern hätten nichts dagegen unternommen.
  • Die Väter wurden wegen Körperverletzung zu Haftstrafen verurteilt.
  • Die Eltern seien der deutschen Sprache kaum mächtig.
  • Asylanträge wurden nicht gestellt, Härtefallanträge abgelehnt.

Hier lesen Sie die ganze Geschichte.

18:27 Uhr
18:08 Uhr

IS lässt 25 Christen frei

Können Sie sich noch erinnern? Im Februar berichtete auch n-tv.de von der Entführung von mehr als 200 Christen im syrischen Hassaka. Sie gerieten in die Hände der IS-Dschihadisten. Nun hat der IS 25 dieser Leute freigelassen - offenbar nach langen Verhandlungen mit der assyrischen Kirche. In den vergangenen Monaten wurden immer wieder Gruppen von Geiseln freigelassen. Mindestens drei der verschleppten Christen sollen aber erschossen worden sein.

Ein verlassenes Dorf mit Kirche in der Provinz Hassaka.
Ein verlassenes Dorf mit Kirche in der Provinz Hassaka.(Foto: REUTERS)

17:45 Uhr

Sohn ermordet offenbar die eigenen Eltern

Polizei und Notärzte kamen zu spät.
Polizei und Notärzte kamen zu spät.(Foto: imago/Becker&Bredel)

Nachbarn hatten noch die Polizei alarmiert, weil sie lauten Streit aus der Wohnung einer Familie in Homburg-Erbach (Saarland) hörten. Doch die Beamten kamen zu spät: Sie fanden ein Ehepaar tot auf. Der 28-jährige Sohn ließ sich festnehmen. Er steht unter Tatverdacht. Sein 54 Jahre alter Vater und seine 51 Jahre alte Mutter wiesen schwere Kopfverletzungen auf.

 

17:30 Uhr

9000 Tote in der Ostukraine

Syrien hat die Ukraine aus den Schlagzeilen verdrängt. Das heißt aber leider nicht, dass der Krieg dort vorbei wäre. Armee und Separatisten stehen sich im Donbass weiterhin gegenüber und trotz Waffenruhe gibt es immer wieder Tote - durch ebenjene Waffen, die ruhen sollen.

  • Laut den Vereinten Nationen sind inzwischen insgesamt rund 9000 Menschen ums Leben gekommen.
  • 21.000 seien verletzt worden.
  • Allein zwischen Mitte August und Mitte November wurden demnach 50 Zivilisten getötet.
  • Der UN-Menschenrechtsrat warnt, die Lage bleibe für die Ostukrainer bedrohlich.
Bilderserie

 

17:10 Uhr

Handystalker zu Arbeitsstunden verurteilt

(Foto: dpa)

Der junge Mann hat jetzt erkannt, dass seine Tat "schon ziemlich krank" gewesen sei. Durch Zufall war überhaupt herausgekommen, dass der heute 20-Jährige seiner Ex-Freundin eine Spionage-App aufs Handy gespielt hatte. So wollte er sie auf Schritt und Tritt überwachen. Das Urteil der Richter in Heilbronn: 30 Arbeitsstunden. Strafmildernd war, dass der Angeklagte gestand und die Ex-Freundin selbst ihm die Überwachung nicht sonderlich übel genommen hatte.

17:01 Uhr
16:35 Uhr

Türkei wirft Russland ethnische Säuberungen vor

Von Beruhigung kann hier keine Rede sein: Das Verhältnis zwischen Russland und der Türkei ist extrem schlecht. Nun hat Ministerpräsident Ahmet Davutoglu den Russen vorgeworfen, Russland versuche, "ethnische Säuberungen" durchzuführen. "Sie können das schreiben, ethnische Säuberungen", sagte Davutoglu. Warum er das vermutet, sagte er auch: "Sie wollen in diesem Teil Syriens keine sunnitisch-arabische oder turkmenische Bevölkerung haben." Die Türkei sieht sich in der Rolle einer Schutzmacht vor allem der in Syrien lebenden Turkmenen.

Hier lesen Sie mehr dazu.

