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Hat die Qual der Wahl: der Bachelor
Hat die Qual der Wahl: der Bachelor

Der Bachelor-Start: High Heels, Klunker und Nagellackfläschchen

Von Kai Butterweck

Leonard Freier hat die Qual der Wahl - denn er ist der Bachelor. In der sechsten Staffel des Flirt-Formats stehen erneut 22 auserwählte Single-Damen Gewehr bei Fuß, wenn es wieder heißt: Rose gefällig?

Da ist er endlich wieder! Wer? Na, der Mann aller deutschen Schwiegermütterträume, der muskelbepackte Vorzeige-Adonis mit dem glänzenden Briefkopf, der Herr der 22 Rosen, kurzum: der Bachelor! Als sechster Hauptdarsteller der beliebten Kuppel-Show darf sich in diesem Jahr ein gewisser Leonard Freier aus Berlin das vermeintliche Sahnestück aus der fleischgewordenen, in 22 "Portionen" geteilten, Schönheitentorte rauspicken.

Selbstverständlich ledig, allerdings bereits mit einer kleinen Tochter im Gepäck, sehnt sich der brünette Unternehmensberater nach einer selbstbewussten Partnerin mit Humor und dem Herzen am rechten Fleck. Natürlich soll sie auch hübsch anzusehen sein. Und surprise, surprise: Die äußere Fassade des liebesuchenden Gesamtpakets glänzt bereits am Frankfurter Flughafen wie die Rolex von Robert Geiss.

Im sonnigen Florida soll am ersten Kennenlern-Abend natürlich noch eine Schippe drauf gelegt werden. Dumm nur, wenn der wichtigste Reisebegleiter, der Koffer, lieber daheim bleiben will; so geschehen bei der 23-jährigen Sandra aus München. Die etwas verschlafen dreinblickende Kundenberaterin kann aber in Miami schnell wieder durchatmen. Das pinkfarbene Überlebensutensil trudelt noch am Ankunftstag unverhofft ein. Jetzt kann’s also richtig losgehen.

Prickelnder Prosecco und muskulöse Männerarme

Natürlich sind alle Damen "ganz dolle aufgeregt". Ist er blond? Hat er einen Bart? Kann er kochen? Bereits im Hotel wird der Fragenkatalog rumgereicht wie eine Flasche Schampus. Doch wer steckt eigentlich hinter all den piepsigen und quiekenden Stimmen, die in den Gängen des Ankunftshotels noch bis tief in die Nacht widerhallen?

Umringt von Damen: Leonard
Umringt von Damen: Leonard

Da wäre beispielsweise die tierliebe Steffi aus Mittelfranken. Ohne Hund und Pferd geht bei der blonden Vegetarierin gar nichts. Und dann die beiden Hobby-Models Saskia und Marisa, die sich bereits von einigen Fotoshootings kennen. Doch wie lange wird die Freundschaft halten, wenn es zwischen roten Rosen, prickelndem Prosecco und muskulösen Männerarmen irgendwann richtig zur Sache geht?

Die 34-jährige Jasmin geht die Sache derweil ganz locker an. Gesegnet mit türkischen und indischen Wurzeln hat die in Hannover geborene, aber in England lebende Brünette schon ganz andere Herausforderungen gemeistert. Nun sei sie halt an einem "Point" angelangt, der nach einer Veränderung in ihrem Leben schreit. Na dann: Go for it, Jasmin!

Auch Denise aus Berlin präsentiert sich selbstbewusst und siegessicher. Gerne würde sie den Bachelor irgendwann einmal daheim in High Heels bekochen. Oha! Cindy hingegen, ebenfalls aus Berlin, steht lieber stramm am Herd. Die hochgeschossene Blondine ist nämlich Marineoffizier.

Den Vorstellungsvogel schießt allerdings Annika ab. Madame legt viel Wert auf ihr Äußeres, hat daheim im Kosmetikschränkchen zwischen 1300 und 1500 Nagellackfläschchen zu stehen; ist aber felsenfest davon überzeugt, dass sich Intelligenz und Schönheit nicht zwingend im Wege stehen müssen. Herrlich.

Der Bacholer "flasht"

Alle anderen Kandidatinnen hinterlassen erst ihre Spuren, als es darum geht, dem smarten Bachelor erstmals tief in die Augen zu sehen. Der ist vom Aufmarsch der Ladys in feinster Abendgarderobe natürlich erwartungsgemäß "geflasht". Im schnieken Jack-Bauer-Chevi werden die Damen im Zweierpack vor der pompösen Villa des Auserwählten vorgefahren. Es wird gejauchzt, gejohlt und geschrien. Alle Händchen sind schweißnass, und für so manch eine Kandidatin sorgt der Anblick von Leonard Freier im schwarzen Maßanzug für kurzzeitige Wissensaussetzer. So fällt BWL-Studentin Dominique plötzlich ein, dass sie ja eigentlich eher auf blonde Typen steht. Macht aber nichts. Leonards Gesamtpaket passt schon irgendwie. Und Steffi arbeitet im Zoo. Im Zoo? Äh, natürlich nicht. Sie wollte eigentlich sagen, dass sie in einer Zoohandlung arbeite. Der Bachelor ist verwirrt; aber irgendwie auch fasziniert. Beide erhalten später am Abend ihre erste Rose; genauso wie 17 andere Frauen, die sich ein paar weitere Tage Hoffnungen auf die große Liebe machen dürfen.

Leonie aus Heidelberg bekommt sogar eine weiße Rose überreicht. Diese fungiert als "Joker" und garantiert der Studentin ein zukünftiges Date ihrer Wahl. Das bedeutet aber auch, dass die eigentlich für eben jenes Date ausgesuchte Dame in die Röhre gucken muss. Hier ist der Zickenkrieg also schon vorprogrammiert. Fünf Kandidatinnen werden davon allerdings nichts mehr mitbekommen. Sie sind bereits ohne Rose im Gepäck auf dem Heimweg nach Deutschland. Wie hießen sie noch gleich? Annika, Deborah,… Schwamm drüber. Wer soll sich auch so viele Namen merken können? Das kann nur der Bachelor. Und der verteilt in der nächsten Woche die nächste Runde Rosen. Wir sind gespannt.

Quelle: n-tv.de

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