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Mohamed Mahjoubi weiß: Frankfurt gibt es in Deutschland zweimal.
Mohamed Mahjoubi weiß: Frankfurt gibt es in Deutschland zweimal.

"Wer wird Millionär?" : Monaco ist deutsch, Frankfurt gibts zweimal

Von Nina Jerzy

Deutschland ist ein reiches Land. Hier liegt Monaco und von einigen Städten leisten wir uns gleich zwei. Dafür gehen Piloten mit kannibalischen Kenntnissen zur Ausbildung in die Schweiz. Diese Ausgabe von "Wer wird Millionär?" begab sich auf doppeldeutige Umwege.

Kennen Sie die Geschichte von den Niederländern, die nach Sydney fliegen wollten, statt in der australischen Metropole aber im gleichnamigen kanadischen Kaff gelandet sind? So etwas könnte "Wer wird Millionär?"-Kandidat Mohamed Mahjoubi auch gut passieren. Der Wirtschaftsjurist hatte nach dem Studium ein Vorstellungsgespräch bei einer renommierten Unternehmensberatung in Frankfurt. Der gerade Führerschein-befreite Kölner reiste per Mitfahrzentrale und freute sich über den Schnäppchenpreis seines Chauffeurs ("Oh, der ist ja günstiger!"). Kurz nach der Abfahrt schlief er ein, wachte vier Stunden später auf und war zu seiner Verwunderung immer noch nicht am Ziel: "Frankfurt gibt es in Deutschland anscheinend zweimal."

Das war "Wer wird Millionär"

Immer diese Freischaffenden:

Mahjoubi: "Da war ich am Überlegen, ob ich mich direkt selbstständig mache oder erst mal arbeiten gehe." - Jauch: "Das ist das Lob der Selbstständigkeit."

 

Bester Telefonjoker-Name:

Gerhard von Mutzenbecher. Und der Vorname wird französisch "Gerard" ausgesprochen. (Mahjoubi: "Der ist in Rente." - Jauch: "Bei dem Namen …")

 

Der Teufel liegt im Detail:

Fässler: "Ich nehm C … Ich habe die Frage jetzt richtig gelesen." - Jauch: "Das freut mich."

 

Kurioses aus der WWM-Historie:

Kandidat Reinhold S. wurde der 64.000-Euro-Gewinn aus der Sendung vom 10. April 2006 aberkannt. Wie sich herausstellte, hatte er es drei Jahre zuvor unter anderem Namen auf den heißen Stuhl geschafft und 500 Euro gewonnen. Eine erneute Teilnahme war somit verboten.

Der 35-jährige Angestellte der Stadt Köln konnte bei dieser Anekdote wieder herzlich lachen. Kurz zuvor war ihm durch eine klassische Finte von Günther Jauch sichtlich das Herz in die Hose gerutscht. Schuld war die 2.000-Euro-Frage: Erzählt Gloria von Thurn und Taxis in Italien von ihrer Landeshauptstadt, dann spricht die … A: Fürstin von Monaco, B: Kaiserin von China, C: Königin von England, D: Prinzessin von Schweden. Der Kandidat tippte trotz zugegebener Promi-Schwäche auf A, woraufhin der RTL-Moderator scheinbar zu einer "Reingelegt!"-Rede anhob. "Herr Jauch, das können Sie mir jetzt nicht antun", wimmerte Mahjoubi. "Sie haben doch immer so ein Herz - bis 16.000!"

Hat der Herr Jauch natürlich auch. Gloria von Thurn und Taxis residiert in Regensburg, die bayerische Landeshauptstadt ist München und das heißt auf Italienisch nun mal wie die Steueroase am Mittelmeer – wodurch sich für so manchen Zuschauer rückblickend endlich der Titel der in München angesiedelten TV-Serie "Monaco Franze" erschließt. Bei Mahjoubis Vorgänger war bereits zu lernen, dass Marie Antoinette und Falco in derselben Stadt geboren wurden. Nicolas Fässler besitzt in Basel ein Tattoo-Studio und dürfte der wohl am wildesten tätowierte Kandidat in der Geschichte von "Wer wird Millionär?" sein. Er hat sich sogar von seiner Mutter den Schriftzug "Mama" auf das Knie stechen lassen.

Wo sind bitte schön die Besserwisser?

An Wagemut lässt es hingegen in letzter Zeit eindeutig das Studiopublikum missen. Bereits in der vergangenen Woche war beim Zusatzjoker kein einziger Zuschauer aufgestanden. Wo sind denn bloß die sonst so zuverlässigen Lehrer? Alle in den Ferien? Bei Fässlers 64.000-Frage blieben jedenfalls zunächst erneut alle Zuschauer sitzen. Dann erbarmte sich ein angehender Pilot aus Marl – vielleicht auch aus künftiger Eidgenossen-Solidarität, denn er wird demnächst seine Ausbildung bei der Fluggesellschaft Swiss beginnen ("Lufthansa bildet momentan nicht aus").

Der künftige Pilot tippte darauf, dass wir seinem Kapitänsvorgänger Christoph Kolumbus den Begriff "Kannibalismus" und nicht etwa Kommunismus oder Impressionismus zu verdanken haben. Bei der folgenden Frage war für Fässler dann Schluss. Er fährt nun mit Mama nach Paris. Ob es bei Mahjoubi für mehr als eine Reise nach Frankfurt/Oder reichen wird, erfahren wir erst in zwei Wochen. Nächsten Montag gibt es erst mal das große WWM-"Zocker-Special" mit der Chance auf zwei Millionen Euro.

Quelle: n-tv.de

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