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Vor 40 Jahren verlas sie Marlon Brandos Grund, den Oscar nicht anzunehmen: Sacheen Littlefeather.
Vor 40 Jahren verlas sie Marlon Brandos Grund, den Oscar nicht anzunehmen: Sacheen Littlefeather.(Foto: AP)

Littlefeather liest lieber: Keine Oscars für Aktivistin

Seit ihrem Auftritt dürfen bei der Oscar-Verleihung keine Vertreter mehr Preise für andere Künstler abholen: die indianische Aktivistin Littlefeather hatte den Moment genutzt, um auf einen peinlichen Zustand aufmerksam zu machen, der so wenig zu Glamour und Gold passt.

Der angry young man: Marlon Brando.
Der angry young man: Marlon Brando.(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Vor 40 Jahren stand sie bei den Oscars im Mittelpunkt: Die diesjährige Verleihung schaut sich die indianische Aktivistin Sacheen Littlefeather aber nicht an. "Ich denke, nicht - ich lese lieber ein interessantes Buch über Menschen, die inspirieren", sagte sie dem "Stern".

Littlefeather hatte 1973 Marlon Brando bei den Oscars vertreten und das Rampenlicht genutzt, um über die Lage von Amerikas Ureinwohnern zu sprechen. "Seit meinem Auftritt dürfen Nominierte keine Vertreter mehr schicken." Die diesjährigen Oscars werden am 24. Februar verliehen.

Brando hatte die Auszeichnung für seine Rollen in "Der Pate" zurückgewiesen. Littlefeather hatte damals seine Rede mit den Worten verlesen: "Preise sollten in diesem Land nicht entgegengenommen werden, bis sich die Lebensbedingungen der amerikanischen Indianer drastisch verbessert haben. Wenn wir schon nicht unseres Bruders Hüter sind, sollten wir wenigstens nicht sein Henker sein."

Quelle: n-tv.de

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