Montag, 06. März 2017: Der Tag bei n-tv

Heute mit Juliane Kipper und Diana Sierpinski

22:32 Uhr

Das war Montag, der 6. März 2017

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

Ein Schiff fährt über die Donau in Passau, während im Hintergrund der Abendhimmel über den Silhouetten vom Passauer Dom St. Stephan, dem alten Rathaus und der Kirche St. Paul leuchtet.
Ein Schiff fährt über die Donau in Passau, während im Hintergrund der Abendhimmel über den Silhouetten vom Passauer Dom St. Stephan, dem alten Rathaus und der Kirche St. Paul leuchtet.(Foto: dpa)

am ersten Tag dieser Woche dominierten zwei Personen das Nachrichtengeschehen: Recep Tayyip Erdogan und Donald Trump - zwei Brüder im Geiste, gewählte Autokraten, die sich von Feinden umzingelt wähnen. Der Streit zwischen der Türkei und Deutschland spitzt sich weiter zu. Erdogan hatte die Bundesrepublik mit Nazi-Deutschland verglichen. Nun legte er nach: "Ich habe gedacht, der Nationalsozialismus in Deutschland ist vorbei, aber er geht noch immer weiter." Und Trump legte eine neue Version seines Einreiseverbots für Bürger bestimmter muslimischer Staaten vor.  

Spannend, wichtig und lesenswert fanden Sie heute außerdem noch diese Themen:

An dieser Stelle verabschiede ich mich, die Nachtschicht übernimmt und hält n-tv.de für die Nachtschwärmer unter Ihnen aktuell. Kommen Sie gut durch die Nacht!

22:12 Uhr

Erdbeben erschüttert die Schweiz

In der Schweiz bebte am Abend gegen 21:12 Uhr die Erde. Das Beben erreichte eine Stärke von 4,4 auf der Richterskala und dürfte in der ganzen Schweiz verspürt worden sein, teilt der Schweizerische Erdbebendienst mit. In den sozialen Medien bestätigen Hunderte, das Erdbeben gespürt zu haben.

 

21:46 Uhr

Trump gerät bei seiner Spitzel-Tirade in die Defensive

Barack Obama soll seinen Nachfolger ausspioniert haben. Das behauptet der Nachfolger. Beweise legt Donald Trump jedoch nicht vor.

  • FBI-Chef James Comey forderte das Justizministerium auf, die Anschuldigungen öffentlich zurückzuweisen, berichtet die "New York Times" unter Berufung auf hochrangige Regierungsbeamte.
  • Eine öffentliche Stellungnahme von Comey oder dem Ministerium gab es bislang nicht.
  • Trump verlangte eine parlamentarische Untersuchungskommission, die sich mit den Vorwürfen auseinandersetzen soll. "Der Präsident möchte, dass die Wahrheit ans Licht kommt und er hat darum gebeten, dass es über den Geheimdienstausschuss des Abgeordnetenhauses getan wird", sagt seine Sprecherin im Weißen Haus.
21:16 Uhr

Höcke über Hitler: Es war doch nicht alles schlecht

Gerade erst ist Björn Höcke haarscharf an einem Parteiaustritt vorbeigeschrammt, da folgt schon wieder die nächste rechte Entgleisung:

  • Der Vorsitzende der AfD in Thüringen relativierte in einem Interview mit dem "Wall Street Journal" die Verbrechen Adolf Hitlers.
  • "Das große Problem ist, dass Hitler als absolut Böse dargestellt wird. Aber wissen aber natürlich, dass es in der Geschichte kein Schwarz und Weiß gibt."
  • Unter dem Titel "The German Right Believes It's Time to Discard the Country’s Historical Guilt" geht es um den Aufschwung der rechten Parteien in Europa und die Frage, wie die AfD in Deutschland Aufwind bekommen konnte.
20:55 Uhr

Termin für Brüsseler Syrien-Konferenz steht

Seit fast sechs Jahren hält der Bürgerkrieg in Syrien an: Es gab mehr als 400.000 Tote, Millionen Menschen sind auf der Flucht. Alle Versuche, eine dauerhafte Waffenruhe zu etablieren, scheiterten bisher. Nun wollen EU und die Vereinten Nationen am 5. April eine große internationale Syrien-Konferenz organisieren. Bei dem Treffen in Brüssel solle es um die Förderung der Friedensbemühungen für das Bürgerkriegsland gehen, erklärt die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini. Zudem werde über Hilfen für die syrische Zivilbevölkerung geredet.

20:32 Uhr

Kurt Moll ist tot

Neben München sang Moll unter anderem in Hamburg, Wien, Bayreuth und Salzburg; er war nicht nur Bayerischer, sondern auch Hamburger und Wiener Kammersänger.
Neben München sang Moll unter anderem in Hamburg, Wien, Bayreuth und Salzburg; er war nicht nur Bayerischer, sondern auch Hamburger und Wiener Kammersänger.(Foto: dpa)

Eine tiefdunkle, samtige Stimme ist für immer verstummt: Der Opernsänger Kurt Moll ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Der in Buir bei Köln geborene Bass erlag einer langen, schweren Krankheit, wie die Bayerische Staatsoper mitteilt. Intendant Nikolaus Bachler würdigt ihn als einen der wichtigsten Interpreten seines Fachs. "Wie kein anderer vermochte es Kurt Moll, die großen Bass-Partien von Wagner, Mozart und Strauss zum Leben zu erwecken. Sein Tod ist ein großer Verlust für die Bayerische Staatsoper und alle unsere Mitarbeiter, für sein Publikum in München, Deutschland und der ganzen Welt."

20:07 Uhr

Drei Cannabisplantagen in Gronau ausgehoben

Die Ermittler kamen nach einem anonymen Hinweis: Mitten im nordrhein-westfälischen Gronau heben Zollfahnder drei professionelle Cannabisplantagen mit tausend Hanfpflanzen aus. Der Straßenverkaufswert der in einer Gewerbehalle und zwei Wohnungen entdeckten Cannabispflanzen wird auf rund 550.000 Euro geschätzt, wie das Zollfahndungsamt Essen mitteilt. Die aus den Niederlanden stammenden mutmaßlichen Betreiber der Plantagen wurden vorläufig festgenommen.

