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Nicht die besten Freunde - aber in der Stunde der Trauer vereint: Bushido (l.) und Kay One.
Nicht die besten Freunde - aber in der Stunde der Trauer vereint: Bushido (l.) und Kay One.(Foto: dpa / picture-alliance / Imago / Collage: n-tv.de)

"Wir gehören Allah": Bushido, sein toter Vater & Kay One

Rapper Bushido trauert um seinen toten Vater. Das bringt sogar seinen Erzrivalen Kay One dazu, seine Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen. Eigentlich sollten Streitereien und Kritik in einem Trauerfall ja auch hintenanstehen. Eigentlich.

Man mag von Bushido halten, was man will. Doch die Stunde, in der er um seinen gestorbenen Vater trauert, ist ganz sicher nicht die Zeit, ihm in einem weiteren Rap-Battle mal wieder verbal eins überzuziehen. Das sieht sogar sein Dauerrivale Kay One so. Aber der Reihe nach.

Die Öffentlichkeit erfuhr am Samstag vom Tod des Vaters von Bushido, der seit mehreren Jahren an Krebs litt. Der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi heißt, machte den Trauerfall selbst auf seiner Facebook-Seite publik. "Rahmatallah auf meinen Vater, Allah hat ihn heute zu sich genommen", ließ Bushido seine Fans wissen. Zudem postete der Musiker den Spruch: "Wir gehören Allah, und zu ihm kehren wir zurück."

"Dieses scheiß Rap-Ding"

Angesichts des Verlusts, den sein einstiger Kumpel und heutiger Erzfeind erlitten hat, sprang Kay One über seinen Schatten und erklärte ebenfalls auf seiner Facebook-Seite seine Anteilnahme für Bushido: "Auch wenn wir schon lange keine Freunde mehr sind und uns nicht mögen ... Mein tiefstes Beileid. Habe mitbekommen, was passiert ist, und das ist unfassbar traurig. Dein Vater war einer der liebsten und gutherzigsten Menschen überhaupt. Auch mir gegenüber, als wir damals zusammen in Düsseldorf waren."

In weiteren Kommentaren machte Kay One noch einmal deutlich, dass es in Momenten wie diesen Wichtigeres gibt als Zänkereien. "Es gibt im Leben mehr als dieses scheiß Rap-Ding. Unsere Eltern sind das Heiligste. Auch seine Eltern", stellte der als Kenneth Glöckler geborene 31-Jährige etwa klar.

Wer wollte ihm da widersprechen? Dementsprechend ist an dieser Stelle eigentlich auch kein Platz, sich wieder einmal kritisch mit Bushidos Auftreten auseinanderzusetzen. Gleichwohl versteht es der Rapper, selbst den Verlust seines Vaters politisch aufzuladen. "Wir sind heute ab 17 Uhr in der Al-Nur Moschee in der Haberstrasse 3 in 12057 Berlin, wo auch die Trauertage stattfinden", gab er im Rahmen der Todesnachricht auf seiner Facebook-Seite bekannt. Die Al-Nur Moschee im Berliner Stadtteil Neukölln gilt als Hochburg der Salafisten und wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Es ist bekannt, dass Bushido, der einstige Gewinner des "Integrations-Bambis", hier häufiger verkehrt.

Quelle: n-tv.de

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