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George R.R. Martin wirkt auch an den Drehbüchern für "Game of Thrones" mit.
George R.R. Martin wirkt auch an den Drehbüchern für "Game of Thrones" mit.(Foto: REUTERS)

Sechste Staffel "Game of Thrones": George R.R. Martin arbeitet noch am Buch

Bislang erschien die Buchvorlage zu "Game of Thrones", bevor die Staffeln anliefen. Dieses Mal wird es anders sein: Autor George R.R. Martin schreibt noch am sechsten Teil von "Das Lied von Eis und Feuer".

Der amerikanische Schriftsteller George R.R. Martin wird es nicht schaffen, die Arbeit am sechsten Teil seiner Fantasy-Buchreihe zu beenden, bevor die dazugehörige TV-Staffel von "Game of Thrones" ausgestrahlt wird. Das Buch "The Winds of Winter" sei noch nicht fertig, schreibt Martin in seinem Blog.

"Glaubt mir, es hat mir keinen Spaß gemacht, diese Worte zu tippen", richtet er sich an seine Leser. "Ihr seid enttäuscht, und ihr seid damit nicht allein." Seine Lektoren und sein Verlag seien enttäuscht, der TV-Sender HBO sei enttäuscht, sein Agent und seine ausländischen Verleger seien ebenfalls enttäuscht, "aber niemand könnte stärker enttäuscht sein als ich". Am 31. Dezember habe das Buch fertig sein sollen - das habe er nicht geschafft. Martins mittlerweile auf sieben Bände angelegte Buchreihe "Das Lied von Eis und Feuer" ist die Vorlage für die extrem erfolgreiche Fernsehserie "Game of Thrones".

Er habe schon "hunderte Buchseiten" und "dutzende Kapitel" geschrieben, aber er werde noch Monate brauchen, um das Buch fertigzustellen, wenn es gut laufe, so Martin. Keinesfalls werde er es schaffen, "The Winds of Winter" zu beenden, bevor die sechste Staffel von "Game of Thrones" bei HBO anlaufe - was Mitte April passieren soll. Wann das Buch fertig sein werde, könne er noch nicht sagen. Martin macht deutlich, dass er ein Problem mit Abgabefristen habe. Unter dem Druck der Deadline habe er im November eine regelrechte Schwermut entwickelt. Einen neuen Termin will er sich nicht setzen: "Abgabefristen stressen mich total."

Martin äußert sich auch zu der Frage, ob die neue "Game of Thrones"-Staffel den Inhalt des neuen Romans vorwegnehmen werde - die Fernsehserie ist keine direkte Übertragung der Bücher, sondern eine teilweise freie Adaption. Seine Antwort: "Vielleicht. Ja und nein." Es sei unvermeidlich, dass es in der Fernsehserie Handlungsstränge und Enthüllungen geben werde, die es in den Büchern noch nicht gegeben habe. "Seit Jahren waren meine Leser den Zuschauern voraus. In diesem Jahr wird es, bei einigen Dingen, umgekehrt sein."

Unter seinen Blog-Eintrag hat Martin eine Zeile angefügt, um seinen Gemütszustand zu beschreiben: "Aktuelle Stimmung: deprimiert".

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Quelle: n-tv.de

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