Montag, 19. Juni 2017: Der Tag bei n-tv

Heute mit Volker Petersen und Christian Herrmann

22:30 Uhr

Das war Montag, der 19. Juni 2017

Liebe Leser, es wird Zeit für den Feierabend und eine entspannte Fahrradfahrt durch das noch immer 28 Grad Celsius warme Berlin. Bevor ich mich allerdings verabschiebe, finden Sie an dieser Stelle noch einmal die Top-Themen des Tages im Überblick:

  • Saudi-Arabien nimmt nach eigenen Angaben mehrere iranische Elitesoldaten fest, die einen Terroranschlag geplant haben sollen.
  • In Paris rammt ein Autofahrer am Nachmittag auf dem Champs-Elysées einen Streifenwagen. Der Fahrer stirbt. Er war ein polizeibekannter Islamist.
  • Die SPD stellt ihr Steuerkonzept für die Bundestagswahl vor. Sie nimmt vor allem Reiche ins Visier.
  • Die Staatsanwaltschaft Dresden hat beim sächsischen Landtag die Aufhebung der Immunität von AfD-Chefin Frauke Petry beantragt. Sie soll im Streit um die Landesliste der Partei unter Eid falsch ausgesagt haben.
  • In Brüssel beginnen die Brexit-Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien. Dabei wird ein Fahrplan festgelegt.
  • Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft startet mit einem Sieg in den Confed-Cup. Gegen Australien macht sich die Mannschaft das Leben allerdings selber schwer.

Damit ist mein Werk für heute getan. Kommen Sie gut durch die Nacht!

(Foto: picture alliance / Marcel Kusch/)
22:14 Uhr

Zypries beschwert sich im Stahlstreit bei US-Regierung

Im Stahlstreit mit den USA hat Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries bei der US-Regierung beschwert. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, Zypries habe einen Brief an US-Handelsminister Wilbur Ross geschrieben. Demnach befürchtet sie, sein Ministerium könnte Stahlimporte auch aus der EU als Bedrohung der nationalen Sicherheit der USA einstufen und damit Zölle beziehungsweise Quoten erlassen, um Importe zu reduzieren.

Zypries hält das Vorgehen der Vereinigten Staaten für demnach ungerechtfertigt und soll gewarnt haben, dass andere Staaten es als "Einladung" verstehen könnten, ebenfalls protektionistische Maßnahmen zu nutzen.

21:50 Uhr

Macron-Vertrauter verlässt angeblich Regierung

Ist etwa doch nicht alles eitel Sonnenschein beim französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Nur einen Tag nach seinem Sieg bei der Parlamentswahl erwägt sein Wohnungsbauminister und enger Vertrauter Richard Ferrand anscheinend seinen Rückzug.

  • Richard Ferrand war maßgeblich am Aufbau der Partei La République en Marche beteiligt.
    Richard Ferrand war maßgeblich am Aufbau der Partei La République en Marche beteiligt.(Foto: imago/PanoramiC)
    Ferrand habe sich zu einem Rücktritt bereiterklärt, heißt es aus internen Kreisen.
  • Stattdessen habe Macron ihn gebeten, sich für den Fraktionsvorsitz der gemeinsamen Partei La République en Marche zu bewerben.
  • Hintergrund seien Gerüchte, Ferrand sei in seiner bretonischen Heimatregion in dubiose Geschäfte verwickelt.
  • Ferrand bestreitet die Vorwürfe, die Staatsanwaltschaft in Brest hat allerdings Vorermittlungen aufgenommen.
21:26 Uhr

SPD-Pläne sollen Geringverdiener um 264 Euro entlasten

Die SPDwill mit ihren Steuerplänen für mehr Gerechtigkeit sorgen.
Die SPDwill mit ihren Steuerplänen für mehr Gerechtigkeit sorgen.(Foto: imago/photothek)

Mit einem Steuerkonzept, das vor allem Reiche ins Visier nimmt, will die SPD bei der Bundestagswahl im September Kanzlerin Merkel besiegen. Beispielsweise soll der bisherige Spitzensteuersatz von 42 Prozent künftig erst bei 60.000 Euro greifen. Anscheinend stimmt das: Das "Handelsblatt" berichtet, dass Gering- und Durchschnittsverdiener klar entlastet würden.

  • Ein alleinstehender Geringverdiener ohne Kinder mit einem Monatseinkommen von 750 Euro hätte damit etwa 264 Euro im Jahr mehr in der Geldbörse.
  • Bei 3000 Euro monatlich wären es dem Bericht zufolge gut 209 Euro.
  • Ein Gutverdiener mit 5000 Euro Bruttomonatseinkommen hätte 562 Euro mehr in der Tasche.
  • Ein Ehepaar mit zwei Kindern und jeweils etwa 750 Euro Monatsverdienst behielte unterm Strich im Jahr 526 Euro mehr.
20:52 Uhr

Scheinehe beschert Ex-Abgeordnetem Haftstrafe

Bülent Ciftlik (m.) mit seinen beiden Anwälten vor Gericht.
Bülent Ciftlik (m.) mit seinen beiden Anwälten vor Gericht.(Foto: picture alliance / Christina Sab)

Bülent Ciftlik, ehemaliger SPD-Abgeordneter der Hamburger Bürgerschaft, muss für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Hamburger Landgericht verurteilte ihn unter anderem wegen der Vermittlung einer Scheinehe und Anstiftungen zu Falschaussagen zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren. Sechs Monate davon gelten aufgrund der langen Verfahrensdauer bereits als vollstreckt.

