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(Foto: dpa)

Nicht vor Gericht erschienen: Depardieu schwänzt Verhandlung

Der Neu-Russe Gérard Depardieu lässt sich zu Hause nicht mehr blicken. Weil er mit Alkohol im Blut einen Unfall mit seinem Motorroller hatte, soll er eigentlich vor Gericht erscheinen. Doch er lässt den Termin sausen. Dabei war er auf seinen Wunsch bereits einmal verlegt worden.

Filmstar Gérard Depardieu ist zu einem Gerichtstermin wegen einer Trunkenheitsfahrt in Paris nicht erschienen. "Er wird nicht anwesend sein", sagte sein Anwalt Eric de Caumont, der alleine zu einem Treffen mit einem Vertreter der Staatsanwaltschaft im Pariser Justizpalast erschien. Depardieu, der Frankreich wegen der hohen Steuern den Rücken kehrt und inzwischen einen russischen Pass hat, war Ende November in Paris betrunken mit seinem Motorroller gestürzt. Bei dem Weinliebhaber wurde ein Alkoholwert von 1,8 Promille gemessen, erlaubt sind höchstens 0,5.

Vor Gericht sollte eigentlich geprüft werden, ob im Zuge eines Schuldeingeständnisses ein längeres Verfahren vermieden werden kann. Dabei schlägt die Staatsanwaltschaft dem Beschuldigten ein milderes Strafmaß vor, wenn sich dieser zu den ihm gemachten Vorwürfen bekennt. Allerdings wäre für einen solchen Deal ein persönliches Erscheinen Depardieus notwendig gewesen; nun wird der Fall an ein Strafgericht weitergeleitet.

Depardieu hatte eine Verschiebung des Gerichtstermins beantragt. Der Anwalt des 64-Jährigen führte berufliche Gründe an. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Verschiebung aber abgelehnt. Die Anhörung war bereits auf Bitten Depardieus von Dezember auf Januar verlegt worden. Am Montagabend hatte der Schauspieler noch an der Gala zur Kür des Weltfußballers 2012 in Zürich teilgenommen.

Großes Ungemach droht dem Obelix-Darsteller eigentlich nicht: Weil er bei seiner Trunkenheitsfahrt niemanden verletzte, dürfte er mit einer Geldstrafe von höchstens 4500 Euro und einigen Punkten im französischen Verkehrsregister davonkommen.

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Quelle: n-tv.de

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