Die Familie hat sich bei öffentlichen Auftritten reduziert: Juan Carlos mit Frau und Kronprinz Felipe mit Letizia.
(Foto: AP)
Mittwoch, 28. Dezember 2011
Folge des Korruptionsskandals?: Juan Carlos bricht mit Tradition
Spaniens Königshaus erlebt seine erste größere Affäre und Juan Carlos tut gerade alles, um nicht mit seinem Schwiegersohn in Verbindung gebracht zu werden. Entgegen der Tradition eröffnet er das neue spanische Parlament ohne seine Töchter.Der spanische König Juan Carlos hat in Madrid das neue Parlament eröffnet. Die beiden Töchter des Königs, Elena und Christina, waren dabei entgegen der Tradition erstmals nicht anwesend . Die spanische Zeitung "El País" interpretierte dies als Folge des Korruptionsskandals, in den der Ehemann Christinas, der frühere Volleyball-Spieler Inaki Urdangarin, verwickelt sein soll. Laut einem Sprecher des Königshauses sei das jedoch nicht der Grund.
Der Skandal um Urdangarin ist die erste größere Affäre um ein Mitglied der Königsfamilie. Wegen der Ermittlungen wurde seine Teilnahme an öffentlichen Auftritten der Königsfamilie ausgesetzt. Spanien hatte Ende November ein neues Parlament gewählt. Die konservative Volkspartei (PP) wurde stärkste Kraft bei der Abstimmung. Das Parlament wählte den PP-Vorsitzenden Mariano Rajoy am vergangenen Dienstag zum neuen Ministerpräsidenten. Am vergangenen Mittwoch stellte Rajoy sein Kabinett vor.
In seiner Rede rief der König die Abgeordneten auf, sich für die Rettung der spanischen Wirtschaft einzusetzen. Zudem sagte er, sie trügen Verantwortung dafür, das Vertrauen in die staatlichen Institutionen zu stärken. Bereits in seiner Weihnachtsansprache hatte er seine tiefe Sorge über das Misstrauen der Bevölkerung gegenüber dem Verhalten mancher Vertreter des Staates geäußert.
AFP
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