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Die Määääädels laufen wieder - Runde elf für Heidi Klums Casting-Zirkus "Germany's Next Topmodel".
Die Määääädels laufen wieder - Runde elf für Heidi Klums Casting-Zirkus "Germany's Next Topmodel".(Foto: Pro Sieben)

Germany's Next Topmodel, die Elfte: Wer zickt? Wer zankt? Wer heult?

Von Kai Butterweck

Heidi Klum, Thomas Hayo und Michael Michalsky - drei Fashion-Kenner, ein Auftrag: das Finden der Nadel im Heuhaufen. Wer wird Germany's Next Topmodel? An die Buzzer, fertig, los!

Bereits Wochen vor der Ausstrahlung der Startfolge von Germany's Next Topmodel 2016 herrschte auf deutschen Schulhöfen und Mädchen-Internaten helle Aufregung. Der Grund: Hier und dort sickerten bereits News und Gerüchte rund um die elfte Staffel der klumschen Model-Castingshow durch. Alles wäre runderneuert, hieß es. Neues Konzept, neues Team, neue Regeln: Keiner wusste Genaueres, aber allen ging die Flatter; zumindest all jenen, die jedes Jahr im Spätwinter gespannt vor der Glotze hocken und dabei zusehen, wie sich vermeintliche Teenie-Schönheiten aus allen Ecken der Republik um Deutschlands Modelnachwuchskrone streiten.

Wo werde die Reise wohl hingehen?, fragte man sich. In den letzten Tagen verdichteten sich dann die Hinweise. Der erste Paukenschlag: Statt des liebgewonnen Vaterersatzes in Gestalt von Wolfgang Joop steht Creative Director Thomas Hayo in diesem Jahr Michael Michalsky zur Seite. Der Berliner Modeschöpfer ist allerdings nicht zum Händchenhalten da.

Statt wie in den Jahren zuvor gemeinsam an einem Strang zu ziehen, werden sich die beiden Juroren diesmal in diversen Battles gegenüberstehen. Jeder Juror darf sich zwölf Model-Perlen rauspicken. Danach beginnt der "Infight". Das Ziel: eine neue Dramatik und der direkte Wettbewerb. In den Ring schickt man aber natürlich nur all die blutjungen Model-Rohdiamanten, die auf direktem Wege von Bauernhöfen, Problem-Vierteln und 08/15-Kleinstädten in den High Fashion-Olymp gebeamt werden sollen. Und auch hier schoben sich bereits diverse Nasen im Vorfeld der Show gekonnt ins Rampenlicht.

20 Schönheiten blieben übrig

Mama Saskia: "Dass ich schwanger war, wurde mir erst bewusst, als ich meinen Sohn in den Armen hielt".
Mama Saskia: "Dass ich schwanger war, wurde mir erst bewusst, als ich meinen Sohn in den Armen hielt".(Foto: Pro Sieben/Hofmaier)

Da wären beispielsweise die amtierende Miss Süddeutschland Elena Kilb; dann die bereits in der 9. Staffel dabei gewesene Fata oder auch die 18-jährige Saskia, die einzige Mama im Teilnehmerfeld. Vor allem Letztere katapultierte sich mit ihrer Muttergeschichte auf nahezu alle Boulevard-Titelseiten des Landes: "Ich bin damals mit Magenbeschwerden ins Krankenhaus gefahren. Dass ich schwanger war, wurde mir erst bewusst, als ich meinen Sohn in den Armen hielt", sagt sie. Herrlich. Aber egal, wir sind ja hier nicht beim Dr. Sommer-Aufklärungskurs für Empfängnisverdränger, sondern bei Germany's Next Topmodel. Und hier wird der lieben Saskia bestimmt nichts entgehen. Dafür werden Heidi, Michael und Thomas schon sorgen.

Doch wie ist es um die anderen Mädchen bestellt? Wer zickt? Wer zankt? Wer heult? Und wer hat wirklich Potential für die ganz große Mode-Bühne? Während der offenen Castings trennt sich schon einmal die Spreu vom Weizen. Auf der Strecken bleiben Sadomaso-Fetischistinnen, 36-jährige Spontanbewerberinnen und reihenweise austauschbare Blondinen, die weder Ein- noch Ausgänge finden.

Beim großen Gemeinschaftscasting in Berlin sind’s dann nur noch 50 Mädchen. Nach einem sogenannten Express Yourself-Walk und einer extra für die Startfolge inszenierten Fashion-Show, bei der die Auserwählten erstmals opulente Abendkleider aus dem Hause Michalsky präsentieren, werden noch einmal 20 Teilnehmerinnen vorzeitig nach Hause geschickt. Nun geht es ans Eingemachte. Let the Battle begin!

Thomas sieht sie schon in New York

Der Ablauf wie folgt: Ein langer Laufsteg, zwei ungeduldig in den Startlöchern sitzende Juroren und eine Heidi Klum, die das Zünglein an der Waage spielt. Wenn ein Mädchen gefällt, wird gebuzzert. Buzzern beide, entscheidet die blonde Chefin in der Mitte, welcher Juror den Zuschlag bekommt.

Die Kandidatinnen müssen sich mal wieder begutachten lassen.
Die Kandidatinnen müssen sich mal wieder begutachten lassen.(Foto: Pro Sieben)

Die an die pubertäre Kate Moss erinnernde Julia wagt sich als erste ins Scheinwerferlicht. Thomas Hayo ist sichtlich begeistert. Der Nasenring, die zerbrechliche Statur, der Gang: Hier stimme einfach das Gesamtpaket, so der 48-Jährige. Er sehe sie sogar schon in New York groß auftrumpfen. Herr Michalsky hätte natürlich auch gerne zugegriffen. Aber Pustekuchen. Heidi entscheidet. Punkt.

Und so macht sich eine nach der anderen auf den Weg zum Jurorenpodest. Darunter eine lebensfrohe Sambatänzerin (Taynara), eine dauergrinsende Studentin mit rumänischen, englischen und afrikanischen Wurzeln (Luana), eine vorlaute österreichische Göre mit rotziger Attitüde (Jasmin) und eine Schauspieler-Tochter (Elena C.), die niemals auf den Gedanken käme mit ihrem berühmten Papa (Mathieu Carrière) zu prahlen, allerdings in jedem zweiten Satz seinen Namen erwähnt.

Eine Ente im Schwanenteich

Den Vogel schießt aber ein Mädchen namens Fred ab. Die 17-jährige Blondine mit mangelhaftem Modefeingefühl sorgt nicht nur einmal für flächendeckendes Gelächter unter allen Anwesenden. Eine Ente im Schwanenteich. Großartig.

Während Michael Michalsky seine Hand kaum noch vom Buzzer losbekommt, sondiert Thomas Hayo fachmännisch aus. "Siehst du den Wald vor lauter Bäumen nicht?", empört sich der Neuzugang. Aber Hayo bleibt cool. Die groß angekündigten Zickereien unter den beiden Hähnen im Hühnerstall bleiben aus. Und wenn dann doch einmal böse Blicke ausgetauscht werden, funkt Heidi Klum blitzschnell dazwischen.

Aber wer interessiert sich auch schon für die gegenseitigen Sticheleien zweier nicht mehr ganz so taufrischer Business-Hasen? Die Hauptdarsteller sind schließlich ganz andere: nämlich 24 übriggebliebene Möchtegern-Sternchen auf ihrem Weg in den Model-Olymp. Wir wünschen gute Reise!

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Quelle: n-tv.de

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