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Wäre es ein Film, würde der Held (l.) beim Schurken (r.) eben noch den Puls fühlen - und ihn dann gekonnt überwältigen. So ist es nur ein freundschaftlicher Handshale zwischen Seagal (l.) und Duterte - beide karateerprobt.
Wäre es ein Film, würde der Held (l.) beim Schurken (r.) eben noch den Puls fühlen - und ihn dann gekonnt überwältigen. So ist es nur ein freundschaftlicher Handshale zwischen Seagal (l.) und Duterte - beide karateerprobt.
Freitag, 13. Oktober 2017

Kein gefährlicher Ort: Seagal schaut bei Duterte vorbei

Seine Besuchsreihe bei in der Kritik stehenden Staatschefs ist um eine Episode reicher: US-Actiondarsteller Steven Seagal trifft auf den Philippinen Präsident Duterte. Diesem dürfte das Film-Thema des Haudrauf-Stars gefallen.

Auf der Suche nach Drehorten für seinen neuen Film ist US-Darsteller Steven Seagal auch eine Audienz beim philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte gewährt worden. Im geplanten Streifen des 65-Jährigen gehe es um illegale Drogen und andere Kriminalität, wie der Präsidenten Palast mitteilte. Duterte hat das Land mit einem rücksichtlosen Kampf gegen Drogen überzogen. Den prominenten Hollywood-Besuch würdigte der Palast mit einer Fotogalerie.

Duterte hatte zuletzt mit drastischen Worten über seinen Sohn Paolo, gegen den es Vorwürfe gibt, selbst in Drogenmilieu verstrickt zu sein, für Schlagzeilen gesorgt. "Wenn Kinder von mir in Drogendinge verwickelt sind, bringt sie um, damit die Leute nichts zu reden haben." Dies habe er seinem Sohn auch selber deutlich gemacht. Der seit Mitte 2016 amtierende Staatschef Duterte hatte bereits im Wahlkampf angekündigt, Tausende "Drogenkriminelle" töten zu lassen. In den vergangenen 15 Monaten wurden dabei mindestens 3850 Menschen umgebracht. Er halte das Land für keinen gefährlichen Ort, hatte Seagal vor ein paar Tagen gesagt.

In der Diskussion über das Thema von Seagals neuem Film bekräftige Duterte einmal mehr seine harte Haltung gegen Drogen, da sie Menschen versklavten. Zugleich erzählte der Präsident dem Mimen, dass auch er einst Karate-Stunden genommen habe.

Seagal war in den 80er und 90er Jahren mit Martial-Arts-Filmen wie "Nico" und "Alarmstufe: Rot" bekannt geworden. In Osteuropa hat der Hollywoodstar immer noch viele Fans. Im Januar war ihm bereits die serbische Staatsbürgerschaft verliehen worden. Nach der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim 2014 hatte Seagal Putin als "einen der bedeutendsten lebenden Staatenlenker der Welt" bezeichnet. Ende vergangenen Jahres hatte Seagal von Russlands Präsident Wladimir Putin einen russischen Pass erhalten. Zuvor hatte Seagal im August Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko getroffen, der als "letzter Diktator Europas" gilt. Bilder, wie beide Möhren essen, hatten im Internet Hohn und Spott ausgelöst.

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Quelle: n-tv.de

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