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Not amused: Adele.
Not amused: Adele.(Foto: REUTERS)

Wahlkampf mit "Rolling in the Deep": Adele geht auf Donald Trump los

Von Aerosmith bis R.E.M. - US-Möchtegernpräsident Donald Trump erweist sich in seinem Wahlkampf als Pop- und Rock-Liebhaber. Blöd nur, dass er damit bei den Musikern auf wenig Gegenliebe stößt. Jetzt handelt er sich auch noch mit Adele mächtig Ärger ein.

Wenn das so weitergeht, muss Donald Trump bei seinen Wahlkampfterminen im Ringen um die republikanische US-Präsidentschaftskandidatur wohl bald auf Musik komplett verzichten. Auf jeden Fall wird es für den Immobilienmogul zunehmend schwer, für seine Einmärsche die passenden Songs zu finden. Songs, die ihm nicht nur persönlich zusagen, sondern die ihm im Nachhinein auch keinen Ärger einbrocken.

Muss Trump seine Wahlkampf-Auftritte bald ohne musikalische Untermalung absolvieren?
Muss Trump seine Wahlkampf-Auftritte bald ohne musikalische Untermalung absolvieren?(Foto: imago/ZUMA Press)

Bereits die Bands Aerosmith und R.E.M. sowie Rocklegende Neil Young hatten gegen die Verwendung ihrer Lieder bei Trump-Veranstaltungen mobil gemacht. Und jetzt gibt auch Superstar Adele dem 69-Jährigen eins auf die Finger. "Adele hat keinerlei Erlaubnis erteilt, ihre Musik für irgendwelche politische Kampagnen zu verwenden", ließ sie über einen Sprecher mitteilen. Bei dieser Aussage will es die 27-Jährige allerdings wohl auch erst einmal belassen. Eine Nachfrage des Senders CNN, ob die Sängerin denn auch darauf bestehe, dass Trump die Verwendung ihrer Musik beende, beantwortete ihr Sprecher salopp: "Wir haben keinen weiteren Kommentar."

"Fickt euch!"

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Damit gibt sich die Britin gegenüber dem US-Amerikaner noch ziemlich gnädig. Aerosmith-Frontmann Steven Tyler hatte Trump wegen der Verwendung seines Songs "Dream On" gleich mal eine Unterlassungsaufforderung zukommen lassen. Und auch Michael Stipe, ehemals Sänger der mittlerweile aufgelösten R.E.M., zeigte sich wenig zurückhaltend: "Fickt euch, ihr traurigen, nach Aufmerksamkeit heischenden, machthungrigen kleinen Männer! Verwendet bloß nicht meine Musik oder meine Stimme für eure debile Farce einer Kampagne", tobte er, nachdem bei einer Wahlkampfveranstaltung Trumps der R.E.M.-Hit "It's the End of the World as We Know It (and I Feel Fine)" erklungen war.

Im Falle Adeles sollen sogar zwei Songs zum Einsatz gekommen sein, wie der britische "Guardian" berichtet. So brachte Trump sich und seine Anhänger nicht nur mit dem James-Bond-Thema "Skyfall" der Sängerin in den richtigen Groove, sondern auch mit Adeles Pop-Hymne "Rolling in the Deep".

Adeles Herz schlägt für Labour

Dass sich nun auch ausgerechnet Adele gegen ihn wendet, dürfte Trump wenig freuen. Er selbst gilt schon länger als Fan der Sängerin - im November vergangenen Jahres wurde er sogar bei einem ihrer Konzerte in New York gesehen. Auch seine gerade erst vierjährige Enkelin Arabella - Tochter von Ivanka Trump und Jared Kushner - steht bereits auf die Songs der Sängerin. Just an diesem Wochenende schrieb sie Adele in einem Brief, den ihre Mutter bei Instagram veröffentlichte: "Liebe Adele, danke für deine wunderschöne Musik."

Allerdings dürfte Trump die Abneigung des Popstars gegen seine politischen Positionen eigentlich ebensowenig wundern. Adele hat sich in der Vergangenheit schließlich stets als Anhängerin der Labour-Partei in ihrer englischen Heimat zu erkennen gegeben. Den konservativen Regierungschef David Cameron bezeichnete sie einst als "Trottel".

Quelle: n-tv.de

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