Unterhaltung

Nielsen siegt im DschungelcampDer Busch gehört Brigitte

29.01.2012, 01:04 Uhr

Die neue Dschungelkönigin der Deutschen kommt aus Dänemark. Schauspielerin Brigitte Nielsen ist Siegerin der sechsten Staffel von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!". Im Finale setzt sie sich gegen Rocco Stark und Kim Debkowski durch. Keine Überraschung, meinen viele.

Blumenkrone und Holzzepter - über diese Insignien kann sich nun Brigitte Nielsen freuen. Die Zuschauer der RTL-Show "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" wählten die 48-Jährige zur "Dschungelkönigin". Die Dänin tritt damit in die Fußstapfen des Berliner Moderators Peer Kusmagk, der vor einem Jahr als Sieger aus dem Format hervorgegangen war.

Nielsen ließ im Finale Kim Debkowski, Sängerin und einstige Kandidatin von "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS), und Rocco Stark, Schauspieler und Sohn von Uwe Ochsenknecht, hinter sich, die bis zum Schluss ebenfalls auf den Gewinn der Show hoffen konnten. Debkowski wurde Zweite und somit "Dschungelprinzessin", Stark musste sich mit dem dritten Platz begnügen.

Tränen der Rührung

Die sichtlich gerührte Nielsen nahm das Zuschauervotum unter Tränen entgegen. "Oh, mein Gott, das glaub' ich nicht" und "Das ist so viel für mich, Danke" rief sie, als sie nur noch allein im Camp darauf wartete, von den Moderatoren Dirk Bach und Sonja Zietlow zur Siegerehrung in Empfang genommen zu werden. Stark und Debkowski nahmen ihre Niederlage gelassen entgegen. Der 25-Jährige erklärte, er gönne den beiden Frauen die vorderen Ränge voll und ganz, auch wenn er natürlich gerne "Dschungelkönig" geworden wäre. Debkowski sagte, sie sei "sehr stolz" auf sich.

In der Abschlusssendung mussten alle drei Finalisten eine eigene "Dschungelprüfung" absolvieren. Stark durchlief unter dem Motto "Kampfgeist" einen Parcours, auf dem er sich durch mit diversen Flüssigkeiten gefüllte Tümpel kämpfen musste und mit Insekten überschüttet wurde. Debkowkis Prüfung unter dem Titel "Abenteuerlust" bestand darin, mit verdunkelten Augen verschiedene Tiere durch Tasten zu erkennen. Nielsens Aufgabe bei ihrer Prüfung unter dem Motto "Risikobereitschaft" war es, mehrere kulinarische Busch-"Genüsse" zu sich zu nehmen. So aß sie unter anderem eine Heuschrecke, Truthahn-Hoden sowie den Anus von einem Strauß. Da sich alle drei in ihren Prüfungen gut schlugen, konnten sich Nielsen, Debkowski und Stark über ein reichliches und bereits zubereitetes Abendessen freuen - bestehend aus Vorspeise, Hauptgang und Dessert.

Die sechste Staffel der RTL-Show hatte vor 16 Tagen begonnen. Die Zahl der zunächst insgesamt elf Kandidaten wurde in den vergangenen Tagen kontinuierlich durch ein Zuschauervotum reduziert. Zuletzt musste das Erotikmodel Micaela Schäfer noch vor dem Finale das Camp verlassen. Rocksänger Martin Kesici schied nach sieben Tagen freiwillig aus der Show aus.

Promi unter den Semipromis

Nielsen galt von Anfang an als eine Favoritin der Staffel - nicht zuletzt, da sie von vielen als einziger wirklicher Star in der Schar von doch eher Semiprominenten gesehen wurde. Angeblich erhielt die Ex-Frau von Sylvester Stallone und einstige Hollywood-Schauspielerin für ihre Teilnahme an dem Format die Rekordgage von 150.000 Euro. Allerdings mausterte sie sich auch ohne diesen besonderen Promi-Bonus in der Sendung nach und nach zum Publikumsliebling. Die 48-Jährige wirkte stets souverän und ertrug die Strapazen des Dschungel-Aufenthalts mit Fassung.

Nach der Skandal-Staffel vom vergangenen Jahr, in der die Kapriolen von Model Sarah Knappik sowie eine zweifelhafte Liebesgeschichte zwischen Sänger Jay Khan und Sängerin Indira Weis für Wirbel gesorgt hatten, waren die Erwartungen an "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" diesmal besonders hoch. Die vor Jahresfrist erzielten Spitzen-Marktanteile von zeitweise über 50 Prozent in der Zielgruppe konnten diesmal zwar nicht erreicht werden, dennoch war die Show mit bis zum Finale durchschnittlich 37 Prozent Marktanteil abermals ein Quoten-Hit. Dem Branchendienst "DWDL" zufolge wurde überdies erneut widerlegt, dass die Sendung vor allem ein bildungsfernes Publikum anspricht. Demnach hat jeder vierte Zuschauer der aktuellen Staffel das Abitur oder ein Studium absolviert.

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Quelle: vpr