16:13 Uhr

Landkreis quartiert Flüchtlinge im Kreistagssaal ein

Vor einigen Monaten wurde hier noch über Anträge abgestimmt. Jetzt sollen rund 60 Flüchtlinge im Sitzungssaal des Oranienburger Kreistages unterkommen.
Vor einigen Monaten wurde hier noch über Anträge abgestimmt. Jetzt sollen rund 60 Flüchtlinge im Sitzungssaal des Oranienburger Kreistages unterkommen.(Foto: picture alliance / dpa)

Die Abgeordneten vom Landkreis Oberhavel nahe Berlin haben sich etwas einfallen lassen: Sie rechnen mit weiteren 300 Flüchtlingen, die sie in dieem Jahr noch unterbringen müssen. Mehr als 1800 waren es in den vergangenen Monaten bereits. Um nicht Schulsporthallen zu belegen, stellen die Kreispolitiker nun ihren Sitzungssaal zur Verfügung. Das Mobiliar kam raus und nun stehen stattdessen 30 Doppelstockbetten in dem Oranienburger Verwaltungsgebäude. Wie lange die Asylbewerber dort bleiben sollen, wurde nicht mitgeteilt. Es soll sich aber um ein vorübergehendes Quartier handeln.

15:59 Uhr

Weihnachtsmarktbesucherin entgeht Unglück

(Foto: picture alliance / dpa)

Es hätte sehr viel schlimmer ausgehen können: In Bremen ist einer Frau auf dem Weihnachtsmarkt eine Eisenstange an den Fuß geprallt. Das sieben Kilogramm schwere Teil war zuvor aus 25 Metern Höhe von einem Baustellengerüst herabgefallen und von einer Weihnachtsmarktbude abgefälscht worden. Trotzdem musste die Frau von Sanitätern behandelt werden. Dennoch: Eine solche Eisenstange direkt auf den Kopf wäre wohl tödlich gewesen. Die Polizei ordnete an, dass die Bauarbeiten an einer Kirche eingestellt werden.

15:44 Uhr

Trump lästert über Merkel als "Person des Jahres"

Donald Trump ist offensichtlich nicht zufrieden mit seinem Abschneiden. Das "Time"-Magazine hat Angela Merkel zur Person des Jahres erklärt. Trump ging leer aus. Der Mann mit der eigenwilligen Frisur hätte gerne selbst die Titelseite geziert.

Nun twittert er: "Ich habe es euch doch gesagt, dass das Time Magazine mich niemals als Person des Jahres auswählen würde, obwohl ich der große Favorit war. Sie haben die Person genommen, die Deutschland ruiniert."

 

15:29 Uhr

Berliner Justiz hat Probleme mit kriminellen Clans

Wie gut hat die Berliner Justiz eigentlich Berlin im Griff? Eine Untersuchung zeigt: Nicht so, wie sie sollte.

Hier die wichtigsten Aussagen der Studie, die von Justizsenator Thomas Heilmann und dem Islamwissenschaftler Mathias Rohe vorgestellt wurde.

  • In einigen Stadtteilen hat es das deutsche Recht schwer, gegen gewalttätige Großfamilien und Clans zu bestehen.
  • Betroffen seien Teile von Neukölln, Wedding, Moabit, Kreuzberg oder Charlottenburg.
  • Klingt beängstigend? Ganz kapitulieren will man nicht: "Es gibt in Berlin keine institutionalisierte Paralleljustiz."
  • Allerdings: "In der einen oder anderen Moschee kümmert man sich einen feuchten Kehricht um das deutsche Recht.
Immer wieder im Fokus der Behörden: Die salafistische Neuköllner Al-Nur-Moschee.
Immer wieder im Fokus der Behörden: Die salafistische Neuköllner Al-Nur-Moschee.(Foto: picture alliance / dpa)

Hier mehr dazu.

14:52 Uhr

Aufmerksame Frau verhindert Kindesentführung

Wahnsinn, das Folgende hat sich mitten in einem Wohngebiet im niedersächsischen Harburg abgespielt. Da werden böse Erinnerungen an die Fälle von Elias und Mohamed wach:

  • Eine Frau verhinderte durch ihr beherztes Eingreifen, dass ein Mann ein siebenjähriges Mädchen entführte. Sie hatte beobachtet, wie der Mann das Kind ansprach und zu seinem Auto in der Nähe lotste. Sie wurde misstrauisch und sprach ihn an, woraufhin er flüchtete.
  • Geistesgegenwärtig machte sie Fotos von seinem Auto, brachte das Kind nach Hause und rief die Polizei. Die Spur führte zu einem 20-Jährigen, der aber alles abstreitet. Jetzt läuft ein Ermittlungsverfahren gegen ihn.
  • Die Polizei ist sich sicher: "Warum der 20-Jährige das Mädchen zu seinem Fahrzeug lockte, steht für die Ermittler fest: Er wollte das Kind entführen."

Das Verhalten der Zeugin hoben die Beamten als vorbildlich hervor. Vielleicht sollten wir alle etwas aufmerksamer sein.

