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Grant will das Geld an den Opferverband "Hacked Off" weiterleiten.
Grant will das Geld an den Opferverband "Hacked Off" weiterleiten.(Foto: picture alliance / dpa)

Abhörskandal britischer Skandalzeitung: Grant spendet Entschädigung

Über Jahre hören Mitarbeiter der inzwischen eingestellten Zeitung "News of the World" Telefone und Mailboxen von britischen Promis ab. Hugh Grant akzeptiert jetzt eine Entschädigung. Für sich behalten will er die "substanzielle Summe" aber nicht.

Der britische Schauspielstar Hugh Grant hat eine Entschädigung für die Abhörpraktiken der Skandalzeitung "News of the World" akzeptiert. Das Unternehmen News Group Newspapers (NGN) von Medienmogul Rupert Murdoch habe eingewilligt, Grant eine "substanzielle Summe" als Entschädigung zu zahlen, erklärte der Anwalt des Schauspielers, ohne den genauen Betrag zu nennen.

Grant kündigte an, das Geld an den Opferverband "Hacked Off" zu spenden, der gegen das Eindringen der Presse in die Privatsphäre kämpft. "Es ist immer mein Ziel gewesen, sicherzustellen, dass Geld von Murdoch denjenigen zu Gute kommt, die von seinem Unternehmen belästigt wurden", ließ der 52-jährige Filmstar aus "Vier Hochzeiten und ein Todesfall" über die Kampagne mitteilen. Grant ist eines der berühmtesten Opfer des Abhörskandals bei der inzwischen eingestellten "News of the World". Seither setzt er sich für eine Reform der Presse ein.

Im vergangenen Jahr war Stück für Stück herausgekommen, dass Mitarbeiter der traditionsreichen "News of the World" über Jahre systematisch Telefone und Mailboxen zahlreicher Prominenter, Politiker und Soldaten abgehört und Polizisten bestochen hatten. Die Zahl der Abhöropfer soll bei etwa 600 liegen. NGN hat inzwischen dutzenden Opfern Entschädigungen gezahlt, darunter den Schauspielern Jude Law und Sienna Miller, dem Fußballspieler Ashley Cole und dem früheren Vize-Regierungschef John Prescott.

Quelle: n-tv.de

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