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Die Lochis sind 18 - und deswegen heißt auch die neue Version ihres Albums #zwilling18.
Die Lochis sind 18 - und deswegen heißt auch die neue Version ihres Albums #zwilling18.(Foto: Delia Baum)

"Mit Erfahrung kommt Reife": "Die Lochis" - endlich ohne Mutti-Zettel

Ein Glas Milch spielte eine wesentliche Rolle auf dem Weg zweier hessischer Jungs zum Ruhm. Es war Gegenstand des ersten Videos, dass Heiko und Roman Lochmann aufnahmen und auf Youtube hochluden. Die Zwillinge nannten sich "Die Lochis" und sammelten Clip für Clip Millionen Fans. Gestern haben die beiden mit #zwilling18 eine neue Version ihres Albums #zwilling herausgebracht, heute feiern sie ihren 18. Geburtstag. Mit n-tv.de sprechen sie über die Vorzüge der Volljährigkeit, "Fame Bitches" und etwas zu neugierige Fans.

n-tv.de: Der Titel eures neuen Albums verrät es schon: Ihr werdet 18. Wie erwachsen fühlt ihr euch?

Roman Lochmann: Es kommt immer darauf an. Es gibt Situationen im Leben, da muss man erwachsen sein.

Heiko Lochmann: Erwachsensein ist ja auch ein anderes Wort für Reife. Weil wir schon so viel erlebt haben, sind wir in manchen Dingen sicherlich reifer als andere in unserem Alter. Auf der Bühne zum Beispiel - da fühlen wir uns total wohl. Bei anderen Dingen wissen wir noch nicht, wie das genau abläuft. Das ist normal: Mit der Erfahrung kommt die Reife.

Gibt es denn etwas, das bald legal ist und auf das ihr euch besonders freut?

Auf der neuen Version von #zwilling gibt es fünf neue Songs zu hören.
Auf der neuen Version von #zwilling gibt es fünf neue Songs zu hören.(Foto: Warner Music)

HL: Natürlich, Auto fahren!

RL: Wir haben noch keinen Führerschein. Den wollen wir so schnell wie möglich machen. Dann geht's rund.

HL: Die Volljährigkeit macht einen einfach ein bisschen freier und unabhängiger. Wenn man in Bars oder Clubs reinkommen will, braucht man keinen Mutti-Zettel mehr. (lacht) Außerdem sind wir vollständig geschäftsfähig. Das ist natürlich ein geiles Ding. Wir können Verträge selbst unterschreiben. Beim Kinofilm, den wir im Sommer drehen, sind wir dann Co-Produzenten.

RL: Wir arbeiten mit der Produktionsfirma von Matthias Schweighöfer zusammen. Wenn er Zeit hat, wird er auch eine Rolle darin bekommen. Mehr können wir dazu noch nicht sagen.

Bekannt geworden seid ihr mit Youtube-Videos, mittlerweile seid ihr vor allem mit Musik erfolgreich. Begreift ihr euch mittlerweile vorrangig als Künstler oder doch als Influencer?

RL: Neee, wir bezeichnen uns als Künstler und das sind wir auch. Kunst überträgt Emotionen - ob das über Musik geschieht, über einen Kinofilm oder mit Videos, spielt keine Rolle. Nur weil man auf Youtube oder generell in sozialen Netzwerken aktiv ist, bedeutet das nicht, dass man nicht auf der Bühne stehen kann. Andersrum ist es doch genauso. Welcher Schauspieler oder Musiker hat heute keine Facebook- oder Instagram-Seite?

HL: Udo Lindenberg hat letztens etwas von uns retweeted!

RL: Man sollte sich nicht zu sehr in eine Schublade stecken lassen.

Ihr habt es bestimmt mitbekommen: Im Vorfeld der Echo-Verleihung hat Jan Böhmermann einmal den Rundumschlag an der deutschsprachigen Popmusik geübt. Die Rede war von "seelenloser Kommerzkacke" …

Beide: (gedehnt) Seeeeehr geil!

Ihr macht ja auch deutschsprachige Popmusik. Habt ihr euch davon angegriffen gefühlt?

HL: Wir haben's einfach übertrieben abgefeiert! Es ist ja Satire.

RL: Man muss das mit einem Augenzwinkern sehen. In manchen Dingen hat er vielleicht auch gar nicht so Unrecht. Jan ist ein cooler Typ.

Mit "Auch wenn es vorbei ist" habt ihr zum ersten Mal einen Song über Liebeskummer veröffentlicht - ein Klassiker unter den Musiker-Themen.

RL: Eine kleine Herzschmerz-Nummer, kann man schon so sagen.

Erste Liebe, erste Trennung - all diese Sachen erlebt ihr als Prominente. Müsst ihr euch jedes Mal, wenn ihr ein Mädchen kennenlernt, fragen, ob die vielleicht einfach nur gern eure Youtube-Videos geguckt hat?

RL: Genau, so ist das wirklich! Man muss aufpassen: Bin ich für die jetzt Roman oder Roman von den Lochis? Außerdem sind wir wahnsinnig viel unterwegs. Wir sind in jeder Stadt eigentlich nicht länger als zwei Tage und dann geht's weiter. Da ist es natürlich schwer, jemanden kennenzulernen - besonders für was Langfristiges. Es gibt so "Fame Bitches". Das können auch irgendwelche Jungs sein, die ankommen und auf Kumpel machen - eine Stunde später fragen sie dich nach einem Shout-out (bedeutet in sozialen Netzwerken, dass jemand für den Kanal oder das Profil eines anderen durch Erwähnung wirbt; Anm. d. Red.).

HL: Wir haben mittlerweile gelernt, zwischen Fake-Friends und wahren Freunden zu differenzieren. Darum geht es auch in unserem neuen Song "Meine Besten". Der ist an unsere echten Freunde gerichtet, die besten Freunde.

Heiko, du hast dich vor kurzem in einem offenen Brief an deine Fans gerichtet, nachdem sich Gerüchte um eine Beziehung gehäuft haben. Darin schreibst du, dass du eigentlich nicht über dein Privatleben sprechen willst, dich nun aber dazu gedrängt fühlst. Bist du enttäuscht von deinen Fans?

HL: Enttäuscht ist vielleicht das falsche Wort. Natürlich ist das alles anstrengend. Der Großteil unserer Community verhält sich aber respektvoll. Die feiern unsere Kunst, das was wir machen und auch uns als Menschen, aber die mischen sich nicht zu stark in unsere Privatsphäre ein. Wir haben nicht groß was zu verbergen, aber es geht ums Prinzip. Diejenigen, die mit den Gerüchten übertrieben haben, müssen noch einiges dazulernen. Das ist aber normal, wenn man jung ist.

RL: Wir wollen Werte vermitteln, das ist uns ganz wichtig. Positiv denken, positiv bleiben und aus Fehlern lernen - das ist unser Ding. Wichtig ist dabei auch, andere zu respektieren. Das wollen wir unseren Fans nahebringen. Sie müssen verstehen, dass wir unsere Privatsphäre brauchen.

Mit Heiko und Roman Lochmann sprach Anna Meinecke.

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Quelle: n-tv.de

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