Montag, 17. Juli 2017: Der Tag bei n-tv

Mit Benjamin Konietzny und Judith Görs

22:43 Uhr

Das war Montag, der 17. Juli 2017

Abendstimmung in Schwäbisch Gmünd.
Abendstimmung in Schwäbisch Gmünd.(Foto: imago/7aktuell)

Liebe Leser, ich hoffe, Sie haben den ersten Arbeitstag der Woche gut überstanden - sofern Sie nicht schon längst Ferien haben. In beiden Fällen haben Sie aber womöglich nicht bekommen, was heute in Deutschland und der Welt los war. Deshalb gebe ich Ihnen an dieser Stelle noch einmal einen Überblick über die meistgelesenen Geschichten des Tages: 

Jetzt haben Sie zum Ende des Tages womöglich noch reichlich Lesestoff gefunden. Wenn Sie sich für Fußball interessieren: Die deutsche Frauen-Elf ist gegen Schweden mit einem 0:0 in die Europameisterschaft gestartet. Mehr dazu lesen Sie in Kürze ebenfalls bei n-tv.de. Viel Spaß bei der Lektüre und schlafen Sie danach gut!

22:32 Uhr

Lkw-Fahrer verhindert Katastrophe mit Tankzug

Er ist wohl der Held des Tages: Weil sein Tanklaster mit den geladenen 25.000 Litern Diesel und 10.000 Litern Benzin in Brand geraten war und zu explodieren drohte, steuerte ein Lkw-Fahrer in Oberbayern sein Fahrzeug aus einer Stadt nahe Schrobenhausen in unbewohntes Gebiet auf ein Getreidefeld.

Mehr als 100 alarmierte Helfer der Feuerwehr konnten den Tankzug schließlich kühlen. Den Brand hatte wohl ein geplatzter Reifen ausgelöst. Dank des mutigen Einsatzes des Mannes kam niemand zu Schaden. Am Abend konnte die Polizei dann schließlich Entwarnung geben.

22:13 Uhr

Laptop-Verbot für USA ist endgültig Geschichte

Das umstrittene Laptop-Verbot der US-Regierung in Flugzeugen aus muslimischen Ländern ist endgültig gescheitert: Nach Angaben der Verkehrssicherheitsbehörde in Washington dürfen nun auch Passagiere der Saudi Arabian Airlines wieder größere elektronische Geräte mit an Bord nehmen. Die Fluggesellschaft ist die letzte Linie, für die das Verbot noch gegolten hatte. Die US-Behörden hatten das Verbot im März erlassen, weil sie befürchten, dass in den Geräten Sprengsätze versteckt werden könnten. Passagiere, die ihren Flug dennoch antreten wollten, musste ihre Laptops vor dem Flug abgeben.

21:56 Uhr

75-Jähriger fährt Ehefrau mit Wohnmobil an

In Wiesbaden ist es am Nachmittag zu einem tödlichen Unfall auf einem Campingplatz gekommen: Ein 75-jähriger Mann wollte sein Wohnmobil rückwärts in eine Parklücke fahren. Seine 73-jährige Frau sollte ihn einweisen und stand deshalb hinter dem Fahrzeug. Wie die Polizei berichtet, erfasste der Ehemann mit dem Wohnwagen aus bisher ungeklärter Ursache seine Frau und drückte sie gegen ein zweites, dahinter parkendes Wohnmobil. Die 73-Jährige wurde eingeklemmt und so schwer verletzt, dass sie nach am Unfallort starb. Ein Gutachter soll nun ermitteln, wie es zu dem Unglück kommen konnte.

 

21:37 Uhr

"Volksverräter"-Rufe gegen Maas in Dresden

Ein paar Hundert Demonstranten, die offenbar aus dem Umfeld von AfD und Pegida stammten, haben SPD-Politiker Heiko Maas in Dresden einen lautstarken und überaus feindseligen Empfang bereitet: Der Justizminister sollte in der Stadt einen Vortrag zum Thema Fake News und Hetze im Netz halten, als sich die Demonstranten mit Trillerpfeifen vorm Einlass zur Technischen Universität postierten und "Volksverräter" oder "Hau ab!" skandierten. Als Zeichen des Protests trugen einige von ihnen Binden mit "Stasi 2.0" um Hals oder Kopf. Maas nahm einen Nebeneingang - und blieb gelassen. "Leute, die Berufe ausüben wie ich, müssen so etwas aushalten", sagte er. "Sie haben eine höhere Belastungsgrenze."

Justizminister Heiko Maas gab sich gelassen.
Justizminister Heiko Maas gab sich gelassen.(Foto: dpa)

21:17 Uhr

Boeing muss mit geplatztem Reifen umkehren

Eine Boeing 767 mit 282 Passagieren an Bord musste nach einem Reifenplatzer beim Start in London umkehren. Die Maschine der Air Canada sei sicher wieder gelandet, teilte die Fluglinie nach dem Vorfall mit. Trotzdem kam es am Flughafen Gatwick zu Flugausfällen und erheblichen Verzögerungen. Die Boeing war mit dem Ziel Toronto gestartet, als beim Abheben der Reifen geplatzt war.

20:58 Uhr

Noch-Ehemann von Fiona Erdmann ist tot

Fiona Erdmann.
Fiona Erdmann.(Foto: picture alliance / dpa)

Model Fiona Erdmann hat erst vor einigen Monaten ihre Mutter verloren - nun trauert sie auch um ihren Noch-Ehemann Mohammed O., der laut "Bild"-Zeitung am vergangenen Wochenende bei einem Verkehrsunfall in Wien ums Leben gekommen ist. Der Hamburger soll demnach mit seinem Motorrad durch den 23. Wiener Bezirk gefahren und in einem unachtsamen Moment ins Heck eines geparkten Lastwagens gekracht sein. Im Krankenhaus sei er dann gestorben.