Ciftlik galt einst als Hoffnungsträger der Hamburger SPD. Um als Politiker Karriere zu machen, hatte er nach Ansicht des Gerichts eine Bekannte zu einer Scheinehe überredet. Als diese aufflog, soll er Daten ausgespäht, E-Mails unter falschem Namen versendet und Bekannte zu Falschaussagen überredet haben, um eine Verurteilung zu verhindern.

20:29 Uhr

Nasa prüft zehn neue Exoplaneten

Für die Nasa ist es eine existenzielle Frage: Sind wir allein im All? Regelmäßig sucht und berichtet sie daher über Exoplaneten, die als erdähnlich angesehen werden und möglicherweise Voraussetzung für Leben bieten. Zuletzt hatte die Raumfahrtbehörde beispielsweise im April eine "Supererde" aufgespürt. Hier sind die neuesten Zahlen:

  • Das Weltraumteleskop "Kepler" hat neue 219 Exoplaneten entdeckt.
  • Zehn davon sind in etwa so groß wie die Erde und könnten Voraussetzung für Leben bieten.
  • Insgesamt hat Kepler damit seit der Inbetriebnahme 2009 mehr als 4000 als mögliche Exoplaneten ausfindig gemacht.

Mehr zur Nasa finden Sie hier.

Bilderserie
19:55 Uhr

Carrie Fisher starb mit Drogen im Blut

Schauspielerin Carrie Fisher, besser bekannt als Prinzessin Leia aus den Star-Wars-Filmen, hatte vor ihrem Tod im Dezember Drogen genommen. Unter anderem seien bei der Autopsie Spuren von Kokain, Heroin und Ecstasy festgestellt worden, steht in dem Untersuchungsbericht der Gerichtsmediziner in Los Angeles. Der Befund lag der dpa vor.

Die Behörde hatte bereits am Freitag erklärt, dass unter anderem Schlafapnoe - eine Atemstörung, bei der nachts der Atem aussetzt - zum Tod von Fisher führte. Außerdem wurden eine Herzerkrankung und die Einnahme von mehreren Drogen festgestellt. Aussagen ihrer Tochter Billie Lourd zufolge hatte sie ihr ganzes Leben gegen ihre Drogensucht gekämpft.

Eine ausführliche Meldung zu Carrie Fisher gibt es hier.

Bilderserie
19:39 Uhr

Israel schränkt Strom im Gazastreifen ein

Im Gazastreifen sorgt die mangelnde Energieversorgung immer wieder für Proteste auf den Straßen, wie hier Anfang des Jahres.
Im Gazastreifen sorgt die mangelnde Energieversorgung immer wieder für Proteste auf den Straßen, wie hier Anfang des Jahres.(Foto: AP)

Israel hat - wie angekündigt - die Stromversorgung im Gazastreifen eingeschränkt. Das teilten sowohl die Energiebehörde der Palästinensergebiete als auch die staatliche israelische Energiegesellschaft mit.

Israel hatte die Einschränkung letzte Woche beschlossen. Hintergrund ist ein Streit zwischen der Palästinensischen Autonomiebehörde und der radikalislamischen Hamas über die Kosten. Bislang hatte die Autonomiebehörde einen Teil des Stroms gezahlt. Zuletzt hatte sie aber angekündigt, sie nicht mehr zu tragen. Israel weigert sich ebenfalls.

19:07 Uhr

Arabische Emirate drohen Katar mit jahrelanger Isolation

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel sagt beim Treffen mit seinen Amtskollegen in Luxemburg, dass es mit Blick auf die Krise am Golf "nicht zu einer weiteren Eskalation" kommen dürfe. Doch die beteiligten Staaten scheinen anderer Meinung zu sein, wie ihre jüngsten Aussagen aus Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten belegen.

  • Der katarische Außenminister Scheich Mohammed al-Thani nannte den Abbruch der diplomatischen Beziehungen durch Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Ägypten zuletzt einen "Akt der Aggression".
  • Die Vereinigten Arabischen Emirate drohten dagegen, die Isolation Katars könne Jahre dauern, wenn es nicht alle Forderungen erfülle.

Die vier arabischen Länder hatten vor zwei Wochen alle Lebensmittellieferungen nach Katar gestoppt, auch Flugverbindungen von und nach Doha sind eingestellt. Sie werfen dem Land vor, "Terrororganisationen" wie die Hamas und die Muslimbruderschaft zu unterstützen.

Am Flughafen von Doha ist derzeit nichts los.
Am Flughafen von Doha ist derzeit nichts los.(Foto: AP)
18:41 Uhr

Karneval von Rio droht auszufallen

Hunderttausende Touristen reisen jedes Jahr nach Rio, um beim Karneval dabei sein zu können.
Hunderttausende Touristen reisen jedes Jahr nach Rio, um beim Karneval dabei sein zu können.(Foto: picture alliance / dpa)

Brasilien steckt derzeit in einer tiefen Krise. Ein Korruptionsskandal erschüttert das Vertrauen in die Eliten, Milliardenkosten für Olympia und die Fußball-WM belasten die öffentlichen Kassen. Und als wäre all das nicht schon schlimm genug, muss die brasilianische Metropole Rio de Janeiro möglicherweise ihren berühmten Karneval nächstes Jahr absagen. Bürgermeister Marcelo Crivella bestätigte, dass er den Zuschuss für die Sambaschulen 2018 um die Hälfte auf 272.000 Euro kürzen will. Da aber auch diese sparen müssen, ist die kommende Auflage des Karnevals akut bedroht.