20:00 Uhr
19:52 Uhr

Wilderer töten Riesenelefant Satao II.

Wegen seiner Größe und der riesigen Stoßzähne war Elefant Satao II. (wie bereits sein Vorgänger Satao) eine Berühmtheit in Kenia. Doch das prächtige Elfenbein wurde dem Dickhäuter jetzt zum Verhängnis:

  • Sein Kadaver wurde bei Routineflügen über den südlichen Tsavo-Nationalpark entdeckt, wie die Tierschutzorganisation Tsavo Trust erklärt. Die Umweltschützer gehen davon aus, dass das Tier mit einem Giftpfeil getötet wurde.
  • Glücklicherweise sei der Kadaver gefunden worden, "bevor die Wilderer das Elfenbein mitnehmen konnten", sagt Richard Moller vom Tsavo Trust.
  • Den Angaben des Tierschützers zufolge gibt es weltweit überhaupt nur noch 25 Exemplare dieser riesigen Elefanten, rund 15 davon in Kenia. Ihre Stoßzähne sind so groß, dass sie fast bis auf die Erde reichen.
19:24 Uhr

Inhaftierter Yücel - Anwälte legen Widerspruch ein

Während die abgesagten Auftritte türkischer Minister in Deutschland das Verhältnis zwischen Berlin und Ankara zunehmend belasten, sitzt der "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel weiter in Istanbul in Untersuchungshaft. Seine Anwälte haben nun Widerspruch gegen den Haftbefehl eingelegt. "Die Entscheidung des Haftrichters widerspricht unserer Meinung nach sowohl der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte als auch türkischen Gesetzen", sagt Veysel Ok der "Welt". Die Anwälte Ok und Ferat Cagil begründeten den Widerspruch demnach unter anderem damit, dass Journalisten nach türkischem Recht nur höchstens vier Monate nach Erscheinen von Artikeln für deren Inhalte haftbar gemacht werden können. Die meisten der im Haftbefehl erwähnten Texte seien jedoch deutlich älter. Außerdem seien Yücels Texte zum Teil unpräzise übersetzt worden.

19:05 Uhr

Feuer auf Ibiza zerstört neun Autos

Auf der spanischen Urlaubsinsel Ibiza hat ein Brand Teile des Feuchtgebiets Ses Feixes zerstört.

  • Das Feuer war am Vormittag zwischen Ibiza-Stadt und dem Strand Playa de Talamanca ausgebrochen.
  • Die Flammen zerstörten mindestens neun Fahrzeuge und kamen auch Häusern gefährlich nahe. Ein Haus musste evakuiert werden.
  • Jetzt hat die  Feuerwehr den Brand unter Kontrolle, teilt Bürgermeister Rafa Ruiz mit. "Die Angst ist vorbei."
18:47 Uhr

Ohne Licht unterwegs - Polizist schlägt Radfahrerin

Gerichtliches Nachspiel für einen ungeheuerlichen Vorgang: Ein Polizist hält eine Radfahrerin in Düsseldorf an und lässt erst die Luft aus dem Reifen und schlägt ihr dann auch noch so heftig auf den Kopf, dass sie eine Gehirnerschütterung erleidet. Und alles nur, weil sie nachts ohne Licht unterwegs war. Wegen Nötigung und Körperverletzung wurde der inzwischen pensionierte Beamte zu 7200 Euro Geldstrafe verdonnert. Das Landgericht bestätigt damit im Berufungsverfahren das Urteil des Amtsgerichts, senkt aber die Strafhöhe von ursprünglich 11.000 Euro deutlich ab.

18:20 Uhr

Asselborn: "Erdogan scheint außer Rand und Band"

Nicht nur deutsche Politiker reagieren verstört auf den Nazi-Vergleich des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. "Ich bin normalerweise kein Nostalgiker, aber manchmal will ich die Türkei wiederhaben von Abdullah Gül und Ali Babacan, sagt der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn und weiter: "Die Türkei ist ein großes Volk, aber zurzeit haben sie einen Präsidenten, der scheint ja außer Rand und Band zu sein. Das große Volk Türkei (...) hat Besseres verdient."
(Gül war in der Türkei von 2007-2014 Staatspräsident, von 2003-2007 Außenminister und von 2002-2003 Ministerpräsident. Babacan war von Außenminister von 2007-2009.)

18:01 Uhr

IS zwingt Zivilisten zum Tragen ihres Kleidungsstils

Rakka - die Hauptstadt des Islamischen Staates in Syrien kommt zunehmend in den Belagerungszustand. Um die Unterscheidung zwischen feindlichen Kämpfern und Zivilisten zu erschweren, hat sich die Terror-Miliz etwas einfallen lassen.

  • Männer werden seit kurzem dazu gezwungen, sich so zu kleiden wie ihre Kämpfer.
  • Seit rund zwei Wochen gelte eine Verordnung zum sogenannten afghanischen Stil, sagt Abu Mohammed von der Organisation "Raqa is Being Slaughtered Silently" (etwa: Rakka wird lautlos abgeschlachtet).
  • Mit dem Kleidungsstil, einem knielangen Hemd und einer leichten Stoffhose, sei es für die wahren Kämpfer dann leichter, sich unter die Bevölkerung zu mischen.
  • Wer sich widersetze, dem drohten Gefängnis- und Geldstrafen.
17:41 Uhr

Berliner Tierpark bangt um Eisbärenbaby Fritz

Stundenlange Untersuchungen brachten zunächst keinen konkreten Befund.
Stundenlange Untersuchungen brachten zunächst keinen konkreten Befund.(Foto: dpa)

Eine traurige Nachricht erreicht uns aus dem Tierpark Berlin: Das gut vier Monate alte Eisbärenbaby Fritz ist schwer krank. Pfleger hatten ihn am Morgen teilnahmslos im Stall bei seiner Mutter Tonja gefunden. "Fritz hat eine massive Leberentzündung, das deutet auf eine ernsthafte Krankheit hin", sagt Tierparkdirektor Andreas Knieriem. "Wir hoffen sehr, dass der kleine Eisbär wieder gesund wird. Wir sind alle sehr besorgt." Der kleine Polarbär bekommt jetzt ein spezielles Antibiotikum und Schmerzmittel. Wir drücken die Daumen und wünschen gute Besserung!

