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Kehrt dem "Tatort" laut Hessischem Rundfunk auf eigenen Wunsch den Rücken: Nina Kunzendorf.
Kehrt dem "Tatort" laut Hessischem Rundfunk auf eigenen Wunsch den Rücken: Nina Kunzendorf.(Foto: picture alliance / dpa)

Kommen und Gehen beim "Tatort": Nina Kunzendorf wirft hin

In der ARD-Erfolgsreihe "Tatort" dreht sich das Kommissare-Karussell so heftig wie schon lange nicht mehr. Til Schweiger, Wotan Wilke Möhring, Alina Levshin, Christian Ulmen und Nora Tschirner - das sind nur einige der Ermittler, die zuletzt neu an Bord geholt wurden. Eine andere indes verlässt das Krimi-Flaggschiff: Nina Kunzendorf.

Die "Tatort"-Zuschauer kennen sie als Kommissarin Conny Mey. In dieser Rolle ermittelt Nina Kunzendorf an der Seite von Joachim Król alias Kommissar Frank Steier in Frankfurt am Main. Bisher hat es das Duo jedoch auf lediglich drei Folgen auf dem Fernsehschirm gebracht. Und viele weitere mit ihm wird es auch nicht geben - Kunzendorf hat ihren Abschied von der Serie verkündet.

"Den Ausstieg kann ich bestätigen. Zu den Gründen kann ich nichts sagen", erklärte die Agentin der Schauspielerin mit Blick auf entsprechende Medienberichte. Ein Sprecher des Hessischen Rundfunks (hr) kommentierte Kunzendorfs Entschluss mit den Worten: "Wir bedauern diese Entscheidung sehr." Die 40-Jährige verlasse den "Tatort" auf eigenen Wunsch.

Inhaltlich unzufrieden?

Der Berliner "Tagesspiegel" meldete unter Verweis auf Senderkreise, Kunzendorf sei mit der inhaltlichen Gestaltung der Rolle unzufrieden gewesen. Zu den drei bereits gesendeten "Tatort"-Folgen würden noch zwei hinzukommen, die schon abgedreht seien. Die Ausstrahlung sei für Ende Dezember 2012 beziehungsweise April 2013 geplant.

Wer Kunzendorf ersetzen soll, steht nach Angaben des hr noch nicht fest. Es werde jedoch bereits nach einem Ersatz gesucht, hieß es. Joachim Król soll unterdessen beim "Tatort" bleiben. Mit bis zu zehn Millionen Zuschauern waren die drei Episoden mit den Kommissaren Mey und Steyer die bisher erfolgreichsten "Tatort"-Folgen unter Federführung des Hessischen Rundfunks.

Schweiger revidiert Kritik

In den vergangenen Wochen waren zahlreiche Neuverpflichtungen für die renommierte Krimireihe bekannt geworden. Zuletzt wurde publik, dass Christian Ulmen und Nora Tschirner "Tatort"-Ermittler werden. Kommende Woche beginnen zudem die Dreharbeiten mit Til Schweiger als neuem Kommissar. Im kommenden Jahr werden zudem Wotan Wilke Möhring und Alina Levshin ihren Einstand in der Serie feiern.

Schweiger ruderte unterdessen bei seiner Kritik am "Tatort"-Vorspann, die einigen Wirbel verursacht hatte, zurück. "Ich finde nach wie vor, der ist altmodisch", erklärte der 48-Jährige, fügte allerdings hinzu: "Aber hey, wenn alle das so lieben: Ich habe überhaupt kein Problem damit, dass dieser Vorspann noch 30 Jahre kommt."

Schweiger wird fortan in die Rolle des Hamburg-Ermittlers Nick Tschauder schlüpfen. Der Filmstar hatte das über 40 Jahre alte "Tatort"-Intro als "outdated" kritisiert und empörte Reaktionen auch von Kollegen ausgelöst. Erst habe er über "diese Welle", die er damit losgetreten habe, noch lachen können, erklärte Schweiger. Doch später habe er sich nur noch gewundert: "Das gibt's doch gar nicht!" Und: "Da habe ich echt gedacht, was ist denn los in Deutschland?!"

Quelle: n-tv.de

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