18:09 Uhr

Hamburger Gymnasium beschließt Kleiderordnung

Luftig ja, aber bitte nicht zu kurz soll die Kleidung sein.
Luftig ja, aber bitte nicht zu kurz soll die Kleidung sein.(Foto: picture alliance / Patrick Seege)

Im Sommer halten es die meisten Menschen bei der Kleiderwahl möglichst kurz und luftig. Doch weil eine Schule kein Strand, sondern "ein Ort des Lernens und Arbeitens" ist, hat das Hamburger Gymnasium Eppendorf ihre Schulordnung um den Punkt "Kleidung" erweitert.

  • So gelten "übertiefe Dekolletés, bauchfreie Shirts, pofreie Shorts und zu kurze Röcke" nach Aussage von Schulleiterin Maike Langguth auch bei sommerlichen Temperaturen als unangebracht.
  • Auch Mützen und Kappen müssen die Schüler während des Unterrichts ablegen.
  • Die Entscheidung haben Lehrer, Eltern und die Schüler gemeinsam getroffen.
17:38 Uhr

Polizei sucht Testpersonen für Gesichtserkennung

Der Bahnhof Südkreuz gehört zu den meist genutzten in Berlin. An dem Knotenpunkt trifft der Fern- auf den Nahverkehr.
Der Bahnhof Südkreuz gehört zu den meist genutzten in Berlin. An dem Knotenpunkt trifft der Fern- auf den Nahverkehr.(Foto: imago/Markus Heine)

Wer wissen möchte, ob und wie gut Gesichtserkennungssoftware funktioniert und nichts zu verbergen hat, kann sich ab sofort bei der Bundespolizei als Testperson für ebenjene Technik melden. Um sie zu prüfen, sucht die Behörde derzeit 275 Menschen, die häufiger den Bahnhof Südkreuz in Berlin benutzen.

In Frage kommen für den Test laut Polizei hauptsächlich Berufspendler, die regelmäßig über den Bahnhof reisen. Sie müssen volljährig sein, ihre Personalien angeben und Lichtbilder von sich anfertigen lassen. Außerdem müssen die Testpersonen einen Transponder bei sich tragen, damit die Daten später ausgewertet werden können. Als Dank erhalten sie am Ende einen Amazon-Gutschein über 25 Euro.

Bewährt sich die Technik, soll die Gesichtserkennungssoftware künftig durch Kameras erfasste Personen melden, von denen eine Gefahr ausgeht bzw. ausgehen könnte.

17:15 Uhr

EU verlängert Krim-Sanktionen

Hunderte Menschen auf der Krim jubeln 2014 dem russischen Präsidenten Wladimir Putin bei einer Rede zu.
Hunderte Menschen auf der Krim jubeln 2014 dem russischen Präsidenten Wladimir Putin bei einer Rede zu.(Foto: picture alliance / Anton Pedko/E)

Dass die Ukraine die Krim tatsächlich noch einmal von Russland zurückerhält, glaubt kaum jemand. Doch die EU hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben und ihre Sanktionen gegen Halbinsel im Schwarzen Meer ein weiteres Mal verlängert. Das wurde am Rande eines Außenministertreffens in Luxemburg mitgeteilt.

  • Kreuzfahrtschiffe aus der EU dürfen damit weiterhin nicht an der Krim anlegen.
  • Auch die Export- und Investitionsverbote für EU-Unternehmen bleiben bis Juni 2018 bestehen. Betroffen sind unter anderem die Energie-, Transport- oder Telekommunikation-Branche auf der Krim.

Bis Ende Juli muss die EU außerdem entscheiden, wie sie mit ihren Wirtschaftssanktionen gegen Russland verfährt. Es gilt als sicher, dass auch diese verlängert werden.

17:05 Uhr
16:52 Uhr

Polizei fängt Rinder im Elbtunnel ein

Normalerweise sind im Hamburger Elbtunnel ja täglich Tausende Autos, Busse und Lkw unterwegs. Am Vormittag haben allerdings zwei Rinder die derzeit gesperrte Röhre 1 für einen Spaziergang genutzt. Erst nach rund einer Stunde gelang es der Polizei, die Galloway-Rinder einzufangen.

Auf zwei Buslinien sorgte der Polizeieinsatz für Verspätungen von bis zu 30 Minuten. Wie die Tiere in den Elbtunnel gelangt sind, ist bisher nicht klar. Die Polizei vermutet, dass sie von einem Tiertransporter ausgebüxt sein könnten.

16:30 Uhr

Anschlagsversuch in Paris: Mann rast in Polizeiwagen

In Paris hat es anscheinend erneut einen Angriff auf die Polizei gegeben. Auf der Prachtstraße Champs-Elysées ist ein Mann mit seinem Auto in ein Fahrzeug der französischen Gendarmerie gerast. Es habe keine Verletzten "aufseiten der Polizei und der Öffentlichkeit" gegeben, heißt es aus Sicherheitskreisen. Der französische Innenminister Gérard Collomb sprach von einem "Anschlagsversuch" und gab den Tod des Angreifers bekannt.

Weitere Einzelheiten gibt es hier.

16:12 Uhr

Zwei EU-Mitarbeiter sterben bei Anschlag in Mali

Das Hotel befand sich in einem Vorort von Bamako und soll vor allem bei ausländischen Gästen beliebt gewesen sein.
Das Hotel befand sich in einem Vorort von Bamako und soll vor allem bei ausländischen Gästen beliebt gewesen sein.(Foto: REUTERS)

Bei dem Terrorangriff auf ein Hotel in der malischen Hauptstadt Bamako sind zwei Mitarbeiter der EU gestorben. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini bestätigte, dass bei dem Angriff ein portugiesisches Mitglied des EU-Ausbildungseinsatzes für Sicherheitskräfte sowie eine malische Mitarbeiterin der EU-Delegation getötet wurden.

