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Französischer Fiskus ermittelt: Lagerfeld soll Steuern hinterzogen haben

Lagerfeld: "Zahle ohnehin jedes Jahr viele Millionen Steuern".
Lagerfeld: "Zahle ohnehin jedes Jahr viele Millionen Steuern".(Foto: picture alliance / dpa)

Karl Lagerfeld, Kreativdirektor des französischen Modehauses Chanel, soll einem Medienbericht zufolge mehr als 20 Millionen Euro am französischen Fiskus vorbeigeschleust haben. Diese Summe sei in den vergangenen sechs Jahren zusammengekommen, berichtete das französische Nachrichtenmagazin "L'Express". Gegen den aus Deutschland stammenden Modemacher laufen demnach Ermittlungen.

Lagerfeld selbst sieht die Ermittlungen gelassen. "Ich habe nichts zu befürchten und bin nicht mal auf dem Laufenden", sagte er der Tageszeitung "Die Welt". Es handele sich um eine "alte Ermittlung", betonte Lagerfeld. "Sollte es aus irgendeinem Grund etwas nachzuzahlen geben, dann wird das geschehen." Er zahle "ohnehin jedes Jahr viele Millionen Steuern".

Die Ermittlungen laufen laut "L'Express" seit 2013. Damals sei Lagerfelds Buchhandlung "7L" überprüft worden, für die wegen eines Defizits von 6,6 Millionen Euro keine Steuern gezahlt worden seien. Zu der Buchhandlung gehöre auch ein Fotostudio mit Sitz in London, von da aus gebe es wiederum Verbindungen unter anderem nach Irland, das in der EU wegen Steuerdumpings in der Kritik steht, und zu den als Steueroase geltenden Virgin Islands.

Quelle: n-tv.de

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