Hier lesen Sie mehr dazu.

Liebe Leser, Kai Stoppel ist nicht mehr hier - das hat er sich auch verdient nach dem frühen Aufstehen. Bis zum späten Abend begleite ich Sie weiter durch den Tag. Es begrüßt Sie Nora Schareika.

14:33 Uhr
14:18 Uhr

Russland: Keine Atomwaffen gegen Terroristen

Russischer Tu-95 Bomber sind bereits im Einsatz gegen Ziele in Syrien.
Russischer Tu-95 Bomber sind bereits im Einsatz gegen Ziele in Syrien.(Foto: imago/ZUMA Press)

Da bin ich aber erleichtert - und die Terrormiliz Islamischer Staat wahrscheinlich auch:

  • Russland wird nach den Worten von Außenminister Sergej Lawrow keine Atomwaffen gegen Terroristen einsetzen.
  • "Mit ihnen kann man mit konventionellen Waffen fertig werden", sagte Lawrow kurz vor einem Besuch in Italien im Interview mit italienischen Medien.

Lawrows Klarstellung folgte auf Äußerungen von Präsident Wladimir Putin, der am Vortag Atomwaffen und den Kampf gegen den Islamischen Staat in Syrien in einem Atemzug genannt hatte.

Hier mehr dazu.

14:04 Uhr

Merkel ist laut US-Magazin die "Person des Jahres 2015"

Die deutsche Bundeskanzlerin ziert das Cover des berühmten US-Magazins "Time", welches Angela Merkel zur "Person des Jahres" gewählt hat.

  • Das Magazin würdigt ihre Leistungen bei der Bewältigung zahlreicher Krisen: Ukraine, Griechenland und zuletzt die europäische Flüchtlingskrise.
  • Merkel habe eine neue Palette an Werten für Deutschland geprägt: "Humanität, Edelmut und Toleranz."

Seit dem Jahr 1927 kürt das Magazin jedes Jahr eine "Person des Jahres". Dazu gehörten auch die ehemaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer und Willy Brandt - aber beispielsweise auch Adolf Hitler.

13:51 Uhr

Briten wollen Donald Trump Einreise verbieten lassen

"The Donald".
"The Donald".(Foto: picture alliance / dpa)

"Nichts eint die Bewohner Großbritanniens mehr als die Verachtung eines Idioten", leitet das Magazin "Vice" den Bericht über eine erstaunliche Petition im Inselkönigreich ein:

  • Auf einer Webseite des britischen Parlaments existiert eine Petition, die dem US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump die Einreise ins Vereinigte Königreich untersagen will.
  • Die Begründung: Wie auch andere Personen müsse Trump ebenfalls für "Hass-Reden" der Zugang ins Land verwehrt werden.
  • Damit das Parlament eine Petiton debattiert, müssen mindestens 100.000 Menschen diese unterstützen. Am frühen Nachmittag waren es bereits 115.497.

In den USA und international sorgte der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump am Montag mit einer Presseerklärung für Empörung und Kritik. Darin forderte er die "vollständige und komplette Schließung" der US-Grenzen für Muslime.

13:28 Uhr

Putin bittet Briten um Hilfe bei Auswertung von Blackbox

Wladimir Putin (links) und Verteidigungsminister Sergej Schoigu.
Wladimir Putin (links) und Verteidigungsminister Sergej Schoigu.(Foto: REUTERS)

Nach dem Abschuss des russischen Kampfjets durch die Türkei an der türkisch-syrischen Grenze am 24. November soll die Blackbox nun ausgewertet werden. Russlands Präsident Wladimir Putin stellte aber eine wichtige Bedingung:

  • Putin ordnete im Beisein seines Verteidigungsministers Sergej Schoigu an, dass der Flugschreiber nur in Anwesenheit von "ausländischen Experten" untersucht und ausgewertet werden dürfe.
  • Wie der Kreml mitteilte, besprach der Staatschef bereits sein Anliegen bei einem Telefonat mit Premierminister David Cameron.

Von der Untersuchung der Blackbox erhofft sich Russland Aufschluss über die Geschossbahn und die Position des Kampfflugzeugs.

13:07 Uhr
12:47 Uhr

In Belgien gibt es einen Bierkasten-Automaten

Also, Automaten gibt es viele. Sozusagen für alles, was handlich ist. Dazu gehören auch Bierflaschen. Aber an manchem Partyabend - wenn die Getränke alle sind - reichen ein paar Bier einfach nicht aus. Da muss es schon eine Kiste sein, dachten sich auch die Erfinder dieses Geräts in Belgien - das bei Facebook aufgegriffen wurde.