Bewaffnete Angreifer hatten das Hotel in einem Vorort von Bamako am Sonntag gestürmt und mindestens vier Menschen getötet sowie acht weitere verletzt. Bei den anderen beiden Toten soll es sich um Terroristen handeln, die von einer Anti-Terror-Einheit erschossen wurden.

15:51 Uhr

Nato schließt Ost-Stationierung ab

In Lettland sind unter anderem 450 kanadische Soldaten stationiert. Sie führen den Truppenverband an.
In Lettland sind unter anderem 450 kanadische Soldaten stationiert. Sie führen den Truppenverband an.(Foto: REUTERS)

Im Juli 2016 beschließt die Nato, etwa je 1000 Soldaten nach Estland, Lettland, Litauen und Polen zu entsenden - zum Schutz vor Russland. Jetzt ist die Stationierung an der Ostflanke anscheinend beendet. Das erklärte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg bei einem Besuch in der lettischen Hauptstadt Riga.

  • Zugleich schloss Stoltenberg die Verlegung weiterer Truppen an die Ostflanke des Verteidigungsbündnisses aus.
  • Der lettische Präsident Raimond Vejonis ergänzte, die sei keine "einfache Übungsmission, sondern Abschreckung im Einsatz".
  • Gleichzeitig rief er die Nato-Partner aber auf, das Gespräch mit Moskau zu suchen. Niemand wolle zum Kalten Krieg zurück.

Mehr dazu finden Sie hier.

15:23 Uhr

Krähen-Plage vermiest Kurstadt das Urlaubsgeschäft

Urlauberschreck von Bad Krozingen: Eine Saatkrähe.
Urlauberschreck von Bad Krozingen: Eine Saatkrähe.(Foto: picture alliance / Inga Kjer/dpa)

Bad Krozingen ist beliebt bei Kur- und Feriengästen, doch neuerdings fürchtet die badische Kleinstadt wegen einer Krähen-Plage finanzielle Einbußen im Urlaubsgeschäft. Aus dem Rathaus heißt es, dass sich massenhaft Vögel in der Stadt südlich von Freiburg aufhalten und mit Lärm und Kot Touristen von der Anreise abhalten. Anwohner beklagen außerdem die Wertminderung ihrer Immobilien und den Verlust von Lebensqualität, da sie Parks und Gärten nicht mehr nutzen können.

In Bad Krozingen gibt es nach aktuellen Zahlen mehr als 1300 Nester von Saatkrähen. Da sie unter Schutz stehen, dürfen sie nicht gejagt werden.

14:57 Uhr

Polizei prüft Bekennerschreiben zu Brandanschlägen

Am Bahnhof Treptower Park informiert die S-Bahn ihre Fahrgäste am Montagmorgen über die Einschränkungen im Zugverkehr.
Am Bahnhof Treptower Park informiert die S-Bahn ihre Fahrgäste am Montagmorgen über die Einschränkungen im Zugverkehr.(Foto: picture alliance / Paul Zinken/d)

Mit mehreren Brandanschlägen haben Unbekannte Tausenden Bahnkunden heute Morgen den Start in die Woche vermiest. Rund und Hamburg und Leipzig, auf der Strecke zwischen Köln und Dortmund sowie im Berliner S-Bahn-Verkehr wurden vergangene Nacht Signalanlagen der Deutschen Bahn in Brand gesteckt, der Zugverkehr kam vielerorts zum Stillstand. Im Internet hat die Polizei nun ein Bekennerschreiben entdeckt, das die Ermittler überprüfen. Darin werden die Kabelbrände mit dem G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg in Verbindung gebracht. Hinweise zu Verdächtigen soll das Schreiben nicht enthalten.

14:44 Uhr

Moskau droht US-geführten Truppen mit Angriffen

Russland unterstützt in Syrien mit seinen Truppen Machthaber Baschar al-Assad.
Russland unterstützt in Syrien mit seinen Truppen Machthaber Baschar al-Assad.(Foto: picture alliance / Vadim Grishan)

Im syrischen Bürgerkrieg droht möglicherweise ein offener Konflikt zwischen den USA und Russland. Nach dem Abschuss eines syrischen Kampfjets durch das US-Militär am Sonntag macht die russische Führung den US-Truppen schwere Vorwürfe.

  • Vize-Außenminister Sergej Rjabkow warf den USA in einer Stellungnahme vor, zum wiederholten Mal in Syrien das Völkerrecht gebrochen zu haben.
  • Das russische Militär kündigte an, künftig Flugzeuge und Drohnen der internationalen Koalition im syrischen Luftraum als potenzielle Ziele ins Visier zu nehmen.
  • Außerdem will Russland den Kommunikationskanal mit den USA zur Verhinderung von Zwischenfällen im syrischen Luftraum aussetzen.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie hier.

14:27 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leser,

mein Kollege Volker Petersen hat die erste Schicht der Woche erfolgreich hinter sich gebracht und genießt verdientermaßen die Berliner Sonne. Stattdessen begleite ich Sie in den kommenden Stunden durch den Tag. Fragen, Kritik und Anregungen können Sie gerne an christian.herrmann (at) nama.de schicken.

