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Atemlos durch die Nacht: Günther Jauch inhaliert mal eben bei "Wer wird Millionär?".
Atemlos durch die Nacht: Günther Jauch inhaliert mal eben bei "Wer wird Millionär?".(Foto: RTL)

Salbeitee und Zwangsheirat: Atemnot bei "Wer wird Millionär?"

Günther Jauch und "Wer wird Millionär?" melden sich mit einer Doppelfolge nach der Weihnachtspause zurück. Und mit zwei Erkenntnissen: Backshop-Besitzer scheinen lustige Menschen zu sein. Und: Vertraue nie blind dem Publikumsjoker.

Als Benjamin Lüders auf dem Ratestuhl von "Wer wird Millionär?" (WWM) Platz nimmt, ist es wie ein kleines Déjà-vu. Und das nicht nur, weil der 32-Jährige wie dereinst Aaron Troschke seinen Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Backwaren bestreitet. Nein, Lüders hat auch eine ähnlich große Klappe wie der Kandidat, der 2012 bei Günther Jauch 125.000 Euro absahnte und zum Publikumsliebling wurde  - den späteren Gewinn von "Promi Big Brother" inklusive.

Mit Benjamin Lüders hatte Jauch seinen Spaß.
Mit Benjamin Lüders hatte Jauch seinen Spaß.(Foto: RTL / Frank Hempel)

Was Lüders von Troschke mit der großen Berliner Schnauze allerdings unterscheidet: Er kommt aus Springe in Niedersachsen. Und seine Ambitionen hängt er zunächst einmal tief. Zu "Wer wird Millionär?" angemeldet habe ihn seine Freundin, er erwarte nicht viel und auch eine anschließende Medienkarriere à la Troschke strebe er ganz bestimmt nicht an, versichert er Günther Jauch. Und tatsächlich hat Lüders in der Folge bei der einen oder anderen Frage mehr Glück als Verstand.

"Nicht total verblödet"

Die 4000-Euro-Frage etwa lautet: "Welches nützliche Utensil gehört oftmals zur Erste-Hilfe-Ausstattung für unterwegs? A: Wespenbrief, B: Mückenpäckchen, C: Zeckenkarte, D: Moskitotelegramm." Lüders antwortet richtig: "Zeckenkarte" - jedoch mit völlig falscher Begründung. Statt des medizinischen Utensils zur Entfernung der Parasiten wähnt er hinter dem Begriff zunächst eine Landkarte, in der Zeckengebiete verzeichnet sind. Später dämmert ihm sein Denkfehler dann aber doch noch. "Ich bin ja nicht total verblödet", erläutert Lüders dem erstaunten Jauch.

Hatte Glück im Unglück: Kandidatin Leonie Vaupel.
Hatte Glück im Unglück: Kandidatin Leonie Vaupel.(Foto: RTL / Frank Hempel)

Trotz allem schafft es der Niedersachse bis zur 16.000-Euro-Frage, ohne einen Joker in Anspruch zu nehmen. Auch die 32.000-Euro-Frage meistert er mithilfe des gesamten Publikums und des 50-50-Jokers. Als es um 64.000 Euro geht, steht die Frage im Raum: "Was müsste bei dem Hinweis 'Nur für geladene Gäste' der Party wohl fernbleiben? A: Proton, B: Elektron, C: Kation, D: Neutron." Lüders ahnt die korrekte Antwort - "Neutron" -, sichert sie aber durch einen Anruf bei einem befreundeten Hals-, Nasen-, Ohrenarzt ab.

Nicht nur für den Kandidaten, dem der Joker seine Intuition bestätigt, eine lohnende Investition. Auch Jauch erhält von dem Mediziner den Tipp, einer drohenden Heiserkeit am besten mit dem Inhalieren von Salbeitee vorzubeugen. Prompt wird ein Topf samt heißem Wasser, in dem ein (!) Teebeutel schwimmt, und Handtuch ins Studio gereicht. Während Jauch unter dem Handtuch keucht, liest Lüders sich selbst seine 125.000-Euro-Frage vor, in der es um die Zeitzonen in den EU-Staaten geht - und entscheidet sich auszusteigen.

Jauch als Retter in der Not

Doch nicht nur beim Auftritt des 64.000-Euro-Gewinners gerät Jauch wie den Zuschauern an den Fernsehgeräten der Atem ein ums andere Mal ins Stocken. Auch der Durchgang mit Leonie Vaupel hat es in sich. Die Studentin - tatsächlich hat sie ihr Studium gerade abgebrochen - aus Frankfurt am Main greift bei der 32.000-Euro-Frage zu ihrem finalen Joker - der Einzelperson im Studiopublikum.

"Eine sogenannte Paywall findet man im Internet immer häufiger auf den Seiten von …? A: Universitäten, B: Supermärkten, C: Kreditinstituten, D: Zeitungen", lautet die Frage. Mit der Inbrunst der Überzeugung rät der Joker Vaupel zu Antwort C, den Kreditinstituten.

Als die Frankfurterin dazu tendiert, dem Vorschlag zu folgen, bewahrt sie Jauch mit drastischen Mitteln vor Schlimmerem. Wenn sie dem jungen Mann im Publikum vertraue, müsse sie ihn auch heiraten, verkündet der Moderator der Kandidatin. Die Drohung mit der Zwangsheirat zeigt Wirkung - Vaupel entscheidet sich schließlich dann doch, lieber mit 16.000 Euro nach Hause zu gehen. Zum Glück, denn natürlich verbergen sich hinter dem Begriff "Paywall" die Bezahlschranken, die Zeitungen und andere Medien verstärkt einführen, um ihre journalistische Arbeit zu finanzieren.

Quiz Sind Sie so schlau wie Jauchs Millionäre?
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Quelle: n-tv.de

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