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Der Film "Die fabelhafte Welt der Amélie" zog die Zuschauer auch mit seinem Soundtrack von Komponist Yann Tiersen in den Bann.
Der Film "Die fabelhafte Welt der Amélie" zog die Zuschauer auch mit seinem Soundtrack von Komponist Yann Tiersen in den Bann.(Foto: imago stock&people)

Kinohit als Musical am Broadway: "Amélie"-Regisseur Jeunet ist angewidert

"Die fabelhafte Welt der Amélie" kommt als Musical auf den Broadway. Jean-Pierre Jeunet, Regisseur des französischen Kinohits, ist allerdings nicht besonders glücklich über das Vorhaben. Allein ein Kinderhilfsprojekt bewegt Jeunet zum Verkauf der Musical-Rechte.

Sein Filmdebüt gab Jean Pierre Jeunet 1991 mit "Delicatessen".
Sein Filmdebüt gab Jean Pierre Jeunet 1991 mit "Delicatessen".(Foto: imago stock&people)

Der Regisseur des französischen Kinohits "Die fabelhafte Welt der Amélie" ist alles andere als begeistert von dem Projekt, seinen Film als Broadway-Musical aufzuführen. Er sei "zutiefst angewidert" von der geplanten Adaption für die berühmte Theatermeile in New York und habe den Plänen nur zugestimmt, um an Geld für ein Kinderhilfsprojekt zu kommen, verriet Jean-Pierre Jeunet in einem Radio-Interview. "Ich hasse den Broadway, er ist die Inkarnation der Geschmacklosigkeit", ereiferte sich der Franzose.

Sein Welterfolg aus dem Jahr 2001 machte die Schauspielerin Audrey Tautou zum Star. Sie spielt in dem Film die Rolle der schüchternen Kellnerin Amélie, die vor der romantischen Kulisse des Pariser Montmartre durch die Stadt zieht, um andere Menschen glücklich zu machen. Der märchenhafte Kinostreifen spielte weltweit 152 Millionen Dollar ein und wurde für fünf Oscars nominiert. Der US-Komponist Dan Messe hatte erklärt, mit dem Dramaturgen Craig Lucas und dem Komponisten Nathan Tysen eine Broadway-Version von "Amélie" vorzubereiten.

"Lange habe ich widerstanden und alle Angebote ausgeschlagen", sagte Jeunet. Weil er aber eine Hilfsorganisation für Herzchirurgie unterstütze und rund 10.000 Euro nötig seien, um das Leben eines Kindes zu retten, habe er schließlich nachgegeben und die Rechte verkauft. Die Musical-Aufführung will er nach eigenen Worten ignorieren: "Ich werde sie mir nicht ansehen und will nicht einmal davon hören", sagte Jeunet. "Aber wenn es Geld bringt, kann ich ja vielleicht ein paar Leben retten."

Quelle: n-tv.de

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