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Mit Amal in Venedig.
Mit Amal in Venedig.(Foto: AP)
Donnerstag, 07. September 2017

"Wir sind unausgeruht": Das neue Leben des George C.

Ja, er macht auch noch Filme. Für sein neuestes Werk "Suburbicon" stand er allerdings hinter der Kamera und schrieb das Drehbuch für die überdrehte Groteske über Rassismus. Die Hauptrolle spielt er momentan sowieso eher für seine Zwillinge.

"Heilige Scheiße, ich bin ein Vater!" Das war es, was George Clooney in den Sinn kam, als seine Frau Amal Alamuddin im Juni die Zwillinge Alexander und Ella zur Welt gebracht hatte. Vor der Geburt sei "alles nur ein Entwurf, bis es real wird", erzählt der 56-jährige Schauspieler im Interview mit dem Branchenblatt "The Hollywood Reporter". Dabei wollte er zunächst gar nicht wahrhaben, dass es Zwillinge werden.

Amal wurde schwanger und die beiden saßen beim Arzt. Beim Baby-Ultraschall kam es zur großen Überraschung: "Der Doktor sagte: ,Nun, da ist eins.' Und ich sagte: ,Großartig!' Und dann sagte er: ,Und da ist das Zweite'. Und ich dachte mir nur: "Wie bitte?". Clooney und seine Frau seien einfach nur dagesessen, hätten auf das Blatt Papier gestarrt, das sie bekamen, "und ich dachte immer wieder, dass es da einen Fehler gegeben haben muss."

Setzt sich ebenfalls ein: Amal Clooney.
Setzt sich ebenfalls ein: Amal Clooney.(Foto: AP)

Wie viele andere leiden die glücklichen Eltern mittlerweile aber ganz schön an Schlafentzug. "Wir sind unausgeruht", gibt er zu - Amal treffe es da aber noch härter als ihn. Dafür komme er sehr gut mit dem Wickeln zurecht, was er so wohl nicht erwartet hatte. Dass er seinen Kleinen ein guter Vater ist, das zeigt schon ein Gedankengang, den er erläutert. Das Dasein als Papa sei emotional und beängstigend und er habe sich gleich als erstes gedacht: "Hoffentlich baue ich keinen Mist. [...] Ich will, dass sie glücklich sind. Ich will, dass sie einen Sinn für Humor bekommen. Ich will, dass sie sich für Dinge interessieren. Ich will, dass sie mitfühlend gegenüber Menschen in Not sind."

Kampf für das Gute

George Clooney und seine Frau Amal haben bereits selbst einen Flüchtling aus dem Irak in einem Haus aufgenommen, das ihnen gehört. Der Mann studiere jetzt an einer Universität in Chicago. Mit mehreren Millionen US-Dollar aus seinem Vermögen will der Schauspieler und Filmemacher auch weitere Flüchtlinge unterstützen, die in die USA kommen. Seit Jahren setzt er sich für Verfolgte ein. Seine britisch-libanesische Frau kämpft als Menschenrechtsanwältin für die Rechte jesidischer Frauen im Nordirak.

Clooneys neuer Film "Suburbicon" hatte gerade Premiere auf den Filmfestspielen in Venedig und kommt im November in die deutschen Kinos. Der junge Vater übernahm die Regie und schrieb das Drehbuch zusammen mit den Coen-Brüdern. Matt Damon und Julianne Moore sind in den Hauptrollen zu sehen.

Quelle: n-tv.de

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