17:23 Uhr

Erstes Date endet mit Polizeieinsatz

Auf ein zweites Date mit einer Internetbekanntschaft dürfte ein 36 Jahre alter Erfurter wohl verzichten. Er traf sich am Wochenende mit einer 31-Jährigen aus Weimar in einem Nachtclub.

  • Die beiden hatten bereits sechs Wochen lang Kontakt, bevor es zum ersten Treffen kam. Dabei trank die Frau erheblich Alkohol, "was dem Erfurter ganz und gar nicht gefiel", so die Polizei.
  • Daraufhin brach er das Rendezvous ab und brachte die betrunkene Frau laut Polizei "aus Höflichkeit" wieder nach Weimar.
  • Dort wollte sie zunächst nicht aus dem Auto aussteigen. Deshalb rief der Mann die Polizei. Kurz vor dem Eintreffen der Beamten stieg sie aus und zerkratzte mit ihrem Schlüsselbund das Auto.
  • Als er dies verhindern wollte, schlug sie ihm laut Polizei in Rage ins Gesicht.
  • Die Polizisten stellten bei der Frau 1,6 Promille Alkohol fest und erstatteten Anzeige. Den Schaden am Auto schätzten die Beamten auf 500 Euro und kommentierten den Einsatz so: "Single hat sich nicht verliebt."
17:13 Uhr

Können normale Gläubige Priester ersetzen?

Die katholische Kirche sucht händeringend neue Priester - nun wird darüber diskutiert, ob normale Gläubige die Lücke füllen können.

  • Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, sagt bei der Frühjahrs-Vollversammlung der Bischöfe, dies sei nicht der richtige Weg.
  • "Es geht nicht darum, die Priester zu unterstützen, sondern um ein neues Miteinander von Priestern und Laien", so Marx. "Nein, damit würden die Laien unter Wert verkauft, wenn man sagt: Ihr seid die Unterstützer der Priester."
  • Dagegen hatte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, zuvor mehr Verantwortung für Laien in den katholischen Kirchengemeinden gefordert.
16:58 Uhr

Sohn von SPD-Parteivize Stegner erhält Morddrohungen

Der 25-jährige Sohn des stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Ralf Stegner ist nach Angaben aus der SPD nach der Teilnahme an einer Demonstration gegen Rechts "heftigen Morddrohungen" aus der rechten Szene ausgesetzt. "Was da gerade im Netz passiert, ist abstoßend, ist widerlich", sagt Generalsekretärin Katarina Barley. Die Parteispitze sei solidarisch mit Stegner und dessen Familie. Nach SPD-Angaben wurde Strafanzeige erstattet.

16:55 Uhr
16:27 Uhr

Schildkröte hat fast 1000 Münzen im Magen

Das 59 Kilo schwere Tier wurde von reichlich Kleingeld befreit.
Das 59 Kilo schwere Tier wurde von reichlich Kleingeld befreit.(Foto: dpa)

Münzen in Teiche mit Schildkröten zu werfen, bringt nach der Vorstellung vieler Thais Glück und Langlebigkeit. Einem 25 Jahre alten Suppenschildkrötenweibchen wurde diese Tradition zu Verhängnis. In einer sechsstündigen Operation wurden ihr in der Universitätsklinik Chulalongkorn in Bangkok 915 Münzen aus dem Bauch herausoperiert. "Omsin" (Sparschwein), wie sie nun genannt wird, soll sich zunächst erholen und dann zurück in die Natur gebracht werden.

Die ausführliche Meldung gibt es hier.

16:01 Uhr

King verfasst Horror-Story aus dem Weißen Haus

Als humorige Antwort auf die jüngsten Absurditäten Donald Trumps hat der Schriftsteller Stephen King eine Horrorgeschichte in nur drei Akten (oder besser Tweets) verfasst. Der US-Präsident hatte behauptet, sein Vorgänger Barack Obama habe ihn während des Wahlkampfes abgehört. King treibt es auf die Spitze: Obama habe auch noch das Erdbeer-Eis gestohlen. Außerdem habe Trumps Vorgänger die Telefone persönlich angezapft, während First Lady Michelle Wache gestanden habe. Am Ende dann der Höhepunkt: "Obama hat das Weiße Haus nie verlassen!" Er stecke im Schrank, schreibt King. Und: "Er hat eine Schere!"


 
 

15:43 Uhr

"Achtung Fake News" - keine Reisewarnung für Schweden

"Achtung Fake News": Mit diesem Facebook-Eintrag reagiert das Auswärtige Amt auf Meldungen in den sozialen Netzwerken, wonach das Ministerium eine Reisewarnung für Schweden herausgegeben haben soll. Die Falschmeldung stammte demnach unter anderen von mehreren AfD-Verbänden. "Es gibt keine Reisewarnung für Schweden", stellt das Auswärtige Amt nun klar. Entgegen der Darstellung der AfD-Gruppierungen sei vor einem Jahr die Terrorwarnstufe in Schweden sogar herabgesetzt worden. "Tut uns leid, falls das weniger interessant klingt", schrieb das Auswärtige Amt weiter.

Mehr dazu? Hier entlang ...

