Unterhaltung

Besserwisser Silva Gonzalez fliegt raus: Sex-Schabracken testen ihre Hupen

Von Thomas E. Schmitt

Sex, Sex, Sex: Am achten Dschungeltag macht sich sowas wie genitaler Notstand breit. Alle quatschen über schmutziges Zeug und scheuen sich nicht vor Klartext. Bachelor-Schnittchen Georgina stellt unterdessen einen Weltrekord auf. Sie besucht das "11-Sterne-Hotel" - und ist recht erfolgreich. Zum ersten Mal in dieser Staffel muss auch jemand das Camp verlassen.

Es gibt Sachen, die will wirklich niemand sehen. Etwa das, was in den kleinen, klapprigen Tretmülleimerchen in Damentoiletten so herumliegt. Oder einen offenen Oberschenkelbruch. Und wie Mama und Papa 69 machen. Klar: Manchmal ist es unvermeidlich, Zeuge einer wirklich widerwärtigen Szene zu werden.  Besonders, wenn man psychisch abhängig ist vom Dschungelcamp. Vor lauter Langeweile fangen die Dschungeleros nämlich an, sich mit Sex zu befassen. Es ist wie im Paviankäfig. Wenn dem Chef der Gruppe öde ist vom vielen Läuse-Zerknipsen, juckt er sich kräftig an der Möhre und glotzt dabei in die Luft, als könne er kein Wässerchen trüben. Und die anderen rubbeln dann mit.

Tageswertung

Held:
Die Zecke, die es auf Allegra Curtis abgesehen hatte

Nervensäge:
Joey Heindle, der in eine Klinik muss, nicht ins Dschungelcamp

Most sexy:
Claudelle Deckert, als sie sich Tränen abwischt

Bester Spruch:
Sonja Zietlow über Arno Funke mit "Als nächstes baut er Olivias Brüste zu Furzkissen um"

Höchster Wahrheitsgehalt:
Joey Heindle mit "Wenn ich noch länger hier drin bin, drehe ich durch"

Zurzeit Favorit:
Georgina Fleur, Olivia Jones

Härteste Konkurrenz:
Fiona Erdmann

Total unauffällig:
Klaus Baumgart, Arno Funke, Patrick Nuo

Rausgeflogen:
Silva Gonzalez

Anders, als es zu erwarten war, legt nicht der wundgeriebene Porno-Patrick den Grundstein für die kollektiven Gedanken an Ferkeleien, sondern es sind die zerfledderte Reeperbahn-Bitch Olivia Jones in Teamwork mit Plumpsack Iris Klein. Die beiden Lästerschwestern, die sich selbst gerne "Camp-Schabracken" nennen, können es einfach nicht lassen, sich unter der Dschungeldusche die Möpse zu befummeln. Dabei albern sie rum wie zwei Teenie-Girls in der Umkleide nach dem Sportfest. Das Problem: Olivia Jones hat natürlich die klassischen Männer-Brüste, also so schlabberige, dreieckige Tüten. Und Giftspritze Iris hat das, was getrost als "Oma-Hupen" bezeichnet werden kann. Schwer gezeichnet durch den jahrzehntelangen Kampf gegen die Schwerkraft und riesengroß vom Auslecken der Teig-Töpfe in ihrem Pfannkuchenhaus, hängen sie an Iris herab. Im Endstadium, könnte man sagen. Dafür habe sie "eine sehr schöne Muschi", behauptet sie frech. Weil sie "immer nur Kaiserschnitt" hatte. Schön ist das alles nicht.

Genauso wenig wie die Massagen, die Porno-Patrick seinen Leidensgenossen gibt. Wenn er etwa mit seinen Stahlhänden das weiße, warzige Fleisch von Multifunktionstranse Olivia durchknetet und diese dann davon träumt, "mit Patrick eine Woche alleine hier zu sein", endet die menschliche Vorstellungskraft. Weitere Themen der Gruppe: Onanie und Penis-Größen. Olivia stellt sich vor, wie der dicke Klaus nächstens  seine Palme wedelt. Und danach sinniert sie darüber, dass Hot Bandito Silva Gonzalez zwar einen mächtigen Body, aber einen Winzling in den Shorts hat. "Man muss Abstriche machen im Genitalbereich", weiß sie zu berichten. Fiona stellt sich unterdessen vor, was alles in ihr "Loch" passt.

Die Flitzpiepe hasst Bohnen

Verbrecherkönig Dagobert träumt von Sex mit Claudelle Deckert, die übrigens nur wenige Meter entfernt unter der Dschungeldusche mal wieder ihren durchaus drallen Körper einsetzt, um Punkte zu sammeln. Mit ihr würde es ihr Spaß machen, erzählt er. Und vergisst dabei völlig, dass er selbst so attraktiv und aufregend ist wie eine schimmelige Gartenlaube. Die fehlende Selbsteinschätzung zeigt sich auch dann, wenn Dagobert meint, bevor er Sex mit Georgina haben müsste, würde er sich erschießen. Ah ja. Georgina mag ja dämlich sein wie eine Schafsrippe, aber dass ihr schon klar ist, dass Arno Funke nicht gerade ein Bachelor ist, kann ihr absolut zugetraut werden.

Olivia und Fiona finden einen Schatz.
Olivia und Fiona finden einen Schatz.

Flitzpiepe Joey Heindle quälen unterdessen wieder ganz andere Probleme: Der 19-Jährige, der sagt, er habe seine Kindheit längst vergessen, aber ständig von ihr quasselt, hat keine Lust mehr auf Reis und Bohnen. Wieder mal stürmt die DSDS-Pflaume das Dschungeltelefon, um eine Reklamation durchzubringen. Er wolle etwas Schokoladiges, "ein Snickers oder so". Sein Körper könne "diese Scheißbohnen" nicht mehr verkraften. Der geneigte Zuschauer reißt an dieser Stelle die lustige gelbe M&Ms-Tüte auf und beginnt zu kauen. "Kein Zuschauer  auf der Erde weiß, wie schlimm das hier ist", pöbelt der letzte Heuler. Und dann warnt er vor dem, was alle - außer ihm - längst wussten: "Ihr dürft niemals ins Dschungelcamp gehen."

In Sachen "Schokoladiges" konnte Joey übrigens schnell geholfen werden. Brechbohne Fiona und Campmutti Olivia machen sich auf zur Schatzsuche. Die beiden müssen Bambusstangen zusammenschrauben, um an eine Kiste mit Schokoriegeln zu kommen. Fiona steht der Sabber fast bis zur Stirn, so geil ist sie auf die Leckerei. Nach einigen Anläufen bekommen die Abenteurer die Kiste in die Hände. Und als sie schließlich geöffnet ist, streichelt das Platz-4-Model die Süßigkeit wie der hirnkranke Gollum seinen Ring. "Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie ich mich freue. Ich stehe so auf Schokolade", verkündet das Erdmännchen. Was sie vergisst, zu sagen: "Und besonders lecker ist sie beim Hochwürgen."

Iris giftet Fiona an

Fiona steht übrigens auch weiterhin im Mittelpunkt der Lästereien von Giftspritze Iris Klein. Die pummelige Pomeranze kann das Erdmännchen einfach nicht verknusen, was der allerdings längst egal ist. Munter kocht sie das Abendessen, von dem sich die Katzenberger-Herstellerin natürlich nichts verspricht. Als dann aber alle die Mahlzeit loben, zieht die Lästerschwester eine unglaubliche Gesichtsschüppe. Und ist natürlich die erste unter denen, die sich gierig das Essen reinschieben.

Georginas siebte Prüfung in Folge, ein Weltrekord, ist so langweilig wie die ungekürzte Fassung von "Vom Winde verweht" auf halber Geschwindigkeit. Und gefährlich ist sie, wie eine halbe Stunde mit geschlossenen Augen auf einer Parkbank zu sitzen. Da für Georgina allerdings fast alles eine Herausforderung ist, gehört ihr auch diesmal wieder ein Lob: Sie lässt sich beim Rundgang im "11-Sterne-Hotel" weder durch einen mies gelaunten Strauß noch durch Schlangen und ein Krokodil aufhalten. Letztlich stolpert das rothaarige Schnittchen noch durch einen Raum mit Tierresten, Maden und Kakerlaken. Sieben Sterne bringt sie zurück ins Camp. Und freut sich darauf, keine Prüfung mehr machen zu müssen. Ab sofort bestimmen die Bewohner nämlich selbst, wer die Prüfungen macht. Die Tyrannei der sadistischen und fleischgeilen RTL-Meute ist beendet.

Wobei: Ab sofort entscheidet der geneigte Zuschauer über den Rausschmiss aus dem Camp. Und das Prozedere startet gleich mit einer deftigen Überraschung: Silva Gonzalez, seines Zeichens Campgorilla, Besserwisser und Alleschecker, muss als Erster gehen. Der Mann, der sich selbst am meisten liebt, muss aber nicht traurig sein, weil er raus ist, sondern weil er noch vor dem dicken Klaus verschwinden muss. Die Tatsache, dass ihn jemand überlebt, der nur futtert, furzt und seinen faltigen Hintern zeigt, sollte Gonzalez schon ein bisschen belasten.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

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