14:08 Uhr

Polizei fordert Alkoholverbot an Mallorcas Flughafen

Manch einer schaut bereits am Flughafen zu tief in den Sangria-Eimer - andere gedulden sich, bis sie am Strand sind.
Manch einer schaut bereits am Flughafen zu tief in den Sangria-Eimer - andere gedulden sich, bis sie am Strand sind.(Foto: picture alliance / dpa)

Es muss mitunter anstrengend sein, als Polizist mit Betrunkenen zu tun zu haben. Das gilt auch für Mallorca - und vielleicht dort ganz besonders. Die dortige Polizeigewerkschaft fordert nun, den Alkoholkonsum am Flughafen und in den ankommenden Flugzeugen zu verbieten. Die schieben den schwarzen Peter aber nicht den deutschen Ballermännern zu, sondern den anderen einschlägigen Touristen - denen aus Großbritannien. Von dort kämen häufig die Gäste bereits betrunken an, was oft zu Schlägereien bereits am Flughafen führe. "Dass es im Terminal Braustuben so groß wie Biergärten gibt, das kann nicht angehen", zitierte das "Mallorca Magazin" Chema Mansó, den Vorsitzenden der Polizeigewerkschaft SPP.

13:46 Uhr
(Foto: picture alliance / Markiian Lyse)

Müll treibt Politiker in Hungerstreik

Einen ukrainischen Kommunalpolitiker scheint das Müllproblem in seiner Heimatstadt Lwiw maximal zu frustrieren. Nun ist der Fraktionschef der Oppositionspartei Samopomitsch (Selbsthilfe) in einen Hungerstreik getreten. Wäre vielleicht auch mal eine Idee für zu Hause, wenn es zu viel wird.

  • Die Stadtverwaltung ersuchte Präsident Petro Poroschenko um die Erklärung des Notstands. "In der Stadt sind 8500 Tonnen nicht abtransportierter Haushaltsabfälle, die wir nirgendwo hinbringen können", schrieb Bürgermeister Andrej Sadowyj auf Facebook. Die Situation sei kritisch.
  • Nach einem Brand im vergangenen Jahr war die Hauptmüllkippe für die Stadt mit über 700.000 Einwohnern geschlossen worden.
13:35 Uhr

Frauke Petry unter Meineid-Verdacht

(Foto: picture alliance / Michael Kappe)

AfD-Chefin Frauke Petry droht juristischer Ärger. Die Staatsanwaltschaft Dresden beantragt die Aufhebung ihrer Immunität. Hintergrund seien Vorwürfe wegen Meineides. Einem Sprecher des Landtages zufolge wurde der Antrag bereits Ende vergangener Woche gestellt. Petry wird verdächtigt, vor dem Wahlprüfungsausschuss des Sächsischen Landtages falsch ausgesagt zu haben.

Mehr dazu finden Sie hier.

13:28 Uhr

Mercedes-Benz baut erstmals Werk in Polen

Mercedes-Benz plant eine Premiere - erstmals will der Autobauer ein Werk in Polen bauen.

  • In Jawor rund 70 Kilometer westlich von Breslau investiert der Autohersteller rund 500 Millionen Euro in die Produktion von Vierzylindermotoren, wie die Daimler-Tochter mitteilt.
  • Rund 500 Arbeitsplätze sollen demnach entstehen. Die Produktion soll 2019 starten.
  • Mit dem neuen Standort stelle Mercedes-Benz die "effiziente Belieferung" seiner Fahrzeugwerke mit Motoren sicher, hieß es.
12:59 Uhr

Inderin bekommt Baby während Flugreise

Eine Geburt hat die Passagiere eines Flugzeugs von Jet Airlines mit einer Geschichte versorgt, die sie noch ihr ganzes Leben erzählen werden.

  • In einem Flugzeug, das von Saudi-Arabien nach Indien unterwegs war, setzten bei einer 20-jährigen Inderin die Wehen ein.
  • Glücklicherweise war ein Sanitäter an Bord, der als Geburtshelfer einsprang und die Crew dienstverpflichtete, ihm zu helfen.
  • Das Baby war früh dran - die Schwangere soll erst in der 32. Woche gewesen sein. Mutter und Kind seien wohlauf, hieß es.
12:37 Uhr

SPD plant Steuerentlastung von 15 Milliarden Euro

Lange musste die SPD ein wenig herumeiern, wenn sie nach ihren konkreten Plänen gefragt wurde - jetzt stellt sie immerhin ihr Steuerkonzept vor. Folgende Punkte fallen auf:

  • Die Steuerzahler sollen um 15 Milliarden Euro entlastet werden.
  • Der Spitzensteuersatz soll auf 45 Prozent steigen.
  • Die Abgeltungssteuer soll abgeschafft werden.

Mehr dazu hier.

12:19 Uhr

EU billigt Zuschüsse für neuen Super-Hubschrauber

Ähnlich wie diese "Bananenhubschrauber" soll auch das neue Modell für Luftversorgung und -rettung eingesetzt werden.
Ähnlich wie diese "Bananenhubschrauber" soll auch das neue Modell für Luftversorgung und -rettung eingesetzt werden.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Airbus plant einen neuen Transport-Hubschrauber - und damit das auch etwas wird, geben Frankreich und Deutschland nun Hunderte Millionen Euro hinzu. Insgesamt belaufen sich die Hilfen auf 377 Millionen Euro. Vor allem Frankreich springt ein - das Land trägt 330 Millionen Euro, den Rest übernimmt Deutschland. Die EU-Kommission billigte die Förderung nun. Der Rumpf des neuen Modells X6 soll im Airbus-Standort Donauwörth entwickelt und gebaut werden, die Endmontage soll dann in Frankreich erfolgen. Der zweimotorige Hubschrauber soll einen größeren Aktionsradius als seine Vorgänger haben und weniger Treibstoff verbrauchen. Eingesetzt werden soll er bei humanitären Aktionen, Such- und Rettungsflügen und bei der Versorgung von Plattformen auf hoher See.