Erdmann war fünf Jahre mit O. verheiratet, im April 2015 trennte sich das Paar. Das Model wurde durch ihre Teilnahme bei "Germany's Next Topmodel" und dem RTL-Dschungelcamp bekannt.

Hier lesen Sie die ganze Geschichte.

20:40 Uhr

16-jährige Deutsche wohl in Mossul aufgetaucht

Deutsche Sicherheitsbehörden prüfen nach Informationen der Zeitung "Die Welt", ob eine in der vergangenen Woche in Mossul aufgegriffene Jugendliche die vermisste 16-jährige Linda W. aus Sachsen ist. Sie war im Sommer des vergangenen Jahres nach Syrien gereist, wohl um sich dem Islamischen Staat (IS) anzuschließen.

Das Mädchen soll sich in einer Tunnelanlage in der Altstadt von Mossul versteckt gehalten haben - angeblich hatte sie auch Waffen und einen Sprengstoffgürtel bei sich. Eine Bestätigung der Identität gibt es bisher nicht. Nur so viel: "Es gibt neue Erkenntnisse im Fall Linda W., die derzeit geprüft werden", erklärte eine Sprecherin des sächsischen Landeskriminalamts (LKA) der Zeitung.

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20:22 Uhr

Trump muss Mar-a-Lago-Besucher benennen

Mar-a-Lago in Florida.
Mar-a-Lago in Florida.(Foto: REUTERS)

Wen genau und wann hat Donald Trump in seinem Anwesen in Mar-a-Lago empfangen: Diese Frage muss der US-Präsident jetzt zumindest teilweise beantworten. Das hat ein Richter im Bundesstaat New York entschieden. Die Bürgerrechtsgruppe CREW hat das Urteil nun veröffentlicht. Demnach müssen die Listen bis zum 8. September ausgehändigt werden.

Mar-a-Lago ist ein Club, in dem nur Mitglieder und deren Besucher zugelassen sind. Trump hatte dort unter anderem den chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping  empfangen. Trump traf sich dort aber auch mit vielen anderen Menschen, deren Identität öffentlich nicht bekannt ist. Ob er auch die Namen von Personen veröffentlichen muss, die auf Einladung anderer Clubmitglieder kamen, ist unklar.

20:08 Uhr
19:50 Uhr

US-Sänger R. Kelly soll junge Frauen festhalten

Sänger R. Kelly sieht sich mit neuen Vorwürfen konfrontiert.
Sänger R. Kelly sieht sich mit neuen Vorwürfen konfrontiert.(Foto: imago/ZUMA Press)

Schwere Vorwürfe gegen den R'n'B-Sänger R. Kelly ("I Believe I Can Fly"): Wie "Buzz Feed News" berichtet, soll der 50-Jährige mehrere junge Frauen auf seinem Anwesen in Chicago festhalten - und sie einer Art "Gehirnwäsche" unterzogen haben. Laut seiner ehemaligen persönlichen Assistentin, Cheryl Mack, und den Eltern zweier Mädchen soll Kelly die jungen Frauen auf Schritt und Tritt überwachen, ihnen Kleidungs- und Ernährungsstil vorschreiben sowie ihre Familien daran hindern, die Mädchen zu sehen.

Auch sexuell müssten ihm die Frauen jederzeit zu Diensten sein, heißt es im Bericht. Andernfalls drohten ihnen angeblich Schläge. 2008 war Kelly vom Vorwurf freigesprochen worden, Sex mit einer 13-Jährigen gehabt und dies auf Video aufgezeichnet zu haben. Das vermeintliche Opfer hatte dies vor Gericht bestritten.

19:30 Uhr

Türkei wollte wohl Verfassungsschutz infiltrieren

Die Türkei hat möglicherweise versucht, Informanten in das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) einzuschleusen. Dem Amt seien bei Sicherheitsüberprüfungen zuletzt mehrere Bewerber aufgefallen, die im engen Kontakt zum türkischen Geheimdienst MIT gestanden hätten, berichtete die "Welt" unter Berufung auf Sicherheitskreise. Die Behörde selbst äußerte sich nicht zu dem Bericht.

Das BfV sei wie jeder andere Nachrichtendienst Ziel von strategischen Einschleusungsversuchen ausländischer Geheimdienste, sagte sie der Nachrichtenagentur Reuters. "Deshalb müssen wir als Sicherheitsbehörde besonders wachsam in Bezug auf Bewerber sein."

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18:59 Uhr

Vater vergiftete Sechsjährigen - lebenslange Haft

Das Haus der Familie in Munderkingen.
Das Haus der Familie in Munderkingen.(Foto: dpa)

Weil er sich nach der Scheidung an seiner Frau rächen wollte, hat ein 43-Jähriger aus Baden-Württemberg seinen sechs Jahre alten Sohn mit Kohlenmonoxid von einem Holzkohlegrill getötet. Nun verhängte ein Gericht eine lebenslange Haftstrafe gegen den Mann.

  • Das Landgericht Ulm sieht es als erwiesen an, dass der Mann heimtückisch und aus Verzweiflung über die Trennung von seiner Frau gehandelt hat. Der Mutter war zuvor das Sorgerecht zugesprochen worden.
  • Niedrige Beweggründe stellte die Kammer aber nicht fest. Der Vater wollte sich selbst auch töten.

Laut Urteil hat er das Kind im Juli 2016 im Schlafzimmer seiner Wohnung in Munderkingen nahe Ulm mit Absicht dem tödlichen Gas ausgesetzt. Das Gericht sah den Vorsatz als erwiesen an, weil der Vater das Zimmer luftdicht abgeschlossen hatte.