 

12:11 Uhr

Kuba und USA verhandeln über Entschädigung

Die ehemalige Eiszeit zwischen zwei Staaten taut immer weiter auf. Gemeint sind die USA und der Inselstaat Kuba, die sich nun zu einem weiteren heiklen Thema in Havanna zusammensetzen:

  • Ranghohe Vertreter aus Kuba und den USA haben Verhandlungen über beiderseitige Entschädigungszahlungen aus der Zeit des Kalten Kriegs aufgenommen.
  • Washington strebt eine Entschädigung zwischen sieben und acht Milliarden Dollar an - vor allem für das Beschlagnahmen von Eigentum auf der Karibikinsel im Zuge der Kubanischen Revolution von 1959.
  • Auf kubanischer Seite werden Entschädigungen für Verluste durch das nach der Revolution von den USA verhängte Embargo verlangt, die sich laut Havanna auf etwa 121 Milliarden Dollar belaufen.

Die Gespräche über die Entschädigungen erfolgen rund ein Jahr nach Beginn der historischen Annäherung zwischen beiden Ländern im Dezember 2014.

12:00 Uhr
11:36 Uhr

Frau stirbt bei Teufelsaustreibung in Frankfurter Hotel

Eine 41 Jahre alte Frau soll in Frankfurt das Opfer einer Teufelsaustreibung geworden sein:

  • Die Leiche der Frau wurde in einem Hotelzimmer gefunden.
  • Fünf Menschen wurden festgenommen. Ein Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl gegen eine 44 Jahre alte Frau, ihren 21 Jahre alten Sohn, ihre 19 Jahre alte Tochter und zwei 15 Jahre alte Jungen.
  • Sie sollen die 41-Jährige über Stunden hinweg an ein Bett gefesselt und geschlagen haben, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.
  • Um die Schreie der vermeintlich von Dämonen besessenen Frau zu unterdrücken, stopften die Täter ihrem Opfer ein Handtuch in den Mund. Die Frau erstickte schließlich.

Ob die Tat auf Verlangen geschah, war nach Darstellung der Staatsanwaltschaft zunächst unklar.

11:07 Uhr

Deutsche "Tornados" starten morgen in Richtung Türkei

Ein Kampfjet vom Typ "Tornado" der deutschen Luftwaffe.
Ein Kampfjet vom Typ "Tornado" der deutschen Luftwaffe.(Foto: picture alliance / dpa)

Der Einsatz der deutschen Luftwaffe im Kampf gegen den "Islamischen Staat" nimmt konkrete Formen an:

  • Die ersten beiden "Tornado"-Aufklärungsjets sollen am Donnerstag vom schleswig-holsteinischen Jagel aus zu ihrem Syrien-Einsatz in Richtung Türkei starten.
  • Dem Vorkommando gehören knapp 40 Soldaten an, wie die Luftwaffe mitteilte.
  • Die Soldaten fliegen mit einem A400M vom Flugplatz Jagel aus ins türkische Incirlik.

Der Bundestag hatte am Freitag die Entsendung von maximal 1200 Soldaten beschlossen. Sie sollen die Koalition gegen die Terrororganisation Islamischer Staat unterstützen.

10:43 Uhr

Griechische Polizei räumt Grenze zu Mazedonien

(Foto: dpa)

Nach Wochen der teils gewalttätigen Proteste von Flüchtlingen an der Grenze zu Mazedonien greift die griechische Polizei nun durch:

  • In der griechischen Grenzstadt Idomeni geht die Polizei gegen rund 1200 Migranten vor, denen die Einreise nach Mazedonien verweigert wird.
  • Die Migranten sollen - notfalls mit Gewalt - in Bussen nach Athen gebracht werden.
  • Bereits am Morgen wurde das Gebiet Medienberichten zufolge großräumig abgesperrt. Journalisten, aber auch Hilfskräften der Organisation Ärzte ohne Grenzen blieb der Zutritt verwehrt.

Seit gut zwei Wochen kämpfen sie in der Grenzregion darum, nach Mazedonien weiterreisen zu dürfen, doch das Balkanland lässt nur noch Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan passieren. Menschen aus Pakistan, dem Iran und aus afrikanischen Ländern wie Marokko wurden abgewiesen.

Einen ausführlichen Bericht dazu lesen Sie hier.