12:09 Uhr
11:51 Uhr

Zahl der Toten im Grenfell Tower steigt noch einmal

Bilderserie

Noch einmal steigt die Zahl der Todesopfer nach der Brandkatastrophe im Londoner Hochhaus Grenfell Tower. Wie mehrere britische Medien berichten, wurden mittlerweile 79 Leichen gezählt. Dabei handele es sich noch immer nicht um eine endgültige Zahl.

Mehr dazu hier.

11:45 Uhr
11:33 Uhr

Riesiger Deal um F35-Kampfjets bahnt sich an

Die F35 soll in vielen Ländern wohl die ältere F16 ersetzen.
Die F35 soll in vielen Ländern wohl die ältere F16 ersetzen.(Foto: REUTERS)

Die F35 ist ein Kampfjet aus dem Hause Lochheed Martin und könnte seinem Hersteller nun ein gigantisches Geschäft ermöglichen. Wie CNN berichtet, bahnt sich ein Deal mit elf anderen Ländern an. Demnach sei es im Gespräch insgesamt 440 Exemplare auszuliefern - das sei am Rande der Pariser Luftfahrtmesse am Flughafen Le Bourget bekannt geworden.

11:07 Uhr

Boeing verlängert die 737

Eine Boeing 737 der Southwest Airlines aus Texas.
Eine Boeing 737 der Southwest Airlines aus Texas.(Foto: picture alliance / dpa)

Boeing setzt noch mehr auf seine 737-Reihe. Der Flugzeugbauer stockt die Familie seiner Mittelstreckenjets der Reihe um eine noch längere Version auf.

  • Das Flugzeug mit dem Namen 737-MAX-10 soll dank eines verlängerten Rumpfs bis zu 230 Passagiere fassen, kündigten Boeing-Konzernchef Dennis Muilenburg und der neue Verkehrsflugzeugchef Kevin McAllister auf der weltgrößten Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris an.
  • Nach eigenen Angaben hat Boeing bereits Bestellungen und Kaufabsichten für mehr als 240 Exemplare des Jets von über 10 Interessenten eingesammelt. Die auf weniger Kerosinverbrauch getrimmte 737-MAX-Reihe umfasst bisher die kleineren Varianten MAX-7, MAX-8 und MAX-9 und konkurriert mit der Airbus-Modellfamilie A320neo.
10:55 Uhr

Diebe stehlen Elfenbein-Stoßzähne aus Magdeburger Zoo

Erinnern Sie sich an die Wilderer, die in einem Zoo bei Paris ein Nashorn erschossen, dann das Horn absägten und stahlen? In Magdeburg hat es nun einen ähnlichen, aber weitaus harmloseren Fall gegeben. Dort wurden zwei Elfenbeinstoßzähne gestohlen. Die lagerten in einer Vitrine einer Ausstellung im Zoo. Die waren jeweils 120 Zentimeter lang und wogen je 20 Kilo. Der Schaden soll bei mehreren zehntausend Euro liegen.

10:28 Uhr

Segelflieger stürzt ab und stirbt

Bei Rostock kommt es zu einem tödlichen Unfall - ein Pilot stürzt mit einem Segelflugzeug aus geringer Höhe ab und kommt dabei ums Leben.

  • Der 72-jährige Pilot geriet mit seinem Flieger am Sonntag auf dem Flugplatz Purkshof bei Güstrow während des Starts an der Seilwinde in Schräglage, so dass eine Tragfläche den Boden berührte.
  • Das Flugzeug stürzte daraufhin aus etwa zehn Metern Höhe zu Boden.

Wie ein ortskundiger Leser mir mitteilt, liegt Purkshof viel näher an Rostock als an Güstrow - danke für den Hinweis!

10:08 Uhr

Schwächster "Tatort" des Jahres

Sibel Kekilli ermittelte gestern das letzte Mal als "Tatort"-Kommissarin an der Seite von Axel Milberg.
Sibel Kekilli ermittelte gestern das letzte Mal als "Tatort"-Kommissarin an der Seite von Axel Milberg.(Foto: picture alliance / Markus Scholz)

Der "Tatort" gestern war laut unserem Rezensenten sehr gelungen - dennoch war die Einschaltquote eher mau. Nur 6,11 Millionen Menschen schauten im Schnitt zu, das war der bislang schwächste Wert des Jahres. Das dürfte aber auch daran gelegen haben, dass gestern so ein schöner Sommerabend war, an dem man viel lieber auf n-tv.de schmökert, als den Fernseher anzuwerfen.

09:49 Uhr

Deutsche fühlen sich als Einzige weltweit sicherer

Trotz weltweitem Terror, Kriegen und Wirtschaftskrisen fühlen sich die Deutschen sicherer - und zwar völlig gegen den Trend.