18:40 Uhr

Auf verwaisten Konten liegen Milliarden Euro

Deutschland ist eine Sparer-Nation - doch was passiert, wenn Kontobesitzer sterben, ohne dass die Bank entsprechende Erben benachrichtigen kann? Nichts, beklagen die Grünen und fordern einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge von der Bundesregierung Aufklärung darüber, wie viel Geld tatsächlich auf wie vielen verwaisten Konten liegt.

Schätzungen zufolge sind es zwei Milliarden Euro. Bislang, so die Kritik der Grünen, weigert sich die Deutsche Kreditwirtschaft aber, konkrete Zahlen zu nennen. Deshalb sei das Ausmaß des Problems noch immer unklar - und es könnten dementsprechend auch keine Regelungen zur Abhilfe in Angriff genommen werden.

18:21 Uhr

Apple bringt erstes Kopftuch-Emoji heraus

Liebe Leser, es ist Ihnen womöglich entgangen, aber heute ist weltweiter Tag des Emojis - und weil das so ist, hat Apple nun ein paar neue Emojis herausgebracht, die die ganze Spannbreite sozialer Vielfalt in einer modernen Gesellschaft abbilden sollen. Mit der neuen Version des Apple-Betriebssystems iOS wird nicht nur die Frau mit Kopftuch in die Emoji-Galerie aufgenommen, sondern auch der Mann mit Bart, die stillende Mutter oder (Verzeihung für die Ausdrucksweise!) das kotzende Smiley. Na dann ...

Die neuen Emojis von Apple.
Die neuen Emojis von Apple.

18:02 Uhr

Türkei verlängert nochmals Ausnahmezustand

Erst am vergangenen Wochenende gedachten die Türken den Getöteten beim Putschversuch vor einem Jahr - nun hat die Türkei den Ausnahmezustand ein viertes Mal verlängert. Die Mehrheit im Parlament stimmte dem Beschluss der Regierung über eine Verlängerung um weitere drei Monate zu. Damit gilt der nach dem Umsturzversuch verhängte Ausnahmezustand nun mindestens noch bis zum 19. Oktober. Er ermöglicht es Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, per Dekret zu regieren.

Bilderserie

17:45 Uhr

"Mauern eingerissen" - Außenamt foppt Hasselhoff

Er selbst soll ja nach wie vor der Meinung sein, die Mauer mit seiner Musik zum Einsturz gebracht zu haben - nun greift das Auswärtige Amt diese Legende anlässlich des Geburtstags von David Hasselhoff mit einem Augenzwinkern auf. Auf Twitter gratulierte das Amt dem 65-jährigen einstigen "Baywatch"-Star mit den Worten: "In Zeiten, in denen wieder Mauern gebaut werden, einfach mal an die erinnern, die sie eingerissen haben: Happy birthday, @DavidHasselhoff!"

17:22 Uhr

Soko "Schwarzer Block" schaltet Hinweistelefon

Nach den Krawallen beim G20-Gipfel in Hamburg hatte die Polizei ja eine Sonderkommission eingerichtet - mit dem vielsagenden Namen "Schwarzer Block": Nun können Menschen, die an den Krawalltagen etwas gesehen haben, direkt bei der Soko Angaben machen. Unter der Rufnummer 040-428676543 können Zeugen von Montag bis Freitag anrufen und Hinweise zu Straftaten geben, die zwischen dem 22. Juni und dem 10. Juli im Zusammenhang mit dem Gipfel verübt wurden.

17:03 Uhr

Schulz legt sich auf Twitter mit Trump an

Wer hätte das gedacht? SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz sucht auf Twitter offenbar die direkte Auseinandersetzung mit US-Präsident Trump. Der hatte in Bezug auf die Russland-Affäre um seinen Sohn Donald Trump Jr. geschrieben: "Die meisten Politiker wären zu einem Meeting wie dem von Don jr gegangen, um Informationen über den Gegner zu bekommen. Das ist Politik!" Schulz antwortete direkt. "Ich wäre nicht dorthin gegangen. Das ist eben nicht Politik!"

 

16:50 Uhr
16:40 Uhr

S-Bahn Berlin meldet Geburt, die keine war

Wenn Sie, lieber Leser, Berliner sind und sich heute gewundert haben, dass der S-Bahnhof Heidelberger Platz im Stadtteil Wilmersdorf zeitweise gesperrt war: Nein, es ging nicht - wie zunächst behauptet - um eine Geburt auf dem Bahnsteig. Eine hochschwangere Frau war gestürzt und wurde medizinisch versorgt.

Mutter und Kind gehe es aber gut. Die Klinik, wo die Berlinerin behandelt wurde, korrigierte am späten Nachmittag die Meldungen von einer Geburt, die auf Angaben der S-Bahn Berlin beruhten.

16:20 Uhr

EU beschränkt Schlauchboot-Export nach Libyen

Schon die Schiffe, mit denen Schleuser aus Libyen Flüchtlinge übers Mittelmeer nach Europa bringen wollten, waren in der Regel kaum seetüchtig - nun werden immer häufiger Schlauchboote eingesetzt, weil die Schiffe der Menschenschmuggler von EU-Grenzschützern oder der Küstenwache aus dem Verkehr gezogen werden. Für die Flüchtlinge ist die Überfahrt mit einem Schlauchboot noch gefährlicher. Deshalb will die EU nun mit einem Verbot gegensteuern: Sie beschränkt die Ausfuhr von Schlauchbooten und Außenbordmotoren nach Libyen, um Schleusern von Flüchtlingen das Geschäft zu erschweren. Darauf haben sich die EU-Außenminister in Brüssel geeinigt. Aufhalten dürfte das die Schmuggler wohl kaum.