10:24 Uhr

IBF erkennt Klitschko-Bezwinger Fury WM-Titel ab

(Foto: dpa)

Das Glück über den gewonnen Titel währte nur kurz:

  • Klitschko-Bezwinger Tyson Fury ist der Titel des Verbandes International Boxing Federation (IBF) entzogen worden.
  • Als Grund nannte der Weltverband die Weigerung Furys, den IBF-Titel gegen den an Nummer eins geführten Ukrainer Wjatscheslaw Glaskow zu verteidigen.

Fury zieht einen lukrativeren Rückkampf gegen Wladimir Klitschko im Frühjahr 2016 vor.

Mehr dazu lesen Sie hier.

10:19 Uhr

UN: Ostukrainer von Folter und Zwangsarbeit bedroht

Dieser Junge lebt mit seiner Familie in einem Bunker in Petrovsky, einem Bezirk von Donezk.
Dieser Junge lebt mit seiner Familie in einem Bunker in Petrovsky, einem Bezirk von Donezk.(Foto: picture alliance / dpa)

Die Lage für die Bevölkerung in der von Separatisten kontrollierten Ostukraine ist weiter bedrohlich, schildert die Ukraine-Mission des UN-Menschenrechtsrats in ihrem neuesten Bericht:

  • In den von den Gebieten Donezk und Lugansk komme es immer wieder zu Fällen von Folter, zu unrechtmäßigen Festnahmen, zu Tötungen und Zwangsarbeit.
  • Zu den weiteren Schwierigkeiten der Bevölkerung gehörten die medizinische Versorgung oder auch der Kampf um Wiedergutmachung für zerstörtes Eigentum.
  • "Die Situation für rund 800.000 Menschen entlang der Konfliktlinie ist besonders schwierig", schreiben die UN.

Im Ostukraine-Konflikt sind bisher mehr als 9000 Menschen ums Leben gekommen und fast 21.000 verletzt worden. Zuletzt hatte ein Waffenstillstand für ein deutliches Abflauen der Kämpfe gesorgt.

10:02 Uhr

Zschäpe-Aussage wird im Münchner NSU-Prozess verlesen

Beate Zschäpe.
Beate Zschäpe.(Foto: dpa)

Sie sagt tatsächlich aus, die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe. Damit hat sie ihr mehr als zweieinhalbjähriges Schweigen im Münchner NSU-Prozess gebrochen. Verlesen wird die Aussage von ihrem Anwalt Mathias Grasel.

Die wichtigsten Aspekte ihrer Aussage finden Sie immer aktuell in unserem n-tv Liveticker - und zwar genau hier.

09:59 Uhr

Letzte syrische Rebellen ziehen aus Homs ab

Die Stadt Homs ist von Kämpfen schwer beschädigt.
Die Stadt Homs ist von Kämpfen schwer beschädigt.(Foto: picture alliance / dpa)

Abkommen zwischen dem Assad-Regime und Rebellen in der syrischen Großstadt Homs, eine ehemalige Hochburg der Aufständischen:

  • Syrische Rebellen haben gemäß einer Vereinbarung mit dem Regime mit dem Abzug aus dem letzten von ihnen gehaltenen Viertel der Stadt Homs begonnen, berichten Aktivisten.
  • Rund 150 Menschen haben in Bussen den Stadtteil Al-Waer verlassen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Entsprechend dem Abkommen sollen in der ersten Phase 750 bis 800 Menschen Al-Waer verlassen. Sie werden in Rebellen-Gebiete in den Provinzen Idlib und Hama gebracht. Unter ihnen seien auch etwa 80 Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und des syrischen Ablegers des Terrornetzwerks Al-Kaida, die die Waffenruhe ablehnten.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie hier.

09:56 Uhr

Kabinett bringt Flüchtlingsausweis auf den Weg

Dieser Schritt soll unter anderem eine schnelle Integration der Flüchtlinge in Deutschland ermöglichen:

  • Das Kabinett hat die Einführung eines bundesweiten Flüchtlingsausweises beschlossen. Er soll ab Sommer kommenden Jahres als Nachweis einer Registrierung dienen.
  • Zudem sollen umfangreiche Daten gespeichert werden: Neben Name und Geburtsdatum gehören dazu auch Daten über die Schul- und Berufsausbildung oder sonstige Qualifikationen.

Künftig müssen die Daten unverzüglich beim Erstkontakt mit einer Behörde zentral gespeichert werden. Die Daten sollen allen öffentlichen Stellen zur Verfügung stehen, die diese für ihre Arbeit benötigen.