15:26 Uhr

Heftiger Sturm fegt über Frankreich hinweg

Alarmstufe Orange in Ploemeur: Extreme Orkanböen peitschen das Meer auf.
Alarmstufe Orange in Ploemeur: Extreme Orkanböen peitschen das Meer auf.(Foto: imago/PanoramiC)

Während es bei uns heute zwar oft grau, aber relativ ruhig ist, stürmt es bei unseren französischen Nachbarn zum Teil extrem heftig. Ein kleines Sturmtief hat heute Vormittag nämlich den Westen Frankreichs erreicht und in der Bretagne direkt an der Küste Windspitzen bis zu 190 km/h gebracht. Es zieht bis heute Abend weiter ins Mittelmeer und sorgt dort für einen orkanartigen Mistral - und auch die Inseln Korsika und das nördliche Sardinien werden vom Sturm voll getroffen. Auch hier rechnen die Wettermodelle mit einzelnen Böen weit über über 150 km/h.

15:06 Uhr

Mordverdacht im Seniorenheim - Pfleger gesteht Tat

Eine hochbetagte Frau stirbt in einem Seniorenheim in Lambrecht. Das scheint zunächst nicht verwunderlich, doch dann gibt es Berichte über Misshandlungen. Inzwischen geht die Staatsanwaltschaft von Mord aus. Ein Altenpfleger gesteht die Tat nun.

  • Der 23 Jahre alte Verdächtige bestätigte im Zuge der Ermittlungen, dass er die 85 Jahre alte Frau mit einem Kissen erstickt habe, wie die Staatsanwaltschaft Frankenthal erklärt. Diese Information sei den Ermittlern allerdings schon länger bekannt gewesen.
  • Neben dem ehemaligen Mitarbeiter des Heims, der nun über seinen Anwalt die Mithilfe zur Aufklärung angekündigt hat, sitzen zwei weitere Verdächtige - ebenfalls frühere Angestellte - in Untersuchungshaft: eine 26 Jahre alte Frau und ein 47-Jähriger. Von ihnen liegt bislang kein Geständnis vor.

Mehr dazu lesen Sie hier.

14:47 Uhr

Merkel ganz entspannt bei "merkellooks"

Politik ist ein hartes Geschäft, vor allem, wenn man es so viele Jahre in verantwortlicher Position betreibt. Veränderungen äußerlicher Art sind bei vielen Spitzenpolitikern nicht zu übersehen - auch nicht bei der Bundeskanzlerin. Dabei gab es einmal Zeiten, da hatte Angela Merkel zuweilen etwas Gelöstes, fast Entspanntes. Einen Fundus solcher Merkel-Porträts bietet nun der Instagram-Account "merkellooks" - erstellt von einer Frau namens Alana Johnson. Die in Los Angeles lebende Bibliothekarin Johnson initiierte laut dem Portal "The Daily Dot" bereits vor einiger Zeit den Instagram-Account "hillarylooks" und lieferte damit ebenfalls einen anderen Blick auf die Wahlkämpferin.

14:19 Uhr

Trumps neues Einreiseverbot verschont Iraker

Der erste Entwurf wurde von Richtern kassiert, nun probiert es Donald Trump mit einer neuen Version zu seinem Dekret für das umstrittene Einreiseverbot:

  • Der US-Präsident unterzeichnet Regierungskreisen zufolge noch heute ein neues Einreiseverbot, das im Gegensatz zu seinem ersten gescheiterten Anlauf eine Reihe von Änderungen vorsieht.
  • So seien nunmehr nur noch Bürger aus sechs statt sieben muslimisch geprägten Ländern von dem 90-tägigen Bann betroffen, der Irak finde sich nicht mehr auf der Liste.
  • Betroffen seien nach wie vor Jemen, Iran, Libyen, Somalia, Sudan und Syrien. Auch gelte das Verbot für Inhaber sogenannter Green Cards, also zeitlich unbeschränkter Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen, aus diesen Ländern nicht mehr.
14:05 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leser,

meine Kollegin Juliane Kipper hat sich in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet. In den kommenden Stunden erfahren Sie von mir das Neueste aus Deutschland und der Welt in aller Kürze. Mein Name ist Diana Sierpinski. Wenn Sie Wünsche, Anregungen oder Kritik loswerden möchten, schreiben Sie mir gerne per E-Mail an diana.sierpinski@nama.de oder via Twitter. Ich wünsche Ihnen einen Guten Tag.

13:51 Uhr

Ukraine fordert von UN-Gericht Maßnahmen gegen Russland

Im Konflikt in der Ostukraine hat Kiew vom Internationalen Gerichtshof Sofortmaßnahmen gegen Russland gefordert. Die Russische Föderation sei verantwortlich für "Terrorakte und Diskriminierung" in der Ostukraine und auf der Krim, erklärte die stellvertretende Außenministerin der Ukraine, Olena Zerkal, in Den Haag vor dem höchsten Gericht der Vereinten Nationen.

  • Moskau müsse jegliche Unterstützung der Rebellen unverzüglich einstellen. Mit Waffenlieferungen, Geld und anderen Hilfen für die prorussischen Separatisten im Kriegsgebiet Donbass verstoße Moskau gegen die UN-Konvention gegen die Finanzierung des Terrorismus, erklärten die Rechtsvertreter Kiews.
  • Ausdrücklich nannten die Juristen auch die Mitschuld Russlands für den Abschuss des Passagierfluges MH17 im Juli 2014 und damit den Tod der 298 Menschen an Bord. Die Maschine war mit einer russischen Buk-Rakete über der Ostukraine abgeschossen worden. Russland weist eine Beteiligung am Krieg in der Ostukraine stets zurück. Die Anhörung ist auf vier Tage angesetzt. Wann die Richter entscheiden werden, ist unklar.
13:14 Uhr

Polizei findet wohl Leiche von vermisster Millionärin

Knapp ein halbes Jahr nach dem Verschwinden einer Millionärin aus Niedersachsen ist eine Tote gefunden worden, die die Vermisste sein könnte. Ein Spaziergänger habe die Leiche am Sonntag in einem Waldstück bei Seevetal südlich von Hamburg entdeckt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Aurich.