Video

 

16:01 Uhr

Ex-Teeniestar Aaron Carter ätzt gegen Bruder

Ex-Teeniestar Aaron Carter auf einem Foto der Polizei von Habersham County.
Ex-Teeniestar Aaron Carter auf einem Foto der Polizei von Habersham County.(Foto: AP)

Die Liste der ehemaligen Kinderstars, die sich im Erwachsenenleben nicht mehr zurechtfinden, ist lang. Auch Ex-Teeniestar Aaron Carter macht schon lange keine positiven Schlagzeilen mehr: Nun wurde er in Atlanta festgenommen, weil er unter Drogen stand und Autofahren wollte. Sein Management behauptet: "Aaron hat eine medizinische Erlaubnis, Hanf als Arzneimittel zu konsumieren." Er leide seit langem unter Angstzuständen.

Doch so recht glauben will das wohl auch sein älterer Bruder, der Backstreet-Boys-Sänger Nick Carter, nicht. Er bot seinem Bruder über Twitter Hilfe an. Doch das Angebot ging nach hinten los. "Wenn sich mein eigenes Blut (Nick) wirklich um meine Gesundheit sorgt, warum ruft er mich nicht direkt an, sondern wählt dafür ein öffentliches Forum? Nicht cool", schrieb der jüngere Carter. Scheint, als gebe es da einiges zu klären.

15:42 Uhr

Sohn knackt alarmgesicherten Kühlschrank

Weil sie ihren Sohn daran hindern wollte, den Kühlschrank zu plündern, wenn sie nicht im Hause ist, hat eine Mutter aus Stolberg bei Aachen das Haushaltsgerät mit einer Alarmfunktion gesichert - und auf diese Weise einen ziemlich kuriosen Polizeieinsatz ausgelöst. Nachbarn riefen die Polizei und meldeten, ein paar Jugendliche seien ins Haus der Familie eingestiegen und hätten den Alarm ausgelöst. Doch statt der vermeintlichen Einbrecher fanden die Beamten nur den Sohn mit ein paar Freunden vor. Gemeinsam hatten sie die alarmgesicherte Truhe geknackt. Was drin war, erwähnte die Polizei übrigens nicht.

15:23 Uhr

Solarworld droht neuer Personal-Kahlschlag

Für die restlichen 1850 Mitarbeiter des insolventen Solarworld-Konzerns könnte es eng werden: Nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters Horst Piepenburg wird es zu einem "signifikanten" Abbau von Stellen kommen - wie viele Stellen genau gestrichen werden, sagte er nicht. Zur Begründung heißt es, dass es dem Unternehmen nicht gelinge, wegen der hohen Produktionsaufwendungen seine Personalkosten zu verdienen. Es gebe zwar interessierte Investoren aus dem In- und Ausland, diese hätten aber noch bis zu vier Monate Beratungsbedarf angemeldet. Für die Mitarbeiter heißt das: zittern. Ob sie innerhalb der Beratungszeit freigestellt werden, entscheidet sich laut Piepenburg nächste Woche.

Hier lesen Sie mehr dazu.

Bilderserie
15:03 Uhr

Ärzte finden 27 Linsen im Auge von Patientin

Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, sollten Sie diese Geschichte lesen: Das "British Medical Journal" berichtet vom Fall einer 67-jährigen Frau, in deren Auge bei einer Routineoperation 27 Kontaktlinsen gefunden worden sind. Laut Bericht waren 17 der Linsen stark verklebt und verschleimt, 10 weitere holten die Ärzte mithilfe eines Mikroskops aus dem Auge der Patientin.

Seit 35 Jahren war die Frau Kontaktlinsenträgerin, über die Jahre haben sich die Linsen im Auge "verirrt". Den Ärzten zufolge klagte die Frau trotz der Fremdkörper nicht über Schmerzen. Lediglich zwei Wochen nach der Operation habe sie angegeben, dass sich ihr Auge sehr viel angenehmer anfühle. Die Ärzte erklärten die hohe Zahl der verirrten Linsen mit den "besonders tiefliegenden Augen" der Frau.

14:43 Uhr

Berlin verzichtet im Konya-Streit auf Fristsetzung

Liebe Leser, Sie haben es sicher mitbekommen: Am Freitag wurde bekannt, dass die Türkei Besuche deutscher Abgeordneter auf dem Nato-Stützpunkt Konya vorerst nicht mehr zulassen will. Es gab heftige Kritik aus Deutschland, aber auch von der Nato selbst. Trotzdem will die Bundesregierung darauf verzichten, der Regierung in Ankara eine Frist zu setzen, bis wann die Blockade aufgehoben werden soll.

"Ich halte es nicht für sinnvoll, jetzt hier Zeiterwartungen in den Raum zu stellen", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Im Fall von Konya handele es sich "nicht um eine Absage, sondern um eine Verschiebung" des Besuchs - anders als etwa in Incirlik.

14:25 Uhr

Unbekannte brechen in Kölner Dom ein

Turmbesichtigungen sind wegen des Einbruchs am Montag nicht möglich.
Turmbesichtigungen sind wegen des Einbruchs am Montag nicht möglich.(Foto: dpa)

Über einen Seiteneingang haben sich Unbekannte in der Nacht Zugang zum Kölner Dom verschafft. Wie lokale Medien unter Berufung auf die Polizei berichten, zerstörten die Täter eine Glastür, die zum Turm führt, und verschafften sich im Dachstuhl Zugang zur Werkstatt der Dombauhütte.

Dort durchwühlten sie sechs Schränke und stahlen Werkzeuge. Der Innenraum des Doms blieb laut "Kölner Express" unbeschädigt. Die Polizei geht den Berichten zufolge von zwei Tätern aus. Wegen des Einbruchs ist der Turm heute für Besucher gesperrt.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leser, mein Kollege Benjamin Konietzny verabschiedet sich in den Feierabend. Für den Rest des Tages erfahren Sie von mir in aller Kürze, was sich in Deutschland und der Welt so tut. Mein Name ist Judith Görs. Wenn Sie mir schreiben möchten, tun Sie das gern via E-Mail an judith.goers@nama.de oder bei Twitter. Kommen Sie gut durch den Nachmittag!

