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Autor Jim Harrison starb mit 78 Jahren im US-Bundesstaat Arizona.
Autor Jim Harrison starb mit 78 Jahren im US-Bundesstaat Arizona.(Foto: AP)

Hollywood liebte seine Geschichten: US-Autor Jim Harrison ist tot

Sein Familienepos "Legends of the Fall" macht Brad Pitt Mitte der 90er Jahre zum gefeierten Leinwandstar. Auch später zieht es Romanautor Jim Harrison immer wieder zum Film. Seine Geschichten sind Ausdruck einer tiefen Verbundenheit zur Natur.

Der US-amerikanische Schriftsteller Jim Harrison, der die Buchvorlage für den Film "Legenden der Leidenschaft" lieferte, ist tot. Der Dichter und Autor starb bereits am Samstag in seinem Winterdomizil im US-Staat Arizona, wie sein Verlagshaus Grove Atlantic dem Sender CNN mitteilte. Harrison wurde 78 Jahre alt.

Brad Pitt (l.) und Anthony Hopkins in der Verfilmung von "Legenden der Leidenschaft".
Brad Pitt (l.) und Anthony Hopkins in der Verfilmung von "Legenden der Leidenschaft".(Foto: imago/AD)

Der Autor von fast 40 Werken - darunter mehr als 20 Romane und Erzählbände sowie 14 Gedichtbände, Essays und ein Kinderbuch - machte oft die amerikanische Wildnis zur Kulisse seiner Geschichten. Er war ein leidenschaftlicher Jäger, Angler und Wanderer. Zu seinen bekanntesten Romanen zählt das Familienepos "Legends of the Fall", das unter dem Titel "Legenden der Leidenschaft" Mitte der 1990er Jahre in die deutschen Kinos kam.

Der Streifen war der Durchbruch für Hollywoodstar Brad Pitt ("Sieben Jahre in Tibet", "Fight Club"), der einen von drei Söhnen auf einer Farm im ländlichen Montana kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges spielte. Anthony Hopkins war in der Vaterrolle zu sehen.

Zwischen Film und Literatur

Daneben war Harrison auch Ko-Autor des Drehbuchs für das Rachedrama "Revenge - Eine gefährliche Affäre", das 1990 mit Kevin Costner und Anthony Quinn verfilmt wurde. Vier Jahre später wirkte er an dem Skript für den Film "Wolf - Das Tier im Manne" mit Jack Nicholson mit. Zu seinen weiteren Bucherfolgen zählen "Dalva", "Julip", "True North" und das düstere Vater-Sohn-Drama "Schuld".

Von der Literatenszene an der US-Ostküste hielt sich Harrison stets fern. Er war ein starker Trinker und Raucher und nach eigener Aussage manisch-depressiv. Seit seiner Kindheit war Harrison auf einem Auge blind. Mit nur 21 Jahren verlor er zudem seinen Vater und seine Schwester bei einem Autounfall.

Quelle: n-tv.de

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