Es gebe Anhaltspunkte, dass es sich um die 66-Jährige aus Leer handelt. Eine Obduktion soll nun Klarheit bringen. Die Millionärin wird seit dem 26. Oktober vermisst. Die Polizei geht davon aus, dass sie getötet wurde.

Mehr dazu hier.

13:42 Uhr

Berliner Flughafenchef muss gehen

Der Berliner Flughafenchef Karsten Mühlenfeld verlässt vorzeitig das Unternehmen. Er habe eine Vertragsauflösung unterschrieben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Aufsichtsratskreisen. Zuvor hatte der "Tagesspiegel" darüber berichtet.

Mehr zum Thema können Sie hier nachlesen.

13:33 Uhr

Ex-Drogeriemarktgründer weist Bankrott-Vorwürf zurück

(Foto: dpa)

Der einstige Drogeriemarktkönig Anton Schlecker hat zu Beginn des Prozesses gegen ihn die Vorwürfe der Anklage zurückgewiesen. "Die Vorwürfe sind unzutreffend", sagte sein Anwalt Norbert Scharf am Montag vor dem Landgericht Stuttgart. Eine Insolvenz sei für ihn "schlicht unvorstellbar" gewesen.

  • Schlecker wird vorgeworfen, im Zusammenhang mit der Insolvenz seines Unternehmens vor fünf Jahren Vermögen beiseite geschafft zu haben. Angeklagt sind auch seine Frau, seine beiden Kinder sowie zwei Wirtschaftsprüfer.
  • Die Drogeriemarktkette Schlecker hatte 2012 Insolvenz angemeldet. Rund 25.000 Beschäftigte verloren durch die Pleite ihre Arbeitsplätze.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart wirft Schlecker vor, im Zuge der Insolvenz in 36 Fällen Vermögenswerte beiseite geschafft zu haben. Im Fall einer Verurteilung wegen eines besonders schweren Falls des Bankrotts drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft. Bislang sind bereits Verhandlungstage bis Oktober angesetzt.

Mehr zum Thema gibt es hier.

12:47 Uhr

Jäger kündigt dienstrechtliche Ermittlungen im Fall Wendt an

Im Fall des jahrelang freigestellten Polizeigewerkschafters Rainer Wendt hat NRW-Innenminister Ralf Jäger dienstrechtliche Ermittlungen angekündigt.

  • "Die Details der Absprachen mit Wendt waren mir nicht bekannt", sagte der SPD-Politiker in Düsseldorf. "So etwas wird einem Minister bei 45.000 Beschäftigten in der Regel auch nicht vorgelegt. Das wird jetzt in einem geordneten Verwaltungsermittlungsverfahren aufgearbeitet. Wir werden ermitteln, welche Beamte wann was zugesagt haben."
  • Eine faktische Freistellung wie im Fall Wendt werde es nicht mehr geben, Raum für gewerkschaftliche Arbeit solle dennoch erhalten bleiben. "Möglicherweise hat sich da in der Verwaltungspraxis etwas verselbstständigt", sagte Jäger.

Gleichzeitig dementiert die Deutsche Polizeigewerkschaft einen Medienbericht, wonach sie Wendt ein sechsstelliges Gehalt bezahle, das er neben seinem Beamtensold beziehe. Das sei unrichtig, sagte eine Sprecherin zu einem entsprechenden Bericht des "Kölner Stadt-Anzeigers". Wendt, der in vielen Talkshows als Kämpfer für Recht und Ordnung aufgetreten war, hatte der dpa am Sonntag versichert: "In der Summe übersteigen meine Einkünfte das Gehalt eines Hauptkommissars nicht." Dies sei Fakt, bekräftigte die Sprecherin.

12:23 Uhr

Deutschland setzt weiter auf Sanktionen gegen Nordkorea

Nach den jüngsten nordkoreanischen Raketentests hat Deutschland die Umsetzung bereits bestehender Sanktionen gefordert. Dem nordkoreanischen Regime müsse deutlich gemacht werden, "dass dieses unverantwortliche Spiel mit dem Feuer nur immer tiefer in die interne Isolation führt", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin. "Auch eine weitere Verschärfung der Sanktionen der Vereinten Nationen ist angesichts des Kollisionskurses Nordkoreas gegen die internationale Gemeinschaft weiter auf dem Tisch." Nach dem Beginn der jährlichen südkoreanisch-amerikanischen Frühjahrsmanöver hatte Nordkorea mehrere ballistische Raketen abgefeuert.

12:01 Uhr

Kettler-Erbin stirbt bei Autounfall

Die Erbin des Sport- und Freizeitartikel-Herstellers Kettler, Karin Kettler, ist am vergangenen Freitag an den Folgen eines schweren Verkehrsunfalls gestorben. Das bestätigte eine Unternehmenssprecherin. "Soester Anzeiger" und "Westfalenpost" hatten zuvor darüber berichtet.

  • Die 57-Jährige hatte sich am 24. Februar den Angaben zufolge nach einem Zusammenstoß mit einem Dachs auf einer Bundesstraße bei Soest (Nordrhein-Westfalen) mit ihrem Wagen mehrfach überschlagen und dabei lebensgefährliche Verletzungen erlitten.
  • Aus der operativen Führung von Kettler hatte sich die Unternehmerin bereits vor einiger Zeit zurückgezogen. Die ganze Belegschaft sei äußerst bestürzt, hieß es im Unternehmen.
  • Erst im April vergangenen Jahres hatte die Firma, die vor allem durch das Kettcar berühmt wurde, aber auch Fahrräder, Fitnessgeräte sowie Freizeit- und Gartenmöbel herstellt, erfolgreich ein Insolvenzverfahren beendet. Allerdings wurden im Zuge der Sanierung fast 200 Arbeitsplätze abgebaut.
12:00 Uhr
11:41 Uhr

14-Jähriger stürzt brennend von Strommast

Bei Fotoaufnahmen auf einem Strommast an einer Bahnstrecke hat ein Jugendlicher in Bremen einen Stromschlag erlitten. Wie die Bundespolizei in der Hansestadt mitteilte, kletterte der 14-Jährige hinauf und kam der 15.000-Volt-Oberleitung zu nahe. Er stürzte brennend fünf Meter in die Tiefe, wo ihn zufällig anwesende Augenzeugen löschten und versorgten. Der Junge kam mit schweren Verbrennungen per Hubschrauber in eine Hamburger Spezialklinik. Sein 13-jähriger Freund, der ihn begleitete, erlitt einen Schock. Nach Angaben der Bundespolizei hatten die Jungen am Sonntag mit Mobiltelefonen Fotos machen wollen. Dabei stieg der Ältere auf den Mast.

