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Sind sich gar nicht grün: die Bachelor-Hennen.
Sind sich gar nicht grün: die Bachelor-Hennen.

Der Bachelor-Kampf ist eröffnet: Von null auf 8000

Von Kai Butterweck

Die Bachelor-Mädels gehen so langsam in die Vollen. Es wird gebusselt, umarmt und massiert. Und natürlich fleißig gezickt. Let’s get ready to rumble!

Die dritte Bachelor-Folge läuft noch keine zwei Minuten, da fliegen schon die ersten Fetzen. Während sich die meisten Mädels am Pool noch ihren Schlafsand aus den Augen reiben, proben Saskia und Sandra den ersten Hennenkampf. Der Grund für die frühmorgendliche Auseinandersetzung: Saskias Gepetze. Sandra ist immer noch darüber erzürnt, dass ihre Konkurrentin den Bachelor von ihrer "Kinderphobie" in Kenntnis gesetzt hat. Wie dreist und gemein. Das war ja alles gar nicht so gemeint. So einen Satz wie "Ich hasse Kinder" müsse man ja nicht gleich so aufbauschen. Also wirklich, liebe Saskia. Im Eifer des Gefechts kann so etwas schon mal rausrutschen. Eigentlich habe Sandra überhaupt kein Problem mit Kindern. Äh, wie jetzt? Saskia ist verwirrt. Und der Zuschauer auch. Aber egal, kaum schlendert der Bachelor mit frischem Käsekuchen ins Haus, herrscht wieder überall eitel Sonnenschein.

Pool-Workout, Bachelor-Style: Was man für die Liebe nicht alles macht...
Pool-Workout, Bachelor-Style: Was man für die Liebe nicht alles macht...

"Hat jemand Lust auf eine Runde Pool-Workout"? Aber Hallo! Beine hoch, Bauch rein und Hüften kreisen lassen: Alle Girls sind mit vollem Eifer dabei. Was für ein gelungener Start in den Tag. Doch es kommt noch besser. Mit einem Gruppendate-Funkeln in den Augen setzt der Bachelor zur kollektiven Bezirzung an. Die, die am schwersten atmen, hören auf die Namen Saskia, Daniela, Anni, Franziska und Viviane. Der Lohn: Eine Flugreise zur unbewohnten Paradiesinsel Dry Tortugas, inklusive Badespaß und Picknick am Strand.

Mit dem Teilen haben es die Kandidatinnen aber nicht mehr so. Jede will den muskelbepackten Leonard für sich haben. Und so wird der Bachelor rumgereicht wie eine Flasche Schampus. Zunächst sieht er sich mit tiefgründigen Familiendramen und intensiven Beziehungsanekdoten konfrontiert, ehe Franziska die Partymaus mimt und versucht, den armen Hahn im Korb mit einem pubertären Blinde-Kuh-Spiel um den Finger zu wickeln. Ob er wohl mit verbundenen Augen herausfindet, wer ihm da gerade zärtlich durchs Haar wuschelt? Nun, Franzis selbsterfundener Kandidat für das "Spiel des Jahres 2016" sorgt leider nur für ein müdes Lächeln bei allen Beteiligten.

Elf Freunde müsst ihr sein

Wesentlich zielstrebiger und forscher geht da schon Daniela zu Werke. Mit einem handgefertigten Story-of-my-Life-Puzzle und nicht enden wollenden Zweisamkeitsoffensiven verdient sie sich Leonards ungeteilte Aufmerksamkeit. Sehr zum Leidwesen von Saskia und Franziska. Besonders Letztere erzürnt sich über die "aufdringliche" und "billige" Anmachtour. Die ebenfalls genervte Anni spricht gar von einem völlig unerwarteten "von null auf 8000"-Auftritt. Nach einem klärenden Gespräch wird aus der eben noch selbstbewusst strahlenden Matchwinnerin ein kleinbeigebendes Mäuschen mit schlechtem Gewissen. Niemals mehr werde sie sich während eines Gruppendates so sehr an den Hals des Bachelors schmeißen, so die vermeintlich harmoniesüchtige Daniela. "Schau’n mer mal", würde jetzt der Kaiser sagen.

Nächster Tag, neues Glück. Ein weiteres Gruppendate steht an. Diesmal quetschen sich ein gutes Dutzend Frauen in ein sogenanntes "Duck-Boat". Das kann sich sowohl auf der Straße als auch auf dem Wasser fortbewegen. Was für ein Holper-Spaß! Mit viel alkoholgetränktem Sprudelwasser geht es auf Sightseeing-Tour durch Miami. Doch so richtig spannend wird es nicht. Weder der auf die Schnelle einberufene verbale Aufklärungsdreier zwischen Saskia, Sandra und Leonard, noch des Bachelors Ich-bin-eher-der-verschlossene-Typ-Outing hinterlassen sonderlich große Spuren.

Interessanter wird es da schon beim folgenden Einzeldate. Leonard entführt die zurückhaltende Leonie in die Mandarin-Suite eines 5-Sterne-Tempels. Dort wird nicht nur die Aussicht genossen, über Poledance-Fitness geplaudert, Schampus geschlürft und fein zu Abend gegessen. Nö, nö, nö! Eine atmosphärische Wellness-Massage gehört auch noch zum Tagesprogramm. Knistert es da etwa schon?

In der Villa geht es zum selben Zeitpunkt bereits um die anstehende Nacht der Rosen. Wer bekommt eine? Wer geht leer aus? Und wer ist eigentlich die anstrengendste Stute im Stall? Fragen über Fragen. Kurz darauf hagelt es Antworten. Die Anstrengendsten: Saskia, Sandra, Daniela… Eigentlich zieht jede über jede her. Und wer bekommt alles eine Rose? Alle, außer Kathrin, Steffi und Dina. So bleiben nur noch elf Damen übrig. Da fällt einem doch glatt eine weitere Fußball-Ikone ein: Richard Girulatis. Deutschlands erster Rundleder-Trainer sagte doch einst so schön: "Elf Freunde müsst ihr sein." Na, wer’s glaubt…

Quelle: n-tv.de

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