  • In allen Industrienationen haben die Menschen immer mehr Sicherheitsbedenken, Deutschland ist das einzige Land, in dem diese sinken. Das zeigt der Sicherheitsindex des IT-Beratungsunternehmens Unisys.
  • Die größten Sorgen (55 Prozent) machen sie sich der Studie zufolge um Terrorismus und Krieg. Knapp jeder Zweite (48 Prozent) in Deutschland fürchtet zudem, das die persönlichen Daten in die falschen Hände geraten.
  • "Früher war Deutschland im Vergleich zu seinen europäischen Nachbarn ein Land mit sehr hohen Index-Werten", sagt Sandro Lindner, Geschäftsführer von Unisys Deutschland dazu. Das bekannte Phänomen der "German Angst" scheine aber zu verschwinden. 
09:32 Uhr

Deutlich mehr Baugenehmigungen für Mehrfamilienhäuser

(Foto: picture alliance / dpa)

Insgesamt scheint der Bauboom in Deutschland ein wenig abzuflauen - die Zahl der Baugenehmigungen ist in den ersten vier Monaten des Jahres um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. 106.500 waren es ingsesamt. Das liegt aber vor allem daran, dass weniger Wohnheime und weniger Ein- und Zweifamilienhäuser gebaut werden, so das Statistische Bundesamt. Und vor allem letztere werden ja sowieso oft zu häufig gebaut.

  • Dagegen werden deutlich mehr Mehrfamilienhäuser geplant - so viele wie seit 19 Jahren nicht mehr. Die Zahl der Genehmigungen stieg um 2,5 Prozent auf 51.100. ,
  • Das könnte eine gute Nachricht sein für alle, die auf stabile Mieten hoffen. Wenn man davon ausgeht, dass Mehrfamilienhäuser eher in Städten entstehen, findet der Neubau also verstärkt da statt, wo die Mieten am stärksten steigen.

Trotzdem: Experten erwarten in diesem Jahr "nur" 310.000 bis 320.000 neue Wohnungen - die Bundesregierung rechnet mit einem Bedarf von 350.000.

09:11 Uhr

Schnellste Supercomputer stehen in China

Rechenleistung, so weit das Auge reicht: Der chinesische Supercomputer Sunway TaihuLight.
Rechenleistung, so weit das Auge reicht: Der chinesische Supercomputer Sunway TaihuLight.(Foto: National Supercomputing Center //NATIONAL SUPERCOMPUTING CENTER/dpa)

Einst dominierten die USA die Liste mit den schnellsten Computern der Welt - doch mittlerweile belegt China die beiden ersten Plätze der "Top 500"-Liste, die immer zum Auftakt der International Supercomputer Conference in Frankfurt bekannt gegeben wird.

  • Mit einer Rechenleistung von 93 PetaFLOPS lässt die Anlage "Sunway TaihuLight" im Supercomputer Center in Wuxi seine Verfolger weit hinter sich.
  • Tianhe-2 (Milchstraße) auf Platz zwei, ein System in Guangzho, war mit einer Rechenleistung von 33,9 PetaFLOPS (Billiarden Gleitkommaoperationen in der Sekunde) drei Jahre lang die Nummer eins.
  • Die Leistung des Schweizer Systems "Piz Daint" am Nationalen Supercomputing Center wurde von 9,8 auf 19,6 PetaFLOPS verdoppelt und drängte nach vorn.

Und in 30 Jahren steckt diese Rechenleistung dann vermutlich in unseren Smartphones. Wenn es die dann noch gibt.

09:00 Uhr
08:57 Uhr
08:34 Uhr

Erste Bilder aus Grenfell-Hochhaus veröffentlicht

Verkohlt, zerstört - Bilck auf eine Etage des Grenfell-Hochhauses.
Verkohlt, zerstört - Bilck auf eine Etage des Grenfell-Hochhauses.(Foto: REUTERS)

Die Brandkatastrophe im Londoner Grenfell-Hochhaus ist einer der verheerendsten Brände der vergangenen Jahre in Europa. Nun werden erstmals Bilder aus dem Inneren veröffentlicht.

Mehr dazu hier.

08:16 Uhr

Neue Zweifel an BER-Eröffnung 2018

Es ist wieder so weit, es gibt neue Zweifel am Eröffnungstermin des Hauptstadtflughafens BER. Eigentlich soll der ja 2018 eröffnet werden, aber ach: Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag meldet Bedenken an.

  • SPD-Politiker Martin Burkert sagte: "Ich persönlich glaube nicht, dass es 2018 noch gelingen kann".  Der BER sei ein Theaterstück, wo der letzte Akt noch nicht feststehe.
  • Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hatte nach fünf geplatzten Terminen gesagt, der Airport werde im kommenden Jahr eröffnet. Der sagte nun, das hänge davon ab, ob die beteiligten Firmen verbindlichen Terminen zustimmen. Darüber werde derzeit verhandelt.
07:51 Uhr

Schiffskollision hätte viel schlimmer enden können

Video

Die Kollision eines US-Kriegsschiff mit einem Frachtschiff vor der japanischen Küste war so schon gravierend - sieben Matrosen der "USS Fitzgerald" sind vermisst, vermutlich ertranken sie im Körper des Kriegsschiffs. Das Eingreifen der Crew habe aber Schlimmeres verhindert, sagte Flottenkommandant Vize-Admiral Joseph Aucoin nun laut dem Portal The Hill. Ihmzufolge hätte das Schiff auch sinken können. Nun wird ermittelt, wie es dazu kommen konnte.

07:35 Uhr

Delivery Hero will eine Milliarde Euro einsammeln

(Foto: picture alliance / dpa)

Haben Sie schon einmal etwas bei Lieferheld, Foodora oder Pizza.de bestellt? Dann haben Sie dem Unternehmen Delivery Hero geholfen - dem geht es nun so gut, dass es an die Börse drängt. Dabei soll knapp eine Milliarde Euro ins Unternehmen fließen. Von morgen an kann man die Aktien zeichnen, bis zum 28. Juni hat man Zeit dafür. Die Preisspanne soll zwischen 22 und 25,50 Euro liegen. Allerdings fließen nur rund 450 Millionen Euro an Delivery Hero - das meiste Geld soll an Rocket Internet gehen, das das Unternehmen mit aufgebaut hat.