09:41 Uhr

North-Face-Mitbegründer stirbt bei Kajakunfall

Douglas Tompkins.
Douglas Tompkins.(Foto: REUTERS)

Tragisches Unglück:

  • Der Mitbegründer der Outdoor-Bekleidungsfirma The North Face, Douglas Tompkins, ist bei einem Kayak-Ausflug in Chile tödlich verunglückt.
  • Der 72-Jährige sei mit seinem Kajak auf einem See in Patagonien gekentert und an starker Unterkühlung gestorben, teilten die chilenischen Gesundheitsbehörden mit.

Tompkins hatte die Marke The North Face 1964 zusammen mit einem Partner gegründet. Vier Jahre später half er seiner damaligen Ehefrau, Susie Tompkins Buell, bei der Gründung der Modemarke Esprit.

09:24 Uhr

Erzbischof: Flüchtlinge zu Weihnachten einladen

Das ist doch mal eine schöne Idee:

  • Berlins katholischer Erzbischof Heiner Koch hat Familien in der Hauptstadt aufgerufen, Flüchtlinge zum Weihnachtsfest einzuladen.
  • "Viele persönliche Kontakte sollten geschlossen werden. Warum laden Sie nicht einmal jemanden ein, etwa Weihnachten zu sich nach Hause? Das ist ein Stück Herbergsspiel moderner Art", sagte der Erzbischof im Inforadio des RBB.

Die Kirche werde sich auch bemühen, weitere ehrenamtliche Helfer zu finden, damit die bisherigen eine Atempause erhielten.

Umfrage
Flüchtlinge: Würden Sie Flüchtlinge Weihnachten zu sich einladen?

Würden Sie Flüchtlinge an Weihnachten zu sich einladen?

 

09:00 Uhr
08:36 Uhr

Deutsche Exporte überschreiten Billionen-Euro-Schwelle

Für die deutsche Wirtschaft läuft es richtig rund:

  • Die deutschen Exporte haben im Oktober im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,3 Prozent zugenommen, teilt das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.
  • Und: Die von Januar bis Oktober exportierten Waren hatten einen Gesamtwert von 1,001 Billion Euro.

In den zurückliegenden Jahren war die Billionen-Schwelle deutlich später erreicht worden - 2014 im November und 2013 im Dezember. Erstmals überhaupt hatten die deutschen Exporte im Jahr 2011 die Eine-Billion-Euro-Grenze überschritten.

08:31 Uhr

Dritter Selbstmordattentäter des Bataclan identifiziert

Jesse Hughes von der Band "Eagles of Death Metal" vor dem Bataclan.
Jesse Hughes von der Band "Eagles of Death Metal" vor dem Bataclan.(Foto: picture alliance / dpa)

Nach und nach werden die genauen Umstände der Terrorattacken von Paris deutlicher. Nun gibt es eine weitere neue Erkenntnis:

  • Die französische Polizei hat den dritten Mann, der sich am 13. November in der Pariser Konzerthalle Bataclan in die Luft sprengte, identifiziert.
  • Wie aus Polizeikreisen in der französischen Hauptstadt verlautete, handelt es sich um den 23-jährigen Fouad Mohamed Aggad aus Straßburg.
  • Er sei mit sieben weiteren Dschihadisten nach Syrien gereist, die 2014 zurückgekehrt seien, während er selbst zunächst noch in Syrien geblieben sei.

Einen ausführlichen Bericht dazu lesen Sie hier.

08:19 Uhr

Ist der mysteriöse Urheber der Bitcoins enttarnt?

(Foto: picture alliance / dpa)

Im Jahr 2009 entstand sie förmlich aus dem Nichts, die digitale Währung "Bitcoins" - ihr Urheber verbarg sich hinter dem Pseudonym "Satoshi Nakamoto". Diverse Journalisten versuchten in den vergangenen Jahren, die Identität des Bitcoin-Erfinders aufzudecken. Nun soll die Suche erfolgreich gewesen sein:

  • Das Magazin "Wired" und die Website "Gizmodo" berichteten, ihnen zugespielte Dokumente wiesen auf den australischen IT-Experten Craig Steven Wright.
  • Anders als bei früheren Versuchen folgte diesmal wenige Stunden nach den Berichten eine Durchsuchungsaktion bei dem Mann.
  • Es hieß aber, die Durchsuchung hänge mit Ermittlungen der Steuerbehörde zusammen und sei nicht von den Veröffentlichungen ausgelöst worden.

"Wired" und "Gizmodo" beriefen sich vor allem auf "geleakte" E-Mails von Wright. Dort sei unter anderem die selbe digitale Signatur gewesen wie in einer Botschaft von "Satoshi Nakamoto". Beide Medien räumten ein, dass sie die Echtheit der Dokumente nicht bestätigen können.

Mehr dazu lesen Sie hier.

