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Liechtenstein wird im Rahmen eines Projekts ab dem 14.03.2016 als vorübergehender Senderchef des Fernsehsenders Tele 5 agieren.
Liechtenstein wird im Rahmen eines Projekts ab dem 14.03.2016 als vorübergehender Senderchef des Fernsehsenders Tele 5 agieren.(Foto: dpa)

"Supergeiler" Job: Liechtenstein wird Senderchef

Der TV-Sender Tele 5 hat einen neuen Chef. Die Personalie ist eine Sensation - zumindest auf den ersten Blick. "Supergeil"-Senior Friedrich Liechtenstein übernimmt den Posten. Allerdings geht sein Vorgänger nur mal kurz Fliegenfischen.

Der Berliner Entertainer Friedrich Liechtenstein hat einen neuen Job. Der Videokünstler, dem der "Supergeil"-Spot zu Ruhm verhalf, wird Senderchef bei dem Fernsehsender Tele 5. Er wolle dem Sender vorübergehend seinen Stempel aufdrücken, so Liechtenstein.

Liechtenstein machte seinen Aufstieg in der Tele-5-Sendung "Boomarama Late Night" publik. Dabei handelt es sich um eine PR-Aktion des Senders: Liechtenstein wird die Leitung des Senders nur für eine Woche übernehmen. Tele-5-Chef Kai Blasberg sagte, er wolle sich derweil "dem professionellen Fliegenfischen widmen".

Liechtenstein machte auch gleich deutlich, welche Akzente er setzen möchte. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa verteidigte er vertikale Handyfilme. Über das Drehen im Hochformat werde derzeit heiß diskutiert. Man solle niemals so radikal sein "wie die Horizontalisten, die vertikale Filmer beschimpfen", sagte der Künstler. "Da gibt es richtige Kampagnen im Netz, wie 'Idioten hört auf'."

Dabei sei auch vieles in unserer Kultur vertikal ausgerichtet, etwa alte Kirchenfenster, die manche wegen ihrer Bildergeschichten als Vorläufer der Hollywood-Filme handelten. "Warum dann nicht auch vertikal filmen?", fragte Liechtenstein, Jahrgang 1956. Schon aus diesem Grunde wolle er nachts im TV-Programm auch vertikale Clips zeigen.

Aber, Achtung: Der Clip solle zwar hochkant gedreht sein, aber gekippt auf dem Bildschirm laufen. Man muss also den Kopf neigen, um ihn anzuschauen. Das sei ein Service für Menschen, die vor dem Fernseher einschliefen, erklärte Liechtenstein. Seinen Führungsstil beschrieb der selbsternannte Flaneur mit dem Bild einer Alge: Er wolle nicht hierarchisch führen, sondern "sehr symbiotisch, verzweigt, mäandernd".

Quelle: n-tv.de

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