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Sonntag, 23. Mai 2010

Bar-Mizwa-Zeremonie des Sohnes: Obamas Stabschef besucht Israel

Das Medieninteresse ist groß an Obamas Stabschef: Rahm Emanuel ist nach Israel gereist, um die Bar-Mizwa seines 13-jährigen Sohnes zu feiern.
Bekannt für seinen rüden Umgangston: Rahm Emanuel.

Bekannt für seinen rüden Umgangston: Rahm Emanuel.
(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Rahm Emanuel, einer der engsten Berater von US-Präsident Barack Obama, feiert in Israel die jüdische Bar-Mizwa-Zeremonie seines Sohns. Israelische Medien berichten, Obamas Stabschef im Weißen Haus sei mit seiner Familie angereist, um diese Woche in Jerusalem den 13. Geburtstag seines Sohns Zach zu begehen. Die Bar-Mizwa-Feier symbolisiert die religiöse Mündigkeit jüdischer Knaben.

Nach einem Besuch in dem Badeort Eilat am Roten Meer hätten die Emanuels auch schon eine Tagesreise nach Jordanien unternommen und dort die Felsenstadt Petra besucht, schrieb die israelische Zeitung "Jediot Achronot". In dieser Woche wolle der 50-jährige Emanuel in Jerusalem die Bar Mizwa seines Sohns sowie seines Neffen feiern, dem Sohn des einflussreichen Hollywood-Agenten Ari Emanuel. Die Zeremonie, zu der wichtige israelische Repräsentanten eingeladen seien, könne jedoch aus Sicherheitsgründen nicht an der Klagemauer in Jerusalem stattfinden, hieß es.

In Israel umstritten

Rahm Emanuel, der mit seiner Frau Amy Rule noch zwei Töchter hat, ist für seinen mitunter rüden Umgangston bekannt. In Israel ist er umstritten, weil er als mitverantwortlich für die härtere Linie Obamas gegen den jüdischen Staat gesehen wird.

"Jediot Achronot" zeigte den sonst akkurat gekleideten mächtigen Politiker auf einem Foto in sehr legerer Aufmachung: In weiß-rot geblümten Shorts, weißem T-Shirt und Sportschuhen. Emanuel, dessen Vater aus Israel stammt, sei von dem großen Medieninteresse an seinem Besuch sehr überrascht gewesen, hieß es. "Ich spreche kein Hebräisch", sagte er Fotografen, die auf dem internationalen Ben-Gurion-Flughafen bei Tel Aviv auf ihn warteten - allerdings auf Hebräisch. "Dies ist ein Familienbesuch, danke", lautete die englische Variante.

dpa

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