08:00 Uhr

"Hinrichtungs-Video" aus Syrien nimmt unerwartete Wende

Sie verbreiten Angst und Schrecken, die Hinrichtungsvideos der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Nun ist ein neues Video aufgetaucht, das in seinem Ablauf den bekannten sehr ähnlich ist. Doch es gibt einen bedeutenden Unterschied:

  • Die zu einer vermeintlichen Exekution aufgereihten Gefangenen werden begnadigt. Eingeblendet wird der Schriftzug "Muslims are not criminals" ("Muslime sind keine Kriminellen").
  • Bei dem Video soll es sich um Gegen-Propaganda gemäßigter syrischer Rebellen der sogenannten "Levante Front" handeln, wie die "Bild"-Zeitung berichtet.
  • Am Ende liest ein islamischer Geistlicher den Gefangenen in dem Video - es soll sich um IS-Kämpfer handeln - die Leviten: "Das ist nicht unsere Methode. Wir sind nicht böse."

 

07:34 Uhr

Kalifornien-Attentäter hatten viel Geld auf dem Konto

Es könnte ein weiterer Hinweis darauf sein, dass die beiden Attentäter des Anschlags im kalifornischen San Bernardino ihre Tat bereits seit längerem geplant haben:

  • Die Polizei gehe der Spur eines Online-Bankkredits in Höhe von 28.500 Dollar (rund 27.500 Euro) auf einem Konto des Attentäters Syed Farook nach, wie aus Ermittlerkreisen verlautete.
  • Das Geld könnte teilweise für den Waffenkauf eingesetzt worden sein. So könnte der 28-jährige Attentäter Farook 10.000 Dollar an einen Verdächtigen namens Enrique Marquez gezahlt haben, der damit die Waffen für die Attacke besorgt haben könnte, zitiert der TV-Sender Fox Ermittler.

Farook, ein pakistanischstämmiger US-Bürger, hatte Mittwoch vergangener Woche zusammen mit seiner pakistanischen Ehefrau Malik die Weihnachtsfeier seines städtischen Arbeitgebers gestürmt. Das Paar tötete 14 Menschen und verletzte 21 weitere, bevor es von der Polizei erschossen wurde.

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07:22 Uhr

Bericht: 135 Verfahren gegen deutsche Syrien-Kämpfer

IS-Kämpfer in der Grenzregion von Syrien und dem Irak.
IS-Kämpfer in der Grenzregion von Syrien und dem Irak.(Foto: picture alliance / dpa)

Nach den Urteilen gegen zwei Wolfsburger IS-Kämpfer könnten bald weiter folgen:

  • Die Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe führt nach Informationen der "Bild"-Zeitung derzeit weit mehr als 100 Verfahren gegen deutsche Syrien-Kämpfer. Das bestätigte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) dem Blatt auf Nachfrage.
  • "Der Generalbundesanwalt führt zurzeit 135 Verfahren mit rund 200 Beschuldigten im Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg in Syrien", sagte Maas der Zeitung.
  • Und weiter: "Bundesweit gibt es ungefähr noch einmal doppelt so viele Strafverfahren."

Maas hatte bereits Ende November von rund 120 Ermittlungsverfahren gegen knapp 200 Beschuldigte im Zusammenhang mit dem Konflikt in Syrien und dem Irak gesprochen.

07:03 Uhr

"Star Wars"-Fans campieren bereits vor Kino

Ich muss zugeben: "Star Wars" hat auch meine Kindheit und Jugend geprägt. Aber das hier sind echte Hardcore-Fans:

  • Vor einem Kino in Los Angeles stehen "Star Wars"-Fans jetzt schon Schlange - dabei läuft der Film in den USA erst kommende Woche an.
  • "Dies ist meine dritte Nacht hier", sagte Lecie Rompage der Nachrichtenagentur dpa. Die 35-jährige Kalifornierin campiert mit mehr als 130 Sternenkrieger-Anhängern vor dem TLC Chinese Theatre.

Aber die Liebhaber wollen sich nicht einfach nur die Beine in den Bauch stehen, sondern damit auch etwas Gutes bewirken: Die Aktion sei für einen guten Zweck, erklärte Rompage. Die Fans sammeln Geld für eine Kinderwohlfahrtsorganisation.