14:04 Uhr

Nordkorea: EU gehen die Sanktionen aus

Die Außenminister der EU sind sich einig: Sie drohen Nordkorea offiziell weitere Sanktionen an, falls das Land an seinem aggressiven Nuklear- und Raketenprogramm festhalten solle. Es gibt allerdings ein Problem: Allmählich sind fast alle Sanktionsmöglichkeiten ausgeschöpft. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini machte deutlich, dass der Spielraum für zusätzliche Strafmaßnahmen nur noch klein ist.

Dennoch: Die EU will Diplomaten zufolge mit zusätzlichen Sanktionen unter anderen darauf abzielen, wirtschaftliche Aktivitäten von nordkoreanischen Auslandsvertretungen zu verhindern. Es wird befürchtet, dass diese auch dazu dienen, Devisen für das Atomprogramm zu beschaffen.

13:45 Uhr

Ukraine: Russland für MH17 verantwortlich machen

Die Absturzstelle im Juli 2014.
Die Absturzstelle im Juli 2014.(Foto: REUTERS)

Moskau behauptet, die Rakete kam von der ukrainischen Armee, Kiew sagt, prorussische Rebellen hätten MH17 vor genau drei Jahren über der Ostukraine abgeschossen. Eine strafrechtliche Ermittlung der niederländischen Behörden kam vergangenes Jahr zu dem Ergebnis, Separatisten hätten die Rakete abgeschossen. Der Kreml weist das als "politisch motiviert" zurück. Die Tragödie um MH17 ist immer noch nicht aufgeklärt, doch der ukrainische Staatschef Petro Poroschenko fordert, Russland für das Geschehene verantwortlich zu machen.

Das "schamlose Verbrechen hätte verhindert werden können, wenn es keine russische Aggression, keine russische Ausrüstung und keine russische Rakete, die von russischem Gebiet kam, gegeben hätte", schrieb Poroschenko auf seiner Facebook-Seite. "Es ist unsere Verantwortung vor den Toten und den zukünftigen Generationen, den terroristischen Angreifern zu zeigen, dass sie für die begangenen Verbrechen einstehen müssen", forderte er.

13:20 Uhr

Polizei verstärkt Präsenz in Schorndorf

Nach den Krawallen und sexuellen Übergriffen beim Stadtfest im baden-württembergischen Schorndorf soll die Stadt mit mehr Polizisten gesichert werden. Auch werde die Polizei an den beiden letzten Tagen der Schorndorfer Woche (14. bis 18. Juli) dunkle Ecken auf dem Gelände besser ausleuchten, kündigte der Aalener Polizeipräsident Roland Eisele an.

Was am Wochenende in Schorndorf passiert ist, lesen Sie hier.

12:58 Uhr

Jeder dritte Bayer will Unabhängigkeit

Die Idee ist nicht ganz neu, die aktuellen Zahlen sind jedoch erstaunlich. Einer Umfrage zufolge ist jeder dritte Bayer für die Unabhängigkeit des Bundeslandes vom Rest Deutschlands.

  • 32 Prozent der Befragten waren für ein eigenständiges Bayern, wie Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergab.
  • In keinem anderen Bundesland stimmten demnach mehr Menschen für eine staatliche Souveränität. Mit jeweils 22 Prozent landeten das Saarland und Thüringen auf dem zweiten Platz, gefolgt von Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern (jeweils 21 Prozent).
  • Befragt wurden 2076 Menschen ab 18 Jahren.
12:26 Uhr

Polizei ermittelt wegen Hitlergruß auf Nazi-Konzert

Wer weiß, vielleicht bohren sich diese beiden Herren ja nur in der Nase?!
Wer weiß, vielleicht bohren sich diese beiden Herren ja nur in der Nase?!(Foto: imago/Michael Trammer)

Bei dem Rechtsrockfestival im thüringischen Themar soll mehrfach der verbotene Hitlergruß gezeigt worden sein. Klingt nicht wirklich überraschend, ruft nun aber dennoch die Polizei auf den Plan.

  • Wie der "Spiegel" berichtet, hat die Polizei Ermittlungen gegen mehrere Gäste des Festivals aufgenommen. "Wir wissen noch nicht, um wen es sich dabei handelt", sagte ein Sprecher der Thüringer Landespolizeidirektion dem Blatt.
  • Der Veranstalter hatte zwar im Vorfeld des Festivals darauf hingewiesen, dass das Zeigen des Hitlergrußes und anderer verbotener Zeichen verboten sei. Bei Twitter kursiert dennoch ein Video, das die Geste eindeutig zeigt.

 

12:14 Uhr

Zwangsgelandete 777 in Stuttgart weitergeflogen

Eine Boeing 777 mit einem defekten Funkgerät hat gestern die Bundeswehr in Alarmbereitschaft versetzt. Da kein Kontakt zu der Maschine aufgenommen werden konnte, zwangen Kampfjets sie zur Landung in Stuttgart.

Nun hat die betroffene Maschine aus Südkorea den Flughafen wieder verlassen. Das Flugzeug sei repariert worden und ohne Passagiere nach Zürich geflogen, sagte eine Airport-Sprecherin. Die Fluggäste reisten bereits am frühen Sonntagmorgen mit Bussen in die Schweiz.

Video

 

12:00 Uhr
11:48 Uhr

Mann löst mit Pistole Amokalarm an Schule aus

Nach einem Amokalarm an einer Berufsschule in Esslingen bei Stuttgart ist der Verdächtige noch flüchtig. Einen zunächst Festgenommenen setzte die Polizei wieder auf freien Fuß: Es habe sich doch nicht um den gesuchten Mann gehandelt, teilte die Polizei auf Twitter mit.

