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#FilmbrancheSoWhite? Meryl Streep fordert mehr Vielfalt für die Chefetagen.
#FilmbrancheSoWhite? Meryl Streep fordert mehr Vielfalt für die Chefetagen.(Foto: picture alliance / dpa)

Weiße Männer, macht Platz!: Meryl Streep fordert Vielfalt in Filmbranche

Nach der Kontroverse um eine Äußerung bei der Vorstellung der Berlinale-Jury weiht Meryl Streep junge Schauspieler in ihre Meinung über Sexismus und Rassismus in der Branche ein - und präsentiert sich als Befürworterin von Vielfalt.

Hollywood-Star Meryl Streep ist der Ansicht, dass die Kontroverse über die Benachteiligung schwarzer und weiblicher Künstler nicht enden wird, solange es in den Chefetagen der Studios eine Dominanz von Weißen und Männern gibt. Die 66-jährige Jury-Vorsitzende der diesjährigen Berlinale vertrat ihre Meinung am Sonntag in einer Meisterklasse für 300 junge Schauspieler aus aller Welt.

Auf die Frage, ob ihrer Meinung nach Sexismus und Rassismus in den vier Jahrzehnten ihrer Karriere abgenommen hätten, sagte die US-Schauspielerin: "Ich denke, die Entwicklung geht in eine sehr positive Richtung." Es sei notwendig, "Krach zu machen, um Platz am Tisch zu haben". Menschen müssten beiseitetreten, damit andere mit ihrem Stuhl an der Konversation teilhaben könnten. Entscheidend in der Filmindustrie sei letztlich die "Vielfalt in den Führungsgremien".

Bei der Jury-Vorstellung hatte Meryl Streep zuletzt für Kontroversen gesorgt. Auf die Nachfrage eines Journalisten, warum keine Schwarze Person in der Jury säße, antwortete Streep lapidar, dass schließlich alle Menschen Afrikaner seien. Kritiker meinten, dass sie damit die Forderung nach mehr Vielfalt und die Kritik an Rassismus in der Branche untergrabe. In den USA ist die Debatte um Vielfalt in der Filmindustrie im Zuge der Oscar-Verleihung besonders hochgekocht, da unter den nominierten Schauspieler keine Schwarze Person war.

Sie selbst habe immer gedacht, dass ihre Karriere mit 38 Jahren beendet sein werde, sagte Streep. Danach blieben früher als Rollen nur noch "alte Weiber und Hexen" übrig. Das sei ein Grund, warum sie bis zum Film "Into the Woods" aus dem Jahr 2014 keine Hexe gespielt habe, obwohl sie viele Angebote bekommen habe. Den jungen Schauspielern riet Streep, nicht zu sehr auf ihren Sex-Appeal zu vertrauen, wenn sie auf eine lange Laufbahn mit verschiedenen Rollen unterschiedlichen Alters aus seien.

Quelle: n-tv.de

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