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"Die wilden Zeiten sind vorbei": Brühl hatte bei der in den 70ern angelegten Darstellung von Rennfahrer Lauda großen Spaß. Heute sei alles steriler als damals.
"Die wilden Zeiten sind vorbei": Brühl hatte bei der in den 70ern angelegten Darstellung von Rennfahrer Lauda großen Spaß. Heute sei alles steriler als damals.(Foto: picture alliance / dpa)

Niki Lauda-Darsteller "völlig sprachlos": Daniel Brühl für Golden Globe nominiert

Die Golden Globes gelten als wichtigster Stimmungsmesser für die Oscarverleihung - und könnten dieses Mal für Schauspieler Daniel Brühl mit einer Auszeichnung enden. Brühl ist nicht der einzige Deutsche, der sich Hoffnung machen kann.

Schauspieler Daniel Brühl darf sich Hoffnungen auf einen Golden Globe Award machen. Für seine Rolle als Rennfahrer Niki Lauda in dem Film "Rush" wurde Brühl in der Kategorie "Bester Nebendarsteller" für einen der nach dem Oscar als wichtigste Auszeichnung der Filmindustrie geltenden Preise nominiert, wie der Verein der Auslandspresse in Hollywood mitteilte.

Der Schauspieler hält sich derzeit für Dreharbeiten in Italien auf, wo er laut dem US-Branchenblatt "Variety" sagte, dass er "fast einen Herzanfall" bekommen habe und "völlig sprachlos" gewesen sei, als er von seiner Nominierung hörte.

Zudem hat der Film von Regisseur Ron Howard selbst Chancen auf die Auszeichnung als bestes Drama. "Rush" dreht sich um den erbitterten Konkurrenzkampf, den sich der Österreicher Lauda und der britische Rennfahrer James Hunt in den 70er Jahren in der Formel Eins lieferten.

Filmdreh war für Brühl großer Spaß

Brühl darf sich nach dem Erfolg von Rush über einen Karriereschub freuen. "Plötzlich ist auch Interesse aus Hollywood da", sagte der 35-Jährige in einem Interview. "Und endlich bekomme ich Rollen angeboten, die ich immer spielen wollte. Es melden sich Leute, von denen ich immer geträumt habe." Beim Dreh des Rennfahrer-Dramas hat Brühl nach eigenen Angaben großen Spaß gehabt, da der Film in den 70er Jahren spielt. "Ich empfinde ein bisschen Neid. Heute ist alles steriler und braver geworden. Die wilden Zeiten sind vorbei."

Die Golden Globes werden am 12. Januar in einer großen Gala in Beverly Hills vergeben und gelten als wichtiges Stimmungsbarometer für die Oscarverleihung. Favoriten bei den 71. Golden Globes sind mit je sieben Nominierungen das Sklavendrama "12 Years a Slave" mit dem deutsch-irischen Darsteller Michael Fassbender und die Mafiakomödie "American Hustler". Für "12 Years a Slave" hat der in Kalifornien lebende Frankfurter Hans Zimmer die Musik beigesteuert und damit ebenfalls eine Nominierung eingefahren. Zimmer könnte nach "Der König der Löwen" und "Gladiator" bereits seinen dritten Globe gewinnen und war darüber hinaus auch bei "Rush" für die musikalische Untermalung verantwortlich. Fassbender ist wie Brühl als bester Nebendarsteller nominiert.

Quelle: n-tv.de

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