  • Ein Mann mit einer Schusswaffe hatte an der Friedrich-Ebert-Schule einen Amokalarm verursacht. Er war demnach kurz im Gebäude und entfernte sich dann wieder. Daraufhin wurde die Polizei alarmiert und Amokalarm ausgelöst.
  • Die Polizei sucht nun nach einem Mann, den sie so beschreibt: "Männlich, ca. 180 cm groß, schlank, rotes T-Shirt, blaue Jeans, umgedrehte Camo-Käppi, 3-Tage Bart, Lesebrille, dunkler Teint", schrieb die Polizei bei Twitter. Der Verdächtige flüchtete demnach wohl mit einem Motorrad.

Mehr dazu lesen Sie hier.

11:26 Uhr

Indien wählt wohl Präsidenten aus niedrigster Kaste

Ram Nath Kovind
Ram Nath Kovind(Foto: REUTERS)

Die Dalit gehören zu den ärmsten Menschen in Indien. Trotz eines Diskriminierungsverbots werden Menschen aus der Kaste der "Unberührbaren" noch heute ausgegrenzt. Einer von ihnen wird jedoch auch Präsident der größten Demokratie der Welt.

  • Etwa 4900 Abgeordnete des Parlaments in Neu-Delhi und der Regionalparlamente haben heute ihre Stimme abgegeben. Das Ergebnis soll am Donnerstag bekanntgegeben werden, doch gilt es bereits als sicher, dass der neue Präsident aus der niedrigsten sozialen Kaste der Dalit stammen wird. Als großer Favorit gilt der 71-jährige Ram Nath Kovind.
  • Der frühere Anwalt ist der Kandidat der hinduistischen Bharatiya Janata Party (BJP) von Regierungschef Narendra Modi. Die Nominierung Kovinds gilt als eine Botschaft an die rund 200 Millionen Dalit in Indien.
11:02 Uhr

Seehofer: Flüchtlings-Obergrenze bleibt CSU-Ziel

Die CSU hält ungeachtet des Widerstands von Kanzlerin Angela Merkel an ihrer Dauerforderung nach einer Obergrenze von 200.000 Flüchtlingen pro Jahr fest.

  • "Die Obergrenze ist und bleibt ein Ziel der CSU", sagte Parteichef Horst Seehofer. Allein dies habe ja auch schon zu einer grundlegenden Veränderung der Berliner Politik "in unserem Sinne" geführt.
  • Seehofer vermied es aber, die Obergrenze wie noch im vergangenen Jahr zur Bedingung für eine mögliche weitere Koalitionsbeteiligung der CSU zu erklären. "Jetzt wollen wir erstmal die Wahl gewinnen."

Mehr dazu erfahren Sie hier.

10:38 Uhr

Pu der Bär wird in China zensiert

Pu der Bär - wer könnte ihm böse sein? Dieser knuddelige, leicht tolpatschige Bär mit seiner einfältigen Vorliebe für Honig wird derzeit in China jedoch zum Spielball der Mächtigen.

  • Die Kinderbuchfigur wurde in den vergangenen Tagen weitgehend aus sozialen Internet-Netzwerken der Volksrepublik verbannt. Präsident Xi Jinping war zuvor im Internet wiederholt in Montagen abgebildet worden, in denen er die Position des Bären "von sehr geringem Verstand" einnahm.
  • Bildmontagen, in denen Präsident Xi mit dem Bären Pu in Verbindung gebracht wurden, tauchten schon 2013 in den sozialen Netzwerken in China auf: Xi wurden zusammen mit dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama bei einem Spaziergang gezeigt, daneben Pu der Bär in einer fast identischen Pose mit seinem Kompagnon Tiger. 2014 kam dann eine Montage hinzu, auf der Xi dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe die Hand schüttelt - parallel zu Pu und dem traurig wirkenden Esel "I-Aah".

Unter anderem so etwas findet die Führung in China überhaupt nicht witzig:

 

10:18 Uhr

Zahl ziviler Opfer in Afghanistan erreicht Höchststand

Auch wenn die Bundesregierung daran festhält, Afghanistan als "sicheres Herkunftsland" zu titulieren, Afghanistan ist ganz klar kein sicheres Land. Das zeigen auch die erschreckenden Zahlen, die jetzt die UN-Mission in Afghanistan (Unama) vorgelegt hat.

Demnach hat die Zahl ziviler Opfer in Afghanistan im ersten Halbjahr einen neuen Höchststand erreicht. Zwischen Anfang Januar und Ende Juni wurden bei Gefechten und Anschlägen 1662 Zivilisten getötet und 3581 weitere verletzt. Etwa 40 Prozent der Opfer wurden demnach bei Bombenanschlägen getötet, für die meisten Angriffe waren Extremistengruppen wie die Taliban oder die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verantwortlich.

09:52 Uhr

Kurdischer Geheimdienst: Al-Baghdadi noch am Leben

Wie oft war der Top-Terrorist der Dschihadistenmiliz Abu Bakr al-Baghdadi schon tot? Wir haben auch nicht mitgezählt. Bereits vor Wochen haben russische und iranische Quellen gemeldet, Baghdadi sei bei einem Bombenangriff ums Leben gekommen. Vergangene Woche meldete dies auch die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Der Chef der kurdischen Antiterror-Agentur, Lahur Talabany, sagte jetzt jedoch, Al-Baghdadi sei "zu 99 Prozent" noch am Leben und halte sich südlich der syrischen Stadt Rakka auf.

