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Ann Sophie hätte von der neuen Punktevergabe wohl profitiert - sie ging letztes Jahr mit 0 Punkten nach Hause.
Ann Sophie hätte von der neuen Punktevergabe wohl profitiert - sie ging letztes Jahr mit 0 Punkten nach Hause.(Foto: dpa)

Mehr Punkte, mehr Spannung: ESC erfährt radikale Änderung

Der Eurovision Song Contest bekommt ein neues Abstimmungsverfahren. Nach Jahren der vorzeitigen Siege möchten die Veranstalter mit der Änderung wieder für mehr Spannung sorgen. Künftig darf jedes Land die doppelte Punktzahl vergeben.

Der Eurovision Song Contest wird radikal verändert. Die diesjährige Ausgabe in Stockholm soll durch ein neues Abstimmungsverfahren deutlich spannender werden. Anders als in den vergangenen Jahren soll der Sieger erst am Ende der Punktevergabe-Prozedur bekannt sein.

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Bisher wurden die Abstimmungsergebnisse des ESC, die zu gleichen Teilen von einer Jury und den Zuschauern bestimmt wurden, gemeinsam präsentiert. Die Europäische Rundfunkunion (Ebu) teilte nun mit, dass die Wertungen künftig getrennt werden. Jedes Land kann damit künftig 24 Punkte verteilen.

Verkündet werden sollen die Ergebnisse der Länder wie bisher per Live-Schalte. Die Punkte stammen dann aber ausschließlich von den nationalen Jurys. Die Stimmen der Zuschauer, die per Telefon, SMS oder App ihren Favoriten wählen, werden vor ihrer Bekanntgabe länderübergreifend zusammengezählt und erst am Ende der Sendung veröffentlicht.

Größte Reform seit 1975

Laut Rundfunkunion soll dieses neue System dazu führen, dass auch ein in der Juryabstimmung auf Platz drei oder vier liegendes Land am Ende noch gewinnen kann. In den vergangenen Jahren stand der Sieger schon lange fest, bevor die Punktevergabe abgeschlossen war.  

Der ESC findet am 14. Mai statt. Wer Deutschland vertritt, entscheidet sich beim Vorentscheid in Köln am 25. Februar. Im vergangenen Jahr war die deutsche Starterin Ann Sophie mit 0 Punkten Letzte im Wettbewerb geworden. Mit dem neuen System hätte sie laut ARD immerhin 29 Punkte erhalten. Am Sieg des Schweden Mans Zelmerlöw hätte der Wechsel nichts geändert.

Laut Ebu gab es zuletzt 1975 eine ähnlich umfassende Reform der Punktevergabe. Damals war das über legendäre "douze points/twelve points"-System eingeführt worden, bei dem das Land mit der größten Zustimmung zwölf Punkte erhält.

Quelle: n-tv.de

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