11:17 Uhr

Spürhund "Cash" erschnüffelt mehr als eine Viertelmillion

Da ist der Name Programm: Bargeld-Spürhund "Cash" vom Zoll in Luxemburg hat an einem Tag mehr als eine Viertelmillion Euro erschnüffelt. Bei einer Kontrolle in einem Zug entdeckte der Deutsche Schäferhund zunächst bei einem Reisenden fast 50.000 Euro Bargeld. Am Gepäck eines weiteren Passagiers schlug der Vierbeiner dann erneut an: Die Beamten fanden darin fast 250.000 Euro in verschiedenen Euroscheinen. Insgesamt seien rund 286.000 Euro sichergestellt worden, teilte die Zollverwaltung in Luxemburg mit.

  • "Das ist schon ein besonderer Fund", sagte ein Sprecher. Beide Männer hatten nicht angemeldet, dass sie mehr als 10.000 Euro in bar mit sich führten.
  • Da sie zudem weder die Herkunft noch den Zweck des vielen Geldes erklären konnten, wurde das Geld auf Anordnung der Luxemburger Staatsanwaltschaft beschlagnahmt und ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
  • Die Kontrolle fand Anfang vergangener Woche statt. Nähere Angaben zu den Männern mit dem großen Geld gab es zunächst nicht.
11:02 Uhr

Juppe kandidiert doch nicht für Präsidentenwahl

Der französische Ex-Regierungschef Alain Juppé will nicht der Ersatzkandidat der Konservativen für deren umstrittenen Präsidentschaftsbewerber Francois Fillon sein. Für eine Kandidatur sei es viel zu spät, sagte Juppe in Bordeaux. Zudem verkörpere er auch nicht den Aufbruch zu einer politischen Erneuerung, die von den Wählern gewünscht werde.

  • Juppé war von mehreren Konservativen als Alternative zu Fillon gehandelt worden, der im Zuge einer Scheinbeschäftigungsaffäre in den Umfragen auf Platz drei abgerutscht ist.
  • Am Abend ist deswegen ein Krisentreffen der Republikaner angesetzt. Die erste Runde der Präsidentenwahl findet am 23. April statt.
  • Mit einer Entscheidung wird aber erst in einer Stichwahl am 7. Mai gerechnet. Fillon galt lange als Favorit. Bei der Kandidatenkür der Republikaner hatte er sich gegen Juppé und Ex-Präsident Nicolas Sarkozy durchgesetzt.
10:50 Uhr

Im Frühling greifen die Deutschen zum Feudel

Vereinzelt ist es schon zu erahnen. Lange kann es nicht mehr dauern und der Frühling steht vor der Tür. Zwar haben Abende auf der Couch mit fünf Folgen "The Walking Dead" am Stück auch ihren Reiz, aber Spaziergänge im Park mit einem guten Kaffee in der Hand und Sonne im Gesicht können sie nicht toppen. Für viele Deutsche bedeutet der Abschied vom Winter aber vor allem eins: Frühjahrsputz.

  • Gut die Hälfte der Bundesbürger (50,1 Prozent) reinigt die Wohnung einmal im Jahr gründlich, wie eine veröffentlichte repräsentative Umfrage für das Portal www.apotheken-umschau.de ergab. Ebenso vielen Bürgern (50,8 Prozent) macht es demnach Spaß, überflüssige Sachen auszusortieren und zu entrümpeln.
  • 45,7 Prozent entdecken beim gründlichen Putzen der Umfrage zufolge verloren geglaubte Dinge wieder - wie Geld, geliebte Kleidungsstücke oder Schlüssel. Für die Erhebung befragte die GfK Marktforschung in Nürnberg 1998 Männer und Frauen ab 14 Jahren.
Umfrage
Blitzeblank: Machen Sie einen Frühjahrsputz?

Machen Sie einen Frühjahrsputz?

10:14 Uhr

Berliner Staatssekretär könnte neuer Flughafenchef werden

Aus der Sondersitzung des Aufsichtsrats der Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH sickern erste Details durch. Neuer Chef könnte demnach möglicherweise der Staatssekretär der Staatskanzlei Engelbert Lütke Daldrup werden, will die Deutsche Presse-Agentur erfahren haben. "Man diskutiert noch, aber es läuft auf ihn hinaus", hieß es. Damit wären die Tage von Geschäftsführer Karsten Mühlenfeld am neuen Hauptstadtflughafen nach zwei Jahren gezählt. Er hatte den Aufsichtsrat verärgert, als er gegen den Willen der Kontrolleure den Bauleiter auf der Baustelle auswechselte.

09:39 Uhr

97-jährige Zwillinge sterben am selben Tag

Vor 97 Jahren kommen die Zwillinge Jean Haley und Martha Williams zusammen auf die Welt. Am Wochenende haben sie sie auch gemeinsam auf tragische Weise verlassen, berichtet die "Washington Post". Wahrscheinlich sind sie an Unterkühlung gestorben, teilt die Polizei mit. Ermittler gehen davon aus, dass Williams nach einem gemeinsamen Abendessen auf dem Weg zu ihrem Auto gestürzt ist. Als ihre Schwester Haley ins Haus geht, um Hilfe zu rufen, stolpert sie über einen Teppichvorleger. Auch Haley blieb unbeweglich mit der Haustür sperrangelweit offen liegen. Ihre Schwester befindet sich zu dieser Zeit immernoch hilflos in der Einfahrt. Erst am nächsten Morgen entdeckt ein Nachbar die Zwillinge und ruft einen Notarzt. Im Krankenhaus konnte nur noch der Tod der beiden Frauen festgestellt werden.

