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"Sünde aus dem Körper schneiden": Gwyneth Paltrow trifft Stalker im Gericht

Sexspielzeug, Pornos und Drohbriefe erhält Gwyneth Paltrow von ihrem Stalker. Seit Jahren verfolgt er die Schauspielerin und dringt in ihre Privatspähre ein. Vor Gericht sagt sie gegen ihn aus. Doch der religiöse Fanatiker gesteht keine Schuld ein.

Oscar-Preisträgerin Gwyneth Paltrow hat in einem Prozess gegen einen Stalker in Los Angeles vor Gericht ausgesagt. In dem Verfahren geht es um Vorwürfe gegen einen 66-jährigen Mann, der die Schauspielerin US-Medienberichten zufolge mit Dutzenden sexuellen und religiösen Drohbriefen belästigt haben soll. Dabei habe der Mann auch vor drastischen Drohungen nicht zurückgeschreckt. So habe er vorgehabt, ihr "die Sünde mit einem Skalpell aus dem Körper zu schneiden", zitierte Paltrow aus einem Briefe.

Gwyneth Paltrow hat mit Coldplay-Frontmann Chris Martin zwei Kinder.
Gwyneth Paltrow hat mit Coldplay-Frontmann Chris Martin zwei Kinder.(Foto: picture alliance / dpa)

Auch Pakete mit schlüpfrigem Inhalt habe es gegeben. Neben Ohrringen und einem Heiratsantrag habe sie auch Pornografie und Sexspielzeug von dem Stalker zugeschickt bekommen, berichtete die Schauspielerin vor Gericht. Die insgesamt 66 Briefe seien beunruhigend, erschütternd und ihrem Sicherheitsgefühl abträglich gewesen, sagte sie.

Dem Promi-Portal "TMZ.com" zufolge gab Paltrow an, seit vielen Jahren Angst vor dem Mann zu haben. Sie habe sich eigens einen Wachhund angeschafft, um ihre Familie zu schützen. Der Beschuldigte aus dem US-Staat Ohio war im vorigen Jahr festgenommen worden. Bereits 1999 hatte der aufdringliche Fan der Schauspielerin nachgestellt. Damals suchte er auch das Haus von Paltrows Eltern auf.

Stalker wolle nur helfen

Die zweifache Mutter hatte vor 15 Jahren schon einmal gegen den Mann ausgesagt. Ein Richter schickte den Beschuldigten 2001 in eine geschlossene psychiatrische Klinik. Nach seiner Entlassung habe er ab 2009 wieder Briefe an die 43-Jährige geschrieben, berichtete der Sender CBSNews unter Berufung auf Gerichtsunterlagen. Im Falle eines Schuldspruchs drohen dem Mann mehrere Jahre Haft.

Trotz allem will der Anwalt des Stalkers nun eine Verurteilung verhindern: Die jüngsten Briefe seien weder pornografisch noch bedrohlich gewesen und zeigten nur die Sorge eines religiösen Mannes, der Paltrow helfen wolle, argumentierte er.

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Quelle: n-tv.de

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