09:27 Uhr

Mann auf Mallorca schießt mit Schrotflinte um sich

Luftaufnahme des Badeortes Peguera
Luftaufnahme des Badeortes Peguera(Foto: imago/imagebroker)

In einem Café im Ort Peguera auf Mallorca hat ein Mann mit einer Schrotflinte um sich geschossen. In dem Lokal saß offenbar eine Person, auf die es der Angreifer abgesehen hatte. Darüber berichtet die "Mallorca Zeitung".

Bei der Schießerei wurden demnach vier unbeteiligte Frauen verletzt. Der Angreifer konnte nach der Attacke festgenommen werden.

Hier dazu mehr.

09:27 Uhr
08:54 Uhr

Neue Brücke soll kroatische Exklave anbinden

Ein Brückenpfeiler und ein Baukran zeugen davon, dass es nicht der erste Anlauf für das Projekt ist.
Ein Brückenpfeiler und ein Baukran zeugen davon, dass es nicht der erste Anlauf für das Projekt ist.(Foto: picture alliance / Thomas Brey/d)

Das Staatsgebiet des jüngsten EU-Mitglieds Kroatien ist im Süden für einige Kilometer unterbrochen, weil sich dort das Nachbarland Bosnien an die Küste schiebt. Für Hunderttausende bedeutet das lange Staus und viel Ärger. Eine Brücke soll das nun ändern.

  • Die EU-Kommission hat im letzten Monat 357 Millionen Euro genehmigt - immerhin 85 Prozent der Gesamtkosten von 420 Millionen Euro. Damit werden die 2,4 Kilometer lange Brücke sowie 20 Kilometer Zu- und Abfahrten gebaut. Seit 20 Jahren schon wurde das Projekt geplant, zweimal bereits der Grundstein gelegt - doch die Bauarbeiten wurden, zuletzt 2010, aus Geldmangel wieder eingestellt.
  • Das südliche Dalmatien mit der Urlauberhochburg Dubrovnik ist seit der Unabhängigkeit Kroatiens 1991 vom großen Rest des Landes abgeschnitten. Denn zwischen Nord- und Südkroatien schiebt sich Bosnien-Herzegowina mit seinem Badeort Neum dazwischen. Der nun in Angriff genommene Verkehrsweg überbrückt diesen Zwischenraum.

Hier dazu mehr.

08:42 Uhr

Tausende demonstrieren gegen polnische Regierung

Ein Plakat zeigt Jaroslaw Kaczynski mit Kim-Jong-Un-Frisur.
Ein Plakat zeigt Jaroslaw Kaczynski mit Kim-Jong-Un-Frisur.(Foto: REUTERS)

Die polnische Regierungspartei PiS hat nicht unbedingt den Ruf eines Klubs lupenreiner Demokraten. Und so verwundert es nicht, dass die Rechtsnationalisten derzeit versuchen, ihren Einfluss im politischen System des Landes deutlich zu erhöhen. Das Parlament hat mehrere Vorlagen verabschiedet, welche den Einfluss der Regierung auf die Gerichte erheblich ausweitet.

  • Dagegen sind in Warschau Tausende Menschen auf die Straße gegangen. Die Demonstranten warfen der Regierung vor, die Justiz unter Kontrolle bringen und die Gewaltenteilung abschaffen zu wollen.
  • In Sprechchören vor dem Parlamentsgebäude bezeichneten die Kundgebungsteilnehmer den PiS-Chef Jaroslaw Kaczynski als "Diktator". Sie skandierten: "Wir beschützen die Demokratie!"
  • Die Stadtverwaltung sprach von mehr als 10.000 Teilnehmern bei der Demonstration.
08:19 Uhr

Stadtfest in Schorndorf gerät außer Kontrolle

 

Ein Straßenfest in Schorndorf in Baden-Württemberg am Wochenende wurde in diesem Jahr von schweren Krawallen und sexuellen Übergriffen überschattet.

  • Wie die Polizei meldet, hätten sich Samstagnacht rund 1000 junge Leute, zumeist Iraker und Afghanen, im Schlosspark versammelt und dort randaliert. Als die Polizei eingriff, seien die Beamten mit Flaschen beworfen worden. Um der Situation Herr werden zu können, musste die Polizei zusätzliche Beamten aus benachbarten Landkreisen anfordern.
  • Außerdem gab es auf dem Stadtfest Fälle von sexuellen Übergriffen. Laut Polizei wurde unter anderem ein 17-jähriges Mädchen von drei Asylbewerbern festgehalten und begrapscht. Den Beamten wurden darüber hinaus drei weitere Fälle sexueller Belästigung gemeldet.

Mehr Informationen gibt es hier.

07:55 Uhr

Langzeitarbeitslose haben miserable Job-Chancen

Wer bereits lange arbeitslos ist, hat nur schlechte Chance, wieder zurück in einen Job zu finden.

  • Von den Betroffenen, die im vergangenen Jahr ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, war nur in rund jedem achten Fall eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt der Grund. Dies geht aus der Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf eine Anfrage der Linken hervor.
  • Viele Betroffene fielen aufgrund von Krankheit, Rente oder Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen aus der Statistik.
  • Insgesamt gab es im Durchschnitt des vergangenen Jahres 993.073 Langzeiterwerbslose.
07:33 Uhr

Bahn fährt wochenlang nicht nach Wuppertal

Hier geht die nächsten Wochen nichts: Der Hauptbahnhof Wuppertal
Hier geht die nächsten Wochen nichts: Der Hauptbahnhof Wuppertal(Foto: dpa)

Im Raum Wuppertal ist Improvisieren angesagt: Die Bahn fährt die siebtgrößte Stadt von NRW wochenlang nicht an. Als Ersatz ist eine Armada von Bussen in der Region unterwegs.