09:09 Uhr

Kanzleramtschef verurteilt Erdogans Nazi-Vergleich

Mit dem Vorwurf Deutschland würde sich "Nazi-Praktiken" bedienen, eskaliert der Streit zwischen Deutschland und der Türkei wegen abgesagter Wahlkampfauftritte türkischer Minister. Für Kanzleramtschef Peter Altmaier ist der Nazi-Vergleich des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan "absolut inakzeptabel".

  • "Deutschland ist in puncto Rechtsstaatlichkeit, in puncto Toleranz und Liberalität nicht zu übertreffen", sagte der CDU-Politiker im ARD-"Morgenmagazin". Die Bundesregierung sei im ständigen Kontakt mit den Verantwortlichen in der Türkei.
  • "Wir werden dafür sorgen, dass die Bedeutung und die ganze Problematik der Vorgänge der letzten Tage auch in Ankara erkannt und nachvollzogen wird", kündigte er an. Wahlkampf-Auftritte türkischer Minister sollten grundsätzlich nicht verboten werden, betonte Altmaier. "Aber das muss nach Recht und Gesetz vorgehen. Das muss angemeldet werden, das muss überprüft werden."

Mehr zum Thema finden Sie hier.

09:00 Uhr
08:49 Uhr

Wildschweine legen Bahnverkehr lahm

Eine Rotte Wildschweine hat den Verkehr auf der Bahnstrecke Stralsund-Pasewalk-Berlin stundenlang zum Erliegen gebracht. Nach Angaben des Landkreises Vorpommern-Greifswald stieß ein mit rund 100 Reisenden besetzter Zug am Sonntagabend gegen 19.30 Uhr südlich von Ducherow mit mehreren Wildschweinen zusammen. Dabei sei der Triebwagen des Zuges so stark beschädigt worden, dass ein Ersatzzug organisiert werden musste.

Von den Reisenden und vom Zugpersonal wurde niemand verletzt. Wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte, waren beide Fahrrichtungen rund vier Stunden gesperrt. Feuerwehren mussten die Fahrgäste über Leitern auf der Strecke in den Ersatzzug umsteigen lassen. Es kam zu Verspätungen.

08:17 Uhr

Willi Herren zieht die Notbremse

Erschöpft, müde und ausgebrannt. Die Arbeit gelingt nicht mehr so gut und die Leistungsfähigkeit lässt nach? Diese Symptome können erste Anzeichen für eine Burnout-Erkrankung sein. Willi Herren lässt sich deswegen jetzt in einer Klinik behandeln. Das schrieb der Sänger in einem Statement auf Facebook. Dort heißt es unter anderem:

  • "Wie ihr ja alle wisst, ist mein Leben schon immer von vielen Höhenflügen und genauso vielen Tiefschlägen geprägt gewesen. Ich habe mich in den letzten Jahren von den Drogen trennen können, habe meinen Körper von überflüssigen Pfunden befreit und mich wieder auf das besinnt, was ich wahrscheinlich am besten kann...auf die Bühne gehen und mit euch das Leben feiern!"
  • Weiter schreibt Herren: "Nichts desto trotz haben die letzten 2-3 Jahre sehr viel Kraft gekostet und ich fühle mich seit einiger Zeit ausgebrannt und leer! Damit ich nicht wieder da lande, wo ich hergekommen bin, habe ich für mich beschlossen die Notbremse zu ziehen und begebe mich in eine stationäre Behandlung wegen eines Burnouts und damit einhergehenden Depressionen."

Burnout ist übrigens keine Managerkrankheit. Besonders oft tritt sie auch bei Krankenschwestern, Altenpflegern und Lehrern auf. Oftmals gelangen Betroffene erst nach Jahren der Überarbeitung an den Punkt, wo nichts mehr geht.

07:51 Uhr

Hollande warnt vor Sieg von Le Pen

Frankreichs Staatschef François Hollande warnt vor einem Sieg der rechtsextremen Kandidatin Marine Le Pen bei den Präsidentschaftswahlen. "Die Gefahr besteht", sagte Hollande der "Süddeutschen Zeitung", der französischen Zeitung "Le Monde" und vier anderen europäischen Zeitungen in einem Interview.

  • Die Rechtsextremen in Frankreich seien seit mehr als 30 Jahren nie so stark gewesen wie heute. Frankreich werde ihnen aber nicht "erliegen".
  • "Wir wissen, dass die Wahl nicht nur das Schicksal unseres Landes entscheidet, sondern auch die Zukunft Europas", sagte Hollande. Denn falls die Front-National-Chefin Le Pen wider Erwarten die Wahl gewinnen sollte, "dann würde sie sofort mit dem Austritt aus der Eurozone beginnen - und sogar aus der EU".
  • "Das ist das Ziel alle Populisten: raus aus Europa, sich der Welt verschließen und sich eine Zukunft ausmalen voller Barrieren und Grenzen, die mit Wachtürmen verteidigt werden", sagte der Staatschef, der bei den Wahlen nicht erneut kandidiert. Er verstehe es daher als seine "letzte Pflicht, alles zu tun, dass Frankreich nicht eine derart schwere Verantwortung auf sich lädt".
07:54 Uhr

PSA kauft Opel

Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroen hat sich mit General Motors auf den Kauf von Opel geeinigt. Das Transaktionsvolumen betrage 1,3 Milliarden Euro, teilten die beiden Autokonzerne mit.

Mehr dazu lesen Sie hier.

07:28 Uhr

Busunfall in Panama fordert 18 Tote

Bei einem schweren Busunfall sind in Panama gestern mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen und 33 weitere verletzt worden. Der private Fernbus aus der Provinz Bocas del Toro war auf dem Weg in die Stadt Chame von der Straße abgekommen und in einen Fluss in einer Schlucht gestürzt, wie ein Vertreter des Zivilschutzes sagte. Von den 33 Verletzten schwebten mehrere in Lebensgefahr.  