Szene aus dem neuen Film "Star Wars: Das Erwachen der Macht."
Szene aus dem neuen Film "Star Wars: Das Erwachen der Macht."(Foto: picture alliance / dpa)

06:51 Uhr

Gabriel warnt vor Stimmungsmache gegen Muslime

Moschee im Berliner Stadtteil Neukölln.
Moschee im Berliner Stadtteil Neukölln.(Foto: imago stock&people)

Nach dem Sieg des rechtsextremen und islamfeindlichen Front National (FN) in Frankreich und Äußerungen des US-Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump gegen Muslime sorgt sich SPD-Chef Sigmar Gabriel um die Stimmung in Deutschland - in Bezug auf Bürger mit muslimischem Glauben:

  • Der Wahlerfolg des FN sowie die Forderung von US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump nach Einreiseverboten für Muslime in die USA seien "verheerende Signale", sagte Gabriel dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
  • "Rechtsextreme sind nicht nur in Frankreich auf dem Vormarsch. Auch die AfD ist eine rechtsradikale Partei", sagte Gabriel.
06:39 Uhr

EU hebt Visumspflicht für Ukrainer und Georgier auf

Für die einen Menschen sollen die EU-Grenzen dichtgemacht werden - siehe Flüchtlingskrise -, für andere werden sie geöffnet: Die Europäische Union will die Visumpflicht für Georgien und die Ukraine aufheben.

  • Die Visafreiheit für beide Länder soll ab Mitte 2016 gelten, wird ein EU-Diplomat von der "Welt" zitiert. Menschen aus der Ukraine und aus Georgien könnten dann ohne Visum in die EU einreisen.
  • Die EU-Kommission wolle am 15. Dezember mit einem positiven Fortschrittsbericht für beide Länder den Weg für den Wegfall der Visumpflicht frei machen.

Konkret geplant sei, dass Bürger aus der Ukraine und Georgien sich künftig jeweils für drei Monate je Halbjahr in der EU aufhalten könnten, schreibt das Blatt. Sie erhielten damit aber keine Arbeitserlaubnis, ihnen sei lediglich visumfreies Reisen verbunden mit einem Aufenthalt gestattet.

06:24 Uhr

Was heute wichtig wird

Langsam spüre ich, wie ich in leichte Panik verfalle: Habe ich schon alle Geschenke? Schließlich sind es nur noch rund zwei Wochen bis Weihnachten! Wie, es gibt Wichtigeres? Stimmt. Hier die spannendsten Entwicklungen des Tages auf einen Blick:

  • Die Aussage der mutmaßlichen Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe im NSU-Prozess - mit Hochspannung wird sie heute erwartet.
  • In Berlin will das Bundeskabinett einen Flüchtlingsausweis beschließen. Der Ausweis soll bis zum Sommer 2016 flächendeckend eingeführt sein.
  • Die Wirtschaftsminister der Bundesländer beraten in Mainz, wie Flüchtlinge besser in Ausbildung und Arbeit kommen.
  • Die die EU-Kommission stellt Pläne zur Anpassung des europäischen Urheberrechts an das Internet-Zeitalter vor.
  • Es geht wieder rund in der Champions League: Alles-oder-nichts-Spiel für Bayer gegen FC Barcelona Leverkusen, zudem tritt Gruppensieger FC Bayern München bei Dinamo Zagreb an (beide Partien ab 20.45 Uhr im n-tv.de-Liveticker). Die Begegnungen der Champions League finden Sie hier.

Guten Morgen, ich bin Kai Stoppel und begleite Sie durch den Tag. Übrigens: Ob Beate Zschäpe heute wirklich aussagt - ich würde nicht drauf wetten. Aber lasse mich gerne überraschen. Wir werden es sehen: Auf geht's!

06:10 Uhr

Das Wetter mit Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander
n-tv Meteorologe Björn Alexander

Heute kommt ein schmales Regenband unter Abschwächung weiter bis in den Süden und Südosten voran. Dabei liegt die Schneefallgrenze bei rund 800 bis 1000 Metern. Hinter dem Wolkenband bleibt es hingegen mehrheitlich trocken und freundlich, vor allem im Westen und Norden auch sonnig.

Die Temperaturen: Während es gestern nochmals sehr milde Werte bis 16 Grad gab, wird es heute schon etwas kühler. Die Höchstwerte liegen zwischen 4 Grad an den Alpen und am Bayerischen Wald und rund 10 Grad entlang des Rheins.

Sie sollten also Schal und Mütze nicht mehr allzu weit weglegen, zumal es in der kommenden Nacht wieder häufiger Werte um den Gefrierpunkt geben wird. Der Trend danach: Donnerstag abseits vom Nebel ganz nett, anschließend zunehmend wechselhaft, meist mit Temperaturen zwischen 3 und 10 Grad. Die ganz milden Zeiten sind also vorbei.

06:00 Uhr