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Der Tag: Weitere Kritik an Bargeldobergrenze

Manche meinen, 500-Euro-Scheine sollten abgeschafft werden.
Manche meinen, 500-Euro-Scheine sollten abgeschafft werden.(Foto: dpa)

In Sachen Bargeldobergrenze kommen kritische, aber inhaltlich leicht überraschende Töne von der Spitze der FDP. Damit springt sie Justizminister Heiko Maas (SPD) zur Seite, der den Beginn der "totalen Überwachung" wittert.

  • "Dieses Mal werden wir nicht abgehört, dieses Mal geht es darum, wie wir mit unserem Geld umgehen", sagte FDP-Parteichef Christian Lindner. Bei der Begrenzung von Bargeldzahlungen gehe es nicht um Terrorismusbekämpfung, sondern um Überwachung und Kontrolle, sagte Lindner.
  • Vorratsdatenspeicherung und auch Bargeldgrenzen seien "weder wirklich geeignet noch angemessen, um für mehr Sicherheit zu sorgen". Terroristen hätten längst kein Problem mehr, die herkömmlichen Wege der Geldwäsche zu umgehen.
  • Für Lindner ist die Grenze eine Vorstufe zur Umverteilung: "Wenn wir alle gezwungen werden, unser Geld nur auf dem Konto zu haben, kann sich niemand mehr Negativ-Zinsen oder sonstigen Zwangsmaßnahmen zu entziehen. Dann ist es ein Leichtes, einfach mal so von allen Girokonten 0,01 Prozent im Jahr, im Monat, in der Woche einzuziehen - als Sonderabgabe für einen angeblich wichtigen Zweck."

Die EU-Finanzminister beraten heute in Brüssel über mögliche Bargeldobergrenzen bei Zahlungen.

Quelle: n-tv.de