  • Das Unglück ereignete sich demnach am Nachmittag bei Ciénaga Vieja de Antón in der Provinz Cocle rund 140 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Panama-Stadt.
  • An Bord des Busses waren Arbeiter auf dem Weg zu einer Farm in Chame, etwa 80 Kilometer von der Hauptstadt entfernt. Die Provinz Bocas del Toro grenzt an die Karibik, Chame liegt am Pazifik.

Staatspräsident Juan Carlos Varela rief zu einer Schweigeminute am Montag im Gedenken an die getöteten "panamaischen Arbeiter" auf. Nach Gewerkschaftsangaben handelte es sich um Landarbeiter auf dem Weg zur Melonenernte.

07:15 Uhr

Israelische Truppen erschießen Palästinenser

Im Westjordanland erschießen israelische Soldaten in der Nacht einen Palästinenser. Die Truppen seien in ein Haus in El Bire eingedrungen, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Maan. Der Gesuchte habe auf die Soldaten geschossen und diese hätten das Feuer erwidert, berichtete der israelische Rundfunk. Unter den Soldaten habe es keine Verletzten gegeben. Nach dem Vorfall sei es vor Ort zu Ausschreitungen gekommen. Zwei weitere Palästinenser seien durch Schüsse verletzt worden. Eine Armeesprecherin in Tel Aviv sagte, man prüfe die Berichte.

06:55 Uhr

Deutsche Werften behaupten sich auf Weltmarkt

Der weltweite Schiffbau geht durch ein tiefes Tal.
Der weltweite Schiffbau geht durch ein tiefes Tal.(Foto: dpa)

Die deutschen Werften haben ein gutes Jahr hinter sich und das trotz der weltweiten Schiffbau-Krise. Der Auftragseingang hat nach Angaben des Verbandes für Schiffbau und Meerestechnik kräftig zugelegt. Dabei liegen die Zahlen für 2016 noch nicht endgültig vor. Trotzdem:

  • Mit 4,9 Milliarden Euro war 2015 schon das beste Jahr seit 2006.
  • Im ersten Halbjahr 2016 erreichte der europäische Schiffbau einen Weltmarktanteil von 56 Prozent, wie aus Daten der maritimen Beratungsfirma Clarkson hervorgeht.
  • Deutsche Werften lagen weltweit mit 20 Prozent auf Platz zwei, knapp hinter China.

Während kaum noch Aufträge für klassische Containerschiffe, Tanker und Massengutfrachter vergeben werden, ist der deutsche Schiffbau in lukrativen Nischen tätig. Die Branche ist erfolgreich mit Kreuzfahrtschiffen, Luxusjachten, Fähren und Militärschiffen.

Mehr zum Thema können Sie hier lesen.

06:34 Uhr

Das wird heute wichtig

Anton Schlecker soll sein Vermögen auf illegale Weise vor der Pleite vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt und Millionen beiseite geschafft haben.
Anton Schlecker soll sein Vermögen auf illegale Weise vor der Pleite vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt und Millionen beiseite geschafft haben.(Foto: picture alliance / Martin Gerten)

Liebe Leser, eigentlich ist mir das wöchentliche Treffen mit meinen Freunden am Sonntagabend zum Tatort gucken heilig. Nur selten muss diese Institution ausfallen. Zum Beispiel immer dann, wenn am Montag die Frühschicht ansteht. So also auch gestern. Geht es Ihnen ähnlich? Alles nur halb so schlimm. Mit dem "Tatort" Check von Julian Vetten sind wir trotzdem bestens informiert. Aber schauen wir mal, was heute wichtig werden könnte.

  • In Washington soll das neue Dekret zu einem Einreiseverbot in die USA unterzeichnet werden. Eine erste Verfügung war gerichtlich gestoppt worden.
  • Das britische Parlament könnte heute dem Brexit-Gesetz zustimmen. Das würde Premierministerin Theresa May erlauben, die Erklärung zum Austritt ihres Landes aus der EU einzureichen.
  • Heute beginnt der Prozess gegen den ehemaligen Drogeriemarkt-König Anton Schlecker. Der 72-Jährige steht wegen des Vorwurfs des vorsätzlichen Bankrotts vor Gericht.
  • In Berlin tagt die Sondersitzung des Aufsichtsrats der Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH. Der Bund und Berlin wollen Geschäftsführer Karsten Mühlenfeld entlassen.

Was sonst noch auf der Welt passiert, erfahren Sie in der ersten Tageshälfte in aller Kürze von mir an dieser Stelle. Ich heiße Juliane Kipper und begleite Sie heute durch den Tag. Erreichbar bin ich unter juliane.kipper (at) nama.de.

06:12 Uhr

Tief "Yannik" bringt Wolken und Schauer

Guten Morgen zum Start in eine neue und sehr wechselhafte Wetterwoche. Vorerst einmal bleibt es nämlich beim Tiefdruckeinfluss. Heute bringt uns Tief "Yannik" viele Wolken mit Schauern, die zum Teil von Graupelgewittern begleitet sein können. Im Bergland fällt oberhalb von 500 bis 700 Meter Schnee. Denn die Temperaturen sind auf der nasskalten Seite bei meist nicht mehr als 3 bis 8, am Rhein bis 10 Grad.

Der kurze Fahrplan für die nächsten Tage. Morgen Schauerwetter bei maximal 1 bis 9 Grad. Mittwoch im Süden kurze Wetterbesserung, im Norden und Westen aber neue Regenwolken und Wind. 4 bis 11 Grad. Donnerstag im Süden nass, im großen Rest freundlicher und spürbar milder bei 8 bis 15 Grad. Freitag im Nordosten noch Schauer, sonst schöner, im Süden sonnig, frühlingshafte 10 bis 18 Grad. Kommen Sie gut in den Tag. Ihr Björn Alexander

05:55 Uhr