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"Wetten, dass ...?" und "Kerner": Hape will nicht, Kerner nicht mehr

Macht er es? Oder macht er es nicht? Tritt Hape Kerkeling die Nachfolge von Thomas Gottschalk an? Genaues weiß man nicht, nur die "Bunte" will wissen: Er macht es nicht. Fest steht dagegen, dass ein anderer es nicht mehr macht: Johannes B. Kerner hängt seine eigene Sendung an den Nagel.

Noch zwei Sendungen, dann ist für Thomas Gottschalk Schluss mit "Wetten, dass ..?". Als einziger würdiger Nachfolger wurde schnell Hape Kerkeling auserkoren, der auch selbst in den vergangenen Wochen die Gerüchte kräftig anheizte. Zuletzt mit einem Interview in der "Süddeutschen Zeitung". Die Frage "Gibt es schon eine Entscheidung?" hatte der 46-Jährige mit einem klaren "Ja" beantwortet - was vielfach als Zusage aufgefasst wurde.

Kerkeling (l.) könnte bald ganz groß rauskommen. Kerner sucht dagegen neue Herausforderungen.
Kerkeling (l.) könnte bald ganz groß rauskommen. Kerner sucht dagegen neue Herausforderungen.(Foto: picture alliance / dpa)

Nun aber will die "Bunte" erfahren haben, dass Kerkeling "Wetten, dass ..?" eine Absage erteilt hat. Nach Meinung Kerkelings, so das Blatt, funktioniere die Sendung ohne Gottschalk nicht und er wolle sich mehr auf seine neue Sendung "Unterwegs in der Weltgeschichte" konzentrieren.

Das ZDF zeigt sich überrascht. Zwar will Programmdirektor Thomas Bellut kein Dementi aussprechen. Immerhin aber erklärt er: "Das entspricht nicht unseren letzten Gesprächen. Wir halten das offen bis Dezember. Dann allerdings muss die Entscheidung fallen." Kerkeling sei für ihn immer noch die erste Wahl, so Bellut. "Wenn er's nicht macht, könnte das für mich ein Problem sein." Kerkelings Sprecherin ergänzte in der "Bild"-Zeitung: "Wir halten alles offen bis Dezember."

Immerhin steht fest: In der vorletzten Sendung Anfang November wird Hape Kerkeling zu Gast sein bei Thomas Gottschalk. Ein Auftritt, der angeblich schon vor fast zwei Jahren terminiert wurde. Eine perfekte Gelegenheit, den Stabswechsel vor laufenden Kameras während der Show zu verkünden.

Kerner gibt "Kerner" auf

Sollte Kerkeling nicht wollen: Johannes B. Kerner braucht einen neuen Job. Denn er will nicht mehr "Kerner" sein: Nach nur zwei Jahren gibt der Moderator seine wöchentliche Sendung wieder auf, angeblich aus Unzufriedenheit mit dem Inhalt des Magazins. Nachdem dieses zunächst am Sendeplatz Montagabend mit schlechten Quoten enttäuscht hatte, hatte es sich zuletzt am Donnerstagabend mit im Schnitt gut 1,5 Millionen Zuschauern stabilisiert.

Kerner hatte sich Ende September erstmals kritisch zu seiner eigenen Sendung geäußert und diese im Interview mit dem Branchendienst dwdl.de infrage gestellt. "Das Magazin hat ja eine inhaltliche Wendung genommen, und ich habe mich zuletzt beim Moderieren der Sendung und beim Anschauen manchmal gefragt, ob das noch die Sendung ist, die zu mir passt", sagte er. Und fügte hinzu: "Mein eigenes Urteil ist härter als das des Publikums."

Quelle: n-tv.de

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