Mehr dazu hier.

07:17 Uhr

Weltweit so viele Flüchtlinge wie nie

Noch nie mussten so viele Menschen notgedrungen ihre Heimat verlassen - weltweit waren 65,5 Millionen Menschen auf der Flucht.

  • Die Gründe: Krieg, Gewalt und Verfolgung. Die Zahl lag knapp über der von 2015, als 65,3 Millionen Menschen auf der Flucht waren. 
  • Die meisten Flüchtlinge, die ihr Land verließen, kamen aus Syrien: 5,5 Millionen. Es folgten Afghanistan mit 2,5 Millionen und Südsudan mit 1,4 Millionen Geflüchteten.
  • Von den Allermeisten bekommen wir in Deutschland nichts mit - 84 Prozent aller Flüchtlinge finden in Entwicklungsländern Zuflucht.

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06:57 Uhr

Polizei räumt besetztes Uni-Gelände in Kassel

So sah es an der Villa Rühl vor zwei Wochen aus.
So sah es an der Villa Rühl vor zwei Wochen aus.(Foto: imago/Hartenfelser)

Am frühen Morgen ist die Polizei in Kassel in einem Großeinsatz an der Universität. Studenten hatten mehrere Gebäude, darunter die Villa Rühl, besetzt, nun räumen die Beamten diese. Ein Sprecher teilt mit, die Identität der Besetzer sei festgestellt worden, dann wurden sie nach Hause geschickt. Sogar ein Hubschrauber kreiste über dem Gelände. Die besetzten Häuser standen eigentlich leer, da sie baufällig waren - die Uni hatte daraufhin Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung erstattet. Die Besetzer forderten, aus der Villa ein soziales Zentrum zu machen.

06:40 Uhr

Polizei fasst Raser nach tödlichem Rennen

Video

Es passierte in der Nacht zum Samstag: In Mönchengladbach lieferten sich zwei Raser ein illegales Autorennen - dabei erfasste einer von ihnen einen Fußgänger. Der 38-jährige Mann starb. Einer der Fahrer wurde bereits festgenommen, der Fahrer des zweiten Autos raste davon. Mittlerweile hat die Polizei ihn gefasst.

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Heute beginnt derweil in Saarlouis ein Prozess um ein mutmaßliches Rennen, bei dem eine 14-Jährige getötet worden war.

06:25 Uhr

Das wird heute wichtig

Manche glauben Theresa Mays herbe Verluste bei der Wahl haben sie zu einer noch härteren Verhandlungspartnerin werden lassen.
Manche glauben Theresa Mays herbe Verluste bei der Wahl haben sie zu einer noch härteren Verhandlungspartnerin werden lassen.(Foto: REUTERS)

Die Woche beginnt gleich wieder mit einem Terrorverdacht - wieder ist London Schauplatz einer blutigen Attacke. Die Polizei meldet einen Toten und acht Verletzte, Anti-Terror-Spezialisten ermitteln. Das wird heute sonst noch wichtig:

  • Es ist so weit: In Brüssel beginnen die Brexit-Verhandlungen.
  • Wir berichten weiter über die Parlamentswahl in Frankreich.
  • Die SPD präsentiert ihr Steuerkonzept für den Wahlkampf.
  • In Hamburg gibt es so etwas wie die Generalprobe zum G20-Gipfel in drei Wochen. Beim Civil20-Gipfel legen rund 200 Organisationen aus 50 Ländern einen Forderungskatalog an die G20-Staatengruppe vor. Kanzlerin Merkel empfängt deren Vertreter.
  • Beim Confed-Cup in Russland ist heute die Fußball-Nationalmannschaft dran - die junge Truppe von Joachim Löw trifft auf Australien, Anstoß ist um 17 Uhr. Einen Liveticker gibt's bei uns natürlich auch.

Ich heiße Volker Petersen und wünsche Ihnen einen guten Morgen. Erreichbar bin ich unter volker.petersen (at) nama.de oder bei Twitter. Auf geht's!

06:06 Uhr

Woche beginnt mit Sonne pur

Björn Alexander.
Björn Alexander.

Guten Morgen zum Start in eine teilweise sehr heiße Wetterwoche. Und die beginnt direkt mal verbreitet supersonnig. Einzig vom Norden bis herunter in die Lausitz ziehen ein paar harmlose Wölkchen durch. Doch auch dort wird es für 12 bis 14 Sonnenstunden reichen. Im großen Rest werden es sogar 14 bis 16 Stunden Sonnenschein. Also das Eincremen - vor allem bei Kindern - nicht vergessen. Denn die Luft ist klar und wir befinden uns kurz vorm Sonnenhöchststand, den wir am kommenden Mittwoch mit dem Sommerbeginn erreichen. Damit ist die UV-Belastung sehr groß. Dazu bekommen Sie am Rhein und seinen Nebenflüssen hochsommerlich heiße 30 bis 33 Grad. Ansonsten häufig 27 bis 30 Grad. Frischer ist es im Seewind an den Küsten bei Werten um die 23 Grad. Den Fahrplan für den weiteren Verlauf der Wetterwoche finden Sie hier. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Wochenbeginn. Ihr Björn Alexander