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Wiedergeburt nach 80 Jahren: Bauhaus bringt Zeitschrift heraus

Eine eigene Zeitschrift, die Reparatur des Meisterhaus-Ensembles und die Suche nach Geld für ein attraktives Besucherzentrum: Bauhaus Dessau hat sich für 2011 viel vorgenommen.

Oswalt vor dem Gebäude des Bauhauses in Dessau-Roßlau (Archivbild von März 2009).
Oswalt vor dem Gebäude des Bauhauses in Dessau-Roßlau (Archivbild von März 2009).(Foto: dpa)

Eine jahrzehntelang unterbrochene Bauhaus-Tradition wird wiederbelebt: "Nach 80 Jahren Pause werden wir wieder eine Zeitschrift herausgeben, die "Bauhaus" heißt", sagte der Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau, Philipp Oswalt. "Wir wollen damit die Öffentlichkeit zweimal im Jahr darüber informieren, was sich im Bauhaus-Kontext tut." Die Zeitschrift "Bauhaus" hatte zwischen 1926 und 1931 dafür gesorgt, dass die neuen künstlerischen Konzepte von Walter Gropius & Co rasch verbreitet wurden.

"Wir wollen mehr von der Arbeit berichten, die wir machen, und sie auch etwas reflektieren", sagte der Architekt Oswalt, der selbst zwischen 1988 und 1994 Redakteur der Architekturzeitschrift "Arch+" war. Die erste "Bauhaus"-Ausgabe im Februar 2011 sei dem Thema Kunst gewidmet - anlässlich der Ausstellung über den Bauhaus-Künstler Kurt Kranz (1910-1997).

2012 sollen neue Meisterhäuser öffnen

In der Nähe des Dessauer Bauhaus-Gebäudes beginnt im kommenden Jahr die Umsetzung eines jahrelang diskutierten und umstrittenen Projekts: Die Reparatur des Meisterhaus-Ensembles. Das zerstörte Wohnhaus von Bauhaus-Direktor Walter Gropius (1883-1969) und die Doppelhaushälfte von Laszlo Moholy-Nagy (1895-1946) werden rekonstruiert. "Im Frühjahr beginnen die Bauarbeiten, 2012 wollen wir die beiden neuen Meisterhäuser eröffnen", kündigte Oswalt an.

Dann sollen zudem im Doppelhaus Klee/Kandinsky die Besucher besser informiert werden. "Wir planen eine neue Dauerausstellung über Paul Klee als Künstler und Lehrer", sagte der Stiftungs-Chef. Generell werde daran gearbeitet, in den Bauhausbauten noch tiefere Informationen über deren Geschichte anzubieten. Zudem plant die Stiftung den Neubau eines 15 Millionen Euro teuren Besucherzentrums, das einen tieferen Einblick in die Bauhaussammlung bieten soll. "Wir sind zuversichtlich, dass wir dafür 2011 ein Finanzierungsmodell finden", sagte Oswalt.

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Quelle: n-tv.de

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