Donnerstag, 06. August 2009
Konzert in Warschau: Katholiken gegen Madonna
Nach den Kommunisten in Russland haben nun auch strenge Katholiken in Polen gegen ein geplantes Konzert von US-Popdiva Madonna protestiert. Die ultra-religiöse Gruppe "Pro Polonia" forderte eine Absage oder Verschiebung des "skandalösen Konzerts" am 15. August, dem Feiertag Mariä Himmelfahrt, in Warschau.
Madonna habe "mehrfach den katholischen Glauben verhöhnt", sagte der Chef der streng katholischen Gruppe, Marian Brudzynski. Bei ihren Konzerten müsse "mit allem gerechnet" werden, sie sei für Skandale bekannt und stelle ihren Körper zur Schau.
Präsident soll sich einschalten
Der 15. August ist in Polen nicht nur ein heiliger Tag für Katholiken, am selben Tag feiert auch die polnische Armee ihren Sieg über die Bolschewisten im russisch-polnischen Krieg im Jahr 1920. Es solle daher doch "kein Problem sein, das Konzert zu verschieben" oder mit einem für den 13. August in Prag geplanten Auftritt zu tauschen, sagte Brudzynski. Er habe bereits dem polnischen Präsidenten Lech Kaczynski einen Brief geschrieben und ihn gebeten, sich in die Sache einzuschalten. Die katholische Kirche in Polen, rechte Parteien oder katholische Medien reagierten bislang nicht auf den Vorstoß von "Pro Polonia".
Erst vor einer Woche hatte die Kommunistische Partei Russlands Madonna aufgefordert, bei ihrem Konzert in Sankt Petersburg nicht mit dem Po zu wackeln. Stattdessen solle sie lieber eines der bekannten russischen Revolutionslieder singen.
AFP
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