  • "Um 22 Uhr hat die Sperrung des Bahnknotens planmäßig begonnen", sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Grund für den mehr als sechs Wochen langen Stopp des Bahnverkehrs ist die Einrichtung eines neuen Stellwerks für 32 Millionen Euro. Das neue Werk ersetzt drei überalterte Anlagen aus den 1960er-Jahren.
  • Ein Schienenersatzverkehr verbindet Wuppertal mit dem etwa 30 Kilometer entfernten Düsseldorf sowie dem benachbarten Solingen. Die sonst auf der Bahnstrecke fahrenden Verkehrsunternehmen setzen 230 Fahrer und 90 Busse ein, um den Zugverkehr zu ersetzen. Zwischen Wuppertal und dem etwa 30 Kilometer entfernten Düsseldorf fahren bis zu acht Schnellbusse pro Stunde und Richtung.

Hier dazu mehr.

07:07 Uhr

Weiter fehlen hunderttausende Wohnungen in Deutschland

Mit ihrer Wohnungsbau-Offensive wollte Bundesbauministerin Barbara Hendricks die Wohnungsnot in Deutschland lindern. Bisher blieb sie dabei allerdings hinter den Erwartungen zurück.

  • Es gebe zwar ein Plus, das reiche aber nicht, sagte der Immobilienexperte des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Voigtländer, der "Rheinischen Post". 2016 wurden demnach 280.000 Wohnungen neu gebaut, 2015 waren es 248.000 Wohnungen.
  • "Wir brauchen etwa 385.000 Wohnungen pro Jahr, also 100.000 Wohnungen mehr als bisher", sagte der IW-Experte. Zuwanderung und die innerstaatlichen Wanderungsbewegungen in die Ballungsräume verlangten ein erheblich größeres Wohnungsangebot.
06:51 Uhr

Millionen geben Stimme gegen Maduro ab

Über sieben Millionen Venezolaner haben ihre Stimme abgegeben.
Über sieben Millionen Venezolaner haben ihre Stimme abgegeben.(Foto: AP)

Mehr als 7,1 Millionen Venezolaner haben sich nach Angaben der Opposition an der symbolischen Volksabstimmung über die umstrittene Verfassungsreform von Präsident Nicolás Maduro beteiligt. Das teilten die Organisatoren des Votums nach Auszählung von 95 Prozent der Stimmzettel mit. Rund 6,5 Millionen Menschen stimmten demnach in Venezuela ab, mehr als 690.000 Venezolaner im Ausland.

Mehr zu dem Votum lesen Sie hier.

06:43 Uhr

Südkorea bietet Norden militärische Gespräche an

Video

 

Die Stimmung auf der Koreanischen Halbinsel ist derzeit mal wieder grässlich, die Zeichen standen zuletzt auf Eskalation. Nun hat aber Südkorea dem verfeindeten Nordkorea militärische Gespräche angeboten.

  • Ziel sei es, die Feindseligkeiten zu stoppen, welche die militärischen Spannungen entlang der Grenze zwischen beiden Ländern verschärften, teilte das südkoreanische Verteidigungsministerium mit.
  • Als Termin für die Gespräche wurde der kommende Freitag vorgeschlagen. Das Treffen soll demnach im Grenzort Panmunjom stattfinden.
  • Sollte es zustandekommen, wäre es das erste derartige Treffen seit Dezember 2015.
06:33 Uhr

Das wird heute wichtig

Die Überreste von MH17
Die Überreste von MH17(Foto: dpa)

Guten Morgen! Mein Name ist Benjamin Konietzny, ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag! Auf der Agenda stehen heute unter anderem folgende Termine:

 

  • Die britische Regierung setzt die Brexit-Verhandlungen mit der EU fort. Die zweite Runde ist bis Donnerstag angesetzt.
  • In Amsterdam wird das Denkmal für die Opfer des Abschusses von MH17 eingeweiht. Vor drei Jahren war die Boeing der Malaysia Airlines mit 298 Menschen an Bord über der umkämpften Ostukraine von einer Buk-Rakete russischer Fabrikation abgeschossen worden.
  • Heute wird der Prozess gegen den ehemaligen Drogeriemarktkönig Anton Schlecker fortgesetzt. Aussagen soll der Insolvenzverwalter Der 72-Jährige muss sich wegen vorsätzlichen Bankrotts vor Gericht verantworten.
  • Um 12 Uhr will Bundeskanzlerin Angela Merkel heute eine Rede bei einem Auftritt in Stralsund halten.
  • In Potsdam beginnt heute der Prozess gegen einen 21-Jährigen Angeklagten aus Jüterbog wegen eines Brandanschlages auf eine Flüchtlingsunterkunft. Er soll im Oktober 2016 mit Molotowcocktails versucht haben, eine mit Minderjährigen belegte Flüchtlingsunterkunft in Brand zu setzen.

Wenn Sie mir etwas zu sagen haben - Kritik oder Anregungen - schreiben Sie mir unter benjamin.konietzny (at) nama.de oder bei Twitter.

06:07 Uhr

Im Norden und Süden beginnt die Woche freundlich

n-tv-Meteorologe Björn Alexander
n-tv-Meteorologe Björn Alexander

Guten Morgen zum Start in die neue Wetterwoche. Und die beginnt vor allem im Norden und im Süden unseres Landes häufiger freundlich bis sonnig und trocken. Zwischendrin sind hingegen noch kompaktere Wolken unterwegs, die noch etwas Regen oder Nieselregen mitbringen können. Die Temperaturen erreichen südlich der Mitte 25 bis 30 Grad. Ansonsten sind maximal 19 bis 24 Grad möglich. Es wird also wieder wärmer. Und dieser Trend hält zunächst einmal weiter an. Hier die weiteren Aussichten. Damit wünsche ich Ihnen einen schönen Tag. Ihr Björn Alexander

06:03 Uhr