Unterhaltung
Montag, 23. Mai 2011

Geständnis von 1966: Dylan war heroinsüchtig

70 Jahre wird Bob Dylan, aber schon als 24-Jähriger hatte er eine große Todessehnsucht. Und er war schwer drogenabhängig. All das erfahren wir aus einem 45 Jahre alten Interview.

Dylan bei eine Konzert 1978.
Dylan bei eine Konzert 1978.(Foto: dapd)

US-Rocklegende Bob Dylan war in den 60er Jahren heroinsüchtig. "Ich war sehr, sehr abhängig", sagte der legendäre Folk- und Rockmusiker in einem bereits 1966 aufgezeichneten Interview, das die britische BBC jetzt erstmals ausstrahlte. Seine Heroin-Sucht habe ihn 25 Dollar am Tag gekostet, schließlich sei er aber von den Drogen losgekommen. In dem zweistündigen Interview, das im März 1966 von Dylans Freund Robert Shelton auf einer Flugreise während einer US-Tournee aufgezeichnet wurde und schwer zu verstehen ist, spricht Dylan auch über Selbstmordgedanken.

Der Tod bedeute ihm nichts, solange er nur schnell sterben könne, sagt Dylan. Er habe schon "viele Male" die Möglichkeit für solch einen schnellen Tod gesehen, "und ich hätte es einfach hinter mich bringen können". Obwohl er solche Selbstmordgedanken habe, sei er bisher aber "durchgekommen".

Auf die Frage nach seinem Schaffen antwortet Dylan, er nehme sein Werk "weniger ernst als jeder andere". Es mache ihn auch nicht glücklich. Er sei aber kein Mensch, der sich deswegen selbst ein Ohr abschneiden würde. "Ich bin ein Kerl, der einfach Selbstmord begehen würde. Ich würde mir selbst ins Gehirn schießen", sagt der damals 24-jährige Musiker.

Dylan wird am Dienstag 70 Jahre alt. Viele seiner Songs wie "Masters of War", "Blowin' in the Wind" und "The Times They Are A-Changin" waren Kulthymnen der Protestbewegung gegen den Vietnamkrieg in den 60er Jahren. Im April trat der für sein politisches Engagement bekannte Musiker erstmals in Vietnam auf.

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Quelle: n-tv.de

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