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Mit Beatrice Richter 1982 in" Rudis Tagesshow".
Mit Beatrice Richter 1982 in" Rudis Tagesshow".(Foto: picture-alliance/ dpa)

Memoiren von Carrells Tochter : "Gib mir einen Kuss und dann geh!"

Dieser Akzent, so süß, so holländisch, und immer zum Spaßen aufgelegt. Dass die Welt im und außerhalb des Fernsehers nicht viel miteinander zu tun haben muss, erfahren Show-Biz-Kinder meist ganz schnell. So auch Rudi Carrells Tochter.

Man kann ja nicht immer lustig sein ...
Man kann ja nicht immer lustig sein ...(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Rudi Carrell (1934-2006) war nicht nur einer der größten Showmaster des 20. Jahrhunderts, sondern auch Vater von drei Kindern. Eine seiner Töchter, Caroline Kesselaar, hat jetzt ein Buch über ihre Kindheit und Jugend geschrieben, in dem die mittlerweile 53-Jährige von ihren Erinnerungen an ihren Vater erzählt. Unter dem Titel "Die van Carrell" ist es in ihrer Heimat den Niederlanden erschienen und enthüllt eine andere Seite des immer lachenden Entertainers: "Bei der Arbeit war er oft ein Tyrann und Egoist", so die Autorin in der "Bild"-Zeitung. Und obwohl er auch liebevoll sein konnte, habe er "in erster Linie für seine Show gelebt". Ihre "Bedürfnisse als Tochter" hätten darunter gelitten, erzählt die heute 53-Jährige weiter.

"Kein Platz für Illusionen"

1973 trennten sich ihre Eltern und Caroline wollte mit 12 Jahren zu ihrem Vater ziehen: "Das kannst du vergessen! In meinem Leben gibt es keinen Platz für dich!", war die unmissverständliche Antwort ihres vielbeschäftigten Showbiz-Papas. Für den Teenager Caroline war diese Zurückweisung schwer zu ertragen. Sie sei ihrem Vater "sehr böse" gewesen. Doch Zeit heilt alle Wunden: "Heute denke ich, dass er nur offen und ehrlich war und mir keinen Platz für Illusionen lassen wollte." Überhaupt stellt Kesselaar, die heute selbst Mutter ist, "im Nachhinein" fest, dass "mein Leben durch ihn erfüllter war, als ich es zu seinen Lebzeiten manchmal wahrhaben wollte."

Als Rudi Carrell 2006 im Alter von 71 Jahren im Sterben lag, wurden die Tochtergefühle von Kesselaar ein letztes Mal auf die Probe gestellt. Am Sterbebett machte er ihr deutlich: "Ich will dich nicht mehr sehen. Gib mir einen Kuss und dann geh'!" Er habe keine Schwäche zeigen wollen und deshalb bis zum Schluss Regie in seinem Leben geführt. Schweren Herzens habe sie respektieren müssen, dass der an Lungenkrebs erkrankte Vater sie bei ihrem letzten Abschied "einfach so weggeschickt" habe.

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Quelle: n-tv.de

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