Unterhaltung

"Was für ein Theater" bei der ARD: Bator reicht Hofer die Hand

In der deutschen Nachrichtenwelt kommt alles wieder ins Lot: Der reichlich überdrehte Krach zwischen den Sprechern Bator und Hofer von der "Tagesschau" - der eine ehemalig, der andere aktuell - steht vor einem schiedlich-friedlichen Ende.

Bald alles wieder gut in der ARD? Marc Bator macht den ersten Schritt.
Bald alles wieder gut in der ARD? Marc Bator macht den ersten Schritt.(Foto: picture alliance / dpa)

Bei der alten ARD-Institution "Tagesschau" könnte schon bald wieder Frieden einkehren: Ex-Sprecher Marc Bator hat seinen Frust über seinen versauten Abgang bei der Nachrichtensendung heruntergeschluckt und sich zu einem Versöhnungsangebot an seinen Widersacher Jan Hofer durchgerungen - ausgerechnet bei der öffentlichen Konkurrenz im ZDF.

In der Talk-Show "Markus Lanz" sagte er: "Ich weiß auch nicht, was da los ist. Ich glaube, da hat ein Wort das andere gegeben. Und das Schlimme ist: Wir haben nicht persönlich miteinander gesprochen." Und dann sagt er die entscheidenden Sätze: "Ich glaube mal, wenn jetzt hier so wirklich die Wogen geglättet sind, dann rufe ich ihn auch an und frage mal: 'Was ist da los? Was habe ich falsch gemacht?' Und dann bereden wir das von Mann zu Mann", fügte Bator hinzu.

Bator und Hofer hatten in der vergangenen Woche ziemlich wüst und vor allen Dingen öffentlich miteinander gestritten. In Interviews beschuldigten sie einander, nicht redlich mit dem anderen umgegangen zu sein. Bei Bators letztem Auftritt bei der "Tagesschau" war strittig, ob er sich bei den Zuschauern der 20.00-Uhr-Ausgabe verabschieden durfte oder nicht. Bator wechselte jüngst von der "Tagesschau" zu Sat.1.

In der Öffentlichkeit - etwa einer Talkshow - will Bator er aber nicht mit Hofer debattieren. "Mir hat das in der vergangenen Woche schon gereicht", sagte Bator. Er habe von Freunden und Bekannten "Anrufe aus halb Europa" bekommen: "Was für ein Theater." Bator betonte: "Ich bin ganz sicher, dass das bald komplett ad acta gelegt wird."

Weiter sagte Bator: "Ich habe gerne bei der Tagesschau gearbeitet - und das 13 Jahre lang. Es hat mir einen Riesenspaß gemacht. Und die ARD hat mir Erlebnisse beschert in meinem Leben, die ich nie vergessen werde - im positiven Sinne." Er habe jedoch sehr jung dort angefangen und nun nach neuen Herausforderungen gesucht. "Ich hätte die 'Tagesschau' auch verlassen, wenn ich das Angebot von Sat.1 als neuer Nachrichten-Anchorman nicht bekommen hätte." Zum Beispiel habe er "Ideen gehabt, den Radsport wieder in besseres Licht zu rücken".